Huawei P30 Pro im Test: Fotos mit dem Huawei P30 Pro

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Nicolas La Rocco 281 Kommentare

Das Fotografieren mit dem Huawei P30 Pro fühlt sich zunächst mal nicht anders an als mit dem Mate 20 Pro (Test) oder P20 Pro (Test). Das liegt in erster Linie daran, dass die Kamera-App seit dem letzten Jahr nicht verändert worden ist. Nach wie vor sind die wichtigsten Modi über Wischgesten oberhalb des Auslösers erreichbar. Wer Huaweis KI, die standardmäßig deaktiviert ist, oder Filter für kräftigere sowie weichere Farben zuschalten will, erreicht diese Einstellungen über eine Leiste oberhalb des Suchers. Dort sind auch die allgemeinen Einstellungen der Kamera zu finden, wo sich zum Beispiel Raster hinzufügen oder Veränderungen an der Auflösung vornehmen lassen.

Die erste Bildergalerie zeigt eine große Auswahl an Aufnahmen, die in verschiedenen Modi mit dem Huawei P30 Pro geschossen wurden. Im weiteren Verlauf des Tests folgen Galerien mit Vergleichen zum Samsung Galaxy S10+ und Apple iPhone Xs Max (Test) sowie Galerien nur für die Zoomfähigkeiten und andere spezielle Aufnahmemodi.

Huawei P30 Pro – Kamera

Die mit dem P30 Pro geschossenen Fotos überzeugen mit einem hohen Schärfegrad und vielen Details. Trotz der mit 10 Megapixeln etwas niedrigeren Auflösung hinterlassen die Aufnahmen nicht den Eindruck, dass sie niedriger auflösen als die oftmals verbauten 12-Megapixel-Kameras der Konkurrenz. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, sodass meistens schon direkt nach Aktivierung der Kamera die gewünschte Aufnahme erfolgen kann. Einzig die Verarbeitung der Fotos könnte schneller vonstatten gehen, denn bei vielen Aufnahmen wird im Sucher angezeigt, dass das Smartphone kurz ruhig gehalten werden soll, damit das Foto scharf gestellt werden kann. Auch die Zeit, die vergeht, bis das Foto im Speicher landet, fällt zu lang aus. Wenn auf den Auslöser gedrückt wird, dauert es immer wenige Augenblicke, bis das Foto tatsächlich aufgenommen und gespeichert wurde. Das kann vor allem Apple beim iPhone Xs Max spürbar besser.

Am Ergebnis selbst lässt sich allerdings kaum Kritik äußern. Abseits des hohen Detailgrades sind zum Beispiel auch die Farben stimmig. Das P30 Pro ist in dieser Hinsicht ähnlich wie das Galaxy S10+ abgestimmt, indem Farben kräftig, aber nicht unnatürlich abgebildet werden. Samsung hat die Intensität im Vergleich zu früheren Galaxy-S-Generationen reduziert. Apple auf der anderen Seite war früher für flachere Farben bekannt, setzte zuletzt aber auf eine leicht kräftigere Darstellung. Huawei gelingt zudem durchweg ein sehr guter Weißabgleich.

Beim Dynamikumfang hat Huawei hingegen Aufholbedarf. Samsung und Apple holen mehr Details aus dunklen Bereichen, wenngleich bei Apple dadurch manchmal der Kontrast etwas leidet und das Bild flach wirkt. Huawei, aber auch Samsung haben die Probleme bei besonders hellen Details. Das ist in der unter diesem Absatz verlinkten Galerie zum Beispiel anhand von Bild 1 (107 der Vollbildansicht) bei der Neonröhre an der Wand oder bei Bild 5 (111 Vollbild) anhand der Magazine im Kiosk zu sehen. Hier kommt es jeweils zum sogenannten Highlight-Clipping, das Details im hellen Licht durch Überstrahlen verschwinden lässt.

Glücklicherweise tritt dieses Problem nicht bei Nachtaufnahmen auf, die wieder einmal eine große Stärke des P30 Pro sind. Huawei hatte schon zur Vorstellung des Smartphones in Paris die Aufnahmequalität bei Nacht beworben und dabei nicht zu viel versprochen. Das fängt bei Dämmerung an, wie Aufnahme 7 (121 Vollbild) der folgenden Galerie zeigt. Details am Himmel bleiben erhalten, die Leuchtreklame ist wie die Rücklichter der Autos gut erkennbar und dennoch erscheint die gesamte Aufnahme ausreichend hell, ohne dabei die aktuelle Uhrzeit am frühen Abend zu verschleiern.

