[Diskussion] Server in Eigenregie

Toby-ch

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#2
Hallo
Der Einsatz von Acronis (inkrementelle Sicherung sowie Einstellung der Ressourcennutzung) reduziert die Netzwerklast weiter massiv – bisher gibt es Telefonstörungen, wenn die Sicherungen beginnen. Die Sicherungen dauern auch viel zu lange.
Jaja Acronis ein Fluch und Segen... Ich hatte nur Probleme mit dem Programm unter windows ist es noch halbwegs brauchbar, unter OSX kann mann es gleich vergessen...

Im Weiteren werden die beiden Unternehmen zur Außerhaussicherung zukünftig gegeneinander gesichert. Ggf. auch Online, VPN zwischen den Unternehmen besteht.
Spannend sozusagen spiegeln sich die Sicherung Server gegenseitig. Wie hoch ist da das anfallende Datenvolumen? und wie Hoch der Jeweilige Upload? ( gut bei firmen abos eher weniger das Problem als bei Privatkunden da wird ja meistens am Upload gespart.:mad:
Läuft da die Sicherung 1:1?
 

slsHyde

Lt. Commander
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#3
Meine Erfahrungen mit Acronis waren bisher positiv - aber natürlich auf Windows beschränkt. Ich kann mir aber vorstellen, dass es je nach Einsatzumgebung auch andere Erfahrungen gibt.

Wie hoch das tägliche Gesamtvolumen bei inkrementeller Sicherung sein wird, kann ich noch nicht sagen, da Acronis bisher nur auf dem Terminalserver läuft. Dort sind es zwischen 1 und 2 GB. Wobei das wirklich nur der reine Terminalserver ist - selbst Benutzerprofilordner sind ja umgeleitet. Insofern hat das wenig Aussagekraft.

Das Gesamtvolumen in der größeren Firma sind 320GB, in der Kleineren 180GB. Und die werden derzeit täglich mit Windows Serversicherung komplett gesichert, was natürlich lange dauert und damit fehleranfällig ist - das Netzwerk ist ja auch nicht das Beste ...

Es kann gut sein, dass ich die Windowssicherung parallel beibehalte - zumindest vorrübergehend wöchentlich sowieso. Alles weitere muss sich dann in der Praxis beweisen.
 
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Ununhex

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#4
Die Windowssicherung kannst du doch ohnehin laufen lassen, wenn das Büro/die Büros dicht sind, oder? Vor allem da es eine zusätzliche Sicherung ist, muss man's nicht direkt 18 Uhr machen sondern kann zur Sicherheit auf Mitternacht warten oder so. (weiß ja nicht inwiefern es bei euch auch abweichende Arbeitszeiten gibt)
 

slsHyde

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#5
Das werde ich auch wie gesagt erst mal machen, aber nur wöchentlich. Das dauert einfach zu lange und es müssen dafür auch Dienste abgeschaltet werden. Die Arbeitszeiten sind hier sehr unterschiedlich - kann sich jeder frei gestalten und auch von zu Hause aus durchführen. Demgemäß wird auch spät abends und an Wochenenden gearbeitet. Dauerhaft möchte ich die dann daher schon lieber los werden - es ist eine Einschränkung.
 
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#6
Was ist geplant bezüglich Stromversorgung?
Redundantes Netzteil + VFI USV wären natürlich optimal ;)
 

slsHyde

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#7
USV ist natürlich da, redundantes Netzteil hier definitiv nicht. Bringt quasi keinen Vorteil, aber jede Menge Nachteile. Wie zum Beispiel Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit, schlechtere Energieeffizienz, Lautstärke ab 50 Db sowie einen oft nicht abschaltbaren Alarmton, der dann zum Abschalten des Servers zwingt - wegen Ruhestörung. Arbeiten kann dann sowieso keiner mehr.

Edit: Datenverlust entsteht beim Absturz ja nicht und Netzteiltausch dauert zwei Minuten.
 
