Virtuoso RGB Wireless SE im Test: Software und Fazit

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Michael Schäfer 65 Kommentare

Software

iCUE ist Corsairs Software-Suite für die Konfiguration von Peripherie oder RGB-LEDs aus eigenem Haus. Auch das Virtuoso RGB Wireless lässt sich darüber einstellen, wenn auch noch vergleichsweise rudimentär. Es lassen sich unter anderem der Eingangspegel des Mikrofons sowie die Einspeisung der Umgebungsgeräusche festlegen. Über den 10-Band-Equalizer können zudem Klangkorrekturen vorgenommen werden – eine generelle Loudness-Funktion würde die Klangqualität allerdings deutlicher steigern. Ebenso findet sich hier die Aktivierung des virtuellen 7.1-Kanal-Raumklanges, der die Ausgabe zwar etwas breiter, damit aber auch künstlicher werden lässt – im Grunde genommen ist sie genauso wenig wirkungsvoll wie die meisten Lösungen anderer Hersteller.

Die Software des Virtuoso RGB Wireless SE bietet nur rudimentäre Funktionen
Die Software des Virtuoso RGB Wireless SE bietet nur rudimentäre Funktionen
Die Software des Virtuoso RGB Wireless SE bietet nur rudimentäre Funktionen
Die Software des Virtuoso RGB Wireless SE bietet nur rudimentäre Funktionen

Zu guter Letzt lassen sich an dieser Stelle die Farbe und die Art der Darstellung der RGB-Beleuchtung des seitlich an den Ohrmuscheln angebrachten Herstellerlogos und des Mikrofons den eigenen Wünschen anpassen.

Alle gemachten Einstellungen können zudem in Profilen gespeichert und mit bestimmten Programmen verknüpft werden, sodass beim Start eines bestimmten Spiels automatisch das dazugehörige Profil aufgerufen wird.

Fazit

Das Virtuoso RGB Wireless ist in der 20 Euro teureren Special Edition ein äußerst solides und sehr robust verarbeitetes Headset. Die Materialwahl setzt auf sehr viel Aluminium und Leder, aber sehr wenig Kunststoff. Ebenso überzeugt der Tragekomfort trotz der 360 g Gewicht. Bis hierhin kann bestätigt werden, dass Corsair bei seinem ersten Headset oberhalb von 150 Euro ganze Arbeit geleistet hat.

Der Klang hält da allerdings nicht für alle Hörgewohnheiten mit. Das Virtuoso RGB Wireless SE klingt zunächst sehr luftig und dank der guten Wiedergabe der mittleren und hohen Frequenzen sehr räumlich. Wer einen ausgewogenen Klang präferiert, kann mit dem Virtuoso somit durchaus glücklich werden. Der wiedergegebene Tieftonbereich überzeugt dagegen weniger. Bei einem reinen Hi-Fi-Kopfhörer wäre dies noch eine Frage des persönlichen Geschmacks, bei vielen Spielen ist eine gute und knackige Basswiedergabe jedoch für die Atmosphäre existenziell. Zwar kann über den in der iCUE-Software integrierten Equalizer klanglich etwas nachgebessert werden, ohne echte Loudness-Funktion sind diesem am Ende aber enge Grenzen gesetzt.

Corsair Virtuoso RGB Wireless SE im Test

Der fehlende Bassbereich wirkt sich auch auf die Film- und Musikwiedergabe aus. Da hilft es nicht wirklich, wenn Corsair dem neuen Headset eine native Wiedergabemöglichkeit von hochauflösendem Audio-Material spendiert. Zwar kann hier im direkten Vergleich bei entsprechenden Quellen wie Konzerten eine höhere Räumlichkeit festgestellt werden, ohne tiefgründiges Fundament macht dies jedoch nur wenig Spaß.

Auch das Mikrofon, das von Corsair insbesondere bei der Special Edition angepriesen wird, kann am Ende diese Erwartungen nicht erfüllen. Trotz seines eher dumpfen Klanges und der dürftigen Wiedergabe von hohen Frequenzen sowie des geringen Eingangspegels ist es zwar das beste unter den bisher an kabellosen Headsets getesteten Mikrofonen, absolut betrachtet aber weiterhin nur Mittelmaß.

Das Virtuoso RGB Wireless SE zum Preis von 199,99 Euro ist damit am Ende Corsairs optisch und haptisch hochwertigstes Headset, das dem eigenen Anspruch an Klang und Mikrofon aber nicht in Gänze gerecht wird.

Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
Produktgruppe Headsets, 26.09.2019
  • Verarbeitung
    ++
  • Klangqualität
    O
  • Mikrofonqualität
    O
  • hochwertige Verarbeitung
  • hohe Stabilität
  • ausgewogener Klang
  • per USB-Kabel betreibbar
  • bequemer Sitz
  • Ohrmuscheln um 180 Grad drehbar
  • Mikrofonqualität lediglich durchschnittlich
  • Tieftöne könnten prägnanter sein
  • kurze Kabel

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