Aufnahmen am New Yorker Times Square, die ab Bild 4 (118 Vollbild) der Galerie zu sehen sind, zeigen eindrucksvoll, wie gut das P30 Pro am späten Abend arbeitet. Das Bild strotzt vor Schärfe, sehr gutem Weißabgleich, kräftigen Farben und vielen Details. Leuchtreklamen in weiter Ferne sind selbst mit kleinsten Details erkennbar. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass das Foto im ganz normalen Automatikmodus entstanden ist. Der beim P20 Pro erforderliche Wechsel zum Nachtmodus hat nicht unbedingt bessere Aufnahmen zur Folge, wie Bild 5 (119 Vollbild) zeigt, das primär heller ist, aber nicht besser aussieht. Farben wirken ausgewaschen und die Leuchtreklamen zu hell. Aus zuvor dunklen Bereichen holt Huawei sichtbar mehr Details. Der Nachtmodus ist deshalb vor allem für wirklich sehr dunkle Umgebungen geeignet, die nur mit wenigen schwachen Lichtquellen ausgeleuchtet werden. Im Normalfall ist der Automatikmodus bei Nacht völlig ausreichend.

Zugegebenermaßen ist der Times Square selbst bei Nacht ein vergleichsweise heller Ort, aber zumindest hier funktioniert der Zoom mit f/3.4-Blende gut. Bild 1 (115 Vollbild) zeigt einen schönen Blick über die Menschenmassen am Times Square, der weiterhin viele Details und prächtige Farben erkennen lässt. Die Aufnahmen 2 und 3 (116 und 117 Vollbild) verdeutlichen die Zoomfähigkeiten des P30 Pro bei Nacht. Auf den fünffachen optischen Zoom, der die Disney-Werbung in weiter Ferne klar einfängt, folgt der zehnfach hybride Zoom, der ebenfalls gute Aufnahmen liefert.

Vergleich mit Galaxy S10+ und iPhone Xs Max

Mit dem Samsung Galaxy S10+ und dem Apple iPhone Xs Max hatte ComputerBase zwei weitere High-End-Smartphones im Gepäck nach New York City, um einen Direktvergleich durchführen zu können. Dabei fällt zunächst einmal auf, wie nah sich die Kameras der drei größten Smartphone-Anbieter auf den ersten Blick gekommen sind. Huawei und Apple haben zwar eine etwas wärmere Darstellung als das Smartphone von Samsung, davon abgesehen ist der Ersteindruck aber ziemlich ähnlich. In der Detailbetrachtung gibt es dann jedoch teilweise deutliche Unterschiede.

Vorweg ist zu beachten, dass in den Galerien Aufnahmen mit den Zoomstufen 1x, 5x und 10x von allen drei Smartphones gezeigt werden, darüber hinaus gibt es vom P30 Pro teilweise Aufnahmen mit 25x und 50x. Auf manche Aufnahme folgt ein Ausschnitt (Crop) desselben Fotos, um Details aufzuzeigen. Dies ist auch bei den Zoom-Aufnahmen der Fall, sodass stets auf die Bildbeschreibung geachtet werden sollte, ob es sich um eine Zoom-Aufnahme oder ein zugeschnittenes Bild handelt. Hier schneidet Huawei deutlich besser ab, was die gecroppte Ansicht des Bildes jeweils bestätigt.

Gleich das erste Bild der Galerie (122 Vollbild) zeigt anhand der Straße die etwas wärmere Darstellung beim P30 Pro. Im Vergleich zum iPhone Xs Max sind die Farben bei Huawei kräftiger, außerdem bleiben mehr Details der Backsteinfassade erhalten. Der Dynamikumfang fällt bei allen drei Smartphones sehr gut aus. Das P30 Pro stellt die Farben des Himmels aber nicht ganz so intensiv wie Apple oder Samsung dar.

