[Diskussion] Videos platzsparend konvertieren

JerryCurwen

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#2
Hallo,

danke für die super Anleitung. Also erst mal habe ich einiges erfahren was ich vorher so nicht wusste. Das hat mich in meinen Überlegungen schon mal etwas weiter gebracht! Vielen Dank dafür.

Allerdings habe ich zur Zeit das Thema HEVC (h.265) im Kopf. Testweise habe ich mal ein Videofile was ca. 25 GB groß war zu einem HEVC MKV-File umcodiert. Das Ganze habe ich mit Handbrake Standardeinstellungen gemacht:

screenshot.png

Ich war erstaunt darüber wie groß die Videodatei nach dem Umwandeln war. Jedoch dauerte das Ganze bei meiner aktuellen CPU Xeon E3-1231v3 unheimlich lange. Jetzt kam mir die Überlegung eventuell auf eine Kaby Lake CPU umzusteigen. Allerdings kann ich im Internet keine Angaben darüber finden, wieviel schneller Skylakes/Kaby Lakes mit Hardwareencodern sind.

Hat jemand dazu irgendwelche Tests, Benchmarks oder andere Berichte gefunden aus denen hervorgeht wie viele schneller so eine CPU mit Hardwareencoder für HEVC (h.265) ist?

Liebe Grüße
Jerry
 

habichtfreak

Commander
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#3
sofern kein spezieller befehlssatz verwendet wird, kann man codieren mit rendern gleichsetzen. schau mal nach cinebench und co. ergebnissen.

Ich war erstaunt darüber wie groß die Videodatei nach dem Umwandeln war. Jedoch dauerte das Ganze bei meiner aktuellen CPU Xeon E3-1231v3 unheimlich lange.
hevc ist doch noch in der entwicklung und so gut wie kein endgerät kann das abspielen. vllt liegt es gar nicht an deiner cpu, vllt ist die installierte FFmpeg version einfach schon ziemlich alt?
 
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Eisenoxid

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#4
Einen kleinen Fehler habe ich im Tutorial gefunden: CQ bedeutet Constant Quantizer, es wird der selbe Quantizer dauerhaft verwendet. Nicht unbedingt vorteilhaft. Bei CRF wird ein nominaler Quantizer genommen, ein Richtwert. Er schwankt um den eingestellten Wert. Deswegen kann man auch bei CRF z.B 18.4 einstellen, ansonsten sind nur ganze Zahlen erlaubt.
 
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#7
Auch von mit ein Dank für die tolle Anleitung und verständlichen Infos. Hatte zuvor eine ganze Weile mit diversen Werten (etwa Bildqualität) bei der Umwandlung experimentiert und gute Hilfen gefunden, um die Medien-Digitalisierung erfolgreich abschließen zu können.

Eine kleine Frage habe ich allerdings noch zum Abschnitt der Decodierung, was über die Grafikkarte läuft. Was wäre in dem Bereich eine brauchbare Karte, die solide / brauchbare Konvertierungsergebnisse für 1080p erzielt? Aktuell dauert es bei 1080p-Material doch recht lange (~12fps / GF 8600 GT). Gespielt wird am Rechner nicht.
 
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habichtfreak

Commander
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#8
Eine kleine Frage habe ich allerdings noch zum Abschnitt der Decodierung, was über die Grafikkarte läuft. Was wäre in dem Bereich eine brauchbare Karte, die solide / brauchbare Konvertierungsergebnisse für 1080p erzielt? Aktuell dauert es bei 1080p-Material doch recht lange (~12fps / GF 8600 GT). Gespielt wird am Rechner nicht.
da die gf 8600 ein dinosaurier ist, bin ich mir nicht sicher, ob du decodieren meinst oder codieren (konvertieren). du hast beides geschrieben.

decodieren ist das reine abspielen von fertigem material, dass kann jede zeitgemäße IGP. wie es sich mit dem konvertieren auf der GPU verhält, da bin ich überfragt, benutze die cpu.
 
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fanatiXalpha

Fleet Admiral
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#9
coole Anleitung
finde es toll, dass sich Leute mit Ahnung die Zeit nehmen und da was zusammen schreiben :)

aber eins fand ich komisch:
Mediadateien werden grundsätzlich komprimiert gespeichert, da unkomprimiertes Speichern enormen Speicherplatz benötigen würde. Beispiels:

Audio: MP3, AAC, FLAC, AC3
Video: siehe Liste bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Videocodecs
Flac ist doch lossless, also kein Verlust in der Qualität
aber wie geht das?
dachte beim komprimieren geht unweigerlich was verloren

zuerst dachte ich FLAC wäre unkomprimiert, aber ist es ja nicht^^
 
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#10
Ja, Komprimierung finde ich auch immer faszinierend. Keine Ahnung, wie es bei FLAC unktioniert, aber eine ganz einfache, verständliche verlustfreie Komprimierung wäre:

011101100111010
0302003010

Die "0" wird wie gehabt geschrieben, die "1"en werden zusammengefasst und nur die Größe des Einserblocks gespeichert. Es gehen keine Informationen verloren, obwohl die zweite Reihe eindeutig weniger Zeichen hat.
 

Nitschi66

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#11

god-necromant

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#12
Vielen Dank für die Anleitung! Sehr gelungen! Ich wolle schon die ganzen Jahre dazu mal ein wenig rumprobieren und hab das jetzt auch zum Anlass genommen es mal zu machen :)

Zum Testen hatte ich mir jetzt mal ein paar kurze Clips von hier gegoogelt (http://www.4ktv.de/testvideos/)

Da gibt es z.B. diesen Clip (Jellyfish Bitrate Test 120Mbps) , welchen ich mal für eine erste Testreihe (da kurz und klein) verwendet habe.

Kann mir jemand erklären, warum das Source-File 430 MB hat, der Output aber (ohne Einschränkung der Qualität - d.h. CQ =CRF 00, Profile "[High 4.0] FHD, Progressive", als MKV) jetzt eine Größe von 560 MB hat?

Jelly.png

Und noch ne Frage: So wie ich das sehe, verwendet das Programm die CPU (ich habe einen Xeon 1230 V3 @ Stock), kann man die GPU (bei mir ne NV 1070) auch zur Mitarbeit überreden? Oder macht das ggf. keinen Sinn?

Danke schon mal!
 
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habichtfreak

Commander
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#13
zur größe: 00 ist "verlustfrei". da konvertieren immer mit verlusten verbunden ist (auch wenn man sie mit dem bloßen auge nicht sieht), versucht das programm durch eine höhere bitrate dies auszugleichen. eine andere ursache könnte sein, dass das quellvideo mit 2pass konvertiert wurde. dürfte sogar wahrscheinlich sein, anders lassen sich die verschiedenen bitraten (45, 75, 90 und 120) gar nicht genau erreichen.

encoden mit gpu: ja, geht. aber nicht mit ripbot. staxrip unterstützt das. geschwindigkeitsvorteil ist riesig. beispiel: mein i5-4590 schafft 40-50fps, die igp rund 200fps. ne richtige graka dürfte 1000 und mehr schaffen. allerdings soll die qualität - insbesondere bei nvidia - sehr viel schlechter sein als mit cpu. musst du selbst entscheiden, was dir wichtiger ist (qualität oder geschwindigkeit)
 
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