AMD AGESA Combo-AM4 v2: Hersteller machen ihre Mainboards fit für Renoir

Sven Bauduin 141 Kommentare
AMD AGESA Combo-AM4 v2: Hersteller machen ihre Mainboards fit für Renoir
Bild: AMD

Als einer der ersten Hersteller hat Gigabyte damit begonnen, die neue Firmware vom Typ AMD AGESA Combo-AM4 v2 für seine AM4-Mainboards zu verteilen. Die neuen BIOS-Versionen machen die Hauptplatinen damit fit für das „Matisse Refresh“ alias Ryzen 3000 XT sowie kommende Desktop-APUs vom Typ Ryzen 4000 („Renoir“).

AGESA v2 für XT-CPUs und Renoir-APUs

Gigabyte hat damit begonnen, zahlreiche seiner AM4-Mainboards per BIOS-Update sowie der neuen Firmware AGESA Combo-AM4 v2 sowohl für die drei „neuen“ CPUs mit XT-Suffix, Ryzen 5 3600XT, Ryzen 7 3800XT und Ryzen 9 3900XT als auch für die kommenden Desktop-APUs alias Renoir vorzubereiten.

Gigabyte spricht beispielsweise in den Release Notes des BIOS F20a seines Mainboards X570 Aorus Elite (Rev. 1.0) von „neuen AMD Ryzen mit Radeon-Grafik“.

Update AMD AGESA ComboV2 1.0.0.2 for 3rd Gen AMD Ryzen XT series processors and New Gen AMD Ryzen with Radeon Graphics processors support

Gigabyte

Als letzte Version der Vorgängergeneration, hatte AMD AGESA Combo-AM4 1.0.0.6 zuletzt Optimierungen und Fehlerkorrekturen für den Arbeitsspeicher, Grafikkarten und Soundkarten in die Firmware der AM4-Plattform einfließen lassen.

Die von Gigabyte veröffentlichten BIOS-Versionen verfügen mit AMD AGESA Combo-AM4 v2 1.0.0.2 bereits über eine neue Revision des ersten AGESA v2.

Neue BIOS-Versionen mit AMD AGESA v2 für Ryzen XT, Renoir und Zen 3
Neue BIOS-Versionen mit AMD AGESA v2 für Ryzen XT, Renoir und Zen 3 (Bild: Gigabyte)

Neue Firmware mit Zen-3-Support

Die neue AGESA-Generation soll Mainboards zudem bereits fit für die im Herbst erwarteten neuen Desktop-Prozessoren Ryzen 4000 („Vermeer“) auf Basis von Zen 3 machen. Da AMD Zen 3 auch bereits für X470- und B450-Mainboards bestätigt hat, werden auch ausgewählte ältere Mainboards mit AGESA v2 versorgt werden.

Ob und wann Mainboardhersteller entsprechende BIOS-Updates für Zen 3 anbieten werden, bleibt ihnen überlassen. Erhält ein Mainboard AMD AGESA v2, so ist es in der Lage mit Ryzen XT, kommenden Renoir-APUs sowie Zen 3 umzugehen, ältere Platinen können dabei jedoch auf Grund kleiner BIOS-ROMs ihre Abwärtskompatibilität einbüßen.

Die Redaktion dankt den Community-Mitgliedern „DannyA4“ und „Nordwind2000“ für ihre Hinweise zu dieser Meldung.

Update 17.06.2020 17:18 Uhr

MSI mit Roadmap für AGESA 1.0.0.6 und AGESA v2 1.0.0.2

Auch MSI hat bereits mehrere neue BIOS-Versionen mit AMD AGESA Combo-AM4 v2 1.0.0.2 freigegeben und zudem eine Roadmap für den weiteren Rollout der neuen Firmware sowie von AMD AGESA Combo-AM 1.0.0.6 veröffentlicht.

Am heutigen Tag soll ein Großteil der B550-Mainboards bereits AGESA v2 1.0.0.2 erhalten, im August soll AGESA 1.0.0.6 in Form von Beta-Versionen für Mainboards mit B350- und X370-Chipsatz folgen. Die Mainboards mit B450- und X470-Chipsatz sind in der Regel bereits mit AGESA 1.0.0.6 versorgt.

Auch der X570-PCH soll erst Mitte Juli finale v2-Versionen erhalten, zuvor sollen noch entsprechende Beta-Versionen erscheinen. Viele X570-Mainboards stehen zurzeit aber noch bei AGESA 1.0.0.5.

Die Roadmap von MSI für AGESA 1.0.0.6 und AGESA v2 1.0.0.2
Die Roadmap von MSI für AGESA 1.0.0.6 und AGESA v2 1.0.0.2 (Bild: MSI)

Eine Übersicht aller AGESA- und BIOS-Versionen sowie eine Anleitung für einen erfolgreichen Update-Prozess hat MSI in seinem Blog veröffentlicht.

Update 17.06.2020 22:45 Uhr

Asus verteilt AMD AGESA v2 1.0.0.1 Patch B

Asus hat damit begonnen, seinen AM4-Mainboards die erste Revision der neuen Firmware zu spendieren. Während Gigabyte und MSI aktuell v2 1.0.0.2 sowie v1 1.0.0.6 verteilen, hat Asus das AMD AGESA Combo-AM4 v2 1.0.0.1 Patch B für einige seiner Hauptplatinen, wie beispielsweise das Asus ROG Crosshair VIII, neu im Angebot.

Aktuell scheinen AMD AGESA Combo-AM4 1.0.0.6 sowie v2 1.0.0.1 Patch B und v2 1.0.0.2 auf dem Vormarsch zu sein, um Ryzen 3000XT sowie kommende Renoir-APUs auf den 300er- und 400er- sowie den 500er-Chipsätzen lauffähig zu machen. Zen 3 wird jedoch offiziell mindestens einen PCH vom Typ B450 oder X470 voraussetzen.