ThinkPad X1 Carbon G7 im Test: Fazit

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Nicolas La Rocco 161 Kommentare

In siebter Generation ist das Lenovo ThinkPad X1 Carbon das derzeit beste Business-Notebook, sofern zur richtigen Konfiguration gegriffen wird. Die Empfehlung lautet daher: Mattes Full-HD-Display und Core i5, anstatt WQHD oder UHD und Core i7. Full HD auf 14 Zoll ist ebenso völlig ausreichend wie die Leistung des vermeintlich schlechteren Prozessors. Die auf dem Papier vorhandene Leistung eines Core i7 kann in dünnen Notebooks nicht dauerhaft abgerufen werden und die Bildschirme mit höheren Auflösungen, allen voran das 4K-Panel, reduzieren die Akkulaufzeiten.

Dezentes X1-Logo auf dem Deckel
Dezentes X1-Logo auf dem Deckel

Im Vergleich zur sechsten Generation hat Lenovo nur kleine Details angepasst – und das meistens zum Positiven. Die fummelige und nur im geschlossenen Zustand erreichbare Speichererweiterung per microSD-Karte ist Geschichte, außerdem ist der Fingerabdrucksensor endlich im Alltag zu gebrauchen und den ThinkShutter bietet Lenovo diesmal in Kombination mit der Windows-Hello-Kamera an. Dass der Powerbutton jetzt rechts am Gehäuse statt oberhalb der Tastatur sitzt, macht sich im Alltag weder positiv noch negativ bemerkbar. Man kann jedoch argumentieren, dass sich das Notebook dadurch jetzt im geschlossenen Zustand ein- und ausschalten lässt.

Die einzige Veränderung zum Negativen betrifft den Akku, den Lenovo von 57 auf 51 Wh verkleinert hat, nur um das Gehäuse 1 mm dünner und 40 g leichter zu bekommen. Glücklicherweise führt die Maßnahme nicht zu schlechten Akkulaufzeiten, das ThinkPad X1 Carbon G7 spielt in diesem Punkt weiterhin ganz oben mit. Die Schwaben würden sagen: Ein G'schmäckle bleibt dennoch, da mit vollen 57 Wh noch bessere Laufzeiten hätten erzielt werden können.

Dennoch steht unterm Strich ein ausgezeichnetes Business-Notebook, dem Lenovo im Gegensatz zu Dell beim XPS 13 nicht alle Anschlüsse gestrichen hat und das zudem mit LTE verfügbar ist, das bei Dell wiederum in den Latitude-Geräten zur Auswahl steht. Das Gehäuse ist hochwertig und bestens verarbeitet, die Eingabegeräte liegen auf Topniveau und das Display liefert teils sehr gute Messwerte ab. Wer im Business-Umfeld ein echtes Arbeitstier sucht, ist beim ThinkPad X1 Carbon G7 sehr gut aufgehoben.

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon G7 startet zu Preisen ab 1.649 Euro und damit 100 Euro günstiger als im Vorjahr. Allerdings hat sich im Basispaket die Garantie verschlechtert. Für das neue Modell umfasst sie bei Defekt auf die Dauer von drei Jahren eine Kurierabholung oder Einsendung durch den Kunden. Das ist insofern eine Verschlechterung, als dass im letzten Jahr noch eine dreijährige Herstellergarantie mit Vor-Ort-Service geboten wurde. Selbiger deckt bei Lenovo die Ersatzteile und den Arbeitsaufwand für Reparaturen ab, wobei letztere vor Ort am Unternehmensstandort respektive zu Hause durchgeführt werden. Der Vor-Ort-Service lässt sich für 80 Euro (3 Jahre) oder 170 Euro (4 Jahre) als optionales Extra buchen. Effektiv sinkt der Preis also nur um 20 Euro.

Das Testgerät basiert auf dem Basismodell, ist jedoch mit 16 GB RAM, 512 GB großer SSD, LTE und NFC sowie mit Windows-Hello-Kamera samt ThinkShutter ausgestattet. Das hebt den Preis auf knapp unter 2.000 Euro an.

ComputerBase hat das ThinkPad X1 Carbon G7 leihweise von Lenovo zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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