News 6-TB-Festplatten von Seagate im 2. Quartal

r00ter schrieb:
jetzt rächt sich langsam die vernachlässigte forschung der letzten jahre - wir leben schon in tollen zeiten :/
Was heißt vernachlässigte Forschung? Shingled Magnetic Recording (SMR) und HAMR-Technik wurden doch sogar im Text erwähnt, ebenso die Helium Füllung bei HGST, geforscht wurde und wird also schon genug, es hapert wohl nur teils an der Serienreife.

AMDprayer schrieb:
Finde jedenfalls stark was HGST bietet, nutze selbst z.B. die 3 Platter 1,5TB 2,5Zoll Platte die trotzdem nur 9,5mm Bauhöhe hat und damit konkurenzlos ist.
Nicht mehr, mit der Spinpoint M9T bietet Seagate sogar 2TB in einer 9.5mm hohen 2.5" HDD mit ebenfalls 3 Plattern zu je 667GB.

AMDprayer schrieb:
Bin gespannt was Seagate da abliefert, aber rein vom Gefühl her würde ich eine Helium Platte vorziehen, da zumindest auf dem Papier die Vorteile einleuchtend sind.
Gegenüber dem Shingled Magnetic Recording (SMR) ist mit die Heliumfüllung auch lieber.

AMDprayer schrieb:
Ich habs nicht mehr genau im Kopf, aber das Hing wohl mit der Größe der Scheiben zusammen und physikalischen Kräften die darauf wirken (ich glaube die wurden nach außen hin unstabiler was keine hohe Datendichte zuließ). Eine 3,5 Zoll HDD höher zu bauen wäre da eher möglich, allerdings kann man dann auch gleich 2 kaufen.
Da hat man dann aber auch das gleiche Problem, denn je länger die Achse wird, umso stärker werden die Schwingungen und die wirken dann entsprechend verstärkt auf die Plattern, vor allem auf die mittleren. Deshalb baut man auch keine so hohen HDDs mehr.

NormanMuc schrieb:
Vermutlich wird der schnellere Fortschritt im Flash-Bereich stattfinden und damit werden sich die Preisunterschiede weiter verringern.
Ja, aber auch da wird es immer schwerer die Datendichte zu steigern und die bestimmt nun einmal auch die Preise. Schon bei den aktuellen NANDs mit 19nm oder 20nm sind es nur noch einige Dutzend Elektronen, die in einer Zelle Ladung darstellen. Je weiter man die Strukturen schrumpft, umso weniger Elektronen passen in die Zellen und umso schwerer wird es auch die Ladungszustände zu unterscheiden. Da ist also auch ein Technologiesprung wie z.B. das 3d-V-NAND von Samsung nötig um noch länger weiter zu kommen.

Wattwanderer schrieb:
In meiner Begeisterung habe ich auch alles auf SSD umgestellt. Ein Traum, wie schnell alles ging aber nach einer Weile musste ich einige Dienste wieder auf HDD umstellen weil der Verschleissanzeiger bei SMART herunterratterte. Eigentlich erstaunlich bei den erwarteten niedrigen zweistelligen TB pro Jahr aber offenbar kommen bei bestimmten Nutzungsfällen noch eine ganze Menge Write Amplification ins spiel?
Dann habt ihr die falschen SSDs eingesetzt, denn wenn ihr nur niedrige zweistellige TB im Jahr schreibt und die Verschleißanzeiger so runterrattern, dann dürften das einfach Enterprise SSDs sein, ihr hättet aber Enterprise SSD gebraucht die einige 100TB oder PB vertragen, wie z.B. eine Intel 710 oder DC S3700. Ihr habt doch sich vorher Enterprise HDDs und keine einfachen Consumer HDDs verwendet, oder?

Wattwanderer schrieb:
Jetzt bin ich am "Tweaken" um Verschleiss und Geschwindigkeit optimal abzustimmen. Andererseits ist das zusätzliche Arbeit die mit HDDs nicht nötig waren.
Das beste Tweaken ist die SSD mit höherer Kapazität zu kaufen als man wirklich nutzt und einen Teil der Kapazität ab Neuzustand (oder nach einem Secure Erease) dann unpartitioniert zu lassen. Aber auch das erlaubt es nicht eine Consumer SSD statt einer Enterprise SSD einzusetzen, wenn man wirklich schreibintensive Anwendungen hat. Oder man muss die Consumer SSDs eben regelmäßig ersetzen.
 
dann hoffen wir mal, dass WD bald nachzieht und ne 6 TB Black raus bringt
 
ilovecb schrieb:
Bald haben ssds mehr kapazität als hdds.
SSDs gibt es bis zu 1 TByte, 1TB als SSD kosten allerdings knapp 500 €/Stück. Die Festplattenpreise bleiben derzeit ziemlich konstant. Und Flashspeicher wird relativ langsam preiswerter.
Sicherlich kann man die gleiche Speicherkapazität wie Festplatten haben auch als SSD einbauen, sofern wenn das nötige Kleingeld hat.