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slsHyde

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#9
Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Neben anderen Teilen ist die USV noch in dem alten Serverschrank verbaut. Um da etwas identifizieren zu können, muss man das erst ausbauen, das Ding ist völlig verbaut. Das wurde extra so gemacht, da wegen der Hitzeentwicklung der alten Server die Türe zum Raum offenbleiben musste. Nicht gerade ideal.

Diesen Samstag erst wird der Serverschrank abgebaut und durch einen Tisch ersetzt, die Türe zum Serverraum kann ja jetzt zu bleiben, da kaum noch Wärmeentwicklung da ist. Ich werde noch oben und unten je einen Lüftungsschlitz in die Türe schneiden lassen und dann kann der Raum abgeschlossen werden.
 

Schnitz

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#10
Ich konnte jetzt nicht erkennen wie das Heterogenitätsproblem mit den Linux-Thin-Clients gelöst wurde?

Ich weiß zwar nicht was für eine Datenbank verwendet wird, aber warum für den Datenbankserver kein Linux? Spart Windows-Lizenzkosten und dürfte allgemein performanter sein.

Welches System kommt auf dem Backup-Server (NAS?) zum Einsatz?
 

slsHyde

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#11
Windows-Lizenzkosten sind gering im Vergleich zu dem Aufwand, den ein Linux-System schafft. Wer soll denn da den Betrieb sicherstellen? Ich sicher nicht, auch sonst niemand hier im Unternehmen - und selbst wenn - der externe Partner muss das dann auch beherrschen, was die Auswahl deutlich einschränkt und zu höheren Kosten führt. Wann immer ich für ein System zuständig war, habe ich schnellstmöglich alles, was nicht Windows war, rausgeschmissen. Und wo immer ich Linux oder Mac-Integration gesehen habe, habe ich auch eine Menge damit verbundener Probleme gesehen. Nicht mit mir - und ich rate da auch dringend von ab, egal ob man zum Beispiel Linux beherrscht oder nicht. Denn zum Beispiel darf die IT ja nicht von mir oder einem der Externen abhängig sein.

Zum Beispiel kann ich mit den Thin Clients nur 16 bit Farbe, die Einstellungen für Clear Type bleiben nicht bestehen, Maustasten funktionieren nur begrenzt ... und einen Monitor daran anzuschließen ist teils sehr aufwändig, da Du quasi selber einen Treiber programmieren must. An Arbeitszeit alleine dafür ging wesentlich mehr drauf, als Windows-Lizenzen gekostet hätten. Dann noch die ganzen anderen Störungen, die damit einher gehen. Bei den Windows-Clients, die wir haben: überhaupt kein Problem. Dann kommt noch, dass nur zwei der Thin Clients 2 Monitore können - was dann wieder zusätzliche Investitionen mit sich bringt, da wir auf 2 Monitore aufrüsten müssen. Linux, obwohl hier nur für blöde ThinClients eingesetzt, war hier extrem teuer, da hätten wir ein vielfaches an Windowslizenzen für kaufen können. Micrososft ist so betrachtet einfach scheiße billig und das Argument, mit Linux würde man sparen, fast immer falsch.

EDIT:

Zum Beispiel bzgl. der Störungen: Wir verwenden Open Thin Client. Zwei verschiedene Modelle an Hardwareclients. Ich muss für jedes der Modelle einen eigenen Server betreiben, denn mische ich die Hardwaremodelle an einem Server - egal unter welcher Softwareversion - gibt es massive Störungen (Scrollruckelorgien ohne Ende, verschwindende Mauszeiger, etc.) Also muss ich - bis ich den Mist endlich raus habe - zwei zusätzliche Systeme pflegen. Was passierte, würde hardwareseitig noch ein Dritter Client eingesetzt? Keine Ahnung - da gehen dann wieder Nächte und Wochenenden drauf, um das auszufrickeln. Windows-Client: anschließen, installieren, fertig. Monitore anschließen: dito. Und da haben wir noch gar nicht mit Funktionen wie remotefx angefangen, das kommt erst noch. Bis dahin habe ich Linux aber raus - bzw. kann sich das Unternehmen jemand anderen suchen, das zu administrieren, wenn es bis dann nicht raus ist. Ich mache Linux maximal temporär für den Übergang - never ever mehr.