Aufnahme 3 (124 Vollbild) wechselt zum fünffachen Zoom, den Huawei haushoch gewinnt. Da optisch und nicht digital gezoomt wird, entsteht ein 8-Megapixel-Bild mit deutlich höherem Detailgrad als bei der Konkurrenz. Huawei schießt in allen Bereichen das bessere Foto. Das untermauert der Ausschnitt desselben Bildes (Foto 4/125 Vollbild). Aufnahme 5 (126 Vollbild) nutzt den zehnfachen hybriden Zoom von Huawei respektive den digitalen Zoom bei Samsung und Apple. Allerdings sind auch bei Huawei die Aufnahmen erstmals etwas weicher, da eine Mischung aus optischem und digitalem Zoom, Cropping sowie KI-Berechnung durchgeführt wird. Das Ergebnis ist für ein Smartphone dennoch beachtlich.

Dieser Eindruck zieht sich durch die gesamte Galerie sowie die zweite auf diesen Absatz folgende Übersicht, sodass nicht für jeden Vergleich eine detaillierte Erklärung notwendig ist. Weitere eindruckvolle Beispiele für die Zoomfähigkeiten des P30 Pro sind die Aufnahmen 21 bis 24 (142 bis 145 Vollbild) oder 37 bis 40 (158 bis 161 Vollbild). In jeder dieser Situationen schießt das P30 Pro die mit Abstand besten Bilder. Die Fotos sind aber nicht nur deutlich besser, sondern aufgrund ihrer Qualität überhaupt erstmals möglich. Bisher war Zoomen mit dem Smartphone maximal mit dreifacher Vergrößerung (Mate 20 Pro) ohne Qualitätsverlust möglich. Jetzt ist dies bis fünffach möglich und selbst der zehnfache hybride Zoom geht nur mit leichtem Qualitätsverlust einher. Huawei macht damit völlig neue Fotos möglich.

Dass Huawei in manchen Bereichen Verbesserungspotenzial hat, zeigen manche der in den beiden letzten Galerien aufgeführten Aufnahmen in der Detailansicht. Dazu zählt zum Beispiel das korrekte Scharfstellen der Hauptkamera bei Nahaufnahmen, das nicht immer gelingt. Der auf Foto 13 (134 Vollbild) zu sehende Cappuccino wird insbesondere vom Galaxy S10+ scharf abgebildet. Beim P30 Pro sind manche der Bläschen des Milchschaums zwar scharf, insgesamt betrachtet wirkt die gesamte Aufnahme aber unscharf. Auch das iPhone Xs Max schneidet besser ab, wenngleich nicht das Qualitätsniveau von Samsung erreicht wird. Die auf Foto 14 (135 Vollbild) zu sehende Detailansicht verdeutlicht diesen Eindruck.

Auch beim Thema HDR gibt es Nachholbedarf für Huawei. Aufnahme 15 (136 Vollbild) der vorletzten Galerie zeigt deutlich das zuvor angesprochene Clipping von Highlights, in diesem Fall der Neonröhre an der Wand. Einzig Apple meistert diese Situation und lässt den Namen des Cafés erkennen. Bei Huawei verschwinden aber nicht nur die Highlights, auch in den dunklen Bereichen gehen ein wenig die Details verloren. Das macht sich zum Beispiel anhand des Kapuzenpullovers des Mannes mit Kaffeetasse im Hintergrund oder der Jacke des Mannes mit Sporttasche im Vordergrund bemerkbar. Hier sind vor allem bei Samsung mehr Details erkennbar, wenngleich darunter die Highlights leiden. Eine gute Balance beider Extreme gelingt im konkreten Beispiel einzig Apple. Bei Foto 16 (137 Vollbild) ist gut zu erkennen, wie bei Apple der Schriftzug und die Details des Hoodies der Frau erhalten bleiben. Samsung hellt die Szene etwas zu stark auf, bei Huawei gibt es Probleme in beide Richtungen. Die Fotos 25 und 26 (146 und 147 Vollbild) sind ein weiteres Beispiel für das bessere HDR vor allem von Apple.

Zoomen für völlig neue Motive

Das bis zu fünffache optische Zoomen ist ohne Zweifel die größte Neuerung des Huawei P30 Pro. Nie zuvor war es mit einem Smartphone ab Werk möglich, so weit in die Ferne zu blicken. Welche eindrucksvollen Ergebnisse mit der aufgrund des Aufbaus „Periskop“ genannten Kamera möglich sind, veranschaulicht die nachfolgende Galerie. Das fünffache Zoomen findet rein optisch statt, bis zu zehnfaches Zoomen ist über Huaweis hybriden Zoom möglich, der den optischen Zoom mit Cropping, digitalem Zoom sowie KI- und ISP-Berechnungen vereint, um eine laut Aussage des Herstellers weitere Vergrößerung ohne Qualitätsverlust zu realisieren.

