Cardea Zero Z440: Team Groups PCIe-4.0-SSD mit Graphen-Kupfer-Folie

Michael Günsch 31 Kommentare
Cardea Zero Z440: Team Groups PCIe-4.0-SSD mit Graphen-Kupfer-Folie
Bild: Team Group

Dank Phison-E16-Controller und PCIe 4.0 bis zu 5.000 MB/s beim Lesen, das verspricht auch Team Group mit der M.2-SSD Cardea Zero Z440, die jetzt mit 1 TB oder 2 TB Speicherplatz auf den Markt kommt. Für zumindest etwas Kühlung soll die Kupferfolie mit Graphen sorgen.

Typische Rezeptur: Phison E16 + 3D-NAND

Die Eckdaten der schon auf der Computex 2019 angekündigten Cardea Zero Z440 lesen sich im Grunde wie bei allen bisherigen PCIe-4.0-SSDs für Verbraucher. Das acht Zentimeter lange M.2-Modul ist mit dem Acht-Kanal-Controller Phison PS5016-E16 sowie 3D-NAND bestückt. Sofern der Steckplatz auf dem Mainboard PCIe 4.0 x4 liefert, was derzeit nur AMDs X570-Plattform bietet, sind in Benchmarks sequenzielle Transferraten von bis zu 5.000 MB/s lesend und 4.400 MB/s schreibend möglich. Beim wahlfreien Lesen und Schreiben von 4K-Daten stehen bis zu 750.000 IOPS im Datenblatt.

Cardea Zero Z440
Cardea Zero Z440 (Bild: Team Group)

Doch wie schon Tests anderer PCIe-4.0-SSDs gezeigt haben, ist die maximale Leistung nur bei guter Kühlung auch über einen längeren Zeitraum abrufbar. Gigabyte setzt dafür beispielsweise auf einen üppigen Kupferradiator, der aber auch nur in Verbindung mit aktiver Belüftung die Temperaturen im Zaum halten und ein Drosseln der Leistung zum Schutz vor Überhitzung verhindern kann.

Graphen-Kupfer-Folie verteilt die Wärme

Auf einen klassischen Kühlkörper verzichtet Team Group hingegen und setzt stattdessen auf eine dünne Folie aus Kupfer und Graphen, die bei der Wärmeableitung behilflich ist. Laut internen Tests des Herstellers soll die Folie die Temperaturen des Controllers auch in einem lüfterlosen System um etwa neun Prozent verringern.

Temperaturtests vom Hersteller
Temperaturtests vom Hersteller (Bild: Team Group)

Die veröffentlichten Messwerte zeigen aber, dass im Gegenzug die Temperaturen des NAND-Flash-Speichers ansteigen, sodass vielmehr eine Umverteilung der Wärme stattfindet. Um ein Drosseln der Leistung unter Dauerlast zu verhindern, werden Anwender auch bei der Cardea Zero Z440 nicht um eine aktive Belüftung oder einen alternativen Kühler herumkommen.

Preise

Mit Preisempfehlungen von 249 US-Dollar (1 TB) und 499 US-Dollar (2 TB) vor Steuern liegt die erste PCIe-4.0-SSD von Team Group auf dem für diese Art von SSD typischen Preisniveau. Zur Verfügbarkeit in Deutschland liegen noch keine Informationen vor.

Hierzulande sind bisher die PCIe-4.0-SSDs Adata Gammix S50, Corsair Force MP600, Gigabyte Aorus NVMe Gen4 und Patriot Viper VP4100 im Handel erhältlich.