LG 49WL95C im Test: Display-Messungen, Besonderheiten und Fazit

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Frank Hüber 77 Kommentare

Helligkeit und Farbraum

Bei der Helligkeit und Homogenität gleicht das Display des LG 49WL95C dem des Dell U4919DW mit nur minimalen Abweichungen. Die genannten 350 cd/m² übertrifft auch der Bildschirm von LG in der Mitte und im unteren mittleren Bereich mit maximal gemessenen 377 cd/m². Zu den Rändern wird das Panel beim LG-Monitor ebenfalls deutlich dunkler und erreicht in den beiden Ecken nur noch etwas über 280 cd/m², was lediglich 75 Prozent der Maximalhelligkeit entspricht. Die Homogenität des LG 49WL95C ist somit ebenso nicht zufriedenstellend. Bei hellen Bildschirminhalten ist die zum Rand hin abfallende Helligkeit für den Nutzer erneut wahrnehmbar, bei den meisten Spielen ist es hingegen nicht von Relevanz. Die Farbtemperatur des LG-Displays beträgt 7.050 Kelvin.

Schwarz leuchtet beim LG 49WL95C im Durchschnitt bei maximaler Helligkeit mit 0,336 cd/m². Das Intervall liegt dabei zwischen minimalen 0,251 und maximalen 0,50 cd/m² und ist somit größer als beim Dell-Pendant. Helle Flecken lassen sich trotzdem nicht erkennen.

Durch diesen höheren Schwarzwert kommt der LG-Monitor auf einen durchschnittlichen Kontrast von 950:1, was fast den versprochenen 1.000:1 entspricht, aber hinter dem Verhältnis von durchschnittlich 1.234:1 des Dell U4919DW zurückbleibt.

Auch bei minimaler Helligkeit und der Darstellung von Weiß leuchtet der Monitor von LG heller als das Modell von Dell. Bis zu 42,7 cd/m² werden in der Bildmitte erreicht, minimal sind es in den unteren beiden Ecken noch 32,4 cd/m². Auch für den LG 49WL95C gilt somit, dass die minimale Helligkeit selbst gut ist, die Abweichung auf dem breiten Display aber zu groß.

Hohe Farbabweichung trotz Kalibrierung

Abseits der Helligkeit und Homogenität muss sich der 49WL95C auch bei den Farben beweisen, zumal LG eine Kalibrierung ab Werk verspricht, was für eine gute Farbwiedergabe sprechen sollte. ComputerBase testet die Farbwiedergabe des Monitors mit CalMAN ColorMatch, das die dargestellte Farbe des Monitors mit der vom Programm angezeigten Farbe vergleicht. Interessant an dieser Stelle sind insbesondere der durchschnittliche und der maximale Delta-E-Wert sowie das Delta-E-2000-Diagramm, da diese angeben, wie stark die Farbwiedergabe von dem ausgewählten Farbstandard abweicht. Eine Abweichung von 1 dE ist für das menschliche Auge so gut wie nicht sichtbar. Ein kalibriertes Display sollte so eingestellt sein, dass die durchschnittliche Abweichung unter 3 dE und das maximale dE unter 5 liegt. Eine Abweichung über 3 dE wird als sichtbar für das menschliche Auge aufgefasst. Unkalibrierte Monitore liegen normalerweise weit darüber. Das Delta-E-2000-Diagramm zeigt die Abweichung für jeden gemessenen Farbwert an.

Im CIE-1976-Chart ist zu sehen, welche dargestellten Farbpunkte wie stark vom angestrebten idealen Farbwert abweichen. Bei einem optimal eingestellten Display sollten alle Punkte innerhalb der Quadrate liegen.

Die Ergebnisse zur Farbabweichung des 49WL95C-W überraschen, auch wenn LG explizit keine Farbechtheit garantiert. Allerdings verspricht der Hersteller ein ab Werk kalibriertes Display und legt einen Prüfbericht bei, dessen Balkendiagramm zumindest eine Abweichung von weniger als 1 dE suggeriert. Im Test kommt der Monitor auf eine durchschnittliche Farbabweichung von 3,9 dE und auf eine maximale Farbabweichung von 10,7 dE. Für einen Bildschirm, den LG zur Video- und Fotobearbeitung anpreist, sind das zu hohe Werte.