4 TB als SSD kosten wohl so schlappe 1900 €. Rein vom Preis her können die SSDs also noch für ein paar Jahre die Festplatten nicht ersetzen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Und eben weil man bei Seagate kaum oder keine Transparenz darüber hat, was in einem Laufwerk tatsächlich drin steckt, kommt der Hersteller für mich nicht in Frage. Korrigiert mich falls ich falsch liege, aber ich meine mich zu erinnern dass man bei Seagate selbst anhand der Seriennummer nicht eindeutig sagen kann, was man da genau in der Hand hat.
 
Holt schrieb:
Gegenüber dem Shingled Magnetic Recording (SMR) ist mit die Heliumfüllung auch lieber.
Ich musste gerade daran denken, wie sämtliche Mitarbeiter in schlecht belüfteten Rechenzentren mit Piepsstimmchen herumlaufen :evillol: Mein ehemaliger Arbeitgeber wäre wohl einer davon, da erst vor anderthalb Jahren sämtliche Platten im Server den Hitzetot erliegen mussten - es gab dort weder Lüftung noch Kühlung.
 
Colonel Decker, die Platten sind noch nicht erschienen, da kann man nicht zu viele Informationen erwarten. Das wird sich aber dann ändern, wenn sie auf den Markt kommt und spätestens, wenn es ein paar gute Reviews dazu gibt, also solche wo nicht nur ein paar Standardbenchmarks durchlaufen, sondern wo man auch mal prüft, ob die Schreibrate bei bestimmten LBAs plötzlich schlechter sind, wenn die Platte schon beschrieben ist.

Smagjus, da hat aber bei Deinem ehemaligen Arbeitgeber jemand sehr wenig Ahnung gehabt, denn gerade Enterprise HW ist sehr von den Umgebungsbedingungen abhängig. Bei anständigen Serverräumen werden die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit permanent überwacht.

Aber ich habe da auch schon die unglaublichsten Dinge gehört. So hat mir mal einer berichtet, dass bei denen jeden Freitag Nachmittag etwa zur selben Uhrzeit immer ein Server ausfiel. Keiner konnte den Grund finden, bis mal einer persönlich zu der Zeit im Rechenzentrum war um zu beobachten, was passiert. Es kam die Putzfrau, die zog einfach einen Stecker aus einer Steckdose um ihren Staubsauger anzuschließen, weil keine Steckdose frei war.....
 
Colonel Decker schrieb:
Korrigiert mich falls ich falsch liege, aber ich meine mich zu erinnern dass man bei Seagate selbst anhand der Seriennummer nicht eindeutig sagen kann, was man da genau in der Hand hat.
Das trifft eher auf WD zu. Seagate ist nach Hitachi eigentlich der Hersteller, der die detailliertesten Infos über ihre Platten veröffentlicht. Das hat sich in letzter Zeit zwar auch etwas geändert, aber neben WD ist Seagate immer noch ein offenes Buch.
 
Holt schrieb:
Aber ich habe da auch schon die unglaublichsten Dinge gehört. So hat mir mal einer berichtet, dass bei denen jeden Freitag Nachmittag etwa zur selben Uhrzeit immer ein Server ausfiel. Keiner konnte den Grund finden, bis mal einer persönlich zu der Zeit im Rechenzentrum war um zu beobachten, was passiert. Es kam die Putzfrau, die zog einfach einen Stecker aus einer Steckdose um ihren Staubsauger anzuschließen, weil keine Steckdose frei war.....

Das ist echt unglaublich. In praktisch allen Unternehmen befinden sich die Server in Räumen mit verschlossenen Türen u. die passenden Schlüssel haben nur wenige Leute.
 
WinnieW2, das haben die wohl auf dem Wege auch gelernt, ebenso wie der ehemaligen Arbeitgeber von Smagjus wohl auch auf die harte Tour lernen musste, dass man einen Rechnerraum klimatisieren muss.
 
Katzenjoghurt schrieb:
Ich mach mir ja bei 3 Plattern schon Sorgen um meine Daten...

