Gehälter in der IT

downforze

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@Jace Weil zum eigentlichen Bruttogehalt von Beamten noch die Zuschläge für Kinder und Familienstatus kommen, das Kindergeld vom Bundesverwaltungsamt gezahlt wird und die Krankenversicherung privat läuft.
 

hallo7

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@Idon

Bin seit einiger Zeit in Deutschland - wobei ich auch in Österreich noch viel Zeit verbringe. Bayern ist ja nicht so weit weg ;)
 

Jace

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@downforze Ah. Dann war das ein Missverständnis. Bei Beamten ist mir klar, warum ein Bruttovergleich mit noramlen Angestellten nicht möglich ist.
ich hatte bei deinem ursprünglichen Post an normale Angestellte im öffentlichen Dienst gedacht.
 

fryya

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Bin kein IT'ler, aber sehe durch meinen Job viele Arbeitsverträge, dabei fällt mir immer wieder auf:

- Wie enorm groß das Ost-/West- und Nord-/Südgefälle ist. Mobilität zahlt sich extrem aus, aber viele scheinen das nicht zu wissen oder es ist ihnen egal. In Sachsen gibt es haufenweise Leute mit Dr. in relevanten Bereichen, die weniger pro Stunde verdienen als in Berlin die Werkstudenten. Die könnten in Berlin verdoppeln und im Südwesten verdreifachen.

- Was individuell geht. Da bekommen Leute mit gleichem Abschluss und gleicher Tätigkeit zum Teil 30-40% mehr bzw. weniger in der Firma.

- Wie knapp gute Leute inzwischen sind. Einstiegsgehälter scheinen mir deutlich gestiegen zu sein in den letzten Jahren. Neue Leute bekommen zum ähnliche Summen wie Leute, die seit 3-5 Jahren in der Firma sind.
 

apachy

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Wie enorm groß das Ost-/West- und Nord-/Südgefälle ist. Mobilität zahlt sich extrem aus, aber viele scheinen das nicht zu wissen oder es ist ihnen egal.
Ich glaub das wissen die meisten, abgesehen von vielen Berufseinsteigern durchaus. Region, Firmengröße und Branche sind die treibenden Kräfte. Mal ab von großen Unterschieden was Verantwortung angeht. Denke aber viele wollen nicht für etwas Geld umziehen. Man hat seinen Freundeskreis, meist auch Familie in der Region usw.

Mir ist das z.B. auch durchaus bewusst. Ich möchte aber nicht dafür bezahlt werden, dass ich häufig umziehe, sonst wäre ich Umzugshelfer geworden.

Wie knapp gute Leute inzwischen sind. Einstiegsgehälter scheinen mir deutlich gestiegen zu sein in den letzten Jahren. Neue Leute bekommen zum ähnliche Summen wie Leute, die seit 3-5 Jahren in der Firma sind.
Denke auch das ist eine Frage der Region. Bei uns merkt man davon wenig. Hier steigt ein Entwickler in einer kleinen Firma immer noch gerne ein mit einem Gehalt, das ein Ungelernter bei Amazon im Lager kriegt. Natürlich sind Aufstiegschancen und Chancen beim Wechsel ungleich höher in der IT.

Aber ja innerhalb eines Betriebs, vor allem wenn es kein großer ist, wo es mehrere Abteilungen gibt und man quasi aufsteigen kann, stangniert das Gehalt häufig und steigert sich oft langsamer als das Durchschnittsgehalt in dem Bereich oder gar als die Inflation.
 
Zuletzt bearbeitet:

Airbag

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- Was individuell geht. Da bekommen Leute mit gleichem Abschluss und gleicher Tätigkeit zum Teil 30-40% mehr bzw. weniger in der Firma.

- Wie knapp gute Leute inzwischen sind
Ich gehe mal davon aus, dass du HRler bist. Ich vermute mal, dass sich Gehaltsunterschiede vor allem aufgrund von massiven Leistungsunterschieden manifestieren. Wie stellt man diese bei euch fest bzw. wie geht man bei euch damit um? Bzw. ist es bei euch gewollt bewusst keine so guten Leute einzustellen, weil diese eher bereit sind einfachere Aufgaben zu erledigen?
 

fryya

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Ich bin kein HR'ler und habe keinen Einblick warum so gezahlt wird. Ich sehe nur das so gezahlt wird. Es handelt sich um Beobachtungen aus einer Vielzahl von Firmen und Branchen.
 

Idon

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Es gibt viele Faktoren. Wird gerade jemand verzweifelt gesucht, wird womöglich deutlich mehr gezahlt, als man eigentlich zahlen würde bzw. den Kollegen zahlt.

