Dynabook X30W-J-10H im Test: Fazit

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Nicolas La Rocco
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Dynabook als Reinkarnation von Toshiba hinterlässt mit dem X30W-J einen überzeugenden Eindruck, da sich in vielen Bereichen des Convertibles ein durchdachtes Umsetzen der Features erkennen lässt. Viele Punkte sprechen für das X30W-J, nur wenige dagegen, sodass das Pendel eindeutig zum Guten schwingt. Dennoch handelt es sich um ein sehr spezielles Convertible, das den Massenmarkt wohl eher nicht erreichen wird. Im Business-Umfeld und mit eher speziellen Anforderungen an ein Convertible dürfte das X30W-J dennoch eine gewisse Käuferschaft finden.

Positiv hervorzuheben sind das mit unter 1 kg extrem geringe Gewicht und die gleichzeitig sehr gute Verarbeitung mit dem Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung, die trotz der kompakten Abmessungen für einen soliden Auftritt sorgt. Ganz so schick wie die Notebooks von Apple oder zum Teil Dell ist das Dynabook-Convertible zugegebenermaßen zwar nicht, aber Design ist bekanntermaßen ja eine ganz persönliche Geschmacksfrage und zumindest an der Verarbeitung selbst gibt es nichts auszusetzen. Gut gefällt außerdem, dass Dynabook eine umfangreiche Konnektivität bietet, die viele kompakte Ultrabooks und Convertibles mittlerweile vermissen lassen.

Das X30W-J punktet darüber hinaus mit guter Office-Leistung, die mit einem Core i5 in völlig ausreichendem Umfang ohne Einschränkungen möglich ist – den i7 braucht es in diesem Convertible nicht. Bei der Leistungsentfaltung, beinahe ausbleibender Drosselung und dem Kühlsystem schneidet der Proband ebenfalls gut ab. Dazu packt der Hersteller eine schnelle SSD, die sich als einzige Komponente tauschen lässt, während dies beim RAM nicht möglich ist, sodass sich zum Kauf entschieden werden muss.

Über all diesen Eigenschaften spannt die „Reliability Guarantee“ ihren Schutzschirm, die – unter gewissen Einschränkungen – im ersten Jahr nach dem Kauf dafür sorgt, dass das Convertible repariert und zugleich der Kaufpreis in voller Höhe erstattet wird.

Dynabook X30W-J-10H im Test
Dynabook X30W-J-10H im Test

Der Kaufpreis wiederum ist der potenziell größte Knackpunkt des X30W-J-10H. Zum Marktpreis von derzeit rund 1.500 Euro gibt es viele sehr gute Notebooks und Convertibles am Markt. Manche davon sind in Bereichen wie Display oder auch bei den Eingabegeräten, wo Dynabook zum Beispiel noch auf ein ziemlich kleines Touchpad setzt, besser ausgestattet. Das X30W-J ist deshalb vor allem für diejenigen interessant, die eben genau diesen speziellen Mix an Ausstattungsmerkmalen suchen: leicht, viele Anschlüsse, matter Touchbildschirm, gute Leistung und Akkulaufzeiten, solide Verarbeitung und attraktive Garantie, wenngleich nur für ein Jahr. Dafür muss man Einschnitte beim Wow-Faktor (Design) sowie teils beim Bildschirm und bei Eingabegeräten hinnehmen und für ein Office-Convertible relativ viel Geld auf den Tisch legen.

Dynabook X30W-J-10H
Produktgruppe Notebooks, 16.02.2021
  • Display
    +
  • Leistung Produktiv
    +
  • Leistung Unterhaltung
    O
  • Laufzeit
    +
  • Verarbeitung
    ++
  • Äußerst geringes Gewicht
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Verlockende Spezialgarantie
  • Matter Touch-Bildschirm
  • Gute und stabile Office-Leistung
  • Lange Akkulaufzeiten
  • Umfangreiche Anschlüsse
  • Stylus im Lieferumfang enthalten
  • Display-Helligkeit verbesserungswürdig
  • Relativ kleines Touchpad

ComputerBase wurde das X30W-J-10H leihweise von Dynabook zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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