LG OLED 48CX im Test: Display-Messungen und Fazit

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Frank Hüber 475 Kommentare

Helligkeit und Farbraum

Der LG OLED 48CX bietet insgesamt zehn unterschiedliche Bildmodi, die alle vom Nutzer zudem noch individuell und je Videoeingang angepasst werden können. Soll eine Einstellung für alle Videoeingänge übernommen werden, lässt sich dies im Menü ebenfalls bewerkstelligen. Bei den Bildmodi handelt es sich um „Lebhaft“, „Standard“, „Eco“, „Kino“, „Sport“, „Spiel“, „HDR Effect“, „Filmmaker“, „(ISF) Expert (heller Raum)“ und „(ISF) Expert (dunkler Raum)“. Das objektiv beste Bild liefert im Test „Filmmaker“, das ein möglichst unverfälschtes Bild liefern soll. Ab Werk ist „Eco“ eingestellt, um die Vorgaben bei der Leistungsaufnahme für die bescheinigte Energieeffizienz zu erfüllen. Im Alltag ist dies aber nicht der beste Bildmodus für den LG OLED 48CX. Wer kühlere und sattere Farben mag, wählt „Standard“, wobei hier die Farbtemperatur mit 10.165 Kelvin sehr kalt ausfällt. Regelt man diese von der Einstellung „K20“ auf „0“ herunter, liegt sie immer noch bei kühlen 9.584 Kelvin.

Homogenität des OLED-Displays ist sehr gut

Am hellsten ist der OLED 48CX rechts außen. Wird HDR genutzt, werden im Test an dieser Stelle maximal 662 cd/m² gemessen. An der dunkelsten Stelle in der oberen Mitte leuchtet das Display mit 610 cd/m² immer noch mit 92 Prozent der Maximalhelligkeit. Die restlichen Helligkeitswerte liegen bei 94 bis 95 Prozent, womit das OLED-Display des LG OLED 48CX sehr gut und deutlich besser als viele aktuelle Gaming-Monitore abschneidet.

Auch ohne HDR überzeugen Homogenität und Maximalhelligkeit des Displays. Wird SDR genutzt, liegt diese bei 460 cd/m² rechts außen. Die Mindesthelligkeit beträgt 411 cd/m² (links oben und oben in der Mitte). An diesen Stellen leuchtet das Panel mit 89 Prozent der Maximalhelligkeit. Auch unter SDR übertrifft der OLED-Fernseher somit viele aktuelle Monitore, die häufig bei unter 80 Prozent landen.

Über den Schwarzwert des LG OLED 48CX muss nicht viel gesagt werden, denn dieser liegt bei 0,0 cd/m², da bei OLED die Pixel einzeln angesteuert werden können, so dass Schwarz immer vollständig schwarz ist. Der Kontrast liegt so theoretisch bei unendlich.

Bei minimaler Helligkeit leuchtet der LG OLED 48CX bei der flächenfüllenden Darstellung von Weiß mit mindestens 20,6 (links oben) und maximal 22,35 cd/m² (Mitte rechts). Auch diese Werte sind gut und beispielsweise deutlich unter den rund 50 cd/m² des Acer Predator X38 (Test) und des LG 38GL950G (Test), der auf 50,3 cd/m² und 62,6 cd/m² kommt.

Sehr gute, kräftige Farben

ComputerBase testet die Farbwiedergabe des LG OLED 48CX mit HCFR, wobei die Farbtests entsprechend dem Muster von CalMAN ColorMatch durchgeführt werden. Bei HCFR wird die dargestellte Farbe des Monitors mit der vom Programm angezeigten Farbe verglichen. Interessant an dieser Stelle sind insbesondere der durchschnittliche und der maximale Delta-E-Wert sowie das Delta-E-2000-Diagramm, da diese angeben, wie stark die Farbwiedergabe von dem ausgewählten Farbstandard abweicht. Eine Abweichung von 1 dE ist für das menschliche Auge so gut wie nicht sichtbar. Ein kalibriertes Display sollte so eingestellt sein, dass die durchschnittliche Abweichung unter 3 dE und das maximale dE unter 5 liegt. Eine Abweichung über 3 dE wird als sichtbar für das menschliche Auge aufgefasst. Unkalibrierte Monitore liegen normalerweise weit darüber. Das Delta-E-2000-Diagramm zeigt die Abweichung für jeden gemessenen Farbwert an.

