News Vorratsdatenspeicherung: Existenzgefährdend teuer für kleine Provider

Ab wann ist man überhaupt Provider, wie wird Provider in dem Fall definiert, bzw. welche technische Spezifikationen müssen erfüllt sein das die VDS zur Pflicht wird?
 
Für mich sind das im Grunde Anforderungen, die ein Unternehmen im Einklang mit den bestehenden Datenschutzgesetzen selbstverständlich sowieso erfüllen müsste.

Wozu dann die Klage?
 
Wenn die kleinen nicht einmal diese Anforderungen erfüllen können, was passiert dann momentan mit unseren Daten :rolleyes:
Mir ist eigentlich egal was mit diesen kleinen Providern passiert, belebt haben die nie das Geschäft gegen die Großen und wer einmal mit so einem kleinen möchte gern Provider zu tun hatte, hatte in den meisten Fällen auch nur Probleme. Schnell Geld verdienen, das ist das Motto der meisten kleinen und vor allem an der Sicherheit sparen.

Viele Grüße.
 
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JochenH schrieb:
Wenn die kleinen nicht einmal diese Anforderungen erfüllen können, was passiert dann momentan mit unseren Daten :rolleyes:

Problematisch ist hier denke weniger die Kosten für die Sicherheit der personenbezogenen Daten, sondern dass die Vorratsdaten eben auf weiteren Systemen, getrennt von den schon existierenden gespeichert werden sollen, dazu noch Verschlüsselung mit Tagesschlüssel - würde das für personenbezogene Daten gefordert müsste jeder Kundenserivce komplett umstellen (externe Callcenter sag ich da nur ^^)

Ich habe die örtlichkeiten von 2 kleineren Providern gesehen - die müssten dann erstmal an Ihre Zentrale anbauen, um überhaupt Platz dafür zu haben :D
 
Alle wichtigen Infrastrukturen haben in DE extrem hohe Anforderungen. Seien es Banken oder auch die Energieversorger.

Ohne Manpower (und Geld) dahinter können die sich gleich verabschieden. Klingt hart, ist aber so.
Lösungen wird es sicher geben dies bezahlbar zu machen.
 
Lol, dass es selbst hier im Forum noch Befürworter für den Mist gibt :D

Der ganze Sinn ist alleine dadurch untergraben, dass diese Auflagen nicht für Behörden gilt. Das ist so, als baue man einen Hoch-Sicherheits-Safe, aber lasse einfach dessen Tür offen.

Und welchen Sinn soll es bitte haben, es räumlich zu trennen? Angreifer kommen nicht durch die Tür, sondern über Kabel.

Zu guter Letzt dürfte die VDS-Pflicht von vielen für eine Verletzung der Privatsphäre gesehen werden, immerhin kann all deren Verhalten im Internet überwacht werden. Mich persönlich interessiert das zwar nicht, aber für viele andere dürfte das ein NoGo sein.
 
...gilt "nicht" für Behörden... NA SICHER! War ja nicht anders zu erwarten!
Und wer von diesen "Neuland-Neandertalern" kann das begründen?
Und wo dann der Angriffspunkt für Hacker liegen wird, werden diese "Neuländer" auch erst dann begreifen, wenn die ersten Behörden lahmgelegt wurden... ...das darf ja alles nicht war sein! Wieviel Inkompetenz braucht's denn noch, um zu erkennen, das da lauter Ahnungslose am Werk sind???
WIE IM MITTELALTER! Gesetzte erlassen, die "nur und ausschließlich" für das Fußvolk gelten - der Apperat ist "natürlich" ausgenommen" - WAHNSINN!!!
 
Sind alles Arbeitsplätze. Sollen die kleinen Provider denn verrecken, gibt eh Hartz IV. :evillol:
 
dass das nur kleine und deutsche Internet-Provider bedroht, werden die Konservativen sicher sehr bedauern...
Hauptsache, der Staat und seine Behörden sind nicht betroffen.
 
Wir sind von einen kleinen Provider abhängig, weil dieser bei uns als einziger Provider SDSL uns zur Verfügung stellen kann. Wir brauchen hohen Upload sonst geht unsere Firma Pleite, mit den Provider dazu, damit wären schon mal ca. 200 Arbeitsplätze betroffen.

Wenn ich so einige Kommentare lese bekomm ich das k**. Immer nur auf sich selbst schauen, die anderen können ja verrecken. Einfach mal um die Ecke weiter denken!
Tolle Gesellschaft hier im Forum und so sozial.^^ Ich bin begeistert.
 
Die Politik gestaltet wie der teil der Wirtschaft möchte der sich Lobbyarbeit leistet.

Der Regulierungshammer trifft immer die "kleinen", in jedweder Form:

-Provider
-Bürgerwindparks (Genehmigung nur noch für die geringste Subvention, also großinvestoren und Konzerne)
-Landwirte die KEINE Großbetriebe sind
-Einzelhandel (Gabriel setzt sich über Kartellamts empfehlung hinweg)
- Autobau
.......
 
Da die VDS ja Verfassungswidrig ist, würde ich als Provider einfach gar nichts, oder nur Dummy-Daten speichern. Und wenn dann so ein Abmahnanwalt kommt, sagt man eben, da muss wohl ihre gewürfelte IP falsch sein. :D
 
JochenH schrieb:
Wenn die kleinen nicht einmal diese Anforderungen erfüllen können, was passiert dann momentan mit unseren Daten :rolleyes:
Mir ist eigentlich egal was mit diesen kleinen Providern passiert, belebt haben die nie das Geschäft gegen die Großen und wer einmal mit so einem kleinen möchte gern Provider zu tun hatte, hatte in den meisten Fällen auch nur Probleme. Schnell Geld verdienen, das ist das Motto der meisten kleinen und vor allem an der Sicherheit sparen.

