[Diskussion] DJing, PA und Lichttechnik

Zensai

oba Fett
Teammitglied
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
8.377
#1
Zuletzt bearbeitet:
M

meeee

Gast
#3
Ja schön aber der Bereich DJing könnte etwas vollständiger sein.
Es fehlt meiner Meinung nach das digitale DJing mit einem Digitalem Vinyl System (DVS).
Hierzu benötigt man 2 Plattenspieler, einen Mixer, ein Laptop, ein passendes Audiointerface und die dazugehörige Software. DVS erfreut sich übrigens größter Beliebtheit, da man weiterhin das Vinylfeeling hat aber nicht mehr Platten schleppen muß und diese dadurch auch nicht mehr verschleißen.

Unter den Hip-Hop DJs ist das Serato Scratch System am verbreitesten, es gibt aber noch Traktor Scratch System wobei man beide zu den besten Systemen zählen, da Scratchen usw. damit sehr gut funktioniert. Daneben gibt es noch das M-Audio Torq System und das Final Scratch System, welche aber nicht so gut wie das Serato und das Traktor System sind.
Für beide Systeme ist ein Notebook mit Dual-Core CPU notwendig, Core 2 Duo ab 2GHz geht aber eine bessere CPU wäre auch besser, da es Situationen gibt, wo auch mal die CPU-Last in die Höhe schnellt. 2GB RAM ist das absolute Minimum übrigens, ich würde auf jeden Fall 4GB empfehlen.

Achso, Hip-Hop DJs bevorzugen übrigens Vestax Mixer, da diese die besseren Kanal-Fader haben. Ich habe erst am Wochenende mit einem Pioneer DJM-600 aufgelegt und der Unterschied zu einem VESTAX PMC 07PRO war schon gewaltig. Der Pioneer hat zwar mehr Kanäle und mehr Schnick-Schack aber der Kanal-Fader war sehr gewöhnungsbedürftig.
Mixer von Ecler sollen auch sehr gut sein.

Achja, auch was zu den Plattenspielern. Auch Vestax Plattenspieler neu nur noch schwer zu bekommen sind, so ist z.B. der PDX-2000 und seine Nachfolger sehr solide und vergleichbar zum 1210er.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zensai

oba Fett
Ersteller dieses Themas
Teammitglied
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
8.377
#4
Gut zu wissen, danke für dein Feedback!
DVS wird kommen, wenn ich selbst mal Zeit habe, das zu testen. Es sei denn du willst dich da beteiligen :D
Die Scratch Systeme sind hier bewusst nicht dabei, da es sich eben nicht um "Anfänger"-Systeme Handelt. Und wer Scratchen kann, braucht mein Tutorial nicht :D

Platten allgemein sind mehr zur Info dabei.


Zu den Vestax: was ist denn ein "besserer" Kanalfader? Kürzerer weg bzgl Battlemixing? Analog und Feedback?
 
M

meeee

Gast
#5
Genau der Kanalfader von Vestax ist oft leichtgängiger und hält wohl auch länger. Zum Scratchen ist das auf jeden Fall ein großer Vorteil. Ich habe erst anderhalb Jahre DJ-Erfahrung und hinzukommt noch, das ich nur einmal in der Woche Zugriff auf ein Set habe. Bis vor ein paar Monaten habe ich auch nur analog an 2 Vestax PDX2000 und einem Vestax PMC05 Pro (ich glaube es ist eher der 05er und nicht wie vorher erwähnt der 07er). Achso, ich lege zu 99% Hip-Hop auf, wo das Auflegen mit Vinyl oder per DVS standard ist.

Ich hatte das Glück bei Ebuy ein günstiges Traktor Scratch Duo System zu schießen und lege seitdem damit oder mit dem Serato System eines Kumpels auf. Die Umgewöhnung hat zwar etwas gedauert, aber es läuft damit jetzt auch ganz gut. Der Nachteil eines DVS-Systems ist eindeutig der Preis. Man braucht 2 Turntables oder CDJs, einen Mixer, das DVS-System und ein Notebook. Während man mit dem Kontrol S4 oder ähnlichem auf Mixer und Turntables verzichten kann.

