News Den Deutschen ist Sicherheit im Internet wichtiger als Freiheit

In dieser Studie wird das dipolare Begriffsverhältnis von Sicherheit und Freiheit völlig verzerrt. Die beiden Begriffe stehen sich inhaltlich in der in den beiden ersten Fragen nahegelegten Definition überhaupt nicht konträr gegenüber, werden aber in der Abschlussfrage als sich widersprechende Positionen dargestellt, um ein Ergebnis zu erhalten, mit dessen Hilfe die Kontrollmechanismen legitimiert werden sollen, die weder inhaltlich noch durch diese Umfrage gestützt sind.
 
Ich verstehe das nicht so recht. Es geht doch bei der Sicherheitsfrage um Datenschutz und nicht um Aufgabe der Freiheit durch vollkommen übertriebene Überwachung sämtlicher Aktivitäten im Internet.

Die beiden Fragen "Datenschutz" und "Sicherheit" würde ich klar beide mit "absolut wichtig" beantworten.

Eher hätten die Fragen so gestellt werden müssen, ob man totalüberwacht werden möchte oder nicht.
 
Man sollte genau lesen und sie die Fragen genau anschauen. Vielleicht will die Studie ja auch falsch verstanden werden.
Wie wichtig ist Ihnen Sicherheit, also der Schutz Ihrer Daten vor Angriffen
bzw. Missbrauch durch Dritte?


Es geht nicht um Sicherheit vor Terro o.ä., sondern der Sicherheit der eigenen Daten vor anderen. Also auch vor NSA und Co. Denn wörtlich genommen wollen die meisten lieber Ihre Daten sicher haben und dafür Freiheit aufgeben. Und Daten sind gleich Privatssphäre. Also ist der eigentliche Schluß (sofern die Befragten die Fragen richtig verstanden haben):
Lieber bewege ich mich eingeschränkt im Internet und Co, doch dafür ist meine Privatssphäre geschützt, weil keiner an meine Daten gelangt.
 
Sicherheit ist ungleich Überwachung!

Eine Sicherheit seiner Persönlichen Daten zieht doch keine Aufgabe der Freiheit nach sich :freak:
 
Was ist das denn für ein Vergleich?! :freak:

Das ist so als ob gefragt wurde "trinken sie lieber morgens Milch oder gehen sie lieber abends Joggen"
 
Und die Frage ist halt immer, wie wird eine solche Studie ausgewertet:
97% = Sicherheit wichtig (wichtig aufwärts)
77% = Freiheit wichtig (wichtig aufwärts)

also ist nur 20% der Bürger die Sicherheit wichtiger als die Freiheit!
= Ganz anderes Ergebnis als der Tenor der Studie.

Und die Frage, was im Zweifel wichtiger ist 20/79% ist nicht gleich
20% sind generell für Freiheit, 79% generell für Sicherheit, sondern wenn beides wichtig ist, wohin tendiert man in einem Grenzfall eher hin.
Das ist wie bei der berühmten Frage zum Wehrdienst:
Sind Sie Pazifist? Ja!
Würden Sie mit einer Waffe auf Menschen schießen? Nein!
Und wenn dieser Mensch gerade Ihre Frau vergewaltigen will?!
Wie gesagt, Grenzsituationen, und sowas statistisch aufbereitet... Klasse Auswertung!

Ich erstelle selbst Statistiken und Prognosen und weiß wie man solche Ergebnisse vermarkten kann.
 
Sicherheit von Daten hat nichts mit Freiheit im Internet zu tun!

Ich bin frei wenn ich nicht bei jedem Furz meine Daten angeben muss. Und ich bin sicher wenn die Daten vernünftig gesichert und NUR verschlüsselt übertragen und gespeichert werden.
 
Leute, es geht doch um Datensicherheit und diese ist doch kein Gegensatz zu Freiheit im Internet. Durch mehr Datensicherheit verliere ich keine Freiheit und durch mehr Freiheit verliere ich keine Datensicherheit. Ich würde sogar sagen, der Schutz vor Fremdzugriff IST ein wichtiger Teilbereich der Freiheit.

Wäre Sicherheit jetzt über Schutz vor Anschlägen oder dergleichen definiert worden, dann wäre es in der Tat ein sehr trauriges Ergebnis.
 
Schon bedenklich das es anscheinend nur Sicherheit ODER Freiheit geben kann für die Telekom.
Bin mir sicher, dass es durchaus mehr Freiheit ohen einschränkung der Sicherheit geben KÖNNTE, wenn man es denn ernsthaft angehen würde.

Nur damit würde man ja zugeben, dass Sicherheit auch ohne Kontrolle bzw. Aufgabe der Freiheit möglich wäre; ergo die Kontrollemachanismen nicht "an den Mann" zu kriegen wäre.
 
