Fractal Design Define 7 (XL) im Test: Ausstattung außen

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Valentin Karnehm
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Topcover aus einem Guss

Mit dem Define R6 hatte Fractal Design eine Wahlmöglichkeit beim Top-Cover eingeführt. Für eine bessere Be- oder Entlüftung ließ sich der ab Werk geschlossene Deckel durch die Entnahme eines Einsatzes öffnen und durch einen Kühlergrill ersetzen.

Die beiden Top-Cover-Varianten im Vergleich
Die beiden Top-Cover-Varianten im Vergleich

Das Define 7 kann das ebenfalls, setzt allerdings auf einen Deckel „aus einem Guss“, er wird also in Gänze abgenommen, sofern der löchrige Einsatz zum Einsatz kommen soll. In der perforierten Variante verzichtet Fractal Design gänzlich auf Plastikteile. Beide Deckel liegen dem Lieferumfang bei und sind selbstredend mit einem Staubfilter ausgestattet, ebenso wie die Front und die Unterseite des Gehäuses. Der Deckel kann schraubenlos getauscht werden, ebenso wie alle Staubfilter und das obere Lüfter-Bracket.

Fronttür aus gebürstetem Aluminium

Die Front des Define 7 ist wie beim Vorgänger aus gebürstetem Aluminium und umschließt zudem die seitlichen Kanten des Frontpanels. Dank magnetischer Befestigung ist die Fronttür leicht aufzuklappen. Der Öffnungswinkel beträgt etwas mehr als 90 Grad und die Scharniere können gewechselt werden, sodass sich die Tür wahlweise nach links oder nach rechts öffnen lässt. Laut Hersteller ist dies dank der veränderten Scharniere noch einfacher möglich als beim Vorgänger. Die Rückseite der Front ist wie auch die Seitenteile mit industriellem Dämmmaterial versehen. Fractal Design wirbt hier mit besonders guten Dämmeigenschaften.

Ein feiner Nylonstaubfilter hinter der Fronttür soll das Eindringen von Staub reduzieren. Im Gegensatz zum Define R6 bietet das neue Gehäuse Platz für bis zu drei 140-mm-Lüfter, die alternativ gegen drei 120-mm-Exemplare getauscht werden können. Wer allerdings ein 5,25"-Laufwerk nutzen möchte, das oberhalb der drei 120-mm-Lüfter seinen Platz findet, muss auf den dritten 140-mm-Lüfter in der Front verzichten. Um das Laufwerk einzubauen, muss die Blende abgenommen werden, anschließend lässt es sich mühelos einschieben. Ein nettes Detail zeigt sich, wenn der oberste Lüfterplatz tatsächlich genutzt werden soll: Die ODD-Blende fungiert gleichzeitig als Staubfilter.

Links und rechts der Frontverkleidung finden sich die seit mehreren Versionen bekannten Luftschlitze, durch die bis zu drei dahinterliegende 140-mm-Lüfter ihre Frischluft beziehen. Drei hauseigene 140-mm-Lüfter, die Dynamic X2 GP-14, liegen dem Lieferumfang bei. Von diesen sind zwei in der Front und ein weiterer auf der Rückseite vormontiert. Durch eine kleine Aussparung an einer der beiden Seiten kann die magnetisch gesicherte Fronttür leicht geöffnet werden.

Das Define 7 in seine Einzelteile zerlegt
Das Define 7 in seine Einzelteile zerlegt (Bild: Fractal Design)

Vielseitiges Front-I/O-Panel

Anders als der Vorgänger bietet das Define 7 bereits von Haus aus einen USB 3.1 Gen 2 Typ C mit Fast Charging und Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s, wie schnell er ist, entscheidet allerdings das angeschlossen Mainboard. Daneben ist das Front-I/O-Panel mit je zwei USB-2.0- und USB-3.0-Anschlüssen, einem Audio-Ein- und Ausgang sowie dem obligatorischen Power- und Resetbutton ausgestattet. Das Front-I/O-Panel befindet sich wie beim Vorgänger an der Oberseite der Gehäusefront, ist in dieser Version allerdings komplett in das Topcover eingelassen. Das ist zwar weniger modular, allerdings deutlich formschöner.

Das Front-IO bietet jetzt immer USB Typ C
Das Front-IO bietet jetzt immer USB Typ C

Sonst wenige Veränderungen

An der Unterseite des Fractal Design Define R6 befindet sich ein durchgehender Nylonstaubfilter, der sowohl das Netzteil als auch zwei optionale 120- oder 140-mm-Lüfter daran hindern soll, Staub in das System zu befördern. Der Filter lässt sich einfach abnehmen.

Wie beim Vorgänger lassen sich die Seitenteile durch einen Schnappmechanismus sogar einhändig entfernen. Dabei klappt das Seitenteil an der oberen Kante zur Seite weg, was ein Herunterfallen aus Unachtsamkeit verhindern soll. Zusätzlich zum Schnappmechanismus können beide Seitenteile mittels Schrauben zum Beispiel für einen längeren Transport gesichert werden.

Die Seitenteile aus Stahl sind mit Bitumenmatten ausgestattet, um besonders Festplattengeräusche zu dämmen. Ab Werk liefert Fractal Design das Define 7 je nach Version mit entweder einem oder gar keinem Glas-Panel aus. Zusätzliche Seitenteile aus Glas können über die Website des Herstellers für einen Preis von 29,99 € nachgekauft werden.

Wenig Änderungen hat auch die Rückseite des Midi-Towers erfahren. Hier sorgt ein zur Höhenverstellbarkeit in Langlöchern verschraubter 140-mm-Hecklüfter für den Ablufttransport. Am Boden wird das Netzteil über ein Bracket eingebaut.

Staubfilter Front
Staubfilter Front

Sehr hohe Verarbeitungsqualität

Das Fractal Design Define 7 weist äußerlich so gut wie keine Mängel auf. Eine sehr kleine Unregelmäßigkeit im Lack kann bei genauem Hinsehen im Bild „Front I/O“ an der linken oberen Ecke der Front festgestellt werden. Sämtliche Materialübergänge sind hingegen bündig und alle Spaltmaße gleichmäßig. Auch der Schriftzug, der die Abdeckung des Netzteils ziert, wirkt hochwertig. Die Verarbeitungsqualität ist ausgezeichnet und dem Preis durchaus angemessen.

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