Ansonsten hätte ich nichts dagegen mitzumachen, einen von mir könnte man auch schon übernehmen.
 

Cashney

Lieutenant
Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
931
#6
Wunderbare FAQ, großes Lob.
Man könnte zu den empfohlenen Systemen am Ende vielleicht noch ein paar Kommentare geben für wen oder was die dann reichen. Z.B. "Ausreichend für Parties im Keller und die Hintergrundbeschallung beim nächsten Grillfest" oder dergleichen. Evtl. auch weitergehende Kommentare wie "Kann recht laut, klingt dabei aber nicht ganz so schön wie [xxx]."
 

Zensai

oba Fett
Ersteller dieses Themas
Teammitglied
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
8.377
#7
Danke für das Feedback. Die angesprochenen Empfehlungen kann man allerdings nur begrenzt einfügen, da die Systeme allesamt nur für sagen wir Geburtstage mit max 100 Gästen reichen. Die geben sich alle nicht viel. Leider habe ich auch nicht alle gehört, als dass ich die Abstimmung beurteilen könnte. Für einyelne Komponenten ist das aber eine gute Idee(Nur Tops oder ob man Bässe dazu nehmen sollte)

Zu DVS: Wie du schon sagst, die Dinger sind zu kostspielig für Einsteiger. Aber wenn du etwas beitragen möchtest, immer. Her damit:)
 
Dabei seit
Aug. 2007
Beiträge
772
#8
ich kann leider nichts dazu beisteuern, wollte mich aber hier einfach mal für den thread bedanken. sehr schön geschrieben und übersichtlich zusammengefasst. finde das thema sehr interessant und denke im publikum immer "oh mann, das ist bestimmt irre schwer" :p
weiter so!
 
Dabei seit
März 2007
Beiträge
2.342
#9
Wie angesprochen fehlt noch etwas zu den DVS.

Ich persönlich finde aber
Diese Sachen benutzt ein "richtiger" DJ. Kein Sync Knopf, mit den Ohren Beats anpassen.
völlig daneben. Ein "richtiger" DJ zeichnet sich nicht durch das verwendete Equipment oder dem manuellem Beatmatching aus.

Ansonsten ein echt netter Guide. :)
 

Zensai

oba Fett
Ersteller dieses Themas
Teammitglied
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
8.377
#10
dass sich ein "richtiger" DJ natürlich nicht dadurch auszeichnet, ist klar, vielleicht habe ich das falsch rübergebracht.

Wie würdest du es richtiger Bezeichnen? Ich wüsste grad nciht wie, bin aber auch im Stress.

Zu den DVS:

Sind wie gesagt sehr teuer für einsteiger (ok, sind die Pioneers auch :D)

Hättest du lust dort etwas zu schreiben? Ich komme momentan nicht dazu, viel um die Ohren.

Danke für das Lob xD
 
Dabei seit
März 2007
Beiträge
2.342
#11
Ich würde den Satz komplett weglassen. Was ein DJ ist und macht hast du ja schon am Anfang des Kapitels erläutert.

Nope, ich habe keine Lust und auch nicht so die Zeit. :D
 

Fr@993r

Lt. Commander
Dabei seit
Okt. 2010
Beiträge
1.357
#13
Kleiner Nachtrag: Beim Allen & Heath Xone:92 wäre vielleicht der 4-Band-Equalizer als Besonderheit zu erwähnen.

Ansonsten sehr schön geschrieben, hätte ich nicht besser zusammenfassen können. Lediglich die Schwerpunkte hätte ich anders gesetzt, kommt aber natürlich auf den Schreiber an :-)
 
Dabei seit
Jan. 2002
Beiträge
2.467
#15
so, mal meinen senf dazu... wohl einer der wenigen im board die jahrelange club, truck und festival erfahrung haben... entsprechend habe ich schon mit allen aufgelegt(pio, a&h, ecler, rane, denon usw.), klanglich als auch qualitativ, ist A&H das beste von allen, der filter ist so ziemlich der beste der in einem mischpult steckt.

