Eigener Chef erpresst und unterstellt sachen in verbindung mit Kündingung

Ob hier jemand behauptet hat er hätte sein Geld erhalten is noch unklar. Das kam bis jetzt ja noch garnicht zur Sprache.

1. Chef sagt: ich hab nen Vid wo man dich beim klauen erwischt hat.
2. Chef sagt: Verzichte auf dein Gehalt und ich lasse von einer Anzeige ab
3. TE unterschreibt....
4. dem TE wird bewusst das das totaler Blödsinn war zu unterschreiben
5. der TE geht zur Polizei und die Zeugin sagt bezüglich den Aufnahmen der Cam "Cam is kaputt"

Und jetzt wirds interessant. Ab da können wir dem TE nicht weiterhelfen, denn er braucht einen echten Profi - also einen Fachanwalt. Die Zeugin widerspricht der Aussage des Chefs insofern das die Cam kaputt ist und es daher keine Aufnahme gibt. Der Chef bezieht sich auf die Aufnahme um den TE als Dieb zu bezichtigen.

Da spielt sicher noch das alter des TEs mit rein. Mir mit 40 braucht so ein Chef nicht kommen, den würde ich verbal zerlegen sobald er auch nur mit dem Gedanken ankommt mir was unterstellen zu wollen. Bei einem Jugendlichen bzw grad Volljährigen ziehen solche Touren da man keine Lebenserfahrung hat und erstmal einknickt. Das sieht dann auch der Richter... denn der hat auch Lebenserfahrung und genug erlebt. Der droht dann auch gerne mal der Zeugin bezüglich Falschaussage mit dem Maximum und nicht mit den "6 Monaten".
 
invoker> hast du deine kündigung auf demselben schreiben erklärt wie den erhalt deines ausstehenden lohns in bar? erhältst du monatliche lohnabrechungen?
 
es sind zwei separate Zettel gewesen einmal erhalt des Gehaltes in bar und einmal fristlose Kündigung. ich erhalte monatliche lohnabrechnungen
 
Alter... du hast beides unterschrieben?

Da kannst am Ende nur darauf hoffen das die "Zeugin" einknickt und ihre Falschaussage widerruft.

Besorg dir nen Anwalt der der Zeugin die Hölle heiß macht und sie zur Wahrheit zwingt. Option is nur in den sauren Apfel zu beissen und auf deine ~1500 zu verzichten.

Ich selbst würde mir den Chef ja vorknöpfen und sagen "solange ich im Knast bin bist du im KH". Aber das ist ganz sicherlich keine Option für dich. ;)
 
Zeugin?
ist es nicht ehr so, dass die Stationsleiterin seine direkte vorgesetzte ist?
Dann wird das ganze Schauspiel vermutlich von ihr ausgegangen sein.
Sie will den TE los haben, also wird dem Chef die Klau Geschichte erzählt.

Der Chef denkt sich: selbst wenn er klaut, dann gesteht der das ja nicht einfach so.
Also Biet ich dem TE gleich noch einen Ausweg an, so ists am besten für alle.
Hat er wirklich geklaut: Der TE ist froh nicht angezeigt zu werden und durch das einbehalten des Lohn sind alle wieder "Quit"
Hat er wirklich geklaut und knickt nicht ein: hat er den Schuss gehört und wird vermutlich nicht mehr Klauen.
Hat er nicht geklaut: bleibt ein angespanntes Verhältnis zwischen Stationsleiterin und TE, welches man dann irgendwie klären sollte.


Ganz so blöd war das vom Chef eigentlich gar nicht.
Blöd war nur das Fehlende Rückrat des TEs.
Vermutlich wäre es am besten, wenn der TE mit einem Anwalt für Arbeitsrecht mal ein 6-Augen gespräch mit dem Chef Führt.
Aber das wird der Anwalt am besten wissen, den braucht der TE ja eh.
 
Jemand wo sauber ist, unterschreibt nicht einfach dass er sein Gehalt bar erhalten hat und seine fristlose Kündigung...
 
Das ist nicht richtig. Diese Situationen können einen derartigen Druck erzeugen, dass selbst Leute alles mögliche unterschreiben, die das von außen nicht für möglich gehalten hätten.
 
Tandeki schrieb:
Das ist nicht richtig. Diese Situationen können einen derartigen Druck erzeugen, dass selbst Leute alles mögliche unterschreiben, die das von außen nicht für möglich gehalten hätten.

