Test Medion Akoya P56000 im Test: Der erste Aldi-PC mit AMD Ryzen steht Kopf

Ozmog schrieb:
Hat der Rechner kein Siegelaufkleber? Habe schon diverse Komplettrechner mit solch einen Siegel gesehen, auf denen geschrieben stand, dass die Garantie erlischt, wenn der Aufkleber beschädigt ist.

Nein, kein Siegel drauf. Ist mir bei Medion aus dem ALDI auch noch nicht begegnet - und da habe ich in den letzten 10 Jahren einige von gesehen.

Ozmog schrieb:
Kurze Frage nebenbei: Wozu überhaupt das Netzteil direkt austauschen? Reine Neugier.

Zum Beispiel, wenn man eine stärkere Grafikkarte einbauen möchte, die einen 6-Pin Stromanschluss hat.
 
Die Garantiebedinungen sind trotzdem zu lesen. Kann mir nicht vorstellen, dass alles reibungslos akzeptiert wird.
Ob der Rechner die ganze Zeit mit dem original Netzteil betreiben wurde, wird sich einfach in den meisten Fällen bereits daran feststellen lassen, indem man die Montage und die Art der Kabelbinder im Gehäuse prüft ;)
Wäre auch nur allzu verständlich, wenn Medion die Garantie dann verweigert, welche immerhin eine freiwillige Leistung ist. Wieviele Experten der Zielgruppe werden wohl, wenn sie ein Netzteil wechseln, auf ein Markenqualitätsprodukt der 600 Watt-Klasse für 22,50 Euro bei Versandhaus ebay setzen...
(Achtung: Dieser Beitrag könnte Ironie und Sarkasmus beinhalten!)
 
Man kann auch direkt bei Medion anfragen, was bei der Garantie geht und was nicht.
 
Summerboy85 schrieb:
Zum Beispiel, wenn man eine stärkere Grafikkarte einbauen möchte, die einen 6-Pin Stromanschluss hat.

Ja, es wurde explizit nur nach dem Netzteiltausch gefragt, ansonsten wechselt man ja ebenso die Grafikkarte.

Ich würde es nicht machen, mir ein Fertigrechner kaufen und gleich da diverse Teile ersetzen. Naja, ich würde auch erst garnicht ein Fertiggerät kaufen, aber anderes Thema.
Für den Hersteller ist es bestimmt ein leichtes, die Garantie zu verweigern, wenn man bereits im Inneren drin gefuhrwerkt hat... Damit würde ich es so sehen, wenn ich ein Gerät kaufe und gleich drin rumschraube, hab ich das Falsche gekauft. Aber wenn man was sparen will und auf die Garantie verzichten kann... Bitte ;)
 
Ich habe hier im "zweiten" Medion P56000 Thread https://www.computerbase.de/forum/t...u-fuer-599-euro.1723529/page-22#post-20680195 eine Anleitung veröffentlicht, wie man das Netzteil tauscht und welche Vorgehensweise dafür notwendig ist. Das für diesen PC-optimierte Gehäuse mit seinen relativ kompakten Abmessungen bringt da nämlich ein paar "Stolpersteine" mit sich.

Da die Netzteil-Kabel mit Blechbügeln im Gehäuse geführt werden, ist auch kein Entfernen von Kabelbindern usw. erforderlich. Solange man dabei nichts "verhunzt" / beschädigt lässt sich das unauffällig und im Gewährleistungsfall "unsichtbar" rückbaubar durchführen. Irgendwelche "Siegel" usw. gibt es dabei nicht. Man sollte halt nur seinen "gesunden Menschenverstand" :) einsetzen bei dem, was Sinn macht oder auch nicht.

Für das Netzteil gibt es auf Grund der geringen Gehäusegröße usw. ein paar relevante Einschränkungen hinsichtlich der Ausstattung, die man vor Kauf eines anderen Netzteils beachten sollte, ansonsten könnten sich beim Einbau unliebsame Überraschungen zeigen...
 
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Im Artikel wird erwähnt dass ein zusätzlicher Arbeitsspeicher im Dual-Channel zu einem Rückschritt auf DDR4-2133 führt. Für mich als Laien stellt sich nun die Frage, ob der zweite Riegel identisch sein muss?
Oder besteht die Möglichkeit den zweiten Steckplatz, aufgrund des Rückschrittes, mit einem RAM-Riegel zu belegen der "nur" - DDR4-2133 bei Timings von 15-15-15-36-1T - unterstützt?

Könnt ihr mir einen empfehlen?