Viele Grüße.

das ist nicht ganz richtig...bin selber bei einem kleinen anbieter weil kein anderer anbieter mir mehr als dsl 16000 lifern konnte.
jetzt habe ich eine 111000 die 100% ankommen und das auch seid ca 1-2 jahren und keine probleme :freaky:

bin vorher bei vodafone und 1&1 gewesen maximal 13000 und nur streß mit den idioten
 
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JochenH schrieb:
Mir ist eigentlich egal was mit diesen kleinen Providern passiert, belebt haben die nie das Geschäft gegen die Großen und wer einmal mit so einem kleinen möchte gern Provider zu tun hatte, hatte in den meisten Fällen auch nur Probleme.
Gibt hier in der Umgebung einige Orte, die nur über einen kleinen, regionalen ISP ordentlich angebunden sind.
Kumpel ist zB. auf die angewiesen, Telekom bietet nur DSL light, Kabel gibts nicht, LTE Empfang schlecht und ist ja auch keine wirklich gute Alternative.
So hat er jetzt 16/1k Internet über Funk zu einem fairen Preis, könnte auch noch deutlich mehr bekommen, da wirds dann aber kostenintensiver.

Edit: Gerade nochmal nachgefragt: bei ihm geht gar kein DSL, nichtmal light...
 
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JochenH schrieb:
Wenn die kleinen nicht einmal diese Anforderungen erfüllen können, was passiert dann momentan mit unseren Daten :rolleyes:
Mir ist eigentlich egal was mit diesen kleinen Providern passiert, belebt haben die nie das Geschäft gegen die Großen und wer einmal mit so einem kleinen möchte gern Provider zu tun hatte, hatte in den meisten Fällen auch nur Probleme. Schnell Geld verdienen, das ist das Motto der meisten kleinen und vor allem an der Sicherheit sparen.

Viele Grüße.

Also, ich kenne die Situation bei euch ja nicht, aber wir haben hier leider noch (Vertragsbindung) Swisscom als Provider, und was da durchkommt, lächerlich.
Gegenüber der Nachbar hat vom lokalen Klein-Provider, der hat Glasfaser und sogar eine garantiere Mindestdurchsatzmenge, die höher liegt, als unser maximal wert. Kabel kommt aus der gleichen Strasse, für uns wäre eigentlich theoretisch auch Glas möglich, aber die Leitungen gehören dem Klein-Provider, und der lässt sich diesbezüglich nicht runterknebeln. Ist auch gut so. Wir streben nun an, so schnell wie möglich zu wechseln. Denn für verhältnismässig wenig Geld (109CHF/Monat) ist da alles dabei, TV mit den üblichen Sachen, Telefon mit 2 Rufnummern, Glasfaser 200/200.

Und der Witz ist ja, dank Baustellenkran haben wir hier zu Arbeitszeit genau null/kein Internet. Die Deppen haben dessen Stromkabel (2 fette CEE63er Kabel) unterm Kran als Ring liegen, da sie nur 15m von vlt 50m brauchen. Beschwerde bei denen hat bidher nichts gebracht, Beschwerde beim Provider auch nichts, liegt da noch genau gleich da. Aber gezahlt wird in diesem Monat ganz sicher nichts.
 
hamju63 schrieb:
Für mich sind das im Grunde Anforderungen, die ein Unternehmen im Einklang mit den bestehenden Datenschutzgesetzen selbstverständlich sowieso erfüllen müsste.

Wozu dann die Klage?

Bei 99% aller kleinen Providern (ich würde die mal mit alles unter 1000 Kunden beschreiben) Werden solche daten erst gar nicht erhoben oder gar genutzt (Höchstens zur Feherlanaylse). Es gibt Hunderte bis Tausende solcher Provider und die haben weder die Zeit noch das know how, wie man das schnell auf die beine stellen kann.
Ich mache Netzwerke jetzt schon seit 10 Jahren und selbst ich wüsste nicht, ohne mich intensiv damit zu beschäftigen, welche daten genau wo in meinem Netzwerk anfallen, wie ich die überhaut von den Routern runter bekomme und wo ich damit hin soll. Von der verschlüsselten ablage dieser Daten ganz zu schweigen.
Das heißt also, wenn es nicht von der Regierung ein kleines schwarzes Kästchen ausgegeben wird, das ich einfach in mein Netzwerk hänge, paar sachen konfiguriere und gut ist, wird das sehr teuer und aufwendig.
 
Das wird sich eh von selbst, auch für die Big Player, erledigen, 85- 90% aller Daten sind "alte" Daten die nicht mehr angefasst werden, diese nun über die VDS künstlich aufzublähen kann nicht gut gehen, Storage in Enterprise Umgebung ist teuer, auch dedupliziert kommen da Unmengen bei rum. ....
 
Wieso sollten das überhaupt die Provider selber machen? Werden halt BND und Verfassungsschutz damit beauftragt. Kostenproblem dahin verschoben, wo es verursacht wird. Um etwaige Fachanforderungen braucht man sich auch weniger Sorgen machen, die werden da eh bestenfalls zufällig erfüllt... :D
 
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