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C:\B_retro\Ausgabe_20\: Das Sega Mega Drive

Sven Bauduin
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C:\B_retro\Ausgabe_20\: Das Sega Mega Drive
Bild: picserio.com | CC BY-SA 3.0

tl;dr: Am 29. Oktober 1988 erschien eine Spielkonsole, die sich weltweit über 30 Millionen Mal verkaufen sollte: Das Sega Mega Drive oder – in der US-Version – auch Genesis („Schöpfung“) wurde in Japan vorgestellt. Ab Ende 1990 entwickelte sich die Konsole zum größten Konkurrenten des Super Nintendo Entertainment Systems.

Jeden Sonntag wirft C:\B_retro\ einen unterhaltsamen Blick zurück auf drei Jahrzehnte voller bewegter Geschichten und die Entwicklung der Computerszene: Was geschah in den letzten 30 Jahren zwischen 1980 und 2010 in der Informationstechnik? Geschichten von Mythen, Meilensteinen und Meisterwerken: C:\B_retro\.

C:\B_retro\Ausgabe_20\

Der Atari 2600 sowie der Game Boy und das Super Nintendo Entertainment System waren bereits Thema in einer der vergangenen Ausgaben, doch nach einer bestimmten Konsole der 4. Generation, der sogenannten 16-Bit-Ära, wird seitens der Community immer wieder gefragt: Das Sega Mega Drive hat noch heute viele Freunde.

In zahlreichen Versionen, Revisionen und Abwandlungen sowie mit ausgefallenem Zubehör avancierte das Sega Mega Drive mit mehr als 30 Millionen verkauften Einheiten zu einer der meistverkauften Spielkonsolen in der Geschichte der Videospiele und zum einzigen echten Konkurrenten für den „Super Nintendo“.

Im Bereich der Spielkonsolen hat das Sega Mega Drive seine Spuren hinterlassen und wurde nicht umsonst am 19. September 2018 mit einem Miniatur-Replikat mit insgesamt 42 vorinstallierten Spielen noch einmal von den Toten aufgeweckt.

C:\B_retro\Ausgabe_15\Sega_Mega_Drive\

C:\B_retro\...\Geschichte\

Nachdem Nintendo die frühen bis mittleren 1980er mit seiner 8-Bit-Spielkonsole der 3. Generation, dem Nintendo Entertainment System (NES), dominiert hatte und über 60 Millionen Einheiten weltweit an die Spieler bringen konnte, musste sich Sega etwas einfallen lassen, um den Nachfolger des im Oktober 1985 erschienen Sega Master Systems zu übertreffen.

Zudem liefen die ersten 16-Bit-Heimcomputer wie der Amiga 500 und der Atari ST den 8-Bit-Videospielkonsolen langsam aber sicher den Rang ab. Nintendo hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 90 Prozent Marktanteil in den USA und Japan und zwang Sega zum Handeln. Nachdem der Glaube an das eigene Master System und den sich bereits in der Entwicklung befindenden Nachfolger, das Master System II, nicht besonders stark war, entschloss sich Sega dazu, eine neue Konsole zu entwickeln.

Sega Master System
Sega Master System (Bild: Wikipedia)
Sega Master System II
Sega Master System II (Bild: Wikipedia)

Nachdem die System-16-Spielautomaten Sega zu dieser Zeit sehr bekannt gemacht hatten, entschied sich Hayao Nakayama, der damalige CEO von Sega, dazu, mit einer 16-Bit-Spielkonsole der 4. Generation den Angriff auf Nintendo und die im Oktober 1987 erschienene PC Engine von NEC zu wagen.

Als Grundlage für den Sega Mega Drive dienten die eigenen 16-Bit-Spielautomaten Megatech, Megaplay und System C. Alle Arcadespiele, die für diese drei Plattformen entwickelt wurden, sollten auch auf der neuen Konsole lauffähig sein.

Eine Zeit lang spielte Sega mit dem Gedanken, die neue 16-Bit-Konsole MK-1601 zu taufen, entschied sich dann aber doch für die Bezeichnung Mega Drive in Japan und Europa sowie aus markenrechtlichen Gründen für Genesis in den USA und Kanada. Neben der PC Engine von NEC musste sich das Sega Mega Drive vorübergehend noch mit dem NES duellieren, denn der SNES erschien erst ein Jahr später.

