Synology DS220j im Test: Fazit

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Frank Hüber 55 Kommentare

Als Einstiegslösung fehlerfrei

Die DS220j ist das Einsteiger-NAS von Synology und muss sich an diesem Anspruch messen lassen. Kritik, dass die Veränderungen im Vergleich zur DS218j marginal ausfallen, sich an den Schnittstellen erneut nichts getan hat und es für Nutzer der DS218j keinen Grund gibt, gerade jetzt auf die DS220j umzusteigen, ist durchaus gerechtfertigt. Das ändert aber nichts daran, dass die Synology DS220j für Neukunden, die zum ersten Mal ein NAS für den privaten Gebrauch erwerben und keine besonderen Ansprüche wie eine x86-Architektur haben, eine sehr gute Wahl ist und alles bietet, was man zur Sicherung, Speicherung und fürs Teilen auch großer Datenmengen im privaten Umfeld benötigt. Und auch wenn die USB-Dateiübertragung nicht zu den schnellsten im Testfeld gehört, ist sie für Einsteiger ausreichend.

Wer höhere Ansprüche hat und sich mit einer x86-CPU alle Optionen im Bereich der Zusatz-Software offenhalten möchte, muss ein schnelleres und besser ausgestattetes NAS kaufen, dafür aber auch mehr bezahlen. Die DS220j ist nämlich keineswegs das beste NAS, das man kaufen kann, aber diesen Anspruch hat sie auch nicht.

Im Zusammenspiel mit dem ausgereiften und stabilen Betriebssystem DiskStation Manager 6.2 ist die DS220j ein zuverlässiges NAS-System mit vielen Optionen, das es auch Neulingen einfach macht, ein NAS erfolgreich einzurichten.

Bei der Verschlüsselung ist der Unterschied am größten

Der Umstieg auf das 4-Kern-SoC Realtek RTD1296 ändert zunächst nichts daran, dass die DS220j wie schon die DS218j am Schnittstellenlimit des einzigen LAN-Anschlusses operiert. Den größten und den entscheidenden Vorteil bietet das neue SoC aber bei der Verschlüsselung, denn in diesem Bereich sind die Unterschiede zur DS218j eklatant und auch im Alltag sofort spürbar. Mit der DS220j hält die Verschlüsselung somit auch im Einstiegsmodell sinnvoll Einzug.

Neulinge könnte jedoch abschrecken, dass das Gehäuse für das Einsetzen der Festplatten geöffnet werden muss und diese im Inneren selbst verschraubt werden müssen. Wer sich diese leichte Prozedur selbst zutraut, für den ist dieser Aspekt erneut zu vernachlässigen, da sie im Idealfall nur ein einziges Mal vollzogen wird.

Einsteiger greifen bedenkenlos zur DS220j

Zusammen mit der geringsten und erneut reduzierten Leistungsaufnahme im Testfeld, dem sehr leisen Betriebsgeräusch und der unverbindlichen Preisempfehlung von 169 Euro ist die DS220j für Einsteiger-Neukunden uneingeschränkt empfehlenswert.

Stammkunden, die von einem älteren j-Modell umsteigen möchten, weil ihre Ansprüche gestiegen sind, sollten hingegen ein teureres und besser ausgestattetes NAS wählen. Die DS218+ (Test), der aufgrund der x86-Architektur mit Intel-Prozessor derzeit sinnvollste Wechsel, solange die alte Generation noch nicht vollständig auf die x20er-Generation umgestellt wurde, kostet allerdings mit rund 320 Euro auch fast doppelt so viel wie die DS220j.

Synology DS220j
Synology DS220j
Synology DS220j
Synology DS220j

ComputerBase wurde die DS220j von Synology leihweise zum Testen unter NDA zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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