NZXT H1 im Test: Fazit

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Valentin Karnehm 86 Kommentare

Mit dem H1 wagt NZXT einen Schritt in eine interessante Richtung. Allgemein ist ein gewisser Trend in Richtung kleinerer Gehäuse schwer zu leugnen. Oft leiden die Klein- oder Kleinstgehäuse allerdings an Kompatibilitäts- oder Kühlungsproblemen, im schlechtesten Fall an beidem. NZXT nimmt den Kunden hier an die Hand und setzt einen straffen Rahmen, der kaum persönliche Gestaltungsfreiheit lässt. Im Gegenzug erhält der Käufer ein Gehäuse, das selten einfach aufzubauen ist und ab Werk ohne Probleme auch sehr leistungsstarke Hardware auf engem Raum beherbergen kann.

Das erreicht NZXT mit der Verwendung hochwertiger Komponenten. Das Netzteil ist mit 650 Watt erfreulich leistungsstark und außerdem im Betrieb leise. Die AiO-Wasserkühlung ist im Idle- und Office-Betrieb nicht zu hören und schafft es ohne Mühe, selbst leistungshungrige Prozessoren ausreichend zu kühlen. Das beiliegende Riser-Kabel ist ebenfalls auf dem aktuellen Stand der Technik und bereitet keine Probleme. Ob die Komponenten auch bei einem Gehäusewechsel weiter genutzt werden könnten, bleibt allerdings fraglich. Zwar lassen sich alle Zusatzkomponenten ausbauen, vorkonfektionierte Kabel und Schläuche dürften die Fremdnutzung allerdings erheblich erschweren. Ohne diese Komponenten ist das H1 nicht zu erwerben.

Dadurch hat das Gehäuse seinen Preis; mit einem UVP von 350 Euro ist es Ende Februar 2020 in den Verkauf gekommen, aktuell verlangen Händler 370 Euro, ohne direkt ab Lager liefern zu können – der Nachschub stockt. Die nächsten Charge gibt es laut Hersteller ab Juni.

Ein direkter Vergleich zum Fractal Design Era ITX (Test), das im März 2020 für 165 Euro erschienen ist, zeigt, wie viel NZXT beim H1 tatsächlich für die Zusatz-Hardware auf den Preis aufschlägt.

In Summe hat NZXT beim H1 eine gute Balance aus Kühlung, Kompaktheit und Komfort gefunden. Es ist schlicht, schick, vorbildlich einfach aufzubauen und bietet eine ausgezeichnete Plattform für ein leistungsstarkes ITX-System.

ComputerBase hat das H1 vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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