Sind die Motherboard Hersteller technologisch impotent geworden?

Sologruppe

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Ich denke über einen Amd 1600x Kauf nach, also sah ich mich mal im Amd MB Forum um.

Was lese ich: Asus schrottet seine Prime Boards, wenn man ein neues, original Asus Bios aufspielt! Wie bitte, kann so ein Bios durch die Qualitätskontrolle kommen? Gibt es dort eine solche überhaupt? Um 1990 las man so etwas noch öfters- aber jetzt, 2017?? Bei einer Firma die seit Beginn dabei ist? Das wäre, als würde es BMW nicht mehr schaffen, seine Motoren zum drehen zu bringen.

Die Produktion der HW scheint dagegen bei allen Anbietern überhaupt keine Probleme zu machen (läuft teilweise auf deutschen Maschinen). Bei der SW scheint die Asus ungefähr so zu verfahren: Chef, die Kunden wollen ein neues Bios! Oh Mist! Ruf mal unsere beiden Studenten an, die wir dafür in Teilzeit angestellt haben. Chef, die machen gerade Urlaub. Kacke! Hast du nicht einen 14 jährigen Neffen, der Programmieren lernt? Gib im 100 Dollar, er soll mal machen!

Andere Firmen haben offenbar weniger schlimme Bios Probleme, von Spitzenqualität kann man aber nicht sprechen. Auf Standardtakt scheint jedoch alles zu funktionieren. Denke ich mir: Naja, sind die üblichen Kinderkrankheiten nach einem Plattformstart. Intel hat da schon schlimmeres abgeliefert. Werde mal ins INTEL MB Forum schauen, da wird wohl Totenstille herrschen, da die Intel Chipssätze seit Jahren eigentlich nur den Namen ändern.

Also auf ins Intel MB Forum: Ich traute meinen Augen kaum- derselbe Mist wie bei den MB von Amd! Obwohl hier die Plattformen alt und in Massen verkauft wurden, berichten User von Fehlern, die klingen, als hätten die MB Anbieter nicht einmal die Basics im Griff! Lüftersteuerung, Temperaturüberwachung, Übertaktung, normaler 10 sek Start mit einer SSD? Unüberwindbare Hürden für die „renommierten“ Hersteller! Auch auf der Intelseite scheint der Qualitätstest ungefähr so laufen: Jeweils ein System mit Win7 ein System mit W10 liegen am Labortisch. Chef: Läuft das? Angestellter: Ja schon, aber… Nix aber! Zeit ist Geld- ab in den Verkauf damit!

Weil es so lustig ist, jetzt zur Eigenwerbung der Firma. Immerhin rosten deren In/Outbuchsen jetzt nicht mehr (dank stainlessteel); die Firma hat es also voll drauf- LOL
https://www.asus.com/de/Motherboards/PRIME-B350-PLUS/
Ergänzung ()

Nachtrag;Originalzitat von ASUS https://www.asus.com/de/Motherboards/PRIME-B350-PLUS/

Geprüfte Kompatibilität
Auf Kompatibilität mit mehr als 1.000 CPUs, Speichermodulen, Grafikkarten und anderen Komponenten getestet
Die Komponenten für den eigenen PC frei auswählen zu können, ist ein wesentlicher Vorteil des PC-Eigenbaus. Unser umfassendes Zertifizierungsprogramm zielt auf maximale Kompatibilität mit einer möglichst großen Zahl von Komponenten und Geräten ab, damit der PC ohne frustrierende Kompatibilitätsprobleme zusammengestellt und aufgerüstet werden kann. Kompatibilität heute und bis weit in die Zukunft – dafür steht ASUS.
 
Ich hab seit in 2 verschiedenen PCs ASUS Mainboards mit Skylake CPUs. Absolut keine Probleme mit irgendwelchen BIOS Updates, alles läuft ohne Probleme.

Und was genau ist eigentlich die Frage? Oder die genaue Aussage?
 
Sag mal, machst du keine Fehler .... Übrigens haben alle Hersteller ihre Bios/UEFI-Probleme, da ist Asus nicht alleine ....
 
Du sprichst mir aus der Seele.
Ähnliches Phänomen habe ich sogar bei den SoftwareHerstellern beobachtet (allen voran sogar M$). Dabei denke ich, liegt das Problem gar nicht in erster Linie bei den Herstellern. Denn jeder, der einmal Komm-Pute richtig schreiben kann, hält sich schon für einen göttlichen SoftwareSpezialisten. Natürlich sind letzlich die Herstellerfirmen in der Verantwortung - dort herrscht halt eben die "Geiz ist Geil" Mentalität vor. Man bekommt halt nur den Staff, den man auch bereit ist zu bezahlen, und da schaut es dann eben recht mau aus. Ich fürchte halt, an der Situation wird sich nicht so schnell etwas ändern.
 
