Corsair 4000D Airflow im Test: Aufbau außen und Ausstattung innen

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Valentin Karnehm 94 Kommentare

Aufbau außen

Drei Fronten für jede Anwendung

Abseits des bereits auf der ersten Seite beschrieben Aufbaus und der Unterschiede, setzen alle drei Varianten für die Front auf eine Fassung aus Kunststoff, was den edel anmutenden Look des Gehäuses aber wenig stört. Außerdem sind an den Schrauben für die Seitenteile, der USB-Buchse und dem magnetischen Staubfilter auf dem Deckel gelbe Akzente gesetzt. Diese passen allerdings deutlich besser zur schwarzen Variante der Gehäuse. Allgemein wirkt die Kombination von Weiß und Grau der anderen Farbvariante etwas unstimmig. Die Schrauben der Seitenteile sind übrigens verliersicher angebracht.

ARGB-Beleuchtung als Blickfang

In der RGB-Version kommt das 4000X mit drei ARGB-Lüftern, die in der Front vorinstalliert sind. Die Lichteffekte der adressierbaren LEDs werden dabei nicht etwa wie bei einigen Konkurrenten über einen manuellen Schalter an der Frontblende gesteuert. Stattdessen wird die Beleuchtung über das beiliegende „iCUE Lighting Node Core“ und damit die Corsair-eigene Beleuchtungs-Software iCUE gesteuert.

Der Kunde kommt also in den Genuss, die sehr umfangreiche und ausgefeilte Software iCUE nutzen zu können. Das System von Corsair ist allerdings proprietär und kann somit nicht mit beleuchteten Lüftern anderer Hersteller kombiniert werden. Wer die restlichen Lüfterplätze in Heck und Deckel ebenfalls besetzen will, muss folglich auf eine abgestimmte Beleuchtung verzichten oder weitere Lüfter von Corsair hinzukaufen.

Front-I/O-Panel mit USB 3.1 Typ C

Das Corsair 4000 bietet in jeder Variante den obligatorischen Ein-/Ausknopf, einen Reset-Schalter und einen Audio-Ein- bzw. -Ausgang. Zudem verfügt es über eine USB-3.0-Buchse und einen Anschluss für USB 3.1 Typ C.

Drei Varianten des Corsair 4000
Drei Varianten des Corsair 4000

Sichtfenster auf der linken Seite

Das Corsair 4000 hat auf der linken Seite ein Sichtfenster aus gehärtetem Glas, auf der rechten Seite ist es geschlossen und nicht gedämmt. Die Seitenteile schnappen mechanisch ein und lassen sich zusätzlich als Transportsicherung über je zwei Schrauben fixieren. Die Seitenteile sind bei allen Varianten identisch.

Corsair 4000D Airflow mit verbauter Hardware
Corsair 4000D Airflow mit verbauter Hardware

Staubfilter an Front, Boden und im Deckel

Das Corsair 4000 besitzt an allen Lüfterpositionen, in der Front, unter dem Netzteil sowie auch im Deckel, entnehmbare Staubfilter. Lediglich der optionale Hecklüfter muss ohne auskommen.

Ausstattung innen

Hohe Kompatibilität dank geräumigem Innenaufbau

Das Corsair 4000 weist für einen Midi-Tower, der E-ATX-Mainboards beherbergen kann, eine einigermaßen kompakte Größe auf. Verglichen mit kompakteren Midi-Towern wie dem Define 7 Compact oder dem Jonsbo U5 ist das Corsair 4000 dennoch etwas größer. Mit Abmessungen von 453 × 230 × 466 mm fasst es ein Volumen von rund 48,55 l. CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 170 mm und Grafikkarten mit einer Länge von maximal 360 mm werden unterstützt. Damit bietet das Gehäuse zum aktuellen Zeitpunkt in dieser Hinsicht keine Einschränkungen. Der geräumige Innenaufbau gewährleistet einen sehr guten Zugang zu verbauter Hardware und eine angenehme Installation derselben. Dabei findet das Gehäuse die perfekte Balance aus Platzsparsamkeit und Funktionalität zum Beispiel oberhalb des Mainboards. Dort lassen sich auch dann Kabel durch die Aussparungen führen, wenn ein Radiator bereits installiert ist.

Beim ersten Blick in das Gehäuse fällt die Platine des Front-I/O-Panels ins Auge, die dem Nutzer nackt entgegensteht und keine Abdeckung besitzt. Das Logo von Gehäuse und Hersteller sind im Innenraum dafür recht geschmackvoll implementiert. Auch bietet der Proband kleine Häkchen schräg hinter dem Mainboard, an denen die Grafikkarte oder andere Erweiterungskarten einrasten können. Dies ermöglicht einen komfortableren Einbau und vermindert im Übrigen „Sacking“, also das Herunterhängen bei langen und schweren Grafikkarten. Außerdem sind die Stützstellen des Netzteils gummiert, was Vibrationen des Netzteillüfters abdämpfen soll. Die Abstandshalter sind fest verbaut. Anstelle eines der üblichen Abstandshalter steht darüber hinaus eine Arretierung aus dem Mainboardtray hervor, was die Montage der Hauptplatine vereinfachen soll. Die PCIe-Slotblenden sind speziell geformt, sodass sie aufklappen, anstatt einfach herauszufallen.