Ich bin wirklich froh, dass ich nicht der Einzige bin, der sieht, dass die beiden Fragen sich nicht gegenseitig ausschließen :)
 
Die absichtlich allgemein gehaltenen Fragen in der Umfrage dient wohl nur dazu Sicherheit gegen Freiheit auszuspielen um den Bürger auf Einschränkung von Freiheiten vorzubereiten. Immerhin kann man hinterher ja sagen , Freiheiten im Netz waren für die Befragten kein großes Thema.
Dabei gehört beides zusammen !
 
Weltenspinner schrieb:
Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, hat am Ende nichts von beidem.

Wie mir dieser Satz auf den Zeiger geht. Einmal bei GermanLetsLala (oder Personen mit ähnlich geistreichen Ergüssen) aufgeschnappt wird er ständig ohne jedwede Reflektion verwendet.
Aus dem Satz wird auch umgekehrt ein Schuh:
Wer Sicherheit für Freiheit aufgibt, hat am Ende nichts von beidem. (Btw. geht das historische Zitat -wenn ich mich nicht irre- ein wenig anders)
Merkste was? Wir leben nicht in einer Welt voller Gutmenschen, welche in einem rechtsfreien Raum nichts böses tun würden. Wenn man die ultimative Freiheit für nicht digitale Umgebungen fordern würde, kannst du fest davon ausgehen, dass die "Verbrechensrate" (In Anführungszeichen, da es ja dann keine Verbrechen mehr gäbe, ist ja alles erlaubt) ein gutes Stück ansteigen würde.

Wir brauchen Regeln, im Neuland, wie im Festland.
Die Regeln sind ja auch überhaupt nicht das Problem.

Mordaufträge sind im Internet genauso verboten wie in Echt.
Produktfälschungen verticken ist im Internet genauso verboten wie in Echt.
Diebstahl ist im Internet genauso verboten wie in Echt.
Ob Mobbing, Drohungen, Beleidigungen, oder was auch immer, Online gelten die selben Regeln wie Offline.

Das Problem ist die Durchsetzung dieser Regeln. Einen Dieb kann man erwischen, wenn der Ladenbesitzer/Detektiv ein gutes Auge hat.
Raubmordkopierer kann man erwischen, indem man jedes Datenpacket, welches ein Nutzer empfängt abfängt und analysiert. Technisch ist das auch machbar, nur verstößt das nun mal leider gegen unsere Verfassung. (Was schreiben die da auch für einen Müll rein. Fernmeldegeheimnis, so ein Schwachsinn!)
Deshalb sind diese Suggestivfragen auch so komplett bescheuert.
Die Frage müsste lauten, ob man die Sicherheit auch noch vertritt, wenn sie im Konflikt mit dem GG steht, oder ob man dann doch lieber Verbrechern einen gewissen Spielraum lässt, um selbst gewisse Freiräume zu haben.
Diese Suggestivfragen streifen das Thema wie wenn man bei der Debatte um Pflicht-Kameras im Wohnzimmer (Die meisten Gewaltverbrechen geschehen schließlich zu Hause -war doch so, oder?- zumindest aber die meisten Unfällle) die Frage stellt:
Was ist ihnen lieber? Dass Sie Zuhause Straftaten verüben können, oder dass ein Einbruch deutlich erschwert wird?

Ich persönlich bin gegen VDS und all ihre Derivate. Bereits das speichern meiner IP-Adresse ist für mich ein erheblicher Einschnitt in das Fernmeldegeheimnis. Man stelle sich einmal diese Debatte bei der Post vor.
"Ab sofort soll jeder Brief geöffnet, kopiert und archiviert werden, sodass sie im Falle einer Straftat als Beweise herhalten können". Da wäre Tante Ewelin aber gleich auf 180. Bei allen E-Mails/Verbindungsdaten ist ihr das aber ziemlich Wumpe, einfach weil sie nicht weis, wie wichtig diese Daten heutzutage sind.
Dass man eine/n unliebsame/n Bundeskanzler/in aus dem Amt putschen könnte, wenn man z.B. Verbindungsdaten seines Rechners zu einer Sodomie-Website erhacken würde. Was für eine Macht dies der NSA gibt, will denen auch nicht ins Hirn.
[Vollständig erfundenes Beispiel]
"Wie Frau Merkel, Sie wollen eine militärische Intervention der USA boykottieren? Wissen sie noch damals, als Sie XYZ gedownloadet haben? Wir wissen es noch. Entweder sie stimmen uns zu, oder wir werden dieses Material an die Öffentlichkeit bringen, das ist dann das Ende ihrer Karriere. Na, wie entscheiden Sie sich?"
"Ach Herr Steinbrück, sie wollen eine Rede zur Schuldenrelation Griechenland-USA halten? Zufällig haben wir hier zwei E-Mail von ihnen an ihre unehelichen Töchter, für die sie bis heute keinen Cent bezahlen. Reden Sie und wir reden."