Is mir zu viel Mechanik.

Der Spruch kommt auch immer, wenn es um irgendwelche neuen Entwicklungen bei HDDs geht. Ist trotzdem schon immer falsch gewesen.
Ein Backup braucht man immer.
 
Wattwanderer schrieb:
In meiner Begeisterung habe ich auch alles auf SSD umgestellt. Ein Traum, wie schnell alles ging aber nach einer Weile musste ich einige Dienste wieder auf HDD umstellen weil der Verschleissanzeiger bei SMART herunterratterte. Eigentlich erstaunlich bei den erwarteten niedrigen zweistelligen TB pro Jahr aber offenbar kommen bei bestimmten Nutzungsfällen noch eine ganze Menge Write Amplification ins spiel?

Das wird wohl, wie einige hier schon erwähnten, eher an der falschen SSD liegen.

Bei einem Kunden läuft z.B. ein Linux-Proxyserver "nur" auf einer Samsung 840 Pro 512GB. Das Teil cached den gesamten Internetverkehr der Filiale, etwa 400 PCs. In der Regel laufen da mehrere hundert GB pro Tag über die Leitung wovon vieles gecached wird (viele rufen da ähnliche Informationen ab und da dort "nur" eine 100Mbit Leitung liegt, war das früher ohne WebProxy mit Cache recht langsam..).

Das Teil schreibt also echt enorm viel und liest auch viel und obwohl es nicht mal ne vernünftige Enterprise SSD z.B. von Intel ist, hält die Samsung 840 Pro jetzt schon seit Januar 2013 ohne Probleme.

SSDLife sagt nach wie vor, dass der Gesundheitszustand der SSD exzellent ist. Insgesamt sind jetzt knapp 90TB geschrieben auf der SSD und die geschätzte Lebenszeit beträgt laut SSDLife noch etwas über 6 Jahre.

Das wäre dann sogar länger, als die vorherige Enterprise HDD, die vorher in einem anderen Linux Server werkelte...und der war sogar nur als Firewall- und Antivirenserver und so im Einsatz. Da wurden erheblich weniger Daten geschrieben (früher gab es dort natürlich auch weniger Rechner) und trotzdem hat die nach etwas über 5 Jahren den Geist aufgegeben.
Sollte SSDLife recht behalten und die SSD etwa 7 Jahre dann insgesamt halten, wäre das schon echt enorm.

Unabhängig davon wäre der Kunde mit Sicherheit aber sogar bereit jedes Jahr neue SSDs zu kaufen, da der Performancezugewinn einfach so enorm ist...
 
Von SSD Life halte ich nichts, das Programm ist veraltet und kennt bei vielen SSD nicht die richtigen S.M.A.R.T. Attribute. Nimm lieber CrystalDiskInfo um die Werte auszulesen, dann kannst Du selbst feststellen, wie viele P/E Zyklen schon verbraucht sind. Die SSD dürfte viel mehr als die Garantierten Zyklen halten, die die Basis für den S.M.A.R.T. Werte und die Berechnung von SSDLife sind. Zwar finde ich gerade die Seite nicht, aber da hat einer einer 840 Pro getestet und erst nach dem 3. fachen Datenvolumen wie die garantieren annehmen lassen, fing die Zahl der Ausrangierten Sektoren man permanent zu steigen. Wenn das passiert, solltest Du die SSD tauschen, aber bis dahin dürften die NANDs locker 3x so viel Zyklen runter haben die Samsung garantiert, selbst bei einer frühen 840 Pro. Eine späte 830er wäre vermutlich noch viel haltbarer, da die NANDs ja i.d.R. umso besser (=haltbarer) werden, je länger die Fertigung läuft, einfach weil man dann den Prozess besser im Griff hat und er damit präziser abläuft, was zu einen höheren Anteil sehr haltbarer NANDs führt.
 
ukulele schrieb:
Da können einzelne HDDs auch mal abschalten, was für mehr Ruhe und weniger Stromverbrauch).

Wie meinst du das? Automatischer Ruhemodus wie bei den WD Green?
Ich bräuchte sowas für meiner älteren interne Seagate: Läuft als nur alle paar Tage mal benötigte Backupdisk leider dauerhaft mit und verbraucht demzufolge sinnlos Strom und produziert Lärm. Kann man die mit Win8 gezielt in den Standby schicken und bei Bedarf wieder aufwecken?

