News Foxconn: Roboter ersetzen 60.000 Arbeiter

Parwez

Admiral
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Foxconn und andere Firmen setzen in der Produktion zunehmend auf den Einsatz von Robotern. Im Werk des unter anderem für Apple und Samsung tätigen Auftragsfertigers im chinesischen Kunshan, Provinz Jiangsu ersetzen diese mittlerweile 60.000 der ehemals 110.000 Arbeiter.

Zur News: Foxconn: Roboter ersetzen 60.000 Arbeiter
 
immer mehr Menschen, immer weniger Jobs, ausgehende Ressourcen, extremes Wohlstandsgefälle...

das kann ja heiter werden...
 
Und eines Tages fragen sich die Konzerne, warum keiner ihre Waren kauft...
 
wie viele mitarbeiter in den werken hat denn foxconn jetzt noch?

aus den zahlen im artikel ließt es sich für mich so, dass 50.000 MA ersetzt/entlassen wurden. dagegen spricht dann die behauptung foxconns, dass es zu keiner maßgeblichen kürzung der belegschaft kommt.

gibt es dazu zahlen, wie viele arbeiter wirklich entlassen und welche in anderen bereichen eingesetzt werden?
 
Bad_Religion schrieb:
immer mehr Menschen, immer weniger Jobs, ausgehende Ressourcen, extremes Wohlstandsgefälle...

das kann ja heiter werden...

Das Zauberwort ist hier das Wohlstandsgefälle. Herr Foxconn spart sich den Lohn für 60 000 Leute und verdient jetzt 5 Milliarden mehr im Jahr. Er wird immer reicher. 60 000 Leute verarmen und haben aber kein Geld mehr um etwas von Herr Foxconn zu kaufen. Sie sind auf Sozialhilfe angewiesen. Wer zahlt die? Alle Steuerzahler des Landes. Auch Herr Foxconn. Aber Herr Foxconn zahlt nur einen Millionstel teil davon. Die Hauptlast übernehmen die anderen Steuerzahler. Und da liegt der Fehler im Kapitalistischen System. Herr Foxconn müsste die Zeche zahlen und nicht die Allgemeinheit. Riech immer reicher, Arm immer ärmer... Weltweit... wie lange noch? Wahrscheinlich für immer.
 
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Im deutschen Autobau bei VW, BWM, Mercedes, Ford, Opel, Audi, inkl. Zulieferer etc. dürften die Roboter schon Millionen Menschen ersetzt haben, nicht nur mickrige 60.000. Keine Newsmeldung oder Aufregung wert.
 
60000 - und die will man halten und weiterbilden - wer´s glaubt wird seelig.
 
HominiLupus schrieb:
Im deutschen Autobau bei VW, BWM, Mercedes, Ford, Opel, Audi, inkl. Zulieferer etc. dürften die Roboter schon Millionen Menschen ersetzt haben, nicht nur mickrige 60.000. Keine Newsmeldung oder Aufregung wert.
Zum Glück, anders wäre ein derartiger Ausstoß an Fahrzeugen oder eben hier in dieser News von Unterhaltungselektronik mit gleichbleibender und hoher Qualität gar nicht möglich. Es geht nur über Automation und an dem Problem der Überbevölkerung ist der Mensch selbst schuld. Schließlich ist er es, der sich permanent gegen die Gesetzte der Natur stellt und versucht alles und jeden zu retten oder möglichst lange zu erhalten.
 
Wartet erstmal ab bis man gar nicht mehr arbeiten muss/kann... Irgendwann bauen sich auch die Maschinen selber. Der Staat weiss das aber schon "zu-verhindert/hinauszuzögern"
 
Dieser Trend wird sich fortsetzen. Einfache arbeiten werden irgendwann alle durch Maschienen ersetzt werden. Kassieren, Autofahren, Putzen und Kochen um ein paar zu nennen. Selbst Kunst lässt sich durch Roboter ersetzen, wie bereits heute einige Experimente zeigen.

Auf Dauer wird sich unserer Gesellschaft umstellen müssen. Bedinungsloses Grundeinkommen ist alternativlos, die Frage ist ab wann man die Umstellung macht.
 
"[...]Angestellte durch eine zusätzliche Ausbildung für komplexere Aufgaben in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie in der Prozess- und Qualitätskontrolle qualifiziert werden."

Genau, die 60.000, die bisher die Produktion gestemmt haben, wechseln jetzt einfach in die Forschung und Entwicklung. Das sind die 60.000, die am Ende keinen Job mehr haben werden und auf der Straße sitzen. Vor dem Beginn des Roboterzeitalters waren sie noch nützlich durch ihre Arbeitskraft, aber jetzt sind sie faktisch überflüssig. Ihre bisherige Arbeit kann viel effizienter von einer Maschine erledigt werden. Dieses Schicksal wird aber noch viel mehr Menschen ereilen. Als erstes fallen nur die einfachen Tätigkeit weg, aber irgendwann werden die Maschinen intelligenter sein als der Mensch und auch Denkaufgaben übernehmen. Was dann noch für den Menschen übrig bleibt? Schwer zu sagen. Ob es soweit überhaupt kommt, ist zumindest fragwürdig, da bereits die anstehenden Massenentlassungen für sozialen Sprengstoff sorgen werden. Da ist das, was gerade in Frankreich abgeht noch ein Witz dem gegenüber, was uns noch bevorsteht. Die Digitalisierung wird wenige Gewinner und viele Verlierer hervorbringen. Sie wird für eine Art Turbokapitalismus sorgen, den wir gegenwärtig schon beobachten können. Wenige Reiche werden immer reicher und die große Mehrheit wird mit der Entwicklung nicht Schritt halten können. Man muss die Zeichen der Zeit erkennen und sich selbst davor wappnen, überflüssig zu werden. Dafür muss man zukünftige Entwicklungen abschätzen können und die richtigen Entscheidungen treffen. Gerade was die freiwillige Selbstbildung betrifft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finds gut, viele Mitarbeiter waren ja gerade bei Foxconn nicht zufrieden und wurden schlecht behandelt.
Jetzt übernehmen Roboter die Fließband-Aufgaben. Somit hat jeder was er will, die 60.000 Leute können einen anderen, besseren Arbeitgeber suchen, dersie so behandelt, wie sie es gerne wünschen und die Roboter werden vermutlich eine bessere Qualität für den Kunden liefern.
 
