DAN Cases A4-SFX v4 im Test: Für Mini-ITX-Gaming-PCs noch immer empfehlenswert

Valentin Karnehm 73 Kommentare
DAN Cases A4-SFX v4 im Test: Für Mini-ITX-Gaming-PCs noch immer empfehlenswert
Bild: Dan Cases

tl;dr: Auch in 4. Generation ist das kompakte Mini-ITX-Gehäuse DAN Cases A4-SFX mit offizieller Unterstützung für eine 120-mm-AiO und USB Typ C einen zweiten Blick wert. Wer viel Spiele-Leistung möglichst kompakt und schlicht verstauen will, ist hier weiterhin gut aufgehoben.

Mittlerweile fast vier Jahre ist das A4-SFX von DAN Cases auf dem Markt. Jetzt geht es in die vierte Generation. Entwickelt und umgesetzt wurde das mit 7,25 Litern extrem kleine Gehäuse von Daniel Hansen mit dem Ziel, das „kleinste Gaming-Gehäuse der Welt“ zu schaffen. Dabei flossen auch viele Ideen und Wünsche aus den deutschen PC-Communitys mit ein. Als bigdaniel ist Daniel auch heute noch im Forum von ComputerBase anzutreffen und hat viele Änderungen am A4-SFX v4 auf Wunsch von Nutzern vorgenommen.

Wie bei der ersten Generation gilt auch heute noch: Trotz seiner kompakten Größe bietet das A4-SFX ausreichend Platz und Kühlleistung für leistungsstarke Prozessoren, Grafikkarten sowie ein Netzteil im SFX-Formfaktor. Lian Li ist der Auftragsfertiger.

Design, Qualität und Funktionen

Das A4-SFX kommt im Gegensatz zu einigen Modellen der Konkurrenz tatsächlich komplett aufgebaut beim Kunden an. Das dezent gebürstete Aluminium ist wahlweise in Silber oder Schwarz eloxiert. Alle Teile des Innenraums inklusive des mitgelieferten Riser-Kabels, aller Schrauben sowie der Slot-Blenden sind beim schwarzen wie beim silbernen Modell in Schwarz gehalten.

Frisch aus der Verpackung
Frisch aus der Verpackung

Für Luftzirkulation sorgt die Perforierung sowohl an beiden Seitenteilen als auch an der Unter- und Oberseite des Gehäuses. Dabei setzt das A4-SFX aus Platzgründen nicht auf Gehäuselüfter, sondern vertraut auf die Lüfter der verbauten Hardware. Staubfilter werden beim A4-SFX ebenfalls nicht mitgeliefert.

Der An-aus-Schalter weist einen angenehmen Druckpunkt auf. Die Seitenteile wirken im ersten Moment hingegen etwas dünn, beulen aber nicht aus, wenn beispielsweise Kabel von innen dagegen drücken. Das A4-SFX findet somit einen gelungenen Kompromiss hinsichtlich der Wandstärke: Einerseits ist das ausschließlich aus Aluminium bestehende Gehäuse leicht, aufgrund seiner geringen Abmessungen allerdings auch sehr robust, verwindungssteif und stabil.

Bei Anlieferung wies das A4-SFX auffällige Spaltmaße auf, nach Montage der Hardware waren diese allerdings verschwunden. Die Schrauben, deutlich mehr als für den Aufbau benötigt werden, kommen in einer nicht wieder verschließbaren Plastiktüte.

Mit der Revision 4 ist das Gehäuse nun mit einem USB-Typ-C-Anschluss (max. USB 3.1 Gen 2 mit 10 Gbit/s) an der Front ausgestattet. Der innere Aufbau dagegen bleibt wie bei den Vorgängerversionen grundsätzlich in zwei Kammern unterteilt. Die eine Hälfte des Gehäuses beherbergt das Mainboard, die CPU und im vorderen Bereich das Netzteil. Der Stromanschluss des Netzteils wird über ein Verlängerungskabel an die Rückseite des Gehäuses geführt. In der zweiten Kammer findet sich die Grafikkarte wieder, verbunden über ein Riser-Kabel von ADT-Link, das PCIe 3.0 x16 unterstützt.

Kompatibilität und Konfigurationsmöglichkeiten

Trotz seiner äußerst geringen Baugröße bietet das A4-SFX in der vierten Generation einer Vielzahl an möglichen Hardware-Konfigurationen Platz. Grundsätzlich unterstützt das Gehäuse eine maximale Grafikkartenlänge von 295 mm, eine CPU-Kühlerhöhe von 48 mm, die Verwendung von drei 2,5“-Laufwerken und ein SFX- oder sogar SFX-L-Netzteil. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine 92- oder 120-mm-AiO zu verwenden. Die Verwendung einiger Komponenten bedingt allerdings oftmals den Verzicht an anderer Stelle.

DAN Cases A4 SFX v4
Mainboard-Format: Mini-ITX, Thin Mini-ITX
Chassis (L × B × H): 317 × 112 × 200 mm (7,25 Liter)
Material: Aluminium
Nettogewicht: 1,25 kg
I/O-Ports: 1 × USB 3.1 Type C
Einschübe: 3 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 2
Lüfter: Boden: 1 × 92 mm (optional)
Staubfilter:
Kompatibilität: CPU-Kühler: 48 mm
GPU: 295 mm – 306 mm
Netzteil: 130 mm
SFX-Formfaktor
Preis: ab 200 €

So muss bei Verwendung eines SFX-L-Netzteils oder einer 92-mm-AiO auf zwei der drei Laufwerksschächte verzichtet werden. Werden die zwei zusätzlichen Laufwerksschächte dringend benötigt, bedeutet das im Umkehrschluss eine Einschränkung auf ein SFX-Netzteil beziehungsweise eine alternative Anbringung der 92-mm-AiO.

Bei Verwendung einer 120-mm-AiO bestehen zwei Möglichkeiten, die in gleicher Weise auch für die alternative Installation einer 92-mm-AiO gelten: Die AiO kann auf der Seite der Grafikkarte angebracht werden (hierbei ist die Länge der Grafikkarte dann auf 173 mm begrenzt). Wird die AiO dagegen auf der Seite des Mainboards platziert, nimmt sie die Stelle des Netzteils ein. Dort muss dann auf ein Hdplex-Netzteil zurückgegriffen werden. Im Gegenzug wird die Länge der Grafikkarte mit 273 mm kaum reduziert. Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten bietet die Website von DAN Cases.

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