NZXT H1 im Test: Äußere Erscheinung

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Valentin Karnehm 86 Kommentare

Tower im Mini-ITX-Format

Das H1 strahlt in Weiß wie auch in Schwarz eine schlichte Eleganz aus, vielleicht auch wegen des Verzichts auf viel Beleuchtung. Einzig die Power-LED leuchtet in einem dezenten Weiß. Es hat zudem eine für ein Computergehäuse eher untypische Form eines Turms mit annähernd quadratischer Grundfläche. So verbraucht das H1 trotz seines Volumens von rund 13,6 l erstaunlich wenig Stellfläche auf dem Schreibtisch, denn es baut mit seinen Abmessungen von 188 × 187 × 388 mm (L x B x H) eher in die Höhe als in die Breite.

Die Kabel von Mainboard und Grafikkarte führen zudem nicht von der Rückseite des Gehäuses, sondern von dessen Unterseite weg. Optisch ist das in jedem Fall reizvoller, die Kabel können so viel einfacher ungesehen unter den Tisch oder in eine Leiste am Boden geführt werden. Dieser Aufbau hat allerdings auch deutliche Nachteile. Schnell die Tastatur und Maus zu wechseln, ist so etwas weniger komfortabel.

Intelligenter Aufbau mit guter Verarbeitungsqualität

Außer der getönten Echtglasfront, die das Firmenlogo von NZXT trägt, sind alle weiteren Seiten perforiert, der Deckel hingegen ist geschlossen. Das Echtglas ist in einen Stahlrahmen gefasst, der wie auch die perforierte Rückseite des Gehäuses mit einer mechanischen Schnappvorrichtung am Gehäusekorpus angebracht ist. Selbige lässt sich angenehm einfach lösen. Die Front und Rückseite sichern zugleich das recht massive Stahlpanel, das die beiden Seiten und den Deckel wie eine Blende abdeckt. Dieses Stahlpanel wird wie auf Schienen über den Korpus des Gehäuses gestülpt. Die Schienen sind zwar aus Kunststoff, wirken aber ziemlich stabil. So kann mit wenigen Handgriffen und vor allem komplett schraubenlos das gesamte Gehäuseinnere freigelegt werden.

In dem dreiseitigen Stahlpanel befinden sich zwei entnehmbare magnetische Staubfilter, je einer für die linke und rechte Seite des Gehäuses, die als Lufteinlass dienen. Um die Staubfilter zu reinigen, muss allerdings wie oben beschrieben der Korpus des H1 freigelegt werden. Auf der perforierten Rückseite des Gehäuses, aus der die warme Luft ausströmen soll, wurde der Staubfilter eingespart.

H1 schwarz zerlegt
H1 schwarz zerlegt

Die Verarbeitungsqualität des getesteten Modells ist dem Preis angemessen. Die Spaltmaße sind gleichmäßig und es finden sich keine Lackfehler. Außerdem wirken alle Bauteile solide und dicker als unbedingt nötig, vor allem das dreiseitige Stahlpanel und das dazugehörige Schienensystem. Mit einem Gehäuse aus sandgestrahltem oder gebürstetem Aluminium ist es dennoch nicht vergleichbar.

Front-I/O-Panel mit USB 3.2 Gen 2 (Typ C)

Im Vergleich zu anderen Kleingehäusen fällt das Front-I/O-Panel, das sich beim H1 auf dem Deckel befindet, erwartungsgemäß aus. Es bietet neben dem obligatorischen Power-Button zwei USB-3.2-Buchsen, eine davon Gen 1 und die andere Gen 2 Typ C. Zusätzlich befindet sich daneben eine einzelne Audiobuchse, die vierpolige Klinkenanschlüsse unterstützt. NZXT legt sogar einen Adapter für dreipolige Klinkenanschlüsse im Lieferumfang bei, um Kompatibilitätsproblemen vorzubeugen. Alle restlichen Schnittstellen befinden sich allerdings an der Unterseite des Gehäuses. Unter diesem Aspekt wirkt das Front-I/O-Panel eher dürftig. Zwei USB-Buchsen mehr hätten nicht geschadet und würden bei diesem Verkaufspreis nicht wirklich ins Gewicht fallen.

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