Turtle Beach Recon Spark im Test: Fazit

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Michael Schäfer 31 Kommentare

Das Turtle Beach Recon Spark liefert zum Preis von unter 50 Euro zwar kein klangliches Wunder ab, sticht aus der Masse vieler namenloser Headsets, die um die Gunst der Käufer buhlen, aber erfreulich hervor und schafft nach dem eher mauen Abschneiden des Recon 70 (Test) den Spagat zwischen geringem Preis, solider Verarbeitung, gutem Aussehen und ordentlichem Klang. Damit steht es allerdings nicht alleine da.

So zeigt sich Turtle Beach bezüglich der äußerlichen Gestaltung als experimentierfreudig, die farbliche Kombination Weiß und Lavendel ist weder im Spiele- noch generell im IT-Bereich weit verbreitet – und dennoch ist diese Zusammenstellung stimmig. Die Verarbeitung befindet sich trotz der vornehmlichen Verwendung von Kunststoff auf einem guten Niveau, selbst bei höherer Belastung knarzt und quietscht nichts. Erfreulich ist, dass die Kabel zwischen Bügel und Ohrmuscheln komplett in den Kunststoff eingearbeitet und daher vor Beschädigungen geschützt sind. Weniger gefällt dagegen, dass das Verbindungskabel fest mit dem Headset verbunden ist und letzteres im Falle eines Bruches schnell zu einem Wegwerfprodukt werden lässt.

Turtle Beach Recon Spark im Test

Bei Spielen sorgt das Recon Spark mit guten Tieftönen für eine stimmige Atmosphäre, bei der aber auch die hohen Frequenzen für eine gute Ortung nicht zu kurz kommen. Bei Filmen kann das Headset, je nach Quelle, ebenfalls noch überzeugen. Bei Musik wird die Luft dann doch recht dünn. Hier lässt der Proband den Bassbereich arg vermissen.

Auch das Mikrofon selbst weist zunächst eine gute Qualität auf, problematisch wird jedoch die durch die geringe Länge resultierende Position des Klangaufnehmers. An der Wange liegend kann es die Stimme nicht direkt aufnehmen, was für eine leisere Aufnahme sorgt und in einem durch den jeweiligen Raum erzeugten Hall resultiert. Darüber hinaus muss der Eingangspegel des Mikrofons deutlich höher als bei anderen Headsets eingestellt werden, um für Mithörende eine verständliche Lautstärke zu erreichen, was aber wiederum mit einem verstärkten Grundrauschen einhergeht. Dennoch bleibt die Stimme selbst im hektischen Spielgeschehen gut verständlich.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Turtle Beach mit dem Recon Spark ein solides Headset geschaffen hat, das jedoch, abgesehen von der farblichen Gestaltung, kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal besitzt und sich von der Konkurrenz nur wenig abhebt – und somit nur ein Headset unter vielen bleibt. Sollten Interessenten jedoch nach einem neuen Hörer in der Preisklasse bis 50 Euro Ausschau halten, kann auch das Recon Spark Probe hören.

Turtle Beach Recon Spark
Produktgruppe Headsets, 20.09.2019
  • Verarbeitung
    +
  • Klangqualität
    O
  • Mikrofonqualität
    O
  • gute Verarbeitung
  • für den Preis guten Klang
  • komfortabler Sitz
  • kurzes Mikrofon
  • fest verbundenes Kabel

ComputerBase wurde das Recon Spark leihweise von Turtle Beach zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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