diesen ganzen anderen effekt krams brauch eh kein guter DJ, ist nur nötig um miese übergänge zu "vertuschen".

pio ist klanglich... naja, ca. 50% zu teuer für die soundausgabe(das 600er war ja noch schlimmer, klang wie ne alte blechbüchse, und sobald es bei der vorletzten grünen LED war, verzerrte es massivst).

desweiteren sind die fader bei pio dermassen billig, habe schon mehrere abgerissen(also nicht die kappe, sondern den ganzen fader aus dem pult gerissen), hardcuts mags also nicht...

bei den programmen ist traktor das beste, stabil, kann alles, gut!

und bei beatport die top downloads durchgehen? nur wenn man sich sein gehör verätzen will, kommerzshice, das beste findest mit penibler suche, ausserhalb der "charts".
 

Zensai

oba Fett
Ersteller dieses Themas
Teammitglied
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
8.377
#16
Ich stimme dir da durchaus zu und danke dir für deine Meinung!

Es ist nun halt immer so, dass es da ja recht subjektive Meinungen zu dem Thema gibt.

Jeder hat da so seine Lieblinge, Ich persönlich habe noch vor keinem einzigen mies verarbeiteten Pioneer gestanden (mit Ausnahme vom T1/S1). Bei A&H ist das zwar selten, aber durchaus vorgekommen.

Klanglich sehe ich icht ganz so wie du, ich sehe sie beiden da relativ gleich, Pioneer einen Ticken vornedran.
Der Filter bei A&H ist jedoch durchaus sehr gut.

Zum Thema Musik: Jeder findet seine Musik anders. Ich habe lediglich ein paar Anstöße gegeben.
Wenn du möchtest, kannst du uns aber gerne verraten, wo deine penible Suche dann stattfindet, dann würde ich es aufnehmen! Danke!
 

beak

Cadet 4th Year
Dabei seit
Okt. 2007
Beiträge
69
#17
Hey, hab da jetzt länger nicht reingeschaut.
Das ist ja ein richtig fetter Beitrag geworten!
Habe das Ganze jetzt mal nur schnell drübergelesen, liest sich aber sehr gut.

Es ist zwar sehr auf Laptop-DJs bezogen, wo man aber auch dazu sagen muss, dass gerade im HobbyBereich sich hier sicherlich der Großteil abspielen wird.

Im Club schaut's dann aktuell schon eher anders aus, vielleicht kann man darauf noch hinweisen. Ich bin schon mal aus logistischen Gründen nur mit Laptop + Timecode CDs/Platten angereist und bin vor eingebautem Equipment gestanden. Da hat dann der Schraubenzieher ran müssen und dass kurz vor der Feier ist das echt stressig :p

Einen winzigen Kritikpunkt habe auch noch gefunden:

Du schreibst, dass Brummschleifen (oder Massenschleifen) durch schlecht isolierte Kabel entstehen. Das ist so nicht ganz richtig.
Klar hat man Störeinflüsse im Signal, wenn das Kabel nicht gut ist, aber eine Brummschleife begegnet einem DJ (und gerade einen der eher mit Laptop auflegt) dann, wenn sein Laptop mit dem Ladekabel am gleichen Stromkreis angehängt ist, wie die restliche Tonanlage.
Warum das so ist, kann man mit ziemlichen physikalischen Blabla erklären - nichts desto trotz, wenn man das Ladekabel abhängt, ist das Brummen verschwunden :)
Nur dass das nicht die Lösung ist, ist eh klar, aber da hast du eh schon das richtige geschrieben: einen Masseschleifenisolator.
Ich denke, mit diesem Problem haben ziemlich viele LaptopDJs zu kämpfen, also nicht, dass sie bei sowas an der falschen Stelle suchen.

Was mir auch noch ein wenig fehlt, ist vielleicht ein kurzer Bezug auf TimeCode-Platten/CDs, da es ja gerade im DJ bereich hauptsächlich um die DJ-Programme geht.
 

