News LiMux bekommt TÜV-Plakette

find ich gut das sie es geschafft haben. es wird hoffentlich eine gute grundlage für weitere projekte dieser art und größenordnung sein
 
Sehr guter Schritt, bin mal gespannt, ob sich dadurch auch andere Vorteile ergeben (Wirtschaftlichkeit, Effizienz - das man individuell anpassen kann heißt ja noch nicht automatisch, dass es unter dem Strich, der letzten Endes nur zählt, auch lohnt) und ob sich daran auch andere Unternehmen bzw. öffentliche Einrichtungen ein Beispiel nehmen.

Das man dafür aber wieder eine TÜV-Plakette braucht ist mal wieder typisch Deutschland.
 
@Quidoff
Je nach Lizenz müssen sie Anpassungen veröffentlichen und soweit ich das früher gelesen habe, haben die das z.B. beim Einsatz des Sambaservers auch getan. Theoretisch müssten sogar die Vorgehensweisen veröffentlicht werden, da wir Bürger ja dafür eigentlich bezahlen.

Ich konnte jedoch auf den Seiten von denen nichts passendes finden. Schade.
 
ich kann mir auch nicht direkt vorstellen, für was bei privatnutzern der vorteil von den "speziellen anpassungen" liegen soll (lasse mich aber gern eines besseren belehren.) falls jemand fragt, werden sie bestimmt den code rausgeben.
 
Da die GNU Lizenz besagt, dass der Sourcecode bei einer Veränderung wieder öffentlich zugänglich gemacht werden muss, werden Wien und München dies wohl auch tun... Ob das wirklich "gesünder" ist, ist eine andere Sache, aber auf jeden Fall schont es schon einmal den Geldbeutel der Stadt...
 
wirklich schonen tut das den geldbeutel nicht, wenn man bedenkt wie lange dort viele Spezialisten eingesetzt wurden um das Ganze aufzubauen.
Von der Umgewöhnzeit der Mitarbeiter und der Umsetzung von spezieller Software ganz zu schweigen.

Von mir aus sollen sies ja machen, aber so ein rumgeaffe, von wegen TÜV und allem ist doch Käse.

Da gehts doch im Endeffekt wieder nicht um den sinnvollen(und eventuell vorteilhaften) Einsatz von Linux, sondern nur wieder um die Profilierung gegenüber anderen.

Schade.
 
@9 :freak: Sorry, wenn ich Dir das mal auf diesem Wege sagen muss - aber scheinbar hast Du keine Ahnung, bist nicht nur schlecht informiert, sondern liest mal auch keine wissenschaftlichen Empfehlungen (u.a. EU, Professoren, etc.) und lebst von Pauschalisierungen.. tse... tse... :lol:

Hier geht es sich nicht um irgendwelche Fronten - Windows oder Linux. :freaky: Es gibt Empfehlungen, z.B. die Empfehlungen eines Prof. der TU Berlin, wie Berlin sparen könnte mit Linux (allerdings hat Wowi ohnehin noch nie was von Sparen gehört - Berlins Verschuldung steigt ja im Vergleich zu anderen). München und Wien sind Beispiele. Wenn Du es in München verfolgt hättest, würdest Du wissen, dass damit jetzt 80% Linux läuft (20% alte Windows2000 (!) Lizenzen wurden erst dieses Jahr noch gekauft - übrigens ebenfalls aus Kosteneinsparungen ältere Versionen - , weil nicht alles (aufgrund der Abhängigkeit des Monopols) mit Linux läuft - denke, dass 80% aber schon ganz ordentlich sind). Ein deutlicher Kostenvorteil ist - Warum? Hast Du Dich noch nie etwas gehört von Windows Lizenzen? Hier geht es sich nicht um einen kleinen Desktop wie beim Privatkunden - nur mal so angemerkt. Außerdem geht es sich auch um Support-Lizenzen. Linux kostet natürlich auch - Support, sowie Mitarbeiter und Umschulungs-Maßnahmen. Die "Umgewöhnungszeit der Mitarbeiter" gehören zu einer Implementierungsphase (Schlulungsmaßnahme - wo auch Beobachtung und Befragung der Mitarbeiter zu zählen) und setzen sich auch noch Zeiten danach kontinuierlich fort.

Profilierung? :king: Klar, damit Regierungen in München und Wien nicht mehr arbeiten können - den Mitarbeitern es nur schwer gemacht wird und sie an der Arbeit behindert werden. Aus reinen PR - und Profilierungsgründen natürlich- Warum sonst - wenn es gleich oder noch mehr kostet (Deiner Meinung nach)?!? :evillol: Wahrscheinlich benutzt Oracle (das große Softwareunternehmen, was sich nicht M$ nennt - es gibt ja noch mehr *Huch*) auch 100%ig auf Linux, warum auch nicht - auch nur aus Profilierung wahrscheinlich. Naja, und natürlich die Deutsche Bahn, wahrscheinlich deswegen auch so viele Verspätungen, aber profiliert - das ist ja die ökonomischste Hauptsache (http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_in_öffentlichen_Einrichtungen) *Kopf schütteln* :evillol: :evillol: :evillol: :evillol: :evillol:

Nur so am Rande: Von Bayern / München - auch wenn es mir nicht gefällt, dass an dieser Stelle sagen zu müssen - kann man sich wirtschaftlich einiges abschauen, weil sie Vorreiter sind in vielen Dingen. Sie sind flexibler und nicht so festgefahren, sondern schauen nach Vorne - was der richtige Weg ist.

