Viper VP4100: Erste PCIe-4.0-SSD von Patriot soll 800.000 IOPS schaffen

Michael Günsch 44 Kommentare
Viper VP4100: Erste PCIe-4.0-SSD von Patriot soll 800.000 IOPS schaffen
Bild: Patriot

Jetzt hat auch Patriot eine M.2-SSD mit PCIe 4.0 im Programm. Die Viper VP4100 mit E16-Controller von Phison soll bis zu 5.000 MB/s und 800.000 IOPS erreichen. Für 1 TB Speicherplatz werden 240 Euro und für 2 TB 470 Euro verlangt.

Bereits auf der Computex 2019 hatte Patriot ein Vorserienexemplar seiner ersten PCIe-4.0-SSD gezeigt. Die Messe bildete die Bühne für zahlreiche Neuvorstellungen dieser Art, die mit dem SSD-Controller PS5016-E16 sowie 3D-TLC-NAND von Toshiba die gleiche technische Basis nutzen.

Corsair mit der Force MP600 und Gigabyte mit der Aorus NVMe Gen4 SSD hatten beim Marktstart den Anfang gemacht, aktuell ist außerdem die Gammix S50 von Adata erhältlich. In Kürze kommt mit der VP4100 von Patriot eine weitere PCIe-4.0-SSD hinzu.

Patriot verspricht noch mehr IOPS

Die Eckdaten lesen sich sehr ähnlich wie bei der genannten Konkurrenz, was anhand der gleichen Technik nicht verwundert. Patriot verspricht neben sequenziellen Transferraten von bis zu 5.000 MB/s lesend und 4.400 MB/s schreibend noch 800.000 IOPS als Spitzenwert beim wahlfreien Lesen und Schreiben von 4K-Daten. Die IOPS-Angabe liegt damit höher als bei den bisherigen Modellen mit Phison E16, ist aber mehr für Benchmarkbalken als die Praxis relevant.

Auf der Platine des M.2-2280-Moduls kommen neben Controller und NAND-Flash noch 1 GB respektive 2 GB DRAM-Cache zum Einsatz, das Ganze ist unter einem schwarzen Kühlkörper versteckt. Ob dieser sein Kühlpotenzial auch ausnutzen kann, hängt davon ab, ob Patriot diesmal auf Details geachtet hat. Denn bei der Viper VPN100 (Test) fiel der Redaktion auf, dass die unterschiedliche Höhe der Komponenten nicht bedacht wurde, sodass zwischen Kühler und Controller eine Lücke klaffte. Erst beim dritten Testmuster wurde dieser Makel beseitigt, der sich aber nicht spürbar auf die Leistung ausgewirkt hatte.

Hatten Leser bei der VPN100 noch die vergleichsweise geringe Garantiezeit von drei Jahren kritisiert, bietet Patriot bei der VP4100 nun fünf Jahre Garantie wie bei der Konkurrenz. Das mindestens mögliche Schreibvolumen (TBW) gibt Patriot mit 1.800 TB respektive 3.600 TB an.