AOC Agon AG273QZ im Test: Fazit

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Frank Hüber 50 Kommentare

Schnelles Display mit 240 Hz und FreeSync Premium Pro

Die Stärke des AOC Agon AG273QZ liegt zweifellos in der Kombination der WQHD-Auflösung von 2.560 × 1.440 Bildpunkten mit 240 Hz und FreeSync Premium Pro. Die zwischen 48 und 240 Hz variable Bildwiederholrate ohne Tearing und Stuttering zusammen mit dem schnellen Bildschirm, der einen sehr geringen Display- und Input-Lag aufweist, sind in Spielen ein Segen. Mit DisplayHDR 400 erreicht der Proband zudem eine hohe Helligkeit von über 400 cd/m², die allerdings trotzdem nicht zu HDR-Effekten wie auf modernen Fernsehern mit über 1.000 cd/m² führt.

Die RGB-Beleuchtung ist sehr gut

Die RGB-Beleuchtung des AOC-Monitors ist ebenfalls optisch imposant und bietet ein nettes Lichtspiel, das dank zusätzlich nach unten gerichteten LEDs im Rahmen des Bildschirms zumindest eingeschränkt auch für den Spieler vor dem Display sichtbar ist. Die Einstellungsmöglichkeiten auch über das OSD sind vielfältig, die G-Menu-Software aber verbesserungsfähig.

Massiver Standfuß mit Ergonomie

Der massive Metallstandfuß bietet einen sicheren Stand und weist alle Ergonomie-Funktionen auf, das Dreipunkt-Design mit geschwungenen Beinen nimmt aber viel Platz auf dem Schreibtisch ein, der kaum noch anderweitig genutzt werden kann. Die Anschlüsse sind zahlreich, USB-C fehlt dem Monitor jedoch und die USB-Ports sind für externe Speichermedien durch ihre Platzierung an der Rückseite im Alltag nicht gut zugänglich – kaum jemand möchte jedes Mal die Position des Displays verändern und Pivot nutzen, nur um an den USB-Anschluss zu kommen.

Die Nachteile: Farbtreue und Homogenität

Bei all den positiven Aspekten des AOC Agon AG273QZ bleiben jedoch auch negative Punkte, die erwähnt werden müssen. Diese beziehen sich in erster Linie auf die Homogenität der Helligkeitsverteilung und die Farbtreue, die für ein TN-Panel insgesamt zwar gut ist, gemessen an aktuellen IPS-Panels aber zu weit vom Soll abweicht. Mit mehr als 20 Prozent Helligkeitsdifferenz zwischen der Mitte und den Rändern des Displays kämpft der Agon AG273QZ zudem mit einem Problem vieler aktueller Gaming-Monitore, von dem auch die IPS-Konkurrenz nicht ausgenommen ist. Die TN-typisch schlechten Blickwinkel sorgen zudem für eine starke Farbverfälschung, wenn man schräg auf das Gerät blickt.

700 Euro mit wenig Alternativen

Mit einem Preis von rund 700 Euro ist der AOC Agon 273QZ kein Schnäppchen, aber einer der wenigen Monitore, die WQHD und 240 Hz derzeit überhaupt schon bieten. Nur zwei andere Displays mit dieser Kombination sind derzeit lieferbar: der HP Omen X 27 mit TN-Panel für rund 600 Euro und der Lenovo Legion Y27gq-25 mit TN-Panel für mindestens 900 Euro. Erste IPS-Konkurrenten stehen zwar schon in den Startlöchern, sind aber noch nicht verfügbar. Wer mit weniger als 240 Hz auskommen kann, wirft deshalb einen Blick auf die IPS-Konkurrenz wie den ViewSonic XG270QG mit 165 Hz (Test), den MSI Optix MAG272CQR mit 165 Hz (Test) oder den LG 27GL850-B mit 144 Hz (Test).

ComputerBase hat den Agon AG273QZ leihweise von AOC zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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