NEC PC Engine
NEC PC Engine (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Seine Premiere feierte die Konsole am 29. Oktober 1988 in Japan, wo das Sega Mega Drive zum Preis von damals umgerechnet 150 Euro auf den Markt kam. Im November des Jahres 1990 wurde Segas erste Konsole der 16-Bit-Ära auch in Europa vorgestellt und zu einem Preis von 190 Britischen Pfund in Großbritannien eingeführt. Dort musste sich die Konsole bereits gegen das Super Nintendo Entertainment System behaupten, welches nur einen Monat später in Europa vorgestellt wurde.

In Europa sowie Südamerika wurde das Sega Master Drive ein großer Erfolg und verdankt diesen Märkten den Löwenanteil seiner weltweit 30 Millionen verkauften Einheiten. In den USA war die neue Konsole nur mäßig erfolgreich und in seinem Heimatland Japan gar ein großer Misserfolg.

Die PAL-Version für Europa
Die PAL-Version für Europa (Bild: Wikipedia)
Sega Genesis für die USA
Sega Genesis für die USA (Bild: Wikipedia)

Insbesondere auf dem brasilianischen Markt konnte sich das Sega Mega Drive lange behaupten und wurde dort bis 1998 von Samsung unter der Bezeichnung Super Gam*Boy verkauft. Mit dem Mega Drive II erhielt die Konsole auch eine offizielle zweite Revision.

Die damaligen offiziellen Werbefilme für das japanische Kabelfernsehen dürfen durchaus als „schräg“ bezeichnet werden. Das folgende Video, eines der ersten Werbespots für das Sega Mega Drive, wurde vom YouTube-Retro-Kanal Satoshi Matrix für die Nachwelt gesichert.

C:\B_retro\...\Hardware\

Das Sega Mega Drive besaß bei seiner Vorstellung im Oktober 1988 fortschrittliche und leistungsstarke Hardware, die derer der 8-Bit-Konsolen und später auch der ersten 16-Bit-Konkurrenz aus dem Hause Nintendo überlegen war. So taktete die Motorola-CPU im Mega Drive mit bis zu 7,67 MHz, während das Super Nintendo Entertainment System mit 3,58 MHz und somit mit weniger als der Hälfte auskommen musste.

Der Hauptprozessor des Sega Mega Drive wurde abwechselnd von Motorola, Hitachi und Signetics gefertigt.

  • 16-Bit Motorola 68000 Hauptprozessor mit 7,67 MHz
  • Zilog Z80A Co-Prozessor mit 3,58 MHz
  • 64 kB Arbeitsspeicher und 32 kB ROM
  • 64 kB Videospeicher mit 512 Farben
  • Maximal 64 Farben gleichzeitig
  • 8 KB zusätzlicher Z80-RAM für die Soundausgabe
  • Yamaha YM2612 Sound-Prozessor mit 4 MHz und 6 Kanälen
  • Texas Instruments PSG SN76489 mit 4 Kanälen
  • 3,5mm-Stereo-Kopfhörer-Ausgang
Die Hauptplatine des Sega Mega Drive mit einem Hauptprozessor vom Typ Motorola 68000
Die Hauptplatine des Sega Mega Drive mit einem Hauptprozessor vom Typ Motorola 68000 (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Insgesamt erschien das Sega Mega Drive in zehn unterschiedlichen Versionen, Ausführungen und Revisionen, von der die letzte offizielle Revision der Konsole auf den Namen Sega Mega Drive II hört und das Mega Drive fit für eine ganze Reihe an Zubehör machte und ein überarbeitetes und kompakteres Gehäuse einführte.

Technisch unterschied sich das Sega Mega Drive II nur unwesentlich, bot allerdings einen Mini-DIN Multi Output mit 50 Hz und Stereo Sound sowie RF-Adapter. Dafür musste die Neuauflage seinerseits auf den Kopfhörerausgang verzichten.

Sega Mega Drive II
Sega Mega Drive II (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

C:\B_retro\...\Zubehör\

Eines der beliebtesten Features des Sega Mega Drive war seine Aufrüstbarkeit durch Zubehör, welches man in dieser Form bei heutigen Spielkonsolen vergeblich sucht und auch zur damaligen Zeit in der Form innovativ und einzigartig war.

Mit dem Sega Mega-CD, das in den USA schlicht Sega-CD hieß, konnten Spieler das Sega Mega Drive ab 1991 um ein CD-ROM-Laufwerk erweitern. Das Upgrade war mit umgerechnet rund 300 Euro, die zusätzlich zur Konsole investiert werden mussten, für damalige Verhältnisse sehr teuer, weshalb Sega Mega-CD nie einen großen Verbreitungsgrad fand.