In der Tat unterscheiden sich die Aufnahmen mit dem zehnfachen Zoom aus qualitativer Sicht kaum von denen mit fünffachem Zoom. Für die Nutzung im Alltag ist selbst diese hohe Zoomstufe absolut geeignet, ohne dass mit schlechteren Bildern gerechnet werden muss. Ein wenig Schärfe verlieren die Fotos in der Detailbetrachtung trotzdem, was angesichts des eklatant vergrößerten Motivs jedoch in den Hintergrund rückt.

Erst bei noch höheren Zoomstufen, die auf dem P30 Pro digital bis zu 50-fach möglich sind, muss ein sichtbarer Qualitätsverlust hingenommen werden. Das zeigen zum Beispiel die Aufnahmen 4 und 5 (212 und 213 Vollbild) mit den Zoomstufen 25x und 50x. Das liegt aber vor allem daran, dass ein Schild als Beispiel genommen wird. Schrift kann empfindlich auf die höchste Zoomstufe reagieren. Aufnahme 17 (225 Vollbild) mit ebenso starkem Zoom sieht hingegen noch vertretbar aus. Über den zehnfachen Zoom hinaus sollte in den meisten Situationen nicht gegangen werden, für Ausnahmefälle besteht diese Option aber durchaus.

Das Zoomen mit dem P30 Pro holt Motive aber nicht einfach nur näher an die Kamera, es ermöglicht völlig neue Aufnahmen, die in dieser Form bislang mit keinem anderen Smartphone möglich waren. In der herangezoomten Perspektive entsteht eine neue Ansicht, die viel tiefer in das Geschehen eingebettet wirkt. Bei der einfachen Zoomspielerei auf entfernte Objekte kommt dieser Eindruck zwar nicht unbedingt zur Geltung, aber die Aufnahmen 5 und 6 (199 und 200 Vollbild) oder 8 (202 Vollbild) der ersten Zoomgalerie zeigen das.

Nicht ganz so gut wie das Endergebnis hat Huawei den Prozess der Aufnahme gelöst. Vor allem beim Zoomen erhalten Nutzer stets den Hinweis, das Smartphone für einige Momente stillzuhalten, damit das Foto scharf gestellt werden kann. Hier müssen dem Gerät stets einige Augenblicke für die Bildverarbeitung gegeben werden. Kleinere Wackler führen jedoch nicht dazu, dass die Aufnahme misslingt. Und auch beim Auslösen nimmt sich das Smartphone wieder etwas mehr Zeit als das Konkurrenzprodukt von Apple. Wer, wie später im Test folgt, ein akut nervöses Eichhörnchen fotografieren will, muss sich beeilen, denn ansonsten ist gerne mal der halbe Körper schon wieder vom Foto verschwunden, obwohl das Tier beim Drücken des Auslösers noch vollständig im Sucher zu sehen war.

Gelegentlich scheint das Smartphone zudem zwischen den verschiedenen Objektiven zu springen, was vor allem bei schwierigen Lichtbedingungen zu beobachten ist. Das Motiv im Sucher verschiebt sich dann plötzlich um wenige Zentimeter, sodass das Smartphone neu ausgerichtet werden muss. Das liegt wohl daran, dass Huawei zwischen dem digitalen und dem optischen Zoom wechselt, um die schlechtere Blende des Teleobjektivs auszugleichen. Ein ähnliches Verhalten ist beim iPhone Xs Max zu beobachten, das in dunkler Umgebung bei Nutzung des Teleobjektivs gerne mal zur Hauptkamera mit digitalem Zoom wechselt, die mehr Licht einfängt.

Nachtmodus, Tierfotografie, Ultraweitwinkel und Porträtmodus

Die Kamera-App des P30 Pro bietet erneut einen Nachtmodus, der kein Stativ voraussetzt, aber dennoch Aufnahmen mit mehreren Sekunden Belichtungszeit ermöglicht. Selbst bei einem nicht perfekt still in der Hand gehaltenen Smartphone gelingen damit ausgesprochen scharfe Aufnahmen, die den handgehaltenen Vorgang nicht erkennen lassen. Wie eingangs erwähnt, ist der Wechsel zum Nachtmodus aber nicht mehr notwendig, um gute Aufnahmen bei Nacht zu schießen. Die erste Aufnahme der folgenden Galerie (231 Vollbild) zeigt die schon im Automatikmodus beeindruckenden Fähigkeiten des P30 Pro. Das direkt darauf folgende Bild ist mit aktiviertem Nachtmodus geschossen worden. Hier werden die Lichter der Stadtschluchten intensiver in Szene gesetzt, was durchaus seinen Reiz hat. Realistischer fällt allerdings die erste Aufnahme im Automatikmodus aus. Auch auf die nächsten beiden Bilder treffen diese Merkmale zu. Im Nachtmodus leuchtet das Bild stärker, dafür gehen aber die Farben verloren und manche der Lichtquellen überstrahlen.