Im CIE-1976-Chart des 48CX ist zu sehen, welche dargestellten Farbpunkte wie stark vom angestrebten idealen Farbwert abweichen. Bei einem optimal eingestellten Display sollten alle Punkte innerhalb der Quadrate liegen.

Die Farbabweichungen des LG OLED 48CX sind sehr von dem gewählten Bildmodus abhängig, da sich diese in der Farbwiedergabe deutlich unterscheiden. Subjektiv bietet das OLED-Display sehr gute und vor allem kontrastreiche, kräftige Farben. Bei „Standard“ sind Grün und Blau jedoch deutlich überrepräsentiert. Bei „Filmmaker“ reduziert sich vor allem der Blauanteil, was der Abstimmung zugutekommt.

Im Modus „Standard“ liegt die durchschnittliche Farbabweichung des LG OLED 48CX zunächst bei 7,0 dE und maximal sogar bei 14,3 dE. Das optisch zwar imposante, aber viel zu kühle Bild schlägt sich in den Messungen durch.

Wechselt man auf den Modus „Filmmaker“, liegt die durchschnittliche Abweichung bei 2,7 dE und die maximale Abweichung fällt auf 6,4 dE. Somit ist der LG OLED 48CX zwar gut abgestimmt, bietet in diesem Punkt aber keinen Vorteil gegenüber guten PC-Monitoren – der LG 38GL950G erreicht beispielsweise etwas bessere 2,2 und 4,6 dE. Deaktiviert man beim 48CX nun auch noch alle Bildverbesserer, die eventuell die Farbwiedergabe verfälschen könnten, und reduziert man den Grün-Anteil beim Testgerät um 5 Punkte, landet der LG OLED 48CX bei einer durchschnittlichen Farbabweichung von 1,5 und einer maximalen Farbabweichung von 2,9 dE. Die maximale Abweichung betrifft dabei die Farbe Rot. Grün liegt nur noch bei 0,78 dE, Blau ebenfalls bei sehr guten 1,2 dE. Eine darüber hinausgehende Anpassung könnte das Bild somit im Einzelfall weiter verbessern.

Wie bei Fernsehern üblich, gibt es viele Diskussionen um die richtigen Farbeinstellungen und den besten Bildmodus. Schlussendlich muss das dargestellte Bild aber vor allem dem Nutzer gefallen und es lassen sich ohnehin keine pauschalen Aussagen für jedes Panel treffen, da jedes Gerät ab Werk abgestimmt wird, was absolute Werte nicht völlig vergleichbar macht. Beim LG OLED 48CX sind die Qualitäten beim Display für eine individuelle Abstimmung in jedem Fall vorhanden. Ob man das Bild dann lieber etwas kühler oder wärmer abstimmt und den Grün- und Rotanteil reduziert, ist auch von persönlichen Präferenzen abhängig. Denn viele Nutzer bevorzugen kräftige und satte anstelle von möglichst neutralen realistischen Farben.

Display- und Input-Lag (Beta)

Die in Monitor-Tests eingeführten Messungen zum Display- und Input-Lag befinden sich weiterhin im Betastadium und ComputerBase bittet sie auch als solche zu verstehen, da beide Messmethoden Vor- und Nachteile haben. Darüber hinaus wirken sich viele Faktoren bei den Display-Einstellungen auf das Ergebnis aus, die es noch näher zu analysieren gilt. Bei den Messungen wird immer die schnellste Display-Einstellung („Response Time“ oder „Overdrive“) im OSD gewählt, sofern in den Diagrammen nichts anderes angegeben wird.