EDIT 2:

Auf dem Backupserver war überflüssigerweise ein Windows Server 2008R2. Da er nun mal da ist, blieb das so, wie beschrieben. Wenn wir dann später auf eine neue Serverversion migrieren, kommt da einfach ein Windows Professional drauf und gut ist.

EDIT 3:

Datenbankserver: zusätzlich zur Linus-Problematik wie oben beschrieben ginge das gar nicht, da die Datrenbanksysteme, die hier zum Einsatz kommen, nicht unter Linux laufen. Ein weiterer wichtiger Punkt im betrieblichen Bereich gegen Linux und Mac: zu eingeschränkte Softwareauswahl. Das was es zum Beispiel im Bereich Verwaltungssoftware, also Warenwirtschaftsysteme & Co, gibt, ist richtiger Mist. Gut, auch unter Windows ist das Meiste Mist, aber es gibt immerhin ein paar löbliche Ausnahmen.
 
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Schnitz

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#12
Mit Windows-Lizenzen hat man aber auch keinen Support-Anspruch.

Welchen LPIC-Level hast Du?

Windows und Unioxide zu verbinden - da ist leider Windows immer Ursache des Problems, wird leider nur selten anerkannt :/
Ich versuche eher Windows aus der Gleichung zu extrahieren. Und eine RHEL Umgebung zu administrieren ist wohl auch kein Hexenwerk und wenn man einen Supportvertrag mit einer Firma hat kann man das doch bequem per VPN regeln.

Zu den Thin-Clients: Ich habe in Citrix-Umgebungen gute Erfahrungen mit eLux gemacht, vllt. was für Euch?

Die Frage zum NAS hast Du wohl übersehen?
 

slsHyde

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#13
NAS - siehe Edits oben.

Ich habe schon mehrmals erlebt, dass einem Unternehmen plötzlich der Support abhanden kam. War übrigens auch hier so - zwei Monate, nachdem ich angefangen hatte (wie gesagt, nicht als ITler), ist dem Support-Unternehmer sein Betrieb um die Ohren geflogen und wir standen von einem Moment zum anderen ohne Support da. Zu den Linux-Geschichten war natürlich nichts dokumentiert - ich musste das also neben der plötzlichen Übernahme der IT alles von vorne aufrollen. Wie gesagt: das habe ich oft genug gesehen. Man muss als Unternehmen so aufgestellt sein, dass einem so was völlig egal sein kein. Bloß keine Abhängigkeit. Und deshalb auch kein Linux! Für Citrix gilt das Gleiche.

Wie gesagt, wir sprechen bzw. ich spreche von kleinen und mittleren Betrieben, die keine hochkarätige eigene Fachtruppe vorrätig halten können. Keep it Simple! Und das geht am besten mit einer homogenen Windows-Umgebung.
 
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Schnitz

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#14
Also mit Windows ist selten etwas Simpel und wenn man erfahrener Server-Admin ist sollte Linux kein Problem sein, sonst wäre man nur Windows-Administrator.

Ein weiterer wichtiger Punkt im betrieblichen Bereich gegen Linux und Mac: zu eingeschränkte Softwareauswahl. Das was es zum Beispiel im Bereich Verwaltungssoftware, also Warenwirtschaftsysteme & Co, gibt, ist richtiger Mist.
Da die neueren Warenwirtschaftssysteme die ich kenne, sowie eigentlich jede andere Art von Fachanwendung, eigentlich nur einen Apache und eine MySQL/MariaDB Server benötigen und der ganze Handlungsraum dann im Browser stattfindet, spielt das OS kaum noch eine Rolle.

