Trackmania im Test: GPU-Benchmarks und Frametimes

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Wolfgang Andermahr et al. 158 Kommentare

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind auf einem AMD Ryzen 9 3950X auf einem B450-Mainboard und daher ohne PCIe 4.0 durchgeführt worden. Der Prozessor wird mit den Standard-Einstellungen betrieben und kann auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (14-14-14-32) zugreifen. Windows 10 2004 inklusive aller derzeit verfügbaren Patches ist installiert. Als Treiber wurden der Adrenalin 20.5.1 und der GeForce 451.48 genutzt.

Testsequenz und Einstellungen

Die 25 Sekunden lange Testsequenz von Trackmania spielt auf der Strecke „Saku Race“ und zeigt eine klassische Rennsequenz. Zu sehen ist entsprechend viel Asphalt, Vegetation, Bäume und ein Looping. Die Szene ist recht anspruchsvoll, stellt aber kein Worst-Case-Szenario dar.

Für 1.920 × 1.080, 2.560 × 1.440 und für 3.840 × 2.160 wird das Sehr-Schön-Preset genutzt..

Auflösung Grafikdetails
1.920 × 1.080 Sehr-Schön-Preset
2.560 × 1.440 Sehr-Schön-Preset
3.840 × 2.160 Sehr-Schön-Preset

Benchmarks in Full HD, WQHD und Ultra HD

Trackmania verlangt nach einer recht schnellen Grafikkarte. So erreichen nicht alle Testkandidaten in 1.920 × 1.080 die 60-FPS-Marke, die Radeon RX 580 und die Radeon RX 5500 XT bleiben knapp darunter. Trotz gleicher Frames spielt sich Trackmania trotzdem auf der Radeon RX 5500 XT besser, die vom Spielgefühl auch einer Radeon RX 590 überlegen ist. Das liegt schlicht daran, dass AMDs Polaris-Generation in dem Rennspiel schlechte Frametimes hat, die sich sofort spüren lassen. Nvidias Einsteiger-GPUs schneiden sowohl bei der Framerate als auch bei den Frametimes besser als die Pendants von AMD ab.

Für 60 FPS in 2.560 × 1.440 muss es ein gutes Stück schneller werden, diese werden ab der GeForce GTX 1070, der GeForce GTX 1660 Super, Radeon RX Vega 56 oder der Radeon RX 5600 XT erreicht. Und in 3.840 × 2.160 gelingt dies erst einer GeForce RTX 2070 Super oder besser – AMD-Grafikkarten bleiben weit unter 60 Bilder in der Sekunde. Apropos Framerate: 60 FPS ist das Mindeste, was in Trackmania anvisiert werden sollte, darunter ist keine genaue Steuerung mehr möglich. Höhere Frameraten lohnen sich auch bei Monitoren mit nur 60 Hz, auch dort lässt sich die genauere Steuerung sofort spüren. Monitore mit einer höheren Bildwiederholfrequenz lassen dann auch das Bild flüssiger erscheinen.

GeForce-Grafikkarten fahren schneller als Radeons

GeForce-Grafikkarten sind in Trackmania besser unterwegs als die Radeon-Pendants, ob neu oder alt spielt dabei keine Rolle. So ist bereits die GeForce GTX 1080 in 2.560 × 1.440 3 Prozent schneller als die Radeon RX 5700 XT, während die GeForce in AAA-Spielen gewöhnlich um 18 Prozent das Nachsehen hat. Die GeForce RTX 2070 Super rennt dem Gegenspieler von AMD dann um 29 Prozent davon, gewöhnlich sind es nur 11 Prozent. Die ungewohnt großen Unterschiede ziehen sich durch das gesamte Portfolio.

Im Duell der Generationen können die aktuellen Modelle sich nicht ganz so weit wie sonst von der alten Garde absetzen, arbeiten aber schon deutlich schneller. So ist die GeForce RTX 2070 in Trackmania 25 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080, im AAA-Schnitt sind es 36 Prozent. Und die Radeon RX 5700 XT ist der Radeon RX Vega 64 um 17 Prozent voraus, was nur knapp weniger als die normalen 22 Prozent sind.

Meist stabile Frametimes ohne Abweichungen

Trackmania bietet an sich unabhängig von der Grafikkarte stabile Frametimes. Vor allem AMD-Grafikkarten schneiden sehr gut ab, unabhängig davon, ob es sich um ein Modell der alten GCN- oder der aktuellen RDNA-Generation handelt. Auch die GeForce RTX 2070 Super liefert ein ordentliches Ergebnis ab, hat aber kleinere Schwierigkeiten am Anfang der Testsequenz. Dann gibt es reproduzierbar einige Schwankungen. Diese fallen je nach Durchlauf unterschiedlich groß und unterschiedlich oft aus, bleiben aber stetig vorhanden. Sind die ersten paar Sekunden durch, läuft Trackmania auf der Turing-Grafikkarte einwandfrei. Die GeForce GTX 1080 auf Basis von Pascal hat ähnliche Probleme, jedoch verschwinden diese während des Testlaufes nie so ganz. Allerdings sind die Schwankungen gering, spüren lassen sich diese nicht.

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