Zensai

oba Fett
Ersteller dieses Themas
Teammitglied
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
8.377
#18
Danke für das Feedback! Ich habe leider zu wenig Erfahrung mit Timecodes, als dass ich da etwas zu sagen könnte. Wenn du da etwas beitragen willst, immer her damit! Bei der Masseschleife: Recht hast du, wird editiert!
 

beak

Cadet 4th Year
Dabei seit
Okt. 2007
Beiträge
69
#19
Ich denke ein Bezug dazu reicht,. dadurch dass das Tutorial eher auf MidiController ausgelegt ist...
Mit den Timecodes ist das ja so, dass die ja eigentlich eine echte Platte oder CD simulieren sollen. dh. du arbeitest mit dem Standard-Equipment wie CD-Player/Turntable + Mischpult.
Eine Erklärung für das Handling von Timecodes würde im Prinzip dann auch gleich das DJing mit Turntable/CDs erklären.....

hmm.... also man könnte schreiben:

Bei so ziemlich allen DJ-Software-Produkten gibt es die Möglichkeit via Timecode Vinyl/CDs das Lied in den jeweiligen Decks im Programm selbst zu steuern. Dadurch entsteht für den (alt eingefleischten) DJ die Möglichkeit mit gewohnten Equipment/Handling dennoch auf sein komplettes Musik-Repatoir am Laptop zurückzugreifen. Das Schleppen der Platten/CDs wie früher entfällt.
Hier steht einem nun der (fast) komplette Funktionsumfang eines Turntables bzw. CD-Players zu Verfügung.
Man kann scratchen, Cue-Punkte setzen, pitchen, loopen usw. (Legedlich auf interne Effekte am CD-Player muss man verzichten, weil das technisch nicht möglich ist)

Notwendig ist dafür, dass man eine für die DJ-Software kompatible Soundkarte zwischen Abspielgerät und Mixer hängt, welche dann weiters mit dem PC verbunden ist, wo die DJ-Software gerade läuft.

Wie funktioniert eine TimeCode Vinyl/CD:

Auf dem Tonträger befindet sich ein Steuersignal (Sinus-Ton), welches Geschwindigkeit und Position akkustisch überträgt. Dieses Steuersignal wird von einer speziellen Soundkarte am Laptop aufgenommen und in die DJ-Software übertragen, wo damit das Lied im jeweiligen Deck gesteuert wird.


Meiner persönlichen Meinung nach ist diese Erfindung bahnbrechend gewesen. Da ich noch ein DJ alter Schule bin, war ich schon mal glücklich über die Möglichkeit CDs selbst zu brennen, um die Schlepperei der (single) Platten zu vermeiden. Dadurch dass ich aber finde, dass es mit Platten einfach am meisten Spaß macht, ist dieses Tool einfach super.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fr@993r

Lt. Commander
Dabei seit
Okt. 2010
Beiträge
1.357
#20
auf welchem die DJ-Software gerade läuft.

Hier wäre es vielleicht ratsam, das der im DJing-Bereich angesiedelte Begriff "Haptik" genannt wird.

wo damit das Lied im jeweiligen Deck gesteuert wird.
womit das Lied im jeweiligen Deck gesteuert wird.


Ansonsten sehr schöne Ergänzung.

und bei beatport die top downloads durchgehen? nur wenn man sich sein gehör verätzen will, kommerzshice, das beste findest mit penibler suche, ausserhalb der "charts".
Mag sein, jedoch kommt es wie von Zensai gesagt auf den Stil und die Musikrichtung an, welcher aufgelegt wird.
Ich benutze persönlich gerne die Follow-Funktion von Beatport. Hier kann ich die neuesten Tracks meiner Lieblingskünstler und Remixer (sowohl bekannte Produzenten, als auch kleinere Interpreten) schnell und einfach einsehen und reinhören.
Nach den vorsortierten Genres und Charts gehe ich kaum noch. Hier müsste man sich zu sehr dem Stil des Chart-Erstellers anpassen, was meiner Meinung nach ein k.o.-Kriterium eines DJs ist. Jeder hat seinen eigenen Stil und sollte diesen ausbauen und -leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Top