Und das war genau der Fall. Wenn ich schuldig wäre, würde ich ja nicht zur Polizei gehen denn dann hätten sie ja wirklich Videoaufnahmen wo ich mich Strafbar mache was nicht der Fall ist.
 
wenn du was erreichen willst bringt dich nur noch ein Anwalt für Arbeitsrecht weiter.
 
Seit wann muss man als Empfänger eine fristlose Kündigung unterschreiben bzw. ihr zustimmen - das ist doch eine einseitige Willenserklärung.

Oder geht es um einen Aufhebungsvertrag?
 
Wenn ich schuldig wäre, würde ich ja nicht zur Polizei gehen
Du bist n bischen sehr naiv ;)
Man wird es wohl zu Deinen Gunsten auslegen - aber alleine wird das nicht reichen.

@Idon
Ich hab das so verstanden:
Der Chef hat im Namen des TE eine fristlose Kündigung aufgesetzt und sich diese unterschreiben lassen.
Also nich der Chef kündigt ihm sondern er dem Chef.
 
Tandeki schrieb:
Das ist nicht richtig. Diese Situationen können einen derartigen Druck erzeugen, dass selbst Leute alles mögliche unterschreiben, die das von außen nicht für möglich gehalten hätten.

Mein Beileid an all diese Leute, möge die Macht mit ihnen sein.
 
@invoker> die hier geäußerte Idee, einen Anwalt zu beauftragen, der an einem 6-Augen-Gespräch mit dem Chef teilnimmt, halte ich für Quatsch, weil teuer und es würde ohnehin ein 8-Augen-Gespräch werden, da der Arbeitgeber sich entsprechende Verstärkung dazu holen würde...wenn er denn überhaupt zu einem Gespräch bereit wäre (ich wär's an seiner Stelle nicht).

Ich würde zunächst keinen Anwalt beauftragen (solltest Du es doch tun, achte darauf, dass es sich um einen "Fachanwalt für Arbeitsrecht" handelt), weil die Kosten in keinem Verhältnis stehen zu einer ggf. erfolgten Lohnnachzahlung. Denn für Dein Vorhaben sollten vorerst zwei Dinge genügen:

  1. ein Schreiben an den Arbeitgeber aufsetzen mit dem Inhalt beide gestern geleisteten Unterschriften anzufechten
  2. Klage beim nächsten Arbeitsgericht einreichen.

Das klingt jetzt vielleicht erschreckend, ist es aber nicht.

Für Punkt 1.) genügt ein Einzeiler ("Hiermit fechte ich die am 26.05.2017 um ca. xx:xx Uhr geleisteten Unterschriften in den Räumlichkeiten der Shell-Tankstelle in der soundso-Straße in x-Stadt wegen arglistiger Täuschung und widerrechtlicher Drohung an."). Lediglich die Übergabe des Schreibens solltest Du mit Zeugen durchführen, am besten ist der Zeuge auch beim Brief Zukleben und Einwerfen dabei, zusätzliche 1-2 Fotos mit der Handy-Kamera schaden da auch nicht.

Punkt 2.)
Zur Klageerhebung musst Du ein Schreiben aufsetzen, dass den Anforderungen dieses Merkblatts genügt.

Vorschlag: "Ich beantrage festzustellen, dass mein Arbeitsverhältnis fortbesteht, weil ich wirksam die Kündigungserklärung vom 26.05.2017 mit Schreiben vom xx.xx.xxxx angefochten habe. Zudem beantrage ich, die Beklagte zu verurteilen, an mich 1.300,- EUR (exakter Betrag des angeblichen Barlohns) zu zahlen." Das wäre Punkt 4. des Merkblatts. Vielleicht bietet Dein zuständiges Arbeitsgericht (die Geschäftsstelle) ja Hilfestellung an? Das solltest Du in jedem Fall in Anspruch nehmen.

Punkt 1.) musst Du unverzüglich in Angriff nehmen, also Montag! Punkt 2.) gehst Du in Ruhe danach an, sollte aber am besten gleich erledigt werden, spätestens aber bis 15.06.2017.

