Kain 200 Aimo im Test: Fazit

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Fabian Vecellio del Monego 33 Kommentare

Schon die beiden kabelgebundenen Varianten der Kain waren gute Mäuse, doch der Test von Kain 100 Aimo und Kain 120 Aimo ließ auch das Gefühl zurück, dass erst eine Mischung beider Mäuse nahezu perfekt sei. Die Kain 200 Aimo bildet nun zwar nicht exakt den gewünschten Hybriden, liegt aber sehr nahe daran: Die unveränderte subtile Asymmetrie des Chassis sorgt für einen angenehmen Halt im Palm-Grip einer rechten Hand, die Primärtasten und das Mausrad sind erstklassig und der interne Speicher überzeugt weiterhin: Auch die funkende Kain wird – einmal konfiguriert – nicht in ihrem Funktionsumfang eingeschränkt, wenn Roccat Swarm beendet wird.

Doch auch die restlichen Herausforderungen einer kabellosen Umsetzung hat Roccat gut gemeistert. Der Akku ist trotz der Zwei-Zonen-RGB-Beleuchtung angemessen ausdauernd, der Energiesparmodus gelungen sowie anpassbar und die Funklatenz hält sich im Vergleich zum kabelgebundenen Betrieb in einem unter der Prämisse menschlicher Wahrnehmung nicht relevanten Rahmen. Dabei schneidet die Kain 200 zwar auch aufgrund des Sensors nicht ganz so gut ab, wie es neulich Razer mit der hervorragenden Viper Ultimate (Test) vorgemacht hat, ist aber dennoch uneingeschränkt für Shooter oder andere auf präzise und direkte Mauseingaben angewiesene Spielgenres geeignet.

Die besagte Viper Ultimate schlägt derweil einerseits hinsichtlich des Chassis in eine andere Kerbe und schlägt andererseits deutlich teurer zu Buche. Eine viel größere Konkurrenz geht daher von der kaum minder hervorragenden G Pro Wireless (Test) aus, die zwar ebenfalls auf ein symmetrisches Chassis setzt, aber zum mittlerweile vergleichbaren Preis sehr gute Gleiteigenschaften und ebenso einen potenten internen Speicher bietet. Für rund 75 Euro stellt derweil die G703 eine im Vergleich zur Kain 200 nur etwas leichtere ergonomische Alternative dar. Deren rund 50 Euro teure Variante mit AA-Batterien nennt sich G603.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 100 Euro ist jedoch auch die Kain 200 Aimo selbst nicht unattraktiv positioniert – unter anderem, weil die hervorragende Haptik der Taster nur wenigen Mäusen gemein ist. Ob jedoch der von der Kain 100 ausgehende Aufpreis von rund 50 Euro gerecht ist, müssen Interessenten selbst entscheiden: Abseits der etwas besseren Gleiteigenschaften bleibt im praktischen Betrieb häufig kein Vorteil, zumal ein Kabel beim Palm-Grip ohnehin weniger stört als beim Fingertip-Grip. Den Preis außen vor gelassen, stellt die Kain 200 Aimo allerdings die insgesamt beste der drei Kain-Mäuse dar.

Roccat Kain 200 Aimo (Schwarz)
Produktgruppe Mäuse, 13.12.2019
  • Sensorik
    +
  • Primärtasten & Mausrad
    ++
  • Oberfläche & Verarbeitung
    +
  • Gleiteigenschaften
    +
  • Software
    +
  • Guter Sensor
  • Direkte Taster und präzises Mausrad
  • Gute Akkulaufzeit
  • Vollständige Funktionalität ohne Software im Hintergrund
  • Sequentielle Auflösungsumschaltung
  • Recht hohe Lift-of-Distance

ComputerBase wurde die Kain 200 Aimo leihweise von Roccat zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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