Razer Blade 15 (2019) im Test: Lautstärke, Akkulaufzeit und Fazit

 3/3
Jan-Frederik Timm 102 Kommentare

Lautstärke

Das Razer Blade 15 mit GeForce RTX 2080 Max-Q ist nicht nur deutlich schneller als das alte Razer Blade 15 mit GeForce GTX 1070 Max-Q, es ist im Betrieb sogar auch leiser, obwohl es mehr verbraucht (180 zu 135 Watt an der Steckdose in Spielen).

Wurde das alte Modell im Modus „Gaming“ bis zu 48 Dezibel laut, sind es unter denselben Messbedingungen (gemessen 40 cm vor und 50 cm über dem Notebook) jetzt nur noch 44 Dezibel. Das ist immer noch lauter, als es die meisten dickeren Gaming-Notebooks mit in der Regel maximal 40 Dezibel sind. Für den Formfaktor ist das neue niedrigere Niveau aber beeindruckend.

Lautstärke in Spielen
Einheit: dB(A)
  • Modus Gaming:
    • Blade 15 (RTX 2080 Max-Q)
      44,0
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q)
      48,0
  • Modus Ausgeglichen:
    • Blade 15 (RTX 2080 Max-Q)
      38,0
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q)
      43,0

Im Modus „Ausgeglichen“ fällt die Lautstärke auf 38 Dezibel. In Anbetracht des Leistungsverlustes von weniger als 10 Prozent kann das eine gute Entscheidung sein. Wird nur die CPU belastet, erreicht das Notebook unter Dauerlast in Prime95 im Modus „Ersteller“ (45 Watt TDP) 34 Dezibel und bleibt damit sehr leise.

Akkulaufzeit

Mit identischer CPU, gleichem Akku und größerer GPU erreicht die Akkulaufzeit im PCMark 8 bei normierten 200 cd/m² Helligkeit fast das Niveau des Vorgängers, 11 bis 15 Minuten weniger Laufzeit bescheinigt der Benchmark der Neuauflage.

PCMark 8 200 cd/m²
Einheit: Stunden, Minuten
  • Work (Accelerated):
    • Dell XPS 13 (9380) (Core i7-8565U)
      9:34
    • Dell XPS 13 (9360) (Core i5-7200U)
      9:18
    • Microsoft Surface Book 2 15" (Core i7-8650U)
      7:05
    • Lenovo ThinkPad X1 Carbon G6 (Core i7-8550U)
      6:48
    • Huawei MateBook X Pro (Core i7-8550U)
      6:09
    • Dell XPS 13 (9370) (Core i7-8550U)
      5:37
    • Microsoft Surface Laptop (Core i5-7200U)
      5:23
    • Dell Latitude 7370 (Windows 10)
      5:15
    • Microsoft Surface Book (Core i7-6600U)
      5:09
    • Acer Swift 5 (Core i5-8265U)
      5:02
    • Huawei MateBook X (Core i5-7200U)
      4:58
    • Acer Spin 7 (Core i7-7Y75)
      4:31
    • Huawei MateBook (Core m5-6Y54)
      4:24
    • Microsoft Surface Pro (Core i7-7660U)
      4:20
    • Acer Switch Alpha 12 (Core i5-6200U)
      4:04
    • Microsoft Surface Pro 4 (Core m3-6Y30)
      3:44
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q) – UHD
      3:44
    • Blade 15 (GTX 1070 Max-Q) – FHD
      3:40
    • Blade 15 (RTX 2080 Max-Q) – FHD
      3:29
    • Microsoft Surface Pro 4 (Core i5-6300U)
      3:23

Fazit

Mit dem Wechsel der mobilen GPUs von Nvidia Pascal auf Turing macht das Razer Blade 15 in der größten Konfiguration noch einmal einen deutlichen Leistungssprung. Denn wo bisher maximal eine GeForce GTX 1070 Max-Q zum Einsatz kam, berechnet jetzt maximal eine GeForce RTX 2080 Max-Q die 3D-Welten. Über 40 Prozent mehr Leistung gegenüber dem schnellsten Vorgänger sind damit möglich. Bei ansonsten identischer Ausstattung (Core i7-8750H, 16 GB RAM, 512-GB-SSD, FHD-Display mit 144 Hz) verlangt Razer mit 3.199,99 Euro auch 550 Euro mehr.