Zum Thema Ausfallsicherheit:
Ich handhabe es schon ewig so, dass ich intern Seagate bevorzuge (früher auch Samsung) und extern WD. Bislang ohne Ausfall.
 
Morrich schrieb:
Ja, EINE Platte hat da Fehler und deshalb muss man den Hersteller für immer komplett verteufeln... Sowas dämliches...

Nur das er da nicht alleine ist... Ging mir genau so zu K&M in laden 2 TB HDD gekauft Seagate - 50 € ah ok cool, nehme ich. Eingebaut Daten drauf gespielt aus Spaß einfach mal die SMART Werte angeschaut: Bäm 8 oder 10 Relocated... Also formatiert und zurück zu K&M dennen das erklärt und auch gesagt "ich mein wenn die HDD 5 Jahre alt wäre kein ding aber nicht wenn sie nicht mal 24h aufm Buckel hat". Also ohne große wenn und aber eine neue sofort mit bekommen. EIngebaut --> laufen lassen --> und wieder 10 oder 12 relocated Sektoren... Also wieder zuück gebracht 5 € drauf gezahlt und eine Samsung HD204UI gekauft --> läuft seit dem Tag ohne Probleme um genau zu sein seit 10055 Stunden.

Es gibt nicht umsonst den Spruch "Segate oder Seagate nicht"
 
es gibt wohl auch nicht umsonst den spruch: WD-Wreck Disk :evillol:

ich hab jetz 18 seagate und keine hatte einen defekt,
4 wd, 3 davon hatten fehler
 
xyz- schrieb:
ich hab jetz 18 seagate und keine hatte einen defekt,
4 wd, 3 davon hatten fehler

und bei mir ists genau umgedreht. diese "geringen" mengen sind halt statistisch nicht aussagekräftig. aber trotzdem kauft man natürlich das, was einem nach bauchgefühl mehr zusagt und sicherer erscheint :)
 
Cool Master schrieb:
Nur das er da nicht alleine ist... Ging mir genau so zu K&M in laden 2 TB HDD gekauft Seagate - 50 € ah ok cool, nehme ich. Eingebaut Daten drauf gespielt aus Spaß einfach mal die SMART Werte angeschaut: Bäm 8 oder 10 Relocated... Also formatiert und zurück zu K&M dennen das erklärt und auch gesagt "ich mein wenn die HDD 5 Jahre alt wäre kein ding aber nicht wenn sie nicht mal 24h aufm Buckel hat". Also ohne große wenn und aber eine neue sofort mit bekommen. EIngebaut --> laufen lassen --> und wieder 10 oder 12 relocated Sektoren... Also wieder zuück gebracht 5 € drauf gezahlt und eine Samsung HD204UI gekauft --> läuft seit dem Tag ohne Probleme um genau zu sein seit 10055 Stunden.

Es gibt nicht umsonst den Spruch "Segate oder Seagate nicht"

Das scheint mir ein Fall von der Hersteller hat nicht gut genug mit diversen SMART Tools Programmierern zusammen gearbeitet. Wenn ich mir ansehe welche abenteuerlichen Werte von diversen SMART Software für Platten verschiedener Hersteller angzeigt werden hätte ich nicht gedacht, dass jemand davon einen Kauf abhängig macht.

(Ahem, hoffe das klang nicht allzu nach erhobenen Zeigefinger eines Möchtegern Oberschullehrers...)


Es gab Zeiten wo auf dem Etikett einer Platte fein säuberlich die defekten Sektoren aufgelistet waren. Wahrscheinlich hat man diese Praxis aufgegeben als die Platten immer größer wurden und wahrscheinlich ein Etikett in der Größe eines Kinoplakats gebraucht hätte um sie alle aufzulisten.

Generell muss ich den HDD Herstellern sehr gute Arbeit bescheinigen. Sie haben es innerhalb weniger Jahrzehnten geschafft die Kapazität von HDDs um unglaubliche Faktor 1.000.000 zu erhöhen und dabei trotz enormen Preisdrucks die Ausfallraten nicht höher werden zu lassen. Das beeindruckt umso mehr wenn man mal versucht eine Diskette, ältere selbstgebrannte Daten CD oder Magnetband auszulesen.

Bis auf das IBM Debakel der zum Tod der IBM Plattensparte führte kenne ich selbst keinen Fall von Platten von der ich explizit abraten würde. Trotzdem halte ich den Wechsel der Marke für durchaus sinnvoll. Wozu eine Platte kaufen bei dem man ein ungutes Gefühl hat selbst wenn es unbegründet sein sollte?
 
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