Danke im voraus
 
Aus Kompatibilitätsgründen ist es empfehlenswert, möglichst gleiche Module zu verwenden, ist da aber kein Muß.
https://www.computerbase.de/2017-04/amd-ryzen-5-test/

Hier im c't Test des Aldi-PCs haben die unterschiedliche Module getestet, ohne Probleme.
https://www.heise.de/ct/artikel/Ald...oya-P56000-bei-Aldi-Nord-3902816.html?seite=2
Liegt am Bios, dass man da keinerlei Anpassungs- und Einstellmöglichkeiten hat.

c't Zitat:
Genau wie erwartet, lässt sich der Hauptspeicher problemlos auf bis zu 32 GByte hochrüsten; das haben wir mit zwei G.Skill-Ripjaws-Modulen der Geschwindigkeitsklasse DDR4-2133 mit je 16 GByte getestet. Der Ryzen verträgt aber auch Mischbestückung: Man kann zum vorhandenen 8-GByte-DIMM ein 16-GByte-DIMM stecken. Das System nutzt dann 24 GByte RAM. Der Zweikanalbetrieb funktioniert dann bei Zugriffen auf bis zu 16 GByte (8 + 8). Bei der Kombination des vorhandenen DDR4-2400-Moduls mit einem DDR4-2133-DIMM sinkt die RAM-Frequenz automatisch.
https://www.heise.de/ct/artikel/Ald...oya-P56000-bei-Aldi-Nord-3902816.html?seite=3
 
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Ich frage mich, warum automatisch auf DDR4-2133 runtergetaktet wird.

Der Ryzen unterstützt doch bei 1-2 Modulen DDR4-2666 (Single Rank) oder DDR4-2400 (Dual Rank). Wenn bei Dual-Bestückung, egal mit welchen Modulen, nicht mehr wie DDR4-2133 möglich ist, dürfte eine Begrenzung im BIOS sein. Was natürlich schade ist, da Ryzen offiziell mehr unterstützt.
 
@Summerboy: Es ist davon auszugehen, dass das Mainboard nicht allzu hochwertig ist, was die Layer anbelangt. Das ist aber für die RAM-Anbinfung nicht unwichtig
 
Da die Erfassung der Eigenschaften der RAM Module automatisch erfolgt, wird das BIOS vielleicht die im SPD-ROM hinterlegten Werte der beiden Module auslesen (?) und dann den grössten gemeinsamen Nenner bezüglich der Geschwindigkeit nehmen. Ist ja nicht unsinning, wenn das so läuft.
Zudem könnte auch die mögliche Strombelastbarkeit und das Timing der Bauteile unter doppelter Last eine Rolle spielen. Hier wird es vermutlich bestimmte Zielvorgaben seitens des Auftraggebers für die Auslegung dieses OEM Mainboardes gegeben haben. Ein frei käufliches Standard-Mainbord ist es ja offensichtlich nicht.
Die automatische Konfiguration verhindert zumindest, dass sich jemand manuell seine Einstellungen "verkonfiguriert", damit den Rechner "abschiessen" würde und wäre somit für den "Normalverbraucher" als Zielgruppe durchaus sinnvoll. Das Mainboard ist nach meinem Verständnis eine spezielle ECS OEM Entwicklung für Medion (P2A4-EM), dass auch bei anderen, größeren Medion AMD Ryzen Rechnern zum Einsatz kommt, und über das man praktisch nichts an Informationen findet.

Was das mit "hochwertig" oder nicht usw. zu tun haben soll, kann ich jetzt nicht beurteilen. Kommt ja immer auch auf das anvisierte Ziel des Auftraggebers an.
 
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Mal eine Frage an alle, die bei dem PC schon die Front ab hatten - sind die 2 Antennen vom Intel AC 3165 bei euch auch direkt auf die Metallfront geklebt?

P56000-Antennen.jpg

So haben ja beide Antennen Kontakt mit dem Gehäuse (große Antenne ;) ) und somit auch miteinander. Von den Spezifikationen denke ich mal, dass eine für WLAN und eine für BT ist. Bei dem Exemplar vom P56000 hier war es so, dass die nur lose in der Front baumelten, aber schon eine mit Kleber vorgefertigte Rückseite hatten, die ich nur am Gehäuse festgedrückt habe.

So in Ordnung oder muss zwischen Antenne und Gehäuse noch etwas dazwischen, damit kein Kontakt entsteht?
 
Das Gehäuse wird vermutlich geerdet sein (über das Netzteil ?) und dient deshalb wohl als Groundplane.
Die Klebfläche unter den Antennen könnte bei den infrage kommenden Frequenzbändern (HF) isolierend wirken.
Bei mir waren die beiden Antennen auch von aneinander getrennt aufgeklebt: parallel zu den Gehäusekanten und auf jeder Hälfte der Frontseite (R/L) etwas versetzt je eine, wie bei Deinem Foto sichtbar.

Leider habe ich bei meinem schon wieder die Front montiert, so dass ich mir das derzeit nicht näher anschauen kann.
 
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Ich hab es mal durchgemessen und die haben definitiv Kontakt. Wie es natürlich im 2,4 GHz Frequenzband und der Klebefläche bezüglich Isolierung aussieht, weiß ich auch nicht. Wenn es bei dir aber auch so ist, wird es schon seine Richtigkeit haben.
 
