Corsair One a100 im Test: Testergebnisse und Benchmarks

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Jan-Frederik Timm 68 Kommentare

ComputerBase hat den Corsair One mit vollständig aktualisiertem Windows 10 Version 1909, aktuellstem AMD-Chipsatztreiber sowie Nvidias GeForce-Treiber 446.14 (GRD) getestet. Im BIOS wurden die Werkseinstellungen übernommen. Die zwei 16 GB großen DDR4-Riegel vom Typ Corsair Vengeance LPX betreibt der Hersteller mit sehr konservativen Timings von CL-18-22-22-42, was der Stabilität zugutekommen soll.

Leistung in Anwendungen

ComputerBase hat den Corsair One a100 im bekannten CPU-Testparcours geprüft. Damit stehen sehr viele Vergleichswerte ganz unterschiedlicher CPU-Leistungsklassen zur Verfügung.

Leistung in Multi-Core-Apps

Im Multi-Core-Testparcours der Redaktion erreicht der Corsair One a100 das vom Ryzen 9 3950X zu erwartende Niveau. Im Durchschnitt über alle Anwendungen ist er auf dem Asus ROG Strix X570-I Gaming 3 Prozent langsamer als die von der Redaktion Ende 2019 getestete CPU gleichen Typs. In Anbetracht der Tatsache, dass der Prozessor in beiden Systemen mit denselben Limits lief und Speicherlatenzen (CL-18-22-22-42 vs. CL-14-14-14-34) in den meisten Anwendungen nur eine untergeordnete Rolle spielen, ist die Existenz einer Differenz überraschend, insbesondere Ryzen reagiert allerdings auf eine derart große Anzahl Parameter um den maximalen Takt auszuloten, dass Schwankungen von System zu System vorprogrammiert sind.

Leistung in Single-Core-Apps

In den Single-Core-Lasten fällt der Corsair One a100 noch einen Prozentpunkt weiter zurück – und zwar reproduzierbar. Um sicherzustellen, dass aktuelle AGESA-Versionen (1.0.0.4. im Corsair One a100) die Single-Core-Leistung gegenüber dem Stand von Ende 2019 nicht negativ beeinflusst haben, hat die Redaktion den Ryzen 9 3950X auch noch einmal auf einem Asus ROG B450-F Gaming getestet, aber dessen Werte bleiben so hoch. Corsairs Software-Suite iCUE war auf dem One indes deaktiviert; sie kostet noch einmal 3 Prozent Single-Core-Performance.

Der Vergleich der Taktraten des Ryzen 9 3950X im Corsair One mit denen eines Ryzen 9 3950X auf dem Asus ROG B450-F Gaming im Single-Core-Lauf des Cinebench R15 zeigt: Der Takt der CPU im Corsair One a100 schwankt stärker und liegt generell etwas niedriger. 4,4 bis 4,5 GHz stehen relativ konstanten 4,6 GHz auf dem Vergleichssystem gegenüber.

Weder im BIOS noch in Ryzen Master ist ersichtlich, dass der CPU im Corsair One a100 eine Fessel angelegt wurde, die noch höhere Taktraten unter Single-Core-Lasten verhindert. Und an den Temperaturen liegt es auch nicht. Corsair bestätigt die von der Redaktion erzielten Werte und hatte bis Redaktionsschluss keine abschließende Erklärung für die im Alltag nicht entscheidende, aber nichtsdestoweniger nicht von der Hand zu weisende deutliche Abweichung vom Erwartungswert parat. Letztendlich sind die Abweichungen auffällig, aber nicht gravierend.

Leistung in Spielen

Die Leistung in Spielen, an dieser exemplarisch repräsentiert durch Doom Eternal, liegt die Leistung auf dem erwarteten Niveau. Je nachdem, wie gut ein Spiel mit dem 16-Kern-Prozessor und der Zen-2-Architektur harmonisiert, kann der Rechner mit Intel-Core-Gaming-Systemen und identischer GPU gleichziehen – oder eben auch nicht.

Doom Eternal – 3.840 × 2.160
  • FPS, Durchschnitt:
    • Corsair One a100 (2080 Ti, 3950X)
      105,2
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      104,6
    • Nvidia RTX 2080 Super FE
      88,9
    • AMD Radeon VII
      81,5
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      76,5
    • AMD Radeon RX 5700 XT
      69,7
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      68,2
    • Nvidia RTX 2060 Super FE
      61,6
    • AMD Radeon RX 5700
      61,3
    • AMD Radeon RX Vega 64
      54,8
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      50,7
  • 99,8th Percentile (Frametimes in FPS):
    • Corsair One a100 (2080 Ti, 3950X)
      89,3
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      89,1
    • Nvidia RTX 2080 Super FE
      77,5
    • AMD Radeon VII
      70,5
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      65,8
    • AMD Radeon RX 5700 XT
      60,9
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      59,1
    • Nvidia RTX 2060 Super FE
      53,3
    • AMD Radeon RX 5700
      52,1
    • AMD Radeon RX Vega 64
      47,7
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      44,1

Doom Eternal liegt AMD Ryzen, Red Dead Redemption 2 eher weniger. Dort liegt ein Gaming-PC mit Ryzen 3000 in Kombination mit einer sehr starken Grafikkarte in niedrigen Auflösungen weiterhin zurück.

Red Dead Redemption 2 – 1.920 × 1.080 Bildpunkte
  • Durchschnitt:
    • Intel Core i5-10600K
      96,3
    • Intel Core i7-8700K
      95,5
    • Intel Core i5-10400F
      93,4
    • Intel Core i9-10900K
      92,5
    • Corsair One
      77,9
    • AMD Ryzen 5 3600
      75,7
    • AMD Ryzen 7 3700X
      75,1
    • AMD Ryzen 9 3900X
      73,9
  • Frametimes (P0.2):
    • Intel Core i9-10900K
      74,7
    • Intel Core i5-10600K
      71,2
    • Intel Core i7-8700K
      70,8
    • Intel Core i5-10400F
      70,3
    • AMD Ryzen 7 3700X
      57,4
    • Corsair One
      57,1
    • AMD Ryzen 5 3600
      55,9
    • AMD Ryzen 9 3900X
      54,9

In Doom Eternal (Ultra HD, Preset „Ultra-Albtraum“) taktet die GeForce RTX 2080 Ti dauerhaft mit 1.700 bis 1.750 MHz, der Prozessor im Durchschnitt über alle 16 Kerne mit 4.000 bis 4.150 MHz.

Leistung der Laufwerke

Corsair setzt im Corsair One a100 mit Ryzen 9 3950X zwei Massenspeicher ein: eine SSD vom Typ Corsair Force MP600 mit 1 TB Kapazität (PCI Express 4.0) sowie eine 2 TB große 2,5-Zoll-HD vom Typ Seagate BarraCuda.

In CrystalDiskMark erreicht die SSD die von ihr auf einer X570-Platine mit PCI Express 4.0 zu erwartenden Leistungswerte, denen die über SATA angebundene HDD nichts entgegenzusetzen hat. Ihr kann im Vergleich zur SSD lediglich der doppelt so große Speicherplatz und der sehr leise Betrieb zugutegehalten werden. Sehr leise bedeutet allerdings nicht unhörbar: Legt Windows das mechanische Laufwerk schlafen, wird deutlich, dass die HDD im Leerlauf auf dem Schreibtisch die wesentliche Geräuschquelle im ansonsten schon sehr leisen a100 ist.

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