P.S.: TÜV gibt es auch nur aus Profilierung - stimmt, übrigens nicht nur TÜV IT, sondern auch für's Auto - unabhängige Profilierungsstelle *lach*

---

Jedenfalls bin ich sehr froh zu hören, dass man sich nicht nur Abhängigkeiten schafft, sondern entgegen einer "herrschenden" Meinung (Unwissender? oder Unflexibler?) auch alternative Wege geht um 1.) KOSTEN einzusparen 2.) eben diese Abhängigkeiten auflöst 3.) Standardisierung- und Erfahrungswerte gewinnt, die andere Kommunen, Länder und Behörden wiederum nutzen können.

Es gibt zahlreiche Vergleichsstudien übrigens - die absolut unterschiedliches aussagen. Hier müssen aber eher Experten entscheiden. Wichtiger ist aber noch - wer hinter welcher Studie steht, warum die Studie veröffentlicht wurde, aus welchem Jahr und welche Vergleiche mit welchen Betriebssystemen gezogen werden. Sicherlich kann man ohnehin keine pauschalen Antworten für Unternehmen geben, das können meist noch nicht mal sog. Beratungsfirmen 100% abschätzen. Hier sind ein paar Links, wobei ausschließliche Windows-Studien und Linux-Studien vermieden wurden (Quellen nicht vollständig geprüft). Würde eher auf unabhängige Studien von deutschen od. europäischen Hochschulen und EU-Kommissionen setzen. Falls jemand diese findet, bitte posten (mir geht es hier übrigens eher weniger darum, was nun wie viel billiger ist - letztendlich möchte ich aber weg von dem Gedanken, dass Menschen aus reinen Profilierungsgründen sich vom Monopolisten M$s abwenden). Bezogen auf die Kosten ist es doch mal interessant, wenn UNABHÄNGIGE Studien, sowie Experten die zertifizieren und prüfen, sich über eine Alternative und deren Vorteile / Nachteile beschäftigen. Damit könnte man auch pauschalen Antworten "machen die nur aus PR wg. Profilierung" entgegen wirken, sofern man bereitwillig ist zu argumentieren (statt zu diskutieren oder zu behaupten). Der Gedanke, dass ein Monopolist die Preiskalkulation anders bewertet als bei Wettbewerber sollte im Grunde schon jedem BWL- Studenten in den ersten Semestern klar sein, oder irre ich mich da? *s*
http://www.heise.de/newsticker/meldung/27162 (auch zweiter Link intern zu empfehlen)
http://www.cyber.com.au/cyber/about/linux_vs_windows_tco_comparison.pdf
http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=91765&n=2
Hinweis: Letzter Abschnitt für Link- Quellen bitte lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube das ist, was Microsoft am meisten fürchtet. Einzelnen Städten gelingt der Umstieg und diese können nun Geld sparen. Allein die Möglichkeit des Umstiegs setzt Microsoft unter Druck und plötzlich ist es dem Softwareriesen möglich seine Lizenzen deutlich günstiger zu verkaufen. Eigentlich sollten viel mehr öffentliche Einrichtungen die Einführung von Linux prüfen. Klar ist erst mal eine kostspielige Umschulung der Mitarbeiter nötig, aber wenn erst einmal ein gewisses Stammpersonal damit vertraut ist, können neue Arbeitskräfte größtenteils intern ausgebildet werden und die Kosten für die Umschulung auf Linux sinken. Sobald genügend Städte umgestellt haben, kann es durchaus sein, das auch die letzte Abhängigkeit (beziehe mich hier auf den Post 10 von Mike#) verschwindet, da es dann selbst dafür Alternativen gibt.
 
Habe leider Quelle nicht, aber hat Microsoft nicht der Stadt München plötzlich mit deutlich günstigeren Windows Support-Lizenzen noch umstimmen wollen?

Würde mich jedenfalls über Alternativen und Wettbewerb freuen, insbesondere auch für die hoch verschuldeten Kommunen und Länder (deswegen freute mich auch diese News, dass es unabhängige Bestätigungen (Tüv IT) gibt, die Leitbild und "Schule machen" könnten. Anderseits verstimmt es mich dann auch wieder etwas traurig, wenn die Politik Berlins nach solch' scheinbar erfolgreichen Umstellungen, Ablehnungen für einen etwaigen Umstieg erteilen. Wäre München oder Wien (mit Linux) nicht erfolgreich oder zu teuer hätte man es jedenfalls langfristig in der Öffentlichkeit erfahren müssen.
 
Zurück
Oben