Vertikale Montage der Grafikkarte möglich

Das Gehäuse bietet zudem ohne weitere Modifikationen die Möglichkeit einer horizontalen oder auch vertikalen Montage der Grafikkarte. Für letztere ist allerdings prinzipbedingt ein Riserkabel notwendig, vorgesehen sind Grafikkarten mit einer Dicke von bis zu zwei Slots. Der Abstand zum Seitenfenster ist dabei von Corsair nicht näher spezifiziert.

Sauberes Kabelmanagement wird vorgelebt

Die erste Auffälligkeit zeigt sich beim Öffnen des rechten Seitenteils. Es ist ausreichend Platz für ein ordentliches Kabelmanagement – immerhin 25 mm Luft hinter dem Mainboard-Tray – und alle bereits ab Werk im Gehäuse vorhandenen Kabel wurden sauber gebündelt und verlegt. Das von Corsair getaufte „RapidRoute Cable Management System“ erfüllt dabei hervorragend seinen Zweck und bündelt die Kabel ordentlich zusammen. Auch unter der Netzteilabdeckung findet sich genügend Raum, um überlange Kabel zu verstauen. Neben den Frontlüftern ist ebenfalls genug freie Fläche und es wurden passende Löcher in der Aufhängung gelassen, um die Kabel sauber zu verlegen. Die Netzteilabdeckung kann nicht ohne Weiteres entfernt werden. Eine weitere Blende befindet sich im vorderen Bereich des Gehäuses und soll Kabel, die in den Rückraum geführt werden, verdecken. Auch bei Einsatz eines größeren Mainboards mit E-ATX-Spezifikation bietet der Innenraum so ausreichend Platz für sauberes Kabelmanagement.

Minimalistische Ausstattung bei Laufwerken

Beim Stauraum für Festplatten hält es das Corsair 4000 eher minimalistisch. Zwei Optionen für 2,5“-Festplatten befinden sich auf der Rückseite des Mainboardtrays. Zwei weitere 2,5“- oder 3,5“-Laufwerksschächte sind unterhalb der Netzteilblende platziert. Die Halterungen sind allerdings aus Kunststoff und bieten kein erfolgversprechendes Konzept zur Dämmung von möglichen Vibrationen. Damit kommt es nicht an Modularitätsvorreiter wie das Define 7 heran, spart allerdings auch eine Menge Platz und nicht zuletzt Kosten. Der gesamte Laufwerkskäfig kann bei Bedarf entnommen werden, falls dieser nicht benötigt werden sollte.

Corsair 4000D Airflow 2,5“-Laufwerke
Corsair 4000D Airflow 2,5“-Laufwerke

Platz für bis zu drei Radiatoren

Das Corsair 4000 bietet Platz für insgesamt drei 120-mm-Lüfter oder zwei 140-mm-Lüfter in der Front, je nach Variante sind unterschiedliche Modelle vorinstalliert. Die RGB-Version 4000X RGB enthält drei 120-mm-Lüfter mit RGB-Beleuchtung, die anderen beiden Versionen haben zwei unbeleuchtete 120-mm-Lüfter in der Front vorinstalliert. Die Ausstattung mit insgesamt zwei beziehungsweise drei vorinstallierten Lüftern ist löblich, allerdings bieten die Non-RGB-Exemplare kein PWM, die RGB-Ventilatoren hingegen verwenden einen Corsair-eigenen sechspoligen Anschluss. Analog dazu passt in die Front ein Radiator bis zu einer Länge von 280 oder sogar 360 mm. Die Aussparung im vorderen Bereich der Netzteilblende lässt allerdings nur Radiatoren geringerer Dicke zu. Genaue Angaben dazu macht der Hersteller nicht.

Im Heck befindet sich Platz für einen 120-mm-Lüfter, allerdings muss dieser beim 4000X RGB separat erworben werden. Entsprechend kann hier ein weiterer Radiator von 120 mm Länge installiert werden. Im Deckel können optional zwei Lüfter mit einer Länge von 120 oder 140 mm verbaut werden. Auch hier ist es möglich, einen 240 mm großen Radiator uneingeschränkt einzusetzen. Bei Verwendung eines 280-mm-Radiators muss auf die Kompatibilität mit dem Arbeitsspeicher geachtet werden – überhoher RAM ist dann tabu.

Corsair 4000D Airflow mit verbauter Hardware
Corsair 4000D Airflow mit verbauter Hardware

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