WD WD30EZRX 3TB , nur 2TB vorhanden, HPA , HDAT2 Anleitung Reparatur

CHnuschti

Ensign
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WD WD30EZRX 3TB , nur 2TB vorhanden, HPA , HDAT2 Anleitung Reparatur

Tja, setze das einfach mal rein als "Erfahrungsbericht".
Hatte ein 6bay NAS gekauft, um dessen 6x HD Festplatten Western Digital WD WD30EZRX 3TB anderweitig benutzen zu können. Bei 5 davon alles OK, bei der einen ergab die Formatierung ums Verrecken nur 2TB her. Habe alles mögliche versucht und die üblichen Verdächtigen sondiert, mit Boot-Tools wie die ACRONIS WD Tools und andere, no way, unter Win 8 und 10. MB ist ein ASUS P8Z68. Wie diese "nur 2TB" zustande gekommen sind kann ich nicht sagen.

Bis ich dann mal auf das "Phänomen" des sog. HPA = Host Protected Area stiess. Da irgendwie nix anderes als Ursache in Frage kam, hab ich diesen "Weg" eingeschlagen, und es lag tatsächlich daran.

Darum hier das Vorgehen, gem. diesem Link (Englisch), der alle Files und Anleitungen bereitstellt, um einen bootbaren USB Stick mit HDAT2 herzustellen und diesem vermaledeiten HPA den Garaus zu machen:
https://lime-technology.com/forum/index.php?topic=16541.0

Anzufügen ist, dass mein MB 8 SATA Anschlüsse hat, alle belegt und 2 SATA Kontroller. Beim ersten Versuch wurde die betr. HD gar nicht gefunden, nehme mal an dieses HDAT2 erfasst nicht aller Controller, musste die betr. HD erst umstecken, danach wurde sie in HDAT2 gefunden.

Anschliessend braucht man nur noch mit der Datenträgerverwaltung der entspr. freigemachte Space umzuschichten bzw. neu formatieren.

Was für eine Zeitverschwendung für so ein Müll! Erstaunlich genug, dass es keine einfache Tools gibt, die sowas kurz und schmerzlos erledigen können. Bei den gängigen Tools ist jedenfalls Fehlanzeige. Falls jemand den einfacheren Weg gewusst hätte, bitte melden.

Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche gängigen Tools hast du denn benutzt ?

Gpartet z.b. ?
 
Wieso, kann gpartet denn das Problem regeln?
 
Nein, kann es nicht. Wenn wirklich eine HPA drauf war, dann geht das nur mit hdat2, weil sich die HDD mit einer HPA in deinem Fall überall nur mit 2TB meldet. Stellt sich nur die Frage, wie sie draufgekommen ist.
 
SilenceIsGolden schrieb:
Nein, kann es nicht. Wenn wirklich eine HPA drauf war, dann geht das nur mit hdat2, weil sich die HDD mit einer HPA in deinem Fall überall nur mit 2TB meldet. Stellt sich nur die Frage, wie sie draufgekommen ist.

Nun, danke für die Bestätigung. Genau, jedes Tool erzählte "2TB", so wars. Wie dieses HPA raufkam weiss ich nicht, ich würde vermuten ich hab die HD so übernommen (NAS war "gebraucht"). Aber HDAT2 hat es tatsächlich auch so ausgewiesen, "HPA_active" oder etwas in der Art. Ich hab mich anhand des Begriffs HPA hochgearbeitet mit Google, da kam fürchterlich antiquiertes an "Massnahmen" hoch, Disketten, CDs brennen usw.. Da ist oben angegebene Lösung mit dem USB Stick sozusagen das modernste bzw. "zeitgemäss".

Gruss

EDIT: hatte noch ein "Zerofill" laufen lassen für 10min, dann Abbruch, war mir zu blöde/lange, 2TB zu fillen. In der Hoffnung, dass wenn der Anfang erased wird, sich das irgendwie regeln könnte. War auch nicht der Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:
SilenceIsGolden schrieb:
Nein, kann es nicht. Wenn wirklich eine HPA drauf war, dann geht das nur mit hdat2.
Oder unter Linux, damit kann man HPAs auch erkennen und entfernen.

CHnuschti. bist Du sicher das die Platte mit GPT und nicht mit MBR partitioniert ist?
 
zu Linux

Manipulieren und Löschen von Datenträgern

Auch für den Anwender kann die HPA von großer Bedeutung sein, besonders wenn er die Daten auf der Festplatte durch vollständiges Überschreiben komplett löschen möchte.

Aktuelle Linux-Kernel setzen grundsätzlich eine beim Booten detektierte HPA temporär zurück (deaktivieren diese), sodass der Kernel (und damit der Administrator) auf alle Sektoren bis zur nativen Maximaladresse zugreifen kann. Beispielsweise:

...
hda: Host Protected Area detected.
current capacity is 109170031 sectors (55895 MB)
native capacity is 117210240 sectors (60011 MB)
hda: Host Protected Area disabled.
hda: 117210240 sectors (60011 MB) w/7877KB Cache, CHS=65535/16/63, UDMA(100)
...

Wenn der Kernel die HPA zurücksetzt, können Tools wie der Unix-Befehl dd, der gerne zum Löschen von Datenträgern mittels kompletten Überschreiben der Festplatte mit Nullen oder zufälligen Zahlen verwendet wird, die HPA auch überschreiben. Bei Verwendung eines älteren Kernels, wie zum Beispiel bei der bekannten Live-CD DBAN (Version 1.0.4), wird die HPA nicht gelöscht[1], sondern nur der sichtbare Teil der Festplatte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Host_Protected_Area
 
Entscheidend wäre es erst einmal zu schauen ob es wirklich eine HPA gibt.
 
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