Xen bzw. Citrix ermöglichen es auch Windowsprogramme wie Word (oder was auch immer sonst) von einem Windowsserver in einen Linux/MacOS-Desktop durchzuschleifen, sofern man wirklich nicht drauf verzichten kann/will. Aber dann hat man nur eine aussätzige Windows-Maschine im Hintergrund und kann sonst auf eine homogene Umgebung setzen.

Edit: Ein NAS mit Windows zu betreiben ist in meinen Augen Ressourcenverschwendung ;)

...und leider ein zusätzlicher Angriffspunkt. :(
 
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slsHyde

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#15
Das ist das Problem: ein erfahrener Server-Admin, der betriebssystemunabhängig alles beherrscht, ist für ein kleines oder mittleres Unternehmen nicht so leicht zu bekommen. Die Verfügbarkeit kann nicht sichergestellt werden. Das ist ein KO-Kriterium.

Wenn man eine Basis hat, die einen auf Apache oder MySQL einschränkt, schränkt man sich bei der Auswahl der Systeme ein. Die guten Systeme, die ich kenne, brauchen einen Windowsserver. Ein nicht passendes oder nicht gutes System zum Beispiel im Bereich Warenwirtschaftssystem einzusetzen, ist irre teuer. Da sind Windowslizenzen Peenuts.

Xen oder Citrix
1) dann muss aber auch zusätzlich das Know How für Xen oder Citrix vorhanden sein. Das kommt einem Betrieb in hiesiger Größenordnung teurer als die paar Windowslizenzen, zumal Hyper-V-Server ja auch unter Windows kostenlos ist.
2) Klar kann das nominal Word etc - aber ich habe bisher immer gesehen, dass es auch funktionale Einschränkungen und andere Unannehmlichkeiten gibt. Ich bin zum Beispiel echt froh, mit dem produktiven Ersatzteillager jetzt keinen dieser blöden ThinClients mehr nutzen zu müssen, sondern wieder einen Windows-Client zu haben, um mich remote am Terminalserver anzumelden. Einfach schon wegen so Kleinigkeiten, dass an der Maus damit jetzt die vor- und zurücktasten funktionieren, das Clear Type, 32-bit Farbe, etc. Wie haben hier hochqualifizierte "Office"-Arbeitsplätze. Da sind solche funktionalen Einschränkungen störend.

Zur Betonung: ich möchte mich gar nicht gegen Linux wenden, aber meiner Erfahrung nach gehört das in eine Umgebung wie hier nicht hin. Leider.

Wegen einem NAS ein zusätzliches System beherrschen zu müssen halte ich für Ressourcenverschwendung ;-). Die 100 € für das Windows sind da gut angelegt. Mit den zusätzlichen Angriffspunkten sehe ich das auch nicht, ich behalte nur den Angriffspunkt Windows, den ich sowieso habe, bei. Würde da was anderes hinkommen, wäre das ein zusätzlicher Angriffspunkt.

So kann ich zum Beispiel, sobald Linux hier raus ist, Java runterschmeißen.
 
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#16
Was für eine Buchhaltungssoftware setzt ihr ein? Das Finanzamt akzeptiert bei Prüfungen PDF's als Belege? Bei uns in RLP macht der Prüfer nur Theater.
 

slsHyde

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#17
Die Belege müssen dafür direkt und in unveränderlicher Weise mit den Buchungssätzen verbunden werden. Diese Funktionalität hast Du zum Beispiel bei Datev oder Simba bzw. kannst es modular dazu kaufen, was wegen der Abby-Lizenzen nicht billig ist. Wahrscheinlich gibt es auch noch andere Buchhaltungssoftware, mit der das geht. Früher oder später wird das mit allen gehen.