Der Dell U4919DW hat in diesem Bereich mit einer durchschnittlichen Farbabweichung von 2,2 dE und einer maximalen Abweichung von 5,2 dE deutlich die Nase vorn.

ComputerBase steht noch mit LG in Kontakt, inwiefern die gemessenen Farbabweichungen Ausreißer außerhalb der Serienstreuung darstellen. Zunächst gibt es jedoch keine Anhaltspunkte, dass die Messwerte fehlerhaft sind oder der Monitor ein Einzelfall ist.

Display- und Input-Lag (Beta)

Die in Monitor-Tests eingeführten Messungen zum Display- und Input-Lag befinden sich weiterhin im Betastadium und ComputerBase bittet sie auch als solche zu verstehen, da beide Messmethoden Vor- und Nachteile haben. Darüber hinaus wirken sich viele Faktoren bei den Display-Einstellungen auf das Ergebnis aus, die es noch näher zu analysieren gilt. Bei den Messungen wird immer die schnellste Display-Einstellung („Response Time“ oder Overdrive) im OSD gewählt, sofern in den Diagrammen nicht anders angegeben.

Display-Lag

Beim Display-Lag wird die reine Verzögerung durch die Bildverarbeitung und Ausgabe des Monitors betrachtet. Sie ist vom Input-Lag, also der Verzögerung, bis eine Eingabe auf dem Bildschirm wahrnehmbar umgesetzt wird, zu unterscheiden. Den Display-Lag misst ComputerBase dabei mit der sogenannten CRT-Methode, bei der ein analoger CRT alias Röhrenmonitor als Basis und Referenzwert dient und anhand eines präzisen Millisekundenzählers auf dem CRT und LCD die Ausgabe durch zahlreiche Fotos mit sehr kurzer Verschlusszeit verglichen wird. In der Praxis muss einschränkend gesagt werden, dass auch diese Messungen nur als Näherungswerte betrachtet werden sollten, die nicht immer den tatsächlichen Wert darstellen müssen. Aufgrund immer gleicher Testbedingungen ermöglichen sie aber einen guten Vergleich verschiedener getesteter Monitore untereinander, weshalb einige bereits getestete und zukünftig im Test vertretene Displays als Vergleich dienen.

Display-Lag
Einheit: Millisekunden
    • Samsung S24F356FH
      0,00
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag an)
      0,50
    • ViewSonic VX3258-2KC (Ultra Fast/Low Input Lag an)
      0,50
    • ViewSonic XG240R (Standard)
      0,72
    • Asus ROG Strix XG35VQ (OverDrive 5)
      1,01
    • Asus ROG Strix XG35VQ (OverDrive 0)
      1,90
    • LG 32GK850F
      1,91
    • ViewSonic XG3240C
      2,05
    • BenQ EX3203R
      2,05
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Speed)
      2,57
    • LG 49WL95C (Off)
      2,64
    • LG 49WL95C (Faster)
      2,64
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Picture Quality)
      2,70
    • Dell U3219Q (schnell)
      9,16
    • Dell U3219Q (normal)
      12,22
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag aus)
      17,00
    • ViewSonic XG2530
      17,24
    • ViewSonic VX3211-4K
      19,95
    • Dell U4919DW (normal)
      20,75
    • ViewSonic XG3220
      21,10
    • Eizo EV3285 (Standard)
      29,46

Bei den Messungen zum Display-Lag überrascht der LG 49WL95C dann wiederum. Mit 2,64 ms reiht er sich bei den schnellsten Gaming-Bildschirmen ein und schneidet deutlich besser als der 32:9-Monitor von Dell (U4919DW) ab, der auf etwas über 20 ms kommt.

Der LG-Proband bietet im OSD vier Einstellungen für die Reaktionszeit: „Off“, „Normal“, „Fast“ und „Faster“. Im Test hatte die Wahl dieser Einstellung keinerlei Auswirkungen auf den gemessenen Display-Lag.