Tja: Bislang war die menschliche Arbeitskraft preiswerter als die Anschaffung und die Betriebskosten der Roboter. Jetzt kehrt sich das Verhältnis auch in China um. Warum sind denn die Textilfabriken größtenteils nach Pakistan abgewandert?
 
Dr. MaRV schrieb:
Es geht nur über Automation und an dem Problem der Überbevölkerung ist der Mensch selbst schuld. Schließlich ist er es, der sich permanent gegen die Gesetzte der Natur stellt und versucht alles und jeden zu retten oder möglichst lange zu erhalten.

Nein, wir haben keine Überbevölkerung vom Wirtschaftssystem her gesehen. Wir brauchen die Bevölkerung, aber natürlich nur welche mit Ressourced als Nachfrager. Überbevölkerung im Vergleich zu verfügbaren Ressourcen ist wieder was anderes.

Auf Dauer wird sich unserer Gesellschaft umstellen müssen. Bedinungsloses Grundeinkommen ist alternativlos, die Frage ist ab wann man die Umstellung macht.
Das haben wir doch schon: Hartz IV. Deswegen ist aber immer noch die Crux, wie hoch man dieses Einkommen ansetzt und vor allem wer wie dieses Einkommen finanziert. Da gibts noch viel zu tun und auch viele Roboter einzusetzen.
 
die werkbank der nationen wird roboterisiert. das wird noch sowas - spannend (was machen die arbeitslosen- was machen die preise von apple und co....)
 
HominiLupus schrieb:
Nein, wir haben keine Überbevölkerung vom Wirtschaftssystem her gesehen. Wir brauchen die Bevölkerung, aber natürlich nur welche mit Ressourced als Nachfrager. Überbevölkerung im Vergleich zu verfügbaren Ressourcen ist wieder was anderes.


Das haben wir doch schon: Hartz IV. Deswegen ist aber immer noch die Crux, wie hoch man dieses Einkommen ansetzt. Da gibts noch viel zu tun und auch viele Roboter einzusetzen.

Und vom letzteren Standpunkt aus habe ich das betrachtet. Die Erde ist überbevölkert und die Population völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Der Mensch ist mittlerweile wie ein Krebsgeschwür für den Planeten das unaufhörlich wächst.
 
Ich finds witzig. Wann wohl die ersten Meldungen eintrudeln, dass sich die Roboter von Foxconn schlecht behandelt fühlen und deswegen streiken....
 
HominiLupus schrieb:
Im deutschen Autobau bei VW, BWM, Mercedes, Ford, Opel, Audi, inkl. Zulieferer etc. dürften die Roboter schon Millionen Menschen ersetzt haben, nicht nur mickrige 60.000. Keine Newsmeldung oder Aufregung wert.

Vor kurzem kam erst ein Artikel über Mercedes. Der Autobauer hat erstmals Roboter "entlassen" http://www.welt.de/wirtschaft/article152696844/Mercedes-Werk-in-Sindelfingen-entlaesst-Roboter.html

Oft übernehmen die Roboter die Arbeitsschritte, die entweder Gesundheitsschädlich für den Menschen sind, oder höchste Präzision aufweisen müssen.
 
Erinnert sich niemand mehr an Meldungen wo die Fabriken in ihrer Personalnot ganze Schulklassen zum "Praktikum" an die Fließbänder holten? Oder Doppelschichten? Oder das Einbehalten von Lohn für Wanderarbeiter damit sie nach dem Neujahrsfest die sie in ihrer Heimat feiern auch hoffentlich wiederkommen?

Die Null-te industrielle Revolution soll erst stattgefunden haben als die Pest so viele Menschen dahinraffte und Ersatz für die fehlende Arbeitskräfte gefunden werden musste. So unglaublich es klingen mag, es kann durchaus Mangel an Arbeitskräften geben.

Ansonsten, wer Qualifikation als Ausweg sieht hat die Glocken in Form von AlphaGo nicht läuten hören. "Kopfarbeiter" sind aktuell eher gefährdet als "Körperarbeiter". Allein die Hand. Da hat die Evolution ein Meisterwerk in Sachen Werkstoff, Steuerung, Energieeffizienz geschaffen und es sieht so aus als ob das Nachbilden einer Hand deutlich länger Zeit in Anspruch nehmen wird als die Nachbildung des Gehirns.
 
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