@Summmerboy85

Im HF-Bereich stellen sich die Verhältnisse ja teilweise etwas anders dar, da die Antenne selbst vermutlich nicht auf Masse liegen würde. Da kommen dann die Bahnenführung mit Ihren Impedanzen usw. mit in's Spiel...

Ich habe den Speichertakt bei meinen beiden - identischen - Kingston 8GB RAMs DDR-2400 als "1200" MHz angezeigt bekommen.
Allerdings habe ich ein etwas neueres BIOS (.202) für das P2A4-EM Mainboard vom 04.09.2017 installiert. Das vorinstallierte BIOS des P56000 ist wohl die Version .201
 
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Könnte auch sein, dass diese komisch geformten Dinger, an denen die Antenne endet, für 2,4GHz isolierend wirkt, sich dort also diese Frequenz und einige Oberwellen auslöschen. Wäre jetzt meine Vermutung aber ohne da mit Frequenzgenerator und Frequenzanalyser ranzugehen, braucht man auch nicht zu rätseln.
In der Hochfrequenztechnik bringt es nichts, das mit nem Multimeter mal durchzuklingeln ;)
So lange es funktioniert... :)
 
Ist ja hier inzwischen wieder "sehr ruhig" geworden... :rolleyes:

Habe mal 'ne Frage zum Lüftungskonzept des Medion P56000. und auch der anderen Ryzen basierten Medion PCs mit dem P2A4-EM Mainboard.

Das Mainboard ist ja quasi invertiert aufgebaut, d.h., die PCIe Slots nebst Graphikkarte befinden sich über der CPU. Bei "normalen" Mainboards ist es ja nach meinem Verständnis anders herum, d.h., die Erweiterungsslots nebst GraKa befinden sich unter der CPU...

Ich möchte eventuell eine andere Graphikkarte einbauen. Die jetzige (Original-Medion) GraKa bläst ja die "kalte" Luft nach unten in Richtung deren Kühlkörper und CPU, d.h., der Lufstrom verläuft von oben nach unten über den Kühlkörper, so wie es wohl auch bei den meisten anderen Grafikkarten ist.
Anm.: Oben im Gehäuse befindet sich ja eine (unbestückte) Gehäuseöffnung passend für einen Lüfter.

Wenn ich jetzt oben, wo vorgesehen und möglich, einen weiteren (PWM) 92,5 mm Lüfter einbauen möchte, in welche Richtung sollte er optimal arbeiten ? Wie üblich Luftstrom "nach außen" oder wegen der Kühlung der GraKa "nach unten", d.h. ins Innere hinein ? Die erwärmte Luft der GraKa und CPU soll wohl gemäß Original-Lüftungs-/Kühlkonzept über den hinteren Lüfter (Rückwand) nach draußen abtransportiert werden.

Bin mir da nicht so ganz sicher, weil dann ja die GraKa Kühlung gegen den Luftstrom des zusätzlichen Gehäuselüfters arbeiten würde, wenn dieser nach außen blasen würde...

Was sagen denn die "Lüftungs-"Spezialisten hier ?
 
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Da es auch in diesem Thread unter anderem um die verbaute Grafikkarte des Aldi-PC ging, sei mir der Hinweis auf die News vom 6.12.17
Radeon RX 560(D): Beschnittene GPUs ohne Kennzeichnung im Handel erlaubt.
AMD hat sich sogar eine Entschuldigung abgerungen und strebt eine eindeutige Kennzeichnung der beiden 560 Varianten im Sinne der Verbraucher an.

Eine Genugtuung für mich.

Hier das Statement im Wortlaut:
“It’s correct that 14 Compute Unit (896 stream processors) and 16 Compute Unit (1024 stream processor) versions of the Radeon RX 560 are available. We introduced the 14CU version this summer to provide AIBs and the market with more RX 500 series options. It’s come to our attention that on certain AIB and etail websites there’s no clear delineation between the two variants. We’re taking immediate steps to remedy this: we’re working with all AIB and channel partners to make sure the product descriptions and names clarify the CU count, so that gamers and consumers know exactly what they’re buying. We apologize for the confusion this may have caused.”
 
Da haben Sie sich wohl nicht so leicht mit getan, da dies ja (vermutlich) auf Anregung und Bestreben der potentiellen Abnehmer geschehen ist, die eine noch preiswertere Grafikkarte mit der Kennzeichnung "RX560" als Marketing-Argument haben wollten. Vermutlich hätten die zugrunde liegenden Chips ansonsten als "Ausschuss" :cool_alt: deklariert werden müssen, da vielleicht auf der Hardware Chip-Sektionen defekt.

PS.:
Habe das Thema "Lüftermontage oben" inzwischen in eine anderen Forensektion ausgelagert, die sich mit "Luftkühlung" speziell auseinandersetzt, da hier die Fragestellung wohl eher "untergeht".
 
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