Fire HD 10 (Kids Edition) im Test: Display, SoC und Laufzeit

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Michael Schäfer 18 Kommentare

Display

Beim Display gibt es ebenso keine Unterschiede zum Vorgänger. Das verbaute Panel löst nach wie vor mit 1.920 × 1.200 Pixeln bei 10,1 Zoll auf. Dank IPS-Technologie besitzt es zudem eine gute Blickwinkelstabilität. Die maximale Helligkeit liegt mit 392 cd/m² auf dem Niveau des Vorgängers, Gleiches gilt für die Farbtemperatur von rund 5.900 K. Der Kontrast ist hingegen leicht auf 1.120:1 gestiegen.

Für die Nutzung innerhalb von Räumen reicht die Leuchtkraft des Fire HD 10 mehr als aus. Möchte der Nutzer aber seine Lieblingsserie auch mal unter dem Sonnenschirm genießen, kommt das Tablet sehr schnell an seine Grenzen.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger wirkt die Farbdarstellung etwas knackiger, wenn auch nur im geringen Rahmen. Gegen die Panels der High-End-Tablets hat das Fire HD 10 in Sachen Darstellungsqualität jedoch deutlich das Nachsehen. Dies dürfte aber nur Nutzer mit sehr hohen Ansprüchen auffallen – für die meisten Käufer wird das neue Amazon-Tablet vollkommen ausreichend sein.

Spritziger dank neuem Motor

Unter der Haube hat sich beim neuen Fire HD 10 dagegen einiges getan. Während beim Vorgänger noch ein MT8173 von MediaTek mit vier Kernen und einer Taktfrequenz von 1,8 GHz als Antrieb zum Einsatz kam, setzt Amazon nun auf einen SoC vom Typ MT8183 aus selbem Haus. Dieser besitzt acht Kerne, die zu 2 Clustern mit jeweils 4 Cortex-A73 und Cortex-A53 zusammengefasst werden. Auch die Taktfrequenz ist mit nun 2 GHz leicht angestiegen. Dem SoC steht nun zudem eine Mali-G72-GPU zur Seite. Der Arbeitsspeicher bleibt mit 2 GByte nach wie vor unverändert knapp bemessen, reicht für die Kerngebiete des Fire 10 HD jedoch aus.

Die neue technische Basis sorgt auch für einen Leistungszuwachs. Wenn alle acht Kerne in den Benchmarks angesprochen wurden, konnte eine Steigerung der Rechenleistung um teilweise mehr als das Doppelte beobachtet werden. Bei reinen Single-Core-Arbeiten stieg die Leistung dagegen nur um den Zuwachs der Taktfrequenz, also wenige Prozent, an. Bei den Grafiktests konnten sich der neue Prozessor und die neue Grafikeinheit ebenfalls positiv hervortun, hier war teilweise mehr als eine Verdoppelung messbar.

Die positiven Werte dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Platzierung des Fire HD 10 in den Ergebnissen nie über das untere Drittel hinausgeht. Auf der anderen Seite sollte dabei nach wie vor der Preis im Auge behalten werden, denn für diesen macht das Tablet seine Sache sehr ordentlich.

Ebenfalls nur wenig verändert haben sich die integrierten Schnittstellen. So unterstützt das Fire HD 10 nach wie vor WLAN in den Standards 802.11a/b/g/n/ac und in den Bändern 2,4 GHz sowie 5 GHz; durch zusätzliche Antennen hat sich die Empfangsreichweite jedoch deutlich verbessert. Bluetooth wird zudem im Standard 4.2 statt wie bisher 4.1 unterstützt. Auf ein GPS müssen Anwender allerdings nach wie vor verzichten.

Akkulaufzeit

Richtig zeigen, was in ihm steckt, kann das Fire HD 10 bei den Laufzeiten. Konnte das Vorgängermodell im YouTube-Test bereits mit einer Wiedergabezeit von knapp über 10 Stunden verblüffen, hat Amazon dank des neuen technischen Unterbaus die Zeit noch einmal um rund 3,5 Stunden erhöhen können. Damit wären Nutzer auch bei einem Langstreckenflug gut gewappnet. Beim PCMark-Akkutest findet sich der Fire-Neuling ebenso auf den vorderen Rängen wieder, auch wenn hier durch die Simulation einer normalen Tablet-Nutzung gewohnheitsgemäß die Laufzeit mit über 11,5 Stunden geringer ausfällt, was aber bei den meisten Test-Aspiranten der Fall ist.

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