Input-Lag

Den Input-Lag misst ComputerBase mit Hilfe einer umgebauten Maus, an deren Schalter eine LED gelötet wurde, um die Verzögerung zwischen Knopfdruck und wahrnehmbarer Umsetzung auf dem Display optisch analysieren zu können. Diese Messung ist ebenfalls nicht als absoluter Wert zu betrachten, da der Input-Lag von den eingesetzten Komponenten des PCs abhängig ist und auch die Auswertung Toleranzen beinhaltet. In diesem Fall ist das Ziel somit ebenfalls, vielmehr einen Vergleich unter getesteten Monitoren zu ermöglichen, als einen allgemein gültigen absoluten Wert zu ermitteln. Bildschirme mit nur sehr geringem Unterschied sollten aufgrund der nicht zu verhindernden Messtoleranzen als ebenbürtig angesehen werden. Während die Monitore beim Display-Lag Methoden-bedingt alle mit 60 Hz, aber deaktiviertem V-Sync betrieben werden müssen, kommt bei der Messung des Input-Lags die maximale Bildwiederholfrequenz des Bildschirms bei deaktiviertem V-Sync zum Einsatz.

Input-Lag
Einheit: Millisekunden
    • BenQ EX3203R
      38,54
    • ViewSonic XG270QG (Ultra Fast)
      38,54
    • LG 38GL950G (Fast)
      38,54
    • ViewSonic XG3240C
      38,88
    • LG 32GK850F
      39,16
    • Asus ROG Strix XG35VQ (OverDrive 5)
      39,58
    • ViewSonic VX3258-2KC (Ultra Fast/Low Input Lag an)
      39,58
    • AOC Agon AG273QZ (Medium)
      40,28
    • AOC Agon AG273QZ (Strong)
      40,28
    • MSI Optix MAG272CQR (Fastest)
      40,63
    • LG 38GL950G (Off)
      40,63
    • Samsung S24F356FH
      41,17
    • ViewSonic XG240R (Fastest)
      41,20
    • ViewSonic XG240R (Standard)
      41,60
    • Dell U4919DW (schnell)
      41,67
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Picture Quality)
      41,67
    • MSI Optix MAG272CQR (Normal)
      41,67
    • LG 27GL850-B (Schnell)
      42,70
    • Dell P2720DC (Fast)
      42,71
    • AOC Agon AG273QZ (Off)
      43,06
    • Acer Predator X38 (Normal)
      43,06
    • Acer Predator X38 (Extreme)
      43,06
    • Acer Predator X38 (OC)
      43,06
    • ViewSonic XG2530
      43,75
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag an)
      43,75
    • ViewSonic XG270QG (Standard)
      43,75
    • LG 27GL850-B (Aus)
      43,75
    • Dell P2720DC (Normal)
      43,75
    • MSI MAG274R (Fastest)
      44,44
    • ViewSonic VX3211-4K
      44,79
    • Dell U4919DW (normal)
      44,79
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Speed)
      45,01
    • LG OLED 48CX (Spiel)
      45,80
    • ViewSonic XG270 (Fastest)
      45,83
    • Dell U3219Q (schnell)
      46,67
    • MSI MAG274R (Fast)
      47,22
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag aus)
      50,00
    • ViewSonic XG270 (Standard)
      51,04
    • Samsung C27RG50 (Schnellstens)
      52,08
    • Samsung C27RG50 (Schneller)
      57,29
    • Eizo EV3285 (Standard)
      60,42
    • Eizo FlexScan EV2760 (Enhanced)
      64,58
    • ViewSonic XG3220
      66,70
    • Eizo FlexScan EV2760 (Standard)
      67,70
    • Eizo EV3285 (Enhanced)
      77,50
    • LG OLED 48CX (Filmmaker)
      136,00

Beim LG OLED 48CX ist es für den Input-Lag entscheidend, welcher Bildmodus und welche Bildverbesserungstechnologien aktiviert sind. Wie bei Fernsehern üblich, bietet auch der aktuelle Proband zahlreiche Optionen, um Bildinhalte nachträglich bei Kontrast, Rauschen, Artefaktbildung, Schärfe, Schwarzwerten oder Bewegungsunschärfe anzupassen. All dies geht auf Kosten der Latenz, da Zeit für die Berechnungen benötigt wird. Ist dies im Fernseh-Alltag unbedeutend, macht es beim Spielen einen enormen Unterschied.

Aus diesem Grund hat ComputerBase sowohl Messungen mit unverändertem Filmmaker-Modus als auch dem Spielmodus durchgeführt, bei dem alle Bildverbesserungen deaktiviert sind und die Funktion „Instant Gaming Response“ aktiviert ist. Letztere soll die Verzögerung auf ein Minimum senken.