Input-Lag

Den Input-Lag misst ComputerBase hingegen mit Hilfe einer umgebauten Maus, an deren Schalter eine LED gelötet wurde, um die Verzögerung zwischen Knopfdruck und wahrnehmbarer Umsetzung auf dem Display optisch analysieren zu können. Diese Messung ist ebenfalls nicht als absoluter Wert zu betrachten, da der Input-Lag von den eingesetzten Komponenten des PCs abhängig ist und auch die Auswertung Toleranzen beinhaltet. In diesem Fall ist das Ziel somit ebenfalls, vielmehr einen Vergleich unter getesteten Monitoren zu ermöglichen, als einen allgemein gültigen absoluten Wert zu ermitteln. Displays mit nur sehr geringem Unterschied sollten aufgrund der nicht zu verhindernden Messtoleranzen als ebenbürtig angesehen werden. Während die Monitore beim Display-Lag Methoden-bedingt alle mit 60 Hz, aber deaktiviertem V-Sync betrieben werden müssen, kommt bei der Messung des Input-Lags die maximale Bildwiederholfrequenz des Bildschirms bei deaktiviertem V-Sync zum Einsatz.

Input-Lag
Einheit: Millisekunden
    • BenQ EX3203R
      38,54
    • ViewSonic XG3240C
      38,88
    • LG 32GK850F
      39,16
    • Asus ROG Strix XG35VQ (OverDrive 5)
      39,58
    • ViewSonic VX3258-2KC (Ultra Fast/Low Input Lag an)
      39,58
    • Samsung S24F356FH
      41,17
    • ViewSonic XG240R (Fastest)
      41,20
    • ViewSonic XG240R (Standard)
      41,60
    • Dell U4919DW (schnell)
      41,67
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Picture Quality)
      41,67
    • LG 49WL95C (Faster)
      42,50
    • ViewSonic XG2530
      43,75
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag an)
      43,75
    • ViewSonic VX3211-4K
      44,79
    • Dell U4919DW (normal)
      44,79
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Speed)
      45,01
    • Dell U3219Q (schnell)
      46,67
    • LG 49WL95C (Off)
      47,50
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag aus)
      50,00
    • Eizo EV3285 (Standard)
      60,42
    • ViewSonic XG3220
      66,70
    • Eizo EV3285 (Enhanced)
      77,50

Auch beim Input-Lag überzeugt der LG 49WL95C. Er reiht sich in dem ohnehin eng beieinander liegenden Testfeld in der Mitte ein. Die Reaktionszeit-Einstellung „Faster“ verbessert das Ergebnis, so dass für Spiele darauf zurückgegriffen werden sollte.

32:9 mit 5.120 × 1.440 Pixeln in der Praxis

Stärken beim Office-Einsatz

Die Stärken beim Office-Einsatz, die schon für den Dell U4919DW galten, gelten ebenso für den LG 49WL95C. Die breite Arbeitsfläche ermöglicht ein Arbeiten ohne störende Bildschirmränder und macht sich insbesondere bei riesigen Excel-Tabellen oder der Video- und Tonbearbeitung positiv bemerkbar, wenn umfangreiche Zeitleisten eingeblendet werden. In diesem Fall macht sich auch die Höhe von 1.440 Pixeln im Vergleich zu 32:9-Monitoren mit einer Auflösung von 3.840 × 1.080 Pixeln positiv bemerkbar, da deutlich mehr Inhalte auf den Bildschirm passen.

LG 49WL95C
LG 49WL95C
LG 49WL95C
LG 49WL95C

Zeigen sich in diesen Bereichen demnach die positiven Aspekte, fällt das Arbeiten mit mehreren Anwendungen nebeneinander häufig umständlicher aus, als beim Einsatz von zwei 27-Zoll-Monitoren. Nutzt man das Ausrichten der Fenster an den Bildschirmrändern, stehen beim 32:9-Display nur zwei hiervon zur Verfügung, so dass das Anordnen von mehr als zwei Fenstern schon wieder umständlich wird. Beim Einsatz von zwei 27-Zoll-Monitoren mit einer Auflösung von jeweils 2.560 × 1.440 Pixeln können hingegen problemlos vier Fenster an den Rändern ausgerichtet werden.

Ein Wechsel von mehreren Monitoren auf ein einzelnes 32:9-Modell ist deshalb nicht ohne Umgewöhnungszeit möglich. Wie effektiv sich die Fläche tatsächlich nutzen lässt, hängt somit neben den genutzten Anwendungen auch von den Gewohnheiten und Vorlieben des Nutzers ab.