Habt ihr ne Uni in eurer Stadt? Hier gibt es manchmal Beratungsgruppen von Studenten (Law Clinics, usw) die pro bono arbeiten und Dir ggf. zur Seite stehen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob man eine Kündigung gegenzeichnet oder nicht ist eigentlich egal - wenn Zeugen dabei sind gilt Sie als zugestellt. Und das war ja hier der Fall ...
 
Die Vorschläge hier zur rechtlichen Vorgehensweise sind teilweise mehr als haarsträubend.
"Such dir 'nen Anwalt, der die Zeugin zur Wahrheit zwingt", "meine objektive Sicht", "Lass das 'n paar Jura-Studenten als Lerngruppenfall behandeln" ... alter Schwede, das ist keine TV Serie.

Das einzig Gescheite ist der Gang zum Anwalt. Idealerweise ein Arbeitsrechtler mit guten Strafrecht-Kenntnissen bzw. ein Strafrechtler, der auch Arbeitsrecht kann. Dazu hilft ein Blick ins örtliche Telefonbuch oder man nutzt spezielle Portale wie anwalt.de https://anwaltauskunft.de/anwaltssuche/erweitert/ oder http://www.anwaltssuche.de/ oder https://www.anwaltssuchdienst.de/ oder http://www.fachanwalt.de/ . Oder über die jeweiligen Anwaltskammern ... dazu http://www.brak.de/fuer-verbraucher/anwaltssuche/ als Startpunkt, wo auch der Kostenaspekt im Grundsatz erläutert wird.

Gut fand' ich das Vorgehen mit der Polizei, wo sich die Dame in ihre Ausreden hat flüchten wollen. Ist es bei der Gelegenheit auch zu einer Anzeige gekommen, liegt der Spass bei einer Staatsanwaltschaft?

Zur Klageerhebung musst Du ein Schreiben aufsetzen
Nö, zur Geschäftstelle des zuständigen Arbeitsgerichts gehen und dem Mitarbeiter dort diktieren kann er auch. Aber pronto, die Fristen im Arbeitsrecht sind verteufelt kurz.
 
zur Anzeige kam es nicht da laut der Polizei keine offensichtliche Straftat vorlag
 
Maeckes1337 schrieb:
Jemand wo sauber ist, unterschreibt nicht einfach dass er sein Gehalt bar erhalten hat und seine fristlose Kündigung...

Kommt mir auch alles etwas fishy vor :D

Sich "selten" mal Geld aus der Kaffee-Kasse zu nehmen und sich nichts dabei zu denken (sorry, aber WTF?!), lässt ja schon mal den Schluss zu, dass das Arbeitsverhältnis auch schon vor der angeblich gefilmten und angeblich stattgefundenen Klau-Aktion nicht das beste war. Und erfahrungsgemäß liegt das nicht immer nur ausschließlich an einer Seite.

Ich kann auch nur zu einem Anwalt raten, der dem TE zu seinem Recht verhilft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Invoker schrieb:
zur Anzeige kam es nicht da laut der Polizei keine offensichtliche Straftat vorlag
Du musst der Polizei nur sagen, das du Anzeige wegen Erpressung erstatten willst. Die müssen die Anzeige aufnehmen.
 
Jo, so ist das halt wenn man ein paar Euro spart und ohne Anwalt die Aktion durchzieht und dann auch noch von der Polizei, wahrscheinlich irgendwo in einem Kaff am Arsch der Welt, seiner Rechte beraubt wird.

Wenigstens gibt's dann aber Leute die im Internet das RDG komplett ignorieren und detaillierte Rechtsberatung durchführen - u. U. zweifelhafter Qualität.


Auch beim Erstatten einer Anzeige gibt es Fallstricke. Aber wofür eine Fachperson mitnehmen, vielleicht tut es ja auch irgendein Random von der Straße oder, wie hier, aus dem Internet.
 
Das hat die Lobby gut hinbekommen mit dem Verbot der Rechtsberatung, damit man ja immer abkassieren kann.
Zum Glück handelt es sich hier nicht um Rechtsberatung, sondern es werden nur ein paar Tipps gegeben.

Ne Anzeige kann man auch ohne Anwalt machen, man darf sich halt nur nicht einfach abwimmeln lassen.

Was lnstinkt schreibt, dem würde ich mich anschließen. Den Anwalt kann man immer noch einschalten, wenn Bedarf besteht. Denn eventuell knickt ja der Chef ein, wenn eine Anzeige und Klage vorliegt.
 
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