Sologruppe schrieb:
Um 1990 las man so etwas noch öfters- aber jetzt, 2017?? Bei einer Firma die seit Beginn dabei ist? Das wäre, als würde es BMW nicht mehr schaffen, seine Motoren zum drehen zu bringen.

um 1990 musste man Interressiert sein und sich Zeitschriften kaufen um sowas zu erfahren...

Erinnerung an Intel - der Pentium 60 mit eingebauten Rechenfehler

Der aktuelle Atom mit eingebautem ich geh nicht mehr Fehler

Weiterhin ist der Vergleich mit dem Auto halt schlecht ein Motor hat viel mehr "Spiel" als ein Chip da können kleine Abweichungen im Desing einfach noch ok sein.
Und btw VW Motoren der 1.8 TFSI Klasse von 20010 rum fressen alle nach ca 80.000-100.000 km ewig viel ÖL oh auch ein Fehler ... und die Rückrufaktionen von allen anderen Autoherstellern ohje ...


es gibt keine 100 % nirgends .. ausser man stirbt dann ist man zu 100 % tot ..

@ TE wenn das BIOS so einfach ist dann bastel es doch selber und mecker nicht rum...

wenn man Überlegt wie groß ein UEFI BIOS schon ist 5 MB sind halt 5 Millionen mögliche Fehlerquellen ... so viel Teile hat kein Auto.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich haben auch andere Firme Probleme mit ihren Bios- aber wie kann das sein???

Hier geht es nicht um ein riesiges Betriebssystem oder eine superkomplexe Datenbank. Es geht um ein Bios und um Firmen, die sich seit jahrzehnten nur mit solchen Aufgaben und Produkten beschäftigen. Die sollten das eigentlich im Schlaf beherrschen- tun sie aber nicht! Daraus kann man doch eigentlich nur schliessen, das sie ihren Job nicht verstehen/machen, oder?
Ein MB besteht eben nicht nur aus Hardware, da ist auch ein kleiner SW Anteil notwendig. Das es diesen Software Anteil gibt, ist für diese Firmen ja nichts unbekanntes- trotzdem spielen sie auf überrascht und liefern Produkte, als würde es sich um eine fünf Man Bude handeln.
 
Es gab bei jeder Generation irgendwelche Probleme mit dem Bios.
Aktuell wird aber für jeden kleinen Fix ne neue Version rausgehauen. Son Lüfterbug wäre mir damals gar nicht aufgefallen weil eh 90% aller Kisten so laut waren, da machte das dann auch nichts mehr aus.
Vorallem war damals das BIOS auch einfach total rudimentär und nicht so aufgebläht mit 10000 Optionen.
Zumal zu der Zeit auch nicht wirklich jeder Hinz und Kunz ein Bios Update gemacht hat bzw. machen musste.

Die Probleme die du hier im Forum liest sind im Großen und Ganzen auch wieder nur im Promillebereich. Was auch total akzeptabel ist.
Wenn jeder schreiben würde das bei ihm das Flashen geklappt hat, säh das auch alles ganz anders aus.
Montagsprodukte gibt es von Anbegin der Zeit.
 
Natürlich gibt es keine 100% fehlerlose Software, aber mir scheint halt immer mehr, dass wir uns eben einer Woch mit 5 Montagen nähern.
 
Die Illusion, das es bei großen, lang existierenden Firmen keine/kaum Probleme in Prozessen gibt, habe ich in meinem ersten Praktikum verloren. Und wenn man sich bei Freunden/Bekannten umsieht ist das branchenübergreifend.
Gerade bei Software kann man halt nicht alles testen und findet die schrägsten Fehler erst nach Jahren durch zufall.
 
Die mit Problemen sind nun mal am lautesten und nur die scheinst du zu hören
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung

Es melden sich halt nur Leute die Probleme haben.

Sologruppe schrieb:
Was lese ich: Asus schrottet seine Prime Boards, wenn man ein neues, original Asus Bios aufspielt! Wie bitte, kann so ein Bios durch die Qualitätskontrolle kommen?
Das Problem trat halt nur bei einem extrem kleinen Prozentsatz der Updates auf. Als das Problem bemerkt wurde war es auch innerhalb von Stunden gelöst. Lies halt auch die gesamte Story.

Mal abgesehen davon wurden die abgerauchten Boards ohne Fragen ausgetauscht. Ärgerlich, aber gibt es eben mal in Einzelfällen.