KVM-Switch alias Dual Controller per Software

Der LG 49WL95C kann an mehreren PCs gleichzeitig genutzt werden und unterstützt hierfür nicht nur Picture by Picture und Picture in Picture zur Anordnung der beiden Bildsignale, sondern mit „Dual Controller“ auch einen Software-basierten KVM-Switch, mit dem Maus und Tastatur nahtlos zwischen den beiden Quellen wechseln, wenn man aus einem Bildschirmrand in den anderen rutscht. Sobald die Maus den Bildschirm wechselt, schaltet auch die Tastatur auf den anderen Windows-PC oder Mac um. Auch das Übertragen von Dateien per Drag and Drop von einem System zum anderen ist dabei möglich. Voraussetzung hierfür sind die Installation und Konfiguration der Software „Dual Controller“, die für Windows und macOS angeboten wird. Sie stellt eine IP-Verbindung zwischen beiden Systemen her und muss demnach auf beiden installiert sein.

LG Dual Controller

In der Praxis funktioniert dies außerordentlich gut, völlig problemlos und ohne spürbare Verzögerung. Auch wenn eine zusätzliche Software notwendig ist, die konfiguriert werden muss, ist LG die Umsetzung sehr gut gelungen. Zwei Systeme lassen sich im Splitscreen ausgezeichnet auf dem 49WL95C nutzen.

Die Anordnung der Eingangsquellen kann wahlweise im OSD oder über die Software „OnScreen Control“ vorgenommen werden. Auch diese wird von LG für Windows sowie macOS angeboten und ermöglicht zusätzlich etwa die Aktualisierung der Monitor-Firmware.

Bekannte Probleme bei Spielen

Auch bei Spielen gilt bei einem Monitor mit einem Seitenverhältnis von 32:9 weiterhin, dass dieses nicht durchgängig problemlos unterstützt wird und der Spieler dann häufig breite schwarze Ränder in Kauf nehmen muss. Manche Titel verzerren auch die Darstellung oder unterstützen das Format zwar beim Gameplay, doch sind die Zwischensequenzen mit maximal 16:9 oder 21:9 gerendert und weisen dementsprechende Balken auf. Resident Evil 2 zoomt zum Beispiel in das Bild hinein, so dass Bildinhalt verloren geht. Spiele wie Anthem, Fortnite, Far Cry 5, Wolfenstein II und Destiny 2 können mit der Auflösung und dem Seitenverhältnis umgehen. Andere Titel wie beispielsweise Fallout 76 können hingegen weder mit 21:9 noch 32:9 etwas anfangen. Ob das eigene favorisierte Spiel den Monitor problemlos unterstützt und ausnutzt, ist somit immer auch etwas Glück.

Hohe Rechenleistung für volle Auflösung notwendig

Spieler sollten allerdings nicht vergessen, dass sie für die Darstellung eines aufwendigen aktuellen Spiels in einer Auflösung von 5.120 × 1.440 Pixeln mit insgesamt 7,37 Millionen Pixeln auch ein ebensolches High-End-System benötigen, um flüssige Bildraten zu erhalten.

Als Orientierung für die Anforderungen an das System dient dabei am besten die UHD-Auflösung aus den Benchmark-Ergebnissen der Grafikkartentests. Sie ist mit 8,29 Millionen Pixeln noch etwas anspruchsvoller, als Richtwert aber am besten geeignet.

Fazit

Auch der LG 49WL95C bietet mit einer Auflösung von 5.120 × 1.440 Pixeln beim Seitenverhältnis von 32:9 die deutlich alltagstauglichere Auflösung im Vergleich zu derartigen Monitoren mit 3.840 × 1.080 Pixeln. Als Ersatz für Multi-Monitor-Setups ist das LG-Modell deshalb ebenso wie der Dell U4919DW eine sehr gute Wahl, sofern man sich bei der Anordnung der Fenster umgewöhnen kann und will. Gerade bei der Video- oder Tonbearbeitung macht sich der nahtlose Desktop allerdings positiv bemerkbar.