45,8 ms ohne, 136 ms mit Bildverbesserung

Mit 136 ms im Filmmaker-Modus weist der LG OLED 48CX einen hohen Input-Lag auf. Wechselt man aber in den Modus „Spiel“, sieht es ganz anders aus und der Fernseher wird mit 45,8 ms tatsächlich zum beworbenen Gaming-TV. Auch wenn der Input-Lag nicht zum niedrigsten im Testfeld gehört, liegt er im Mittelfeld und ist gut.

Display-Lag

Beim Display-Lag wird die reine Verzögerung durch die Bildverarbeitung und Ausgabe des Monitors betrachtet. Sie ist vom Input-Lag, also der Verzögerung, bis eine Eingabe auf dem Bildschirm wahrnehmbar umgesetzt wird, zu unterscheiden. Den Display-Lag misst ComputerBase dabei mit der sogenannten CRT-Methode, bei der ein analoger CRT alias Röhrenmonitor als Basis und Referenzwert dient und anhand eines präzisen Millisekundenzählers auf dem CRT und LCD die Ausgabe durch zahlreiche Fotos mit sehr kurzer Verschlusszeit verglichen wird. In der Praxis muss einschränkend gesagt werden, dass auch diese Messungen nur als Näherungswerte betrachtet werden sollten, die nicht immer den tatsächlichen Wert darstellen müssen. Aufgrund immer gleicher Testbedingungen ermöglichen sie aber einen guten Vergleich verschiedener getesteter Monitore untereinander, weshalb einige bereits getestete und zukünftig im Test vertretene Displays als Vergleich dienen.

Display-Lag
Einheit: Millisekunden
    • Samsung S24F356FH
      0,00
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag an)
      0,50
    • ViewSonic VX3258-2KC (Ultra Fast/Low Input Lag an)
      0,50
    • ViewSonic XG240R (Standard)
      0,72
    • AOC Agon AG273QZ (Medium)
      0,83
    • Asus ROG Strix XG35VQ (OverDrive 5)
      1,01
    • ViewSonic XG270QG (Ultra Fast)
      1,18
    • Acer Predator X38 (Extreme)
      1,19
    • ViewSonic XG270 (Fastest)
      1,21
    • Acer Predator X38 (Normal)
      1,35
    • LG 38GL950G (Fast)
      1,40
    • Samsung C27RG50 (Schnellstens)
      1,53
    • MSI Optix MAG272CQR (Fastest)
      1,56
    • LG 27GL850-B (Schnell)
      1,75
    • Asus ROG Strix XG35VQ (OverDrive 0)
      1,90
    • LG 32GK850F
      1,91
    • MSI MAG274R (Fastest)
      2,00
    • ViewSonic XG3240C
      2,05
    • BenQ EX3203R
      2,05
    • LG OLED 48CX (Spiel)
      2,21
    • MSI MAG274R (Fast)
      2,28
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Speed)
      2,57
    • Gigabyte Aorus AD27QD (Picture Quality)
      2,70
    • Dell P2720DC (Fast)
      3,00
    • Dell U3219Q (schnell)
      9,16
    • Dell U3219Q (normal)
      12,22
    • ViewSonic VX3258-2KC (Standard/Low Input Lag aus)
      17,00
    • ViewSonic XG2530
      17,24
    • ViewSonic VX3211-4K
      19,95
    • Eizo FlexScan EV2760 (Enhanced)
      20,00
    • Dell U4919DW (normal)
      20,75
    • ViewSonic XG3220
      21,10
    • Eizo FlexScan EV2760 (Standard)
      24,00
    • Eizo EV3285 (Standard)
      29,46
    • LG OLED 48CX (Filmmaker)
      35,00

Beim Display-Lag gelten dieselben Hinweise wie beim Input-Lag. Funktionen zur Bildverbesserung sollten tunlichst deaktiviert werden, denn mit einem Display-Lag von 35 ms ist der LG OLED 48CX im Modus „Filmmaker“ nicht konkurrenzfähig.

Ganz anders sieht es im Modus „Spiel“ aus, denn dann zeigt das OLED-Panel seine Stärken bei der Reaktionszeit. Mit einem Display-Lag von nur 2,21 ms stellt der OLED 48CX seine Qualitäten als Gaming-Display unter Beweis.