Die Produktion der HW scheint dagegen bei allen Anbietern überhaupt keine Probleme zu machen (läuft teilweise auf deutschen Maschinen).
Alle Hersteller haben aktuell Lieferengpässe. Und logisch wenn die Anlagen einmal laufen kann halt nicht mehr allzuviel schiefgehen.

Bei der SW scheint die Asus ungefähr so zu verfahren: [blabla]
Bewirb dich halt und machs besser.

Obwohl hier die Plattformen alt und in Massen verkauft wurden, berichten User von Fehlern, [...]
Selbes Problem wie oben, kleiner Prozentsatz der Nutzer der unter eigensinnigen Bedingungen Probleme hat.
 
Ich beobachte das schon länger, und es ist die gesamte Software-Branche betroffen. Es gab Zeiten, da habe ich Updates egal welcher Art, nur mit vielen Sicherheitsvorkehrungen eingespielt. Das war ca. 1990 - 2000. Danach wurde ich "leichtsinniger" ohne das gröbere Fehler passiert sind. Seit ca. 5 Jahren häufen sich wieder die Ausfälle beim Aktualisieren.

Entweder ist der Geld- Zeitdruck so gestiegen, oder die Komplexität der Software ist kaum noch zu beherrschen. Vermutlich wird es eine Mischung von beidem sein.
 
In meinen Augen ist das grösste Problem die sehr kurzen Entwicklungszyklen, teilweise mehrere Chipsätze für eine CPU, dazu die Marktvielfalt, da bleibt nicht mehr viel Zeit für Produktpflege, die nächste Generation steht schon wieder in den Startlöchern.
Intel schürt das ganze noch dadurch das zu jeder CPU Generation ein neuer Chipsatz erscheint.
 
Der Threadersteller scheint anscheinend keine Ahnung von der Komplexität von Programmierung im Allgemeinen oder gar eines BIOS zu haben.

Ein BIOS ist nicht "eine kleine Software", es ist nicht mal Software im typischen Sinne. Das BIOS muss ständig angepasst werden, es muss mit zig Tausend verschiedenen Konfigurationen funktionieren, davon ist nichtmal ein Bruchteil real testbar.
 
Oder halt doch System?
Ich weiß von einem größeren mitteleuropäischen TV-Geräte-Hersteller, wo die 1. Managmentetage die glorreiche Idee hatte, die Abteilung der Endkontrolle auf zu lassen. So gingen eben auch etliche fehlerhafte Geräte an den Kunden, die man ohne viel Kommentar und sogar mit Entschuldigungsgutschein anstandslos umtauschte. Unterm Strich hat man ein schönes Sümmchen für die eigene Tasche gespart.
oder derzeit aus meinem Hobbyumfeld:
Der Hersteller gibt sein Produkt offiziel noch nicht für Win10 frei. Der Grund ist offenbar, trotz augenscheinlicher Tauglichkeit, es gab noch zu wenige positive Rückmeldungen bzw. erfolgreiche Kommentare im zuständigen Forum. Nicht ohne Grund gibt es in letzter Zeit so viele meist kostenlose Betatest-Versionen, die sich manchmal auch Insider-Versionen nennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lutscher schrieb:
Intel schürt das ganze noch dadurch das zu jeder CPU Generation ein neuer Chipsatz erscheint.

Nennt sich Gewinnmaximierung durch Deppenkäufer die einfach jede 1-2 Generation neu kaufen.
 
Es gibt keine Lieferengpässe; es gibt sogar Überkapazitäten!
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Was natürlich die Frage aufwirft, wieso die Situation so ist wie sie ist. Das die "liebe" Konkurrenz eventuell wieder einmal mit unfairen Mitteln mitmischt, ist nicht bewiesen, würde aber die Situation erklären (auch wenn es die Situation erklären kann, muss es nicht stimmen).
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https://www.hardwareluxx.de/index.p...mengen-erneut-um-10-prozent-zurueckgehen.html
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http://www.planet3dnow.de/cms/31588-pc-absatz-idc-sieht-silberstreif-mainboard-macher-schwarz/
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https://www.notebookcheck.com/Trotz-neuer-CPUs-Mainboard-Verkaeufe-ruecklaeufig.208978.0.html
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http://www.pcgameshardware.de/Mainb...-7-6-Kaby-Lake-S-Mainboard-Verkaeufe-1224150/
 
Sologruppe schrieb:
Es gibt keine Lieferengpässe; es gibt sogar Überkapazitäten!

Also ich habe 1000 Autos auf Lager die keiner will aber die eine Sorte die 1000 Leute haben will habe ich nicht ... ich habe keinen Lieferengpass ?

Also die Leute die einkaufen sind Doof und haben zu kaufen was ich auf Lager habe ?

Oder was verstehst du unter Lieferengpass und Überkapazität ?
 
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