Das Sega Mega-CD erweiterte die Konsole um einen zweiten Motorola 68000-Prozessor mit 12,5 MHz, einen zusätzlichen Grafikchip, der neue Skalierungs- und Rotationseffekte ermöglichte, 64 kB zusätzlichen Hauptspeicher und PCM-Sound mit acht Kanälen. Sega Mega-CD erschien erst im April 1993 in Europa und erhielt anschließend ebenfalls eine neue Revision.

Sega Mega-CD mit Sega Mega Drive
Sega Mega-CD mit Sega Mega Drive (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)
Sega Mega-CD II mit Sega Mega Drive II
Sega Mega-CD II mit Sega Mega Drive II (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Im Dezember 1994 erschien mit dem Sega 32X zudem eine 32-Bit-Erweiterung mit 23 MHz für die 16-Bit-Konsole, was sich aber gegen die Konkurrenz in Form der Sony PlayStation und dem Sega Saturn aus eigenem Hause nicht durchsetzen konnte und von vielen als einer der größten Flops von Sega bezeichnet wird.

Für die 32X-Erweiterung erschienen nur wenige Spiele und der erneut hohe Aufpreis von umgerechnet rund 205 Euro sorgten dafür, dass das Modul kein Verkaufserfolg wurde. Die Kombination aus Sega Mega Drive, Mega-CD und X32 lag 1994 bei umgerechnet rund 600 bis 700 Euro.

Sega Mega Drive mit Sega X32
Sega Mega Drive mit Sega X32 (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)
Sega Mega Drive II mit Sega X32
Sega Mega Drive II mit Sega X32 (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Mit dem Sega Multi-Mega, eine auf 5.000 Exemplare limitierte Sonderausführung, die das Sega Mega Drive und den Sega Mega-CD in einer Konsole vereint und sowohl mit einer CD-ROM als auch einer Cartridge gefüttert werden konnte, veröffentlichte Sega auch einen echten Exoten. Auf Grund seiner enormen Seltenheit verkauft sich die Kombi-Konsole auch heute noch für bis zu 1.000 Euro an Sammler.

Sega Multi-Mega
Sega Multi-Mega (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Neben verschiedenen Handheld-Versionen des Sega Mega Drive wie dem Sega Nomad von 1995, auf dem alle Spiele des Sega Mega Drive liefen, war der Amstrad Mega PC mit seiner Kombination aus einem AMD Am386SX mit 25 MHz, 1 MB Arbeitsspeicher und einer 40 MB großen IBM-Festplatte sowie einem Sega Mega Drive ein echtes Highlight, wie der YouTube-Kanal Retro Tech Archive in seinem Video demonstriert.

C:\B_retro\...\Spiele\

Das wohl bekannteste und definitiv erfolgreichste Spiel für den Sega Mega Drive war das im Juni 1991 vorgestellte Sonic the Hedgehog, dessen Hauptprotagonist, der Igel Sonic, sich gegen den bösen Wissenschaftler Dr. Ivo Robotnik durchsetzen musste und sich zum Maskottchen und Werbeträger von Sega aufschwang. Das äußerst schnelle 2D-Jump-'n'-Run demonstrierte seinerzeit das volle Potenzial der 16-Bit-Spielkonsole der 4. Generation.

Sega oder Nintendo? Mega Drive oder SNES? Sonic oder Mario? All das waren Anfang der 1990er Glaubensfragen unter Videospielern. Nach dem großen Erfolg von Sonic the Hedgehog erschienen noch im selben Jahr 8-Bit-Versionen des Spiels für das Sega Master System und die Handheld-Konsole Sega Game Gear, die in einer der kommenden Ausgaben von C:\B_Retro noch Thema sein wird.

Allein für das Sega Mega Drive verkaufte sich das Spiel 22,2 Millionen Mal und ist bis heute der erfolgreichste Spieletitel aus dem Hause Sega überhaupt.

Eine vollständige Liste aller für den Sega Mega Drive erschienen Spiele liefert die umfangreiche Datenbank von Sega-Portal.de, darunter auch echte Stilblüten wie das 1990 veröffentlichte Beat 'em Up Michael Jackson's Moonwalker, in dem der Spieler in Person von Michael Jackson seine Gegner „wegtanzen“ und mit seinem Hut bewerfen mussten.

