Saints Row: The Third im Test: GPU-Benchmarks sowie Frametimes

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Wolfgang Andermahr et al. 52 Kommentare

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind auf einem AMD Ryzen 9 3900X sowie einem B450-Mainboard und damit mit PCIe 3.0 durchgeführt worden, der mit den Standard-Einstellungen betrieben wird und auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (14-14-14-32) zugreifen kann. Windows 10 November 2019 Update (Version 1909) inklusive aller derzeit verfügbaren Patches ist installiert. Als Treiber wurden der Adrenalin 20.4.2 und der GeForce 442.87 genutzt.

Testsequenz und Einstellungen

Die 25 Sekunden lange Testsequenz findet zu Beginn des Spiels bei Nacht statt. Die Szene bietet eine erhöhte Sichtweite, viele Gebäude und damit auch eine bunte Beleuchtung, die zusammen mit der Darstellung mehrerer NPCs zu den forderndsten Sequenzen des Spiels gehören. Die erste Hälfte des Benchmarks findet zu Fuß, die andere Hälfte im Auto statt – entsprechend wird auch das Engine-Streaming gefordert.

Für 1.920 × 1.080, 2.560 × 1.440 sowie 3.840 × 2.160 wird das Ultra-Preset genutzt.

Auflösung Grafikdetails
1.920 × 1.080 Ultra-Preset
2.560 × 1.440 Ultra-Preset
3.840 × 2.160 Ultra-Preset

Benchmarks in Full HD, WQHD und Ultra HD

In 1.920 × 1.080 geraten so einige Grafikkarten im Remaster von Saints Row: The Third in ein CPU-Limit. Darüber hinaus haben auch die langsameren Testkandidaten kein Problem damit, mindestens 60 FPS zu erreichen, was auch der Radeon RX 580 und der GeForce GTX 1060 gelingt. Auch für 2.560 × 1.440 sind die Ansprüche nicht riesig, ab einer GeForce GTX 1070 oder einer Radeon RX Vega 56 ist man bereits gut für die maximale Detailstufe gerüstet. Erst ab 3.840 × 2.160 wird das Spiel richtig anspruchsvoll. 60 FPS schaffen nur noch die GeForce RTX 2080 Super sowie die GeForce RTX 2080 Ti. Knapp darunter und damit immer noch spielbare Messwerte erreichen aber auch schon die GeForce RTX 2070 Super, Radeon RX 5700 XT und die Radeon VII.

Neue Architektur bringt sehr große Vorteile

Trotz des hohen Alters von Saints Row: The Third bringt eine moderne GPU-Architektur große Vorteile im Spiel. Denn sowohl Nvidias Turing als auch AMDs RDNA rennen den Vorgängern Pascal beziehungsweise GCN auf und davon. So ist die GeForce RTX 2070 Super in Ultra HD 31 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080. So ein Abstand ist in modernen AAA-Spielen zwar nichts ungewöhnliches, für ein Remaster eines alten Spiels aber schon – das sah in den Pendants zu Halo 2 und Mafia 2 noch gänzlich anders aus. AMDs RDNA liefert dagegen gar ein größeres Plus als gewöhnlich. Im AAA-Schnitt ist die Radeon RX 5700 XT 22 Prozent schneller als die Radeon RX Vega 64, in Saints Row: The Third Remastered sind es 26 Prozent.

Bei den Frametimes verschiebt sich das Feld

Im Duell AMD gegen Nvidia muss man zwischen alter und aktueller Generation unterscheiden. So ist die Radeon RX Vega 64 in WQHD gleich schnell wie die GeForce GTX 1080 und genau dasselbe Ergebnis erzielen beide 3D-Beschleuniger auch in den klassischen, modernen AAA-Spielen. Bei der aktuellen Generation ist RDNA gegenüber Turing dann im Vorteil. Die GeForce RTX 2070 Super ist nur 4 Prozent schneller als die Radeon RX 5700 XT, gewöhnlich sind es 11 Prozent.

Noch einmal besser sieht es für AMD bei den Frametimes aus. Denn in dieser Disziplin ist die Radeon RX Vega 64 plötzlich 14 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080 und die Radeon RX 5700 XT 7 Prozent flotter als die GeForce RTX 200 Super. Das ist ungewöhnlich.

Die Frametimes sind generell sehr schlecht

Man kann es nicht anders ausdrücken, aber die Frametimes von Saints Row: The Third Remastered sind eine Katastrophe und das unabhängig von der Grafikkarte. Es hakt spätestens ab der Open World immer mal wieder unabhängig von der eingesetzten Hardware, Auflösung und Detailstufe. Vor allem bei plötzlichen Texteinblendungen legt das Spiel ganz gerne mal eine Pause ein. Die Frametimes sind damit sehr störend, doch muss sich damit derzeit abgefunden werden, solange man das Spiel nicht gleich ganz weglassen möchte.

Es gibt auch keine Grafikkarte, die den Job spürbar besser als eine andere erledigt. Gleich ob AMD oder Nvidia, ob neue oder alte Architektur, das Spiel hakt immer wieder. Einzig etwas helfend diesbezüglich ist eine möglichst hohe Framerate.

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