Nur mal so als Beispiel, was man mit Verbindungsdaten alles anstellen kann. Ob das tatsächlich so abläuft kann ich gar nicht sagen. Fakt ist aber, dass es trotz allem möglich wäre und das finde ich offen gestanden gruselig und genau deshalb bin ich für die kompromisslose Einhaltung des Fernmeldegeheimnisses, das wurde nicht ohne Grund eingeführt und jeder Verstoß, eigentlich schon jede Berührung mit diesem Gesetz stellt für mich ein absolut mangelndes Verständnis von Demokratie und freier Meinungsbildung & Äußerung zur Schau.
 
Was soll bitte diese Umfrage? Allein die Fragestellung impliziert schon wieder dass Freiheit und Sicherheit sich gegenseitig negativ beeinflussen würden - als ob Überwachung und Einschränkungen im Netz die Sicherheit meiner Daten fördern würden. Ich meine diese Schlussfolgerung ist im normalen Leben schon zweifelhaft aber im Netz einfach nur Schwachsinn.

Auf Basis solcher Umfragen jubelt man den Leuten dann letztlich Überwachungs und Zensurinfrastruktur unter dem Deckmantel der Sicherheit unter?
 
Irgendwann, wohl nicht mehr allzu lang hin, wird es wohl so sein, dass man nach der Geburt einen Chip implantiert bekommt. Denn kann man dann bei Bedarf so einstellen, dass er bei Verfehlungen sofort einen Stromstoß freisetzt.

Wird man dann zu unbequem, wird es so hoch angesetzt, dass man das Zeitliche segnet.

Der Chip bietet natürlich viele Möglichkeiten des Updatens, denn irgendwann soll es bestimmt auch für Gedankliche Verfehlungen eingesetzt werden...

Glaubt ihr nicht? Orwell würde mir zustimmen...
 
Wenn man sich für Datenschutz und Meinungsfreiheit im Internet einsetzt, ist man ja gleich wieder Kinderporno-Freak oder Nazi. Die Stigmatisierungmaschine der Medien hat erfolgreich funktioniert und die Leute haben einfach Angst.

Angst allerding wovor? Sicherheit wovor? Vor diffusen Gefahren, die gar keiner benennen kann. Wir bauen vorsorglich einen Überwachungsstaat, gegen die Angst vor dem Leben.
 
Kapiere den Sinn dieser Umfrage nicht. Was wollen die guten Herren der gesteurten Meinung uns denn damit sagen?
Das die Deutschen mit ausspioniert werden einverstanden sind jedenfalls nicht, denn das war nicht die Frage.
 
Naja es kommt doch sehr darauf an wie es in der Praxis aussieht.
Sicherheit ist ein schönes Wort, dazu kann keiner nein sagen.
Mir ist nicht klar was mit Online-Freiheit gemeint ist und wie und wo mich die Sicherheit meiner Daten da einschränken soll.
Vielleicht täusch ich mich, aber irgendwie sagt die Studie oder zumindest diese News so rein Garnichts.
 
SamSoNight schrieb:
Leute, es geht doch um Datensicherheit und diese ist doch kein Gegensatz zu Freiheit im Internet. Durch mehr Datensicherheit verliere ich keine Freiheit und durch mehr Freiheit verliere ich keine Datensicherheit. Ich würde sogar sagen, der Schutz vor Fremdzugriff IST ein wichtiger Teilbereich der Freiheit.

Die Politiker werden solche Umfragen leider auslegen, wie es ihnen am besten in den Kram passt: "Die Bürger wollen mehr Sicherheit... also höhere Etats für Überwachungen und mehr Berechtigungen her! Das Supergrundrecht Sicherheit steht über allen anderen Grundrechten, die wir im Namen der Sicherheit mit Füßen reten können!"
 
NSA hin BND her, die die am lautesten ein Verbot der Kontrolle wünschen sind auch die mit dem meisten Dreck am Stecken, mir doch Wurst ob die NSA mich bei Ibee oder auf xxx sieht, das ist auch nicht verboten. Aber wer Kinderpo.... Mißbrauch ins Netz stellt oder zu Hass auf Andere aufruft gehört überwacht und oder weg gesperrt. Die Piraten haben sich zu weit aus dem Fenster gelehnt mit Ihrer Libelei zu Pädophilen aus der SPD, nur weil der nen Bundestags Mandat hatte. Wer hier denkt nur weil er kritisch zum Sys ist wird abgehorcht, ist noch ein Kiddy. Als wenn die jeden überwachen wollten oder könnten. Zuerst gehört die Mehrheit geschützt, bevor man neue Sachen frei gibt. mfg
 
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