Trotz der leicht skurilen Spielidee, die sich an dem gleichnamigen Kinofilm des Popstars orientierte, wurde das Spiel damals von der Fachpresse für seine gute Grafik gelobt und verkaufte sich auch auf Grund der enormen Popularität von Michael Jackson zumindest solide. Ein Remake des Spiels auf Basis einer modernen Engine und mit neuen Hüten als DLC kann aber dennoch ausgeschlossen werden.

Der Retro-Kanal GamesYouLoved hat den offiziellen Werbespot zu Michael Jackson's Moonwalker archiviert, der das eigenwillige Spielprinzip sehr schön zur Geltung bringt und Spieler heute mit einem dicken Fragezeichen im Kopf zurücklässt.

Unter den bekanntesten und beliebtesten Spielen für die Plattform finden sich auch Titel wie Aladin, Battletoads & Double Dragon, Mega Turrican, Mortal Kombat 2 sowie Ecco The Dolphin und Ecco: The Tides of Time wieder. Auch Micky Mouse: Castle of Illusion, Phantasy Star IV, Shining Force II und Shinobi III: Return Of The Ninja Master, eines der besten Actionspiele der 16-Bit-Ära, haben noch heute viele Anhänger.

Insgesamt erschienen von 1988 bis 2012 über 900 offizielle Spiele für das Sega Mega Drive und dessen Add-On-Systeme Sega Mega-CD und Sega X32. Noch 1998 erschien Duke Nukem 3D über 3D Realms und Tectoy und Fifa 98 sowie NBA Live 98 waren die letzten großen Sportspiele für die 16-Bit-Konsole. Zwischen 2002 und 2012 wurden vor allem in den USA und Brasilien noch einzelne Titel veröffentlicht.

C:\B_retro\...\Erbe\

Das Erbe des Sega Mega Drive trat im November 1994 die 32-Bit-Spielkonsole der 5. Generation Sega Saturn an, der im Laufe des Jahres eine eigene Ausgabe gewidmet wird, auch wenn sie an die Erfolge ihres Vorgängers nicht anknüpfte.

Der Sega Saturn trat 1994 die Nachfolge des Sega Mega Drive an
Der Sega Saturn trat 1994 die Nachfolge des Sega Mega Drive an (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Community-Gewinnspiel

Die Gewinner

Wie in den letzten drei Ausgaben angekündigt, werden an dieser Stelle die drei Sieger des von der Retro-Community auf ComputeBase und den Initiatoren des beliebten Retro-Hardware-Bilder-Threads veranstalteten Community-Gewinnspiels bekanntgegeben.

Die richtigen Antworten auf die drei Fragen waren natürlich die Lösungen C, D und B.

Hier aber nun die glücklichen Gewinner des Community-Gewinnspiels:

Platz 1: dominiczeth

Der Preis für den ersten Platz, ein Intel Pentium Pro 200 im Show Case, der von Community-Mitglied „kryzs“ gestiftet wurde, geht an das langjährige Community-Mitglied „dominiczeth“, der seit 2009 auf ComputerBase aktiv ist. Herzlichen Glückwunsch!

Der Gewinner darf sich über einen Pentium Pro mit 200 MHz im Show Case freuen
Der Gewinner darf sich über einen Pentium Pro mit 200 MHz im Show Case freuen (Bild: kryzs)

Platz 2: catch 22

Den zweiten Platz hat Community-Mitglied „catch 22“ erreicht, der sich jetzt über eine Windows 2000 Original-CD inklusive Key und Schnellanleitung freuen darf. Auch dieser Preis wurde von „kryzs“ zur Verfügung gestellt. Herzlichen Glückwunsch auch dir zum zweiten Platz.

Für Platz 2 gibt es ein Windows 2000 Professional inklusive Key und Original-CD
Für Platz 2 gibt es ein Windows 2000 Professional inklusive Key und Original-CD (Bild: kryzs)

Platz 3: Rego

Der dritte Platz geht mit Community-Mitglied „Rego“ ebenfalls an ein ComputerBase-Urgestein. Er ist seit 2004 im Forum registriert. Der Drittplatzierte darf sich über eine Nvidia GeForce FX 5200 freuen, die freundlicherweise von „HerrAbisZ“ für das Gewinnspiel gestiftet wurde.