Fazit

Der LG OLED 48CX ist eine interessante Option für Spieler, die auf der Suche nach einem riesigen Display mit neuester Technik sind, dabei aber Kompromisse eingehen können. Denn auch wenn das Modell in gewissen Bereichen mehr bietet als aktuelle Gaming-Monitore, so kann es seine TV-Herkunft nicht verleugnen und lässt in anderen Aspekten Dinge vermissen, die ein guter PC-Monitor bietet. Auf dem Schreibtisch wirkt das Gerät zudem überdimensioniert und erinnert an Nvidias BFGD. Die am PC gewohnte Ergonomie gibt es nur über eine VESA-Halterung. Wenn es LG schafft, die OLED-Panels bei gleicher Qualität weiter zu schrumpfen und beispielsweise einen LG OLED 32CX mit den technischen Daten des 48CX anzubieten, wird es für PC-Spieler auf dem Schreibtisch erst richtig interessant. Für Konsolenspieler, insbesondere solche, die den Kauf der PlayStation 5 oder Xbox Series X planen, ist er hingegen schon jetzt einen genauen Blick wert – wie aber auch die größeren Modelle der Serie.

LG OLED 48CX
LG OLED 48CX

In Summe ist der LG OLED 48CX seiner Zeit aber voraus. Am PC kann er momentan nicht mit allen Funktionen genutzt werden. Wahlweise muss man ein deutlich reduziertes Farbformat über HDMI 2.0 bei 4K120 hinnehmen, was die Bildqualität so weit reduziert, dass es die Anschaffung des rund 1.600 Euro teuren Geräts nicht rechtfertigt, oder aber man behilft sich mit dem sehr guten DisplayPort-1.4-auf-HDMI-2.1-Adapter von Club3D, der aber wiederum die Nutzung von G-Sync und FreeSync unterbindet. Erst mit kommenden Grafikkarten von Nvidia und AMD und den neuen Spielekonsolen Xbox Series X und PlayStation 5 kann man die Funktionen des LG OLED 48CX tatsächlich in Gänze ausnutzen. In voller Pracht aber auch nur dann, wenn man über ein entsprechend schnelles System verfügt, denn der Gaming-TV sollte optimalerweise bei der UHD-Auflösung mit mehr als 60 FPS versorgt werden, um seine Vorzüge im Vergleich zu herkömmlichen 4K60-Geräten zu nutzen. Mit welcher Grafikkarte dies jetzt schon (eingeschränkt) möglich ist, hat jüngst der Artikel „High-FPS-Gaming-Benchmarks: Welche Grafikkarte braucht es für 144 oder gar 240 FPS?“ beleuchtet.

Das Bild des LG OLED 48CX ist sehr gut, die OLED-Technik begeistert nicht nur beim Fernsehen. Im richtigen Bildmodus überzeugen nicht nur die Farben, sondern vor allem auch der niedrige Display- und Input-Lag, die PC-Spieler ungestört ihrem Hobby nachgehen lassen. Und wer das Gerät gerade nicht zum Spielen nutzt, kann über die anderen HDMI-Schnittstellen oder die digitalen Fernseheingänge theoretisch alle Vorzüge eines sehr guten Fernsehers nutzen.

LG OLED 48CX9LB
Produktgruppe Monitore, 15.07.2020
ComputerBase-Empfehlung für LG OLED 48CX9LB

Preislich muss sich der LG OLED 48CX trotz Anschaffungskosten von derzeit mindestens 1.600 Euro bei eingeschränkter Verfügbarkeit nicht vor hochgezüchteten PC-Monitoren verstecken. Der jüngst getestete Acer Predator X38 kostet rund 1.930 Euro, der nahezu baugleiche LG 38GL950G (Test) hingegen rund 1.650 Euro. Aktuelle 49-Zoll-Monitore mit 5K-Auflösung sind mit rund 1.000 Euro derweil günstiger. HDMI 2.1 und 4K120 bietet aber keines dieser Modelle – von einem OLED-Panel ganz zu schweigen.

ComputerBase hat den OLED 48CX leihweise von LG zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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