Logitech G502 Lightspeed im Test: Fazit

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Fabian Vecellio del Monego 128 Kommentare

Hinsichtlich der gebotenen Hardware kann die G502 Lightspeed nahezu vollends überzeugen. Mit dem Hero 16K verfügt das Eingabegerät über einen der besten derzeit erhältlichen Sensoren, die Zusatztasten-Ausstattung und deren Programmierbarkeit fällt üppig aus. Auch die Ergonomie erweist sich als ansprechend, lediglich der Betrieb mit sehr großen Händen kann einige Zugeständnisse fordern. Weiterhin positiv aufgefallen ist zudem das auf Wusch frei drehende Mausrad. Auch das Gewichtssystem bringt potentiell Möglichkeiten, als positiver ist jedoch die generelle Minderung der Masse relativ zur Ende 2018 erschienenen G502 Hero (Test) zu werten.

Damit fällt der Vergleich der neuen drahtlosen und klassischen kabelgebundenen Variante eindeutig aus: Die G502 Lightspeed ist der G502 Hero spätestens bei Verwendung eines PowerPlay-Mauspads (Test) vollends überlegen.

Allround-Maus glänzt in nahezu sämtlichen Disziplinen

Wie auch das Vorbild ist die G502 Lightspeed demnach ein Hybrid: Sie eignet sich vor allem dank des präzisen Sensors durchaus auch für schnelle Shooter, wenngleich Empfehlungen dediziert für dieses Genre an noch leichtere und puristischere Mäuse wie beispielsweise Logitechs G Pro Wireless (Test) oder GPCGRs Model O (Test) gehen. Die G502 Lightspeed indes spricht dank der zahlreichen Zusatztasten auch Spieler von MOBAs und RPGs an. Zwar gibt es für diese Genres maßgeschneiderte Tastenwunder, dank des komfortablen Vier-Wege-Mausrads ist aber auch ein produktiver Betrieb gut möglich: Aufgrund des umfassenden Einsatzgebietes eignet sich die G502 Lightspeed prinzipiell für sämtliche Interessenten einer Gaming-Maus.

Tatsächlich ergibt sich zusammen mit Logitechs PowerPlay-Mauspad eine nahezu perfekte Peripherie-Symbiose: Nutzer erhalten ein vielseitiges und technisch erstklassiges Eingabegerät, das die Vorzüge der kabelgebundenen G502 Hero ausbaut und um die einer drahtlosen Maus erweitert, ohne deren Nachteile mit sich zu bringen.

Doch schon beim Test der G502 Hero Ende letzten Jahres stand dem gelungenen Konzept ein Problem im Weg: Die Maus war mit ihrer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 90 Euro insbesondere angesichts des fast ebenbürtigen Vorgängers schlichtweg zu teuer. Mittlerweile kostet das Eingabegerät weniger als 60 Euro und ist damit definitiv empfehlenswert.

Fast konkurrenzlos und entsprechend teuer

Der bei der G502 Lightspeed nunmehr im Raum stehende Elefant ist jedoch ungleich größer: Objektiv sind die Verbesserungen und Vorteile zu gering, um eine unverbindliche Preisempfehlung von 150 Euro rechtfertigen zu können. Hinzu kommen potentiell weitere rund 90 Euro für das PowerPlay-Mauspad und der Zwang zu einer stellenweise noch unausgereiften Software.

Doch Alternativen finden sich kaum: Corsairs Ironclaw RGB Wireless (Test) beispielsweise bietet ein ähnliches Konzept und kostet kaum mehr als die Hälfte der Logitech G502 Lightspeed allein, ist aber auch nicht ganz so gut. Sofern eine induktive Ladung über das Mauspad gewünscht ist, bieten Corsairs Dark Core RGB SE und Razers Mamba HyperFlux zwar vergleichbare Konzepte, stehen aber zu gleichen Preisen bei der Technik hinten an. HP Omen und CoolerMaster haben überdies für Juli respektive Oktober mit der Photon Wireless und der MM831 ebenfalls per Induktion ladende Mäuse in Aussicht gestellt.

Logitech G502 (Lightspeed)
Produktgruppe Mäuse, 25.06.2019
  • Qualität
    +
  • Sensorik
    ++
  • Ergonomie & Oberfläche
    +
  • Gleiteigenschaften
    ++
  • Software
    O
  • Erstklassiger Sensor
  • Funktionsreiches Mausrad
  • Zahlreiche Sondertasten
  • Separate Möglichkeit induktiver Ladung
  • Leuchtdioden zur Indikation der Sensorauflösung
  • Teilweise anfällige Oberflächen­materialien und -struktur
  • Sehr hoher Preis

Umso mehr stellt sich am Ende dieses Maustests die Frage, ob die gebotene Technik tatsächlich notwendig ist: Auflösungen im oberen vier- oder gar fünfstelligen Bereich finden nahezu keinen Nutzen und eine RGB-Beleuchtung verbessert die eigene Leistung in Spielen selbstredend nicht. Sofern Nutzer also gewillt sind, auf den Luxus eines kabellosen Betriebs und einer drahtlosen Aufladung zu verzichten, lässt sich durch den Griff zu bodenständigeren Eingabegeräten viel Geld sparen.

ComputerBase wurden die G502 Lightspeed und das PowerPlay-Mauspad leihweise von Logitech zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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