Für den Drittplatzierten gibt es eine Nvidia GeForce FX 5200
Für den Drittplatzierten gibt es eine Nvidia GeForce FX 5200 (Bild: HerrAbisZ)

Die Initiatoren und die Redaktion von ComputerBase bedanken sich bei allen Teilnehmern und stellen bereits ein weiteres Retro-Gewinnspiel im Verlaufe des Jahres in Aussicht.

C:\B_retro\Review\

An dieser Stelle finden sich die bisherigen Themen der vorangegangenen Ausgaben von C:\B_retro\ in chronologischer Reihenfolge.

C:\B_retro\Feedback\

Was haltet ihr von C:\B_retro\ und welche Themen wünscht ihr euch in der nächsten Ausgabe? Die Redaktion freut sich über konstruktive Kritik, Lob, aber auch Vorschläge, um die neue Serie zukünftig noch stärker an den Wünschen der Leserschaft ausrichten zu können. Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag.

Im Test vor 15 Jahren: Passive Grafikkarten-Kühler von Flop bis Top

Community-Notes

Hinweise und Ergänzungen aus unserer Community

Mit den „Community-Notes“ möchten wir ein wenig von dem an die Community zurückgeben, was unsere Community uns insbesondere, aber nicht nur, in den Kommentar-Threads zu den Artikeln aus den Kategorien Retro und C:\B_retro\ an hilfreichen Hinweisen, wertvollen Ergänzungen und winzigen Details gibt.

Ab sofort und ausschließlich unter den Ausgaben von C:\B_retro\ werden die besten Hinweise und Ergänzungen von Community-Mitgliedern zur jeweiligen Ausgabe mit einer Notiz inklusive Nennung des Hinweisgebers in den Community-Notes gewürdigt. In der Regel maximal die fünf relevantesten Hinweise mit aufgenommen.

Details und Bilder zum Sega Nomad

Community-Mitglied „leipziger1978“ hat vorgeschlagen, ein paar Details und Bilder zum Sega Nomad, dem Handheld-Ableger des Sega Mega Drive, in die Ausgabe mit aufzunehmen.

Beim Sega Nomad handelte es sich um eine tragbare Version des Sega Mega Drive die unter dem Codenamen „Venus“ entwickelt wurde und ausschließlich in den USA auf den Markt kam. Die Hardware entsprach zum Großteil exakt derer der stationären Konsole.

  • Motorola 68000, 16-Bit, 7,67 MHz
  • Zilog Z80a, 8-Bit, 3,58 MHz
  • 64 kB Arbeitsspeicher
  • 64 kB Videospeicher
  • 8 kB Z80-RAM
  • Passives Farb-LCD, 320×224 Pixel

Wirtschaftlich war der Sega Nomad ein Fehlschlag und verkaufte sich in den USA weniger als eine Millionen Mal. Der Sega Game Gear war weitaus beliebter und verkaufte sich ab 1990 fast 12 Millionen Mal.

Sega Nomad
Sega Nomad (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)
Sega Game Gear
Sega Game Gear (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Das Sega Mega Drive in der Community

Auch in der Community des Forums hat das Sega Mega Drive noch heute treue Fans und Anhänger, die eine der 16-Bit-Spielkonsolen der 4. Generation stolz ihr Eigen nennen dürfen. Das schönste Exemplar hat derweil Community-Mitglied „wickedgonewild“ vorgestellt.

Das Sega Mega Drive II von „wickedgonewild“ könnte als Neuware durchgehen, wurde aber am 24. Januar 1994 zum Preis von 349 DM erstanden.

Sega Mega Drive auch in den USA erfolgreich

Community-Mitglied „Keelhaul“ liefert zwei Links die als valide Quelle dienen und nahelegen, dass das Sega Mega Drive neben Südamerika und Europa auch in den USA erfolgreich war. Einzig in Japan blieb die Konsole weit hinter den Erwartungen zurück.

Noch immer erscheinen neue Spiele

Außerdem verweißt „Heelhaul“ darauf, dass vereinzelt noch immer aktuelle Spiele für das Sega Mega Drive erscheinen, wie beispielsweise das Rollenspiel Pier Solar and the Great Architects von 2010, welches eine optionale Sega Mega-CD dazu nutzen konnte, um seine Audioqualität zu erhöhen, oder das 2018 per Kickstarter finanzierte und vielfach mit Retro-Preisen prämierte Jump'n'Run Tanglewood, welches noch einmal alles aus der 16-Bit-Spielkonsole herausholt.

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