Ansonsten gilt ja, dass man bei elektronischen Belegen wir PDFs ebenfalls wieder 10 Jahre Aufbewahrungspflicht hat (Beginn im Folgejahr des Jahres, in dem die letzte Änderung an der Buchhaltung erfolgte), wobei die Aufgbewahrung in einer Form zu erfolgen hat, dass die Belege unveränderbei sind. Wenn also Belege, die nur als pdf existieren (Telefonrechnungen zum Beispiel), direkt in ein entsprechendes Archiv wandern, ist das absolut in Ordnung bzw. Pflicht. Das PDF bleibt ja sowieso das Original, der Ausdruck des PDFs hat keine Beweiskraft, der Prüfer hat das Maul zu halten.

Geht das dann wie oben beschrieben in die Buchhaltung ein, wird auch das eingescannte Dokument zu einer Art Original. Die tatsächlichen Originalbelege bräuchten nicht mehr aufgehoben zu werden. Sofern die Software die rechtlichen Vorschriften berücksichtigt, was Unveränderbarkeit angeht. Allerdings gilt derzeit noch die Empfehlung, es nicht darauf ankommen zu lassen und die originalen Papierbelege vorläufig noch aufzuheben.
 
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ZFS

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#18
Welche Buchhaltung verwendet ihr? Ich frag nur deshalb, weil mich der Belegscan + Schrifterkennung + Buchungsvorschlag sehr interessiert. Zum leidigen Thema Prüfer. Unser erkennt PDF Belege (z. B. Rechnungen per Mail) von freien Mitarbeitern einfach nicht an. Reichen wir die Belege nicht in Papierform nach, wird eine Nachzahlung von "zu viel gezogener" Vorsteuer fällig, obwohl der f. Mitarbeiter auch eine Steuernummer hat und sich eh alles elektronisch abgleichen lässt. Nein, Papier bitte. Wehe aber ich sende denen die Buchungsdaten nicht im gewünschten Format (GDPdU), dann ist Polen offen. Ich hoffe hier auf Besserung durch den Gesetzgeber.
 
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slsHyde

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Die GoBD sind da eindeutig. Das elektonische Original ist und bleibt das Original. Aber: dieses Original muss in einer unveränderbaren Form gespeichert werden, sonst ist es gar nichts. Man braucht also für solche PDFs eine Art Tresorsoftware. Sonst gilt das nicht. Ersatzweise kann bzw. muss dann ein Ausdruck der PDF herangezogen werden, was vom FA (noch) akzeptiert wird.

Ich denke mal, dass bei Euch keine solche Software vorliegt. Dann hat der Prüfer Recht.

Das muss keine Buchhaltungssoftware sein, es reicht eine Art Archivierungssoftware, innerhalb derer die dort gelagerten Dokumente unveränderbar sind. Im Zusammenhang mit einer Buchhaltungssoftware passiert zunächst das Gleiche. Das PDF wird in einer unveränderbaren Form gespeichert - aber zusätzlich mit dem Buchungssatz verknüpft. Nach der Journalisierung ist dann beides unveränderbar.

Das FA will diese Form der digitalen Buchhaltung, um leichter prüfen zu können. Daher wollen die das in Zukunft auch verbindlich machen.

Wie gesagt: Datev oder Simba sind Beispiele, mit denen das geht.
 

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#20
Vor allem sind sie keine gesetzliche Regelung, sondern lediglich ein Leitfaden vom Bundesfinanzministerium für den Betriebsprüfer. Was wird der Prüfer immer pampig, wenn ich dies auch nur andeute. Einerseits fordert die GoBD für jeden Pups eine Verfahrensdokumentation und möchte alles nach GoBD zertifiziert sehen, andererseits wird in genau dieser GoBD eine Bindewirkung für nach GoBD zertifizierter Hard- & Software ausgeschlossen.
Der Prüfer würde die PDF Belege (in unserem Fall) auch dann nicht anerkennen, wenn wir sie in einer revisionssicheren Archivierung aufbewahren. Fair, dass er das wenigstens vorher sagt. Seine Ansage: per Email gesendete PDFs erfüllen die Belegfunktion nicht und Punkt. Aber das ist unser Problem. Danke für die Infos und weiterhin viel Erfolg mit deinem Projekt!
 
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