Mit KVM-Switch-Software und USB-C eine Bereicherung

Aber insbesondere beim Einsatz mehrerer Systeme am LG 49WL95C-W spielt der Monitor in Verbindung mit der KVM-Switch-Software „Dual Controller“, die eine ähnliche Funktionalität wie Logitech Flow bietet, seine Stärken aus. Wer häufig parallel am zwei Systemen arbeitet und ständig zwischen zwei Mäusen und Tastaturen hin und her wechselt, wird diesen Vorteil nicht mehr missen wollen.

Zusammen mit dem USB-C-Anschluss ist diese Kombination auch für Notebook-Nutzer im Alltag eine echte Bereicherung. Notebooks werden direkt über den Monitor geladen und das umständliche Anstecken sämtlicher Peripherie entfällt durch den zentralen USB-C-Port.

Auch das OSD und die Steuerung der Menüs über den Joystick verdienen ein Lob und sind – anders als beim Dell U4919DW – sehr gut umgesetzt.

Farbabweichung für professionelle Ansprüche zu groß

Unerwartet für einen ab Werk kalibrierten und mit einem Prüfbericht ausgelieferten Monitor fällt die Farbwiedergabe aus. Mit einer durchschnittlichen Abweichung von 3,9 dE und einer maximalen Abweichung von 10,7 dE schneidet der LG 49WL95C in dieser Hinsicht deutlich schlechter als der 32:9-Konkurrent Dell U4919DW ab und ist für die professionelle Bildbearbeitung somit keine erste Wahl. Abseits dessen macht das matte Bild des LG-Monitors im normalen Büro-Alltag und beim Spielen hingegen einen sehr guten Farbeindruck.

Wie bereits der 32:9-Monitor von Dell hat auch das Modell von LG mit einer etwas zu inhomogenen Helligkeitsverteilung zu kämpfen – an den Rändern leuchtet das Display nur noch mit rund 75 Prozent der Maximalhelligkeit. Für den Office-Einsatz völlig in Ordnung, für die gebotene HDR-Unterstützung des Monitors jedoch zu gering fällt ebenso die Maximalhelligkeit mit rund 375 cd/m² aus. Für HDR in Spielen und Filmen wird für einen sichtbaren Effekt mehr benötigt, so dass die HDR-Fähigkeiten des LG-Monitors eher theoretischer Natur sind.

Spieler greifen besser zu 16:9

Spieler, die keine Experimente riskieren möchten, sind weiterhin mit 16:9-Monitoren am besten bedient, da nur sie eine einwandfreie Unterstützung in sämtlichen Spielen garantieren. Schon bei 21:9 häufig auftretende schwarze Balken fallen bei 32:9 noch stärker ins Gewicht, so dass mitunter die Hälfte des Bildschirms schwarz ist. Wer nicht nur auf Rennspiele setzt, der Paradedisziplin dieser Monitore, ist mit einem gängigeren Format besser beraten. Allerdings will der LG 49WL95C-W in erster Linie gar kein Monitor für Spieler sein, wie schon die Bildwiederholfrequenz von 60 Hz und das fehlende FreeSync zeigen.

Die Alternativen mit 32:9

Preislich liegt der LG 49WL95C derzeit bei rund 1.350 Euro. Dies macht ihn wie bereits erwähnt zum teuersten 32:9-Monitor mit einer Auflösung von 5.120 × 1.440 Pixeln. Der Samsung C49RG90 platziert sich mit rund 1.310 Euro knapp darunter, bietet jedoch neben 120 Hz auch eine DisplayHDR-1000-Zertifizierung und erreicht somit mindestens eine Helligkeit von 1.000 cd/m². Der Dell U4919DW (Test) liegt aktuell bei mindestens 1.110 Euro. Am günstigsten ist derzeit der Philips 499P9H mit einem Preis von rund 940 Euro.

Für den Office-Einsatz ist der Dell U4919DW derzeit nicht nur aufgrund des niedrigeren Preises die im Vergleich zum LG 49WL95C-W bessere Wahl. Für Spieler dürfte vor allem der preislich vergleichbare Samsung C49RG90 mit 49 Zoll, 5.120 × 1.440 Bildpunkten, FreeSync 2 HDR und 120 Hz interessanter sein. Ein Test zu diesem Modell folgt voraussichtlich Ende Juli auf ComputerBase.

ComputerBase hat den 49WL95C leihweise von LG zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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