Nicht wesentlich vom Wechsel auf Turing profitieren hingegen diejenigen, die innerhalb einer Klasse bleiben, denn der Sprung von GeForce GTX 1070 Max-Q auf GeForce RTX 2070 Max-Q ist klein. Positiv: Die neue Konfiguration mit GeForce RTX 2070 Max-Q kostet mit 2.499,99 Euro mittlerweile 150 Euro weniger als das alte Spitzenmodell.

Das Razer Blade 15 mit GeForce RTX 2080 Max-Q im Test
Das Razer Blade 15 mit GeForce RTX 2080 Max-Q im Test

Mit über 3.000 Euro ist das Razer Blade 15 mit GeForce RTX 2080 Max-Q zwar kostspielig, es überzeugt neben der Leistung, dem bekannt hochwertigen Gehäuse und dem unverändert sehr guten Display aber auch noch an anderer Stelle: der Lautstärke. Obwohl das neue Topmodell unter Last in Spielen 45 Watt mehr verbraucht und damit über 40 Prozent schneller ist, ist es sogar leiser geworden. Gemessene 44 zu 48 Dezibel sind zwar weiterhin lauter als bei den meisten größeren Gaming-Notebooks mit oftmals 40 Dezibel, für den Formfaktor ist das Ergebnis aber beeindruckend. Und wer auf 10 Prozent Leistung verzichtet und in „Ausgeglichen“ spielt, erreicht sogar nur 38 Dezibel.

Nicht nur in Spielen fällt das Kühlsystem positiv auf: Im Modus „Ausgeglichen“ war es unter Windows im Alltag deutlich seltener wahrnehmbar als noch beim Vorgänger, der den Lüfter bei jeder noch so kleinen Last zum Leben erweckt hat.

Das Razer Blade 15 2019 (1. Revision) ist damit das aktuell kompakteste und hoch­qua­li­ta­tivste Gaming-Notebook mit 15,6-Zoll-Display im hochwertigen Alu-Gehäuse, das ein nerviges Problem des Vorgängers angegangen ist. Einen direkten Konkurrenten gibt es insbesondere unter Berücksichtigung des Kühlsystems für Razer somit weiterhin nicht.

Die Neuauflage der Neuauflage ist da

Einmal mehr hat der Versatz aus der Vorstellung einer neuen mobilen GPU- und CPU-Generation für einen sehr schnellen Wechsel der Generationen (nicht nur) beim Razer Blade gesorgt. Denn das hier getestete neue Razer Blade 15 aus dem Januar hat Ende April bereits einen Nachfolger erhalten.

Während im Januar quasi nur die GPU von Pascal auf Turing gewechselt wurde, fand jetzt der Wechsel von Coffee Lake zu Coffee Lake Refresh statt. Der neu verbaute Core i7-9750H bietet 400 MHz mehr Basis- und 500 MHz mehr Ein-Kern-Turbotakt. Doch nicht nur bei der CPU hat sich etwas getan: Bei den Displays gibt es ab sofort auch eine Option auf ein Full-HD-Display mit 240 Hz oder einen OLED-Bildschirm mit Ultra HD. Derzeit bietet Razer beide Serien noch parallel an.

240 Hz und neuer Core i7 zum selben Preis

Die neue CPU sowie das 240-Hz-Full-HD-Display gibt es in Kombination mit der GeForce RTX 2080 Max-Q und 512 GB SSD-Speicherplatz hier ebenfalls bereits für 3.199,99 Euro. Beim Modell mit GeForce RTX 2070 Max-Q kostet die allerneueste Version hingegen 100 Euro mehr.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.