Die Bilder 5 und 6 (235 und 236 Vollbild) verdeutlichen eine Schwäche des Zooms bei schlechten Lichtbedingungen. Die Fotos sind am Abend im Metropolitan Museum of Art entstanden, als schummrige Beleuchtung herrschte und nur vereinzelt zusätzliche Spots aktiviert waren. Hier kommt es selbst mit dem fünffachen optischen Zoom zu deutlichem Rauschen und zur Bildung von Pixelfragmenten. In dieser Situation war die Kamera trotz eigentlich guter Leistung bei Nacht letztlich doch überfordert.

Im Madison Square Park, der bekannt für seine zahlreichen Eichhörnchen ist, sind die Fotos 1 bis 7 (249 bis 255 Vollbild) entstanden. Mit dem P30 Pro war es nach mehreren New-York-Besuchen erstmals möglich, die Tiere nur mit dem Smartphone aus nächster Nähe zu fotografieren. Sie sind dort in der Regel zwar weniger menschenscheu, aber dennoch äußerst nervös und am besten aus der Distanz zu fotografieren. Hier beweist das P30 Pro einmal mehr, dass es Fotos schießen kann, die ohne den neuen Zoom erst gar nicht möglich gewesen wären.

Bild 7 (237 Vollbild) der vorletzten Galerie zeigt den Supermakro-Modus des P30 Pro, der im Gegensatz zum Automatikmodus das Fokussieren aus wenigen Zentimetern Entfernung erlaubt. Das Foto des Automatikmodus ist in der ersten Galerie dieser Artikelseite bei Foto 61 zu finden. Im Vergleich dazu wirkt der Supermakro-Modus etwas dunkler und weniger farbintensiv. Dennoch sind die Details des Blütenstaubes so erst richtig zu sehen.

Das Ultraweitwinkelobjektiv eignet sich situationsabhängig für tolle Aufnahmen, sollte aber nicht stets das Mittel der Wahl sein, nur um mehr auf das Bild zu bekommen. Am Beispiel der Aufnahme 1 (256 Vollbild) lässt sich selbst mit Ultraweitwinkelobjektiv nicht die gesamte Haupthalle des Grand-Central-Terminals einfangen. Dennoch wirkt das Bild so imposanter. Einzig über die Hauptkamera fotografiert, würde die Halle viel kleiner wirken. Die zwei darauffolgenden Fotos verdeutlichen die Unterschiede zwischen P30 Pro und Galaxy S10+. Das Samsung-Smartphone fängt mit Ultraweitwinkelobjektiv mehr ein als das P30 Pro, sodass im linken Bereich ein weiteres Haus und rechts ein Wolkenkratzer im Rohbau zu erkennen ist. Auch die im Central Park mit Blickrichtung auf die Billionaires' Row aufgenommenen Bilder (4 und 5, 259 und 260 Vollbild) zeigen das kleinere Sichtfeld des P30 Pro auf.

Zum Abschluss der letzten Galerie gibt es einen Vergleich der Porträtaufnahmen mit P30 Pro, Galaxy S10+ und iPhone Xs Max. Dem P30 Pro gelingt eine sehr gute Trennung von Vordergrund und Hintergrund, wobei sich auch die anderen beiden Smartphones keine sofort erkennbaren Schwächen leisten. Bei Huawei gehen erneut Details in dunklen Bereichen wie den Haaren oder am T-Shirt verloren, während Samsung das Bild ein wenig zu stark aufhellt und außerdem das Gesicht zu stark glattbügelt. Apple nutzt für den Porträtmodus das Teleobjektiv, weshalb der Blickwinkel ein anderer zu sein scheint. Die farbliche Trennung im Hintergrund ist bei allen drei Fotos kein Fehler, sondern eine Glasscheibe auf der Dachterasse des Rockefeller-Centers.

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