Im Gegenzug habe ich jetzt mehrere Ingenieurskollegen, die gerade bei anderen Firmen für "Hungerlöhne" einsteigen, einfach, weil sie sonst gar nichts finden. Das ist letztlich einfach Corona geschuldet.
 

sadpie70

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Da ich den Thread via Google gefunden hatte, dachte ich mal, ich poste meine Situation in der Hoffnung ein bisschen Feedback zu erhalten. :-D

1) Bundesland: NRW
2) Beruf/aktuelle Position: IT-Administrator, 1st-/2nd-Level-Support
3) Bruttolohn pro Jahr: 30k (12 Monatsgehälter)
4) Nettolohn pro Jahr: Steuerklasse 1
5) Wochenarbeitszeit: 40 Std./Woche
6) Alter: 28
7) Geschlecht: m
8) Ausbildung: Fachinformatiker Systemintegrator sowie duales Studium Wirtschaftsinformatik
9) Wie lange schon im Berufsfeld tätig: Ausbildung sowie jetzt ab August 5 Jahre im selben Betrieb
10) Arbeitsverhältnis: Unbefristet

Betrieb ist ein mittelständiges Unternehmen für IT Dienstleistungen. Aufgabenbereich ist alles, was so bei uns im Portfolio ist - über Windows Server, Virtualisierung, Storage-Systeme, Switching, WLAN bis hin zu Telefonanlagen, Firewalls sowie Verwaltung & Konfiguration diverser Softwareapplikationen, sei es Microsoft 365, Exchange Server, Datev usw.
Hauptsächlich mache ich dabei den Support am Telefon, aber Störungen oder Neuinstallationen beim Kunden sind auch desöfteren dabei.

Von daher danke im Voraus. ;-)
 

fattrat

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Da ich den Thread via Google gefunden hatte, dachte ich mal, ich poste meine Situation in der Hoffnung ein bisschen Feedback zu erhalten. :-D

1) Bundesland: NRW
2) Beruf/aktuelle Position: IT-Administrator, 1st-/2nd-Level-Support
3) Bruttolohn pro Jahr: 30k (12 Monatsgehälter)
4) Nettolohn pro Jahr: Steuerklasse 1
5) Wochenarbeitszeit: 40 Std./Woche
6) Alter: 28
7) Geschlecht: m
8) Ausbildung: Fachinformatiker Systemintegrator sowie duales Studium Wirtschaftsinformatik
9) Wie lange schon im Berufsfeld tätig: Ausbildung sowie jetzt ab August 5 Jahre im selben Betrieb
10) Arbeitsverhältnis: Unbefristet

Betrieb ist ein mittelständiges Unternehmen für IT Dienstleistungen. Aufgabenbereich ist alles, was so bei uns im Portfolio ist - über Windows Server, Virtualisierung, Storage-Systeme, Switching, WLAN bis hin zu Telefonanlagen, Firewalls sowie Verwaltung & Konfiguration diverser Softwareapplikationen, sei es Microsoft 365, Exchange Server, Datev usw.
Hauptsächlich mache ich dabei den Support am Telefon, aber Störungen oder Neuinstallationen beim Kunden sind auch desöfteren dabei.

Von daher danke im Voraus. ;-)
Hast du das duale Studium abgeschlossen? Hast du sonst irgendwelche Benefits zu den 30k? In welcher Region wohnst du? Ich bin zwar durch die Gehälter einer Großstadt manchmal etwas vernebelt, aber die 30k hören sich dann doch ein wenig mager an.
 

sadpie70

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@fattrat Korrekt, das Studium wurde letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen. Benefits sind ein Firmenwagen, auch zur privaten Nutzung. In welcher Region? Man ist in einer halben Stunde in Düsseldorf. 🙃
 

blubberz

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Für das Gehalt hättest du nicht studieren müssen. Selbst im ÖD bekommst du mit EG8 (also mit Berufsausbildung) zum Einstieg 36k, bei EG9 sind es 38k.

Aber gut, dank Corona und co. wird momentan wohl auch nicht mehr drin sein.
 
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nospherato

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@sadpie70
Meine Empfehlung:
So schnell wie möglich weg vom 1st+2nd level Support.
Kenne genug die sich da lange aufgehalten haben und da nicht mehr raus kommen..
Das kann man mal 1-2 Jahre machen (hab ich auch 6 Monate) , aber spätestens dann: Raus da! Gerade mit Studium schau dich nach etwas mehr fordernden um.

Edit: Und lass dich nicht unterkriegen mit Corona und Co.! Wenn ich alleine sehe, dass bei uns eine hohe zweistellige Zahl an Stellen ausgeschrieben ist und bei meinen IT Kollegen sieht es ähnlich aus, kann es um die IT in Deutschland nicht ganz so schlecht stehen.
 

Schredderr

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So schnell wie möglich weg vom 1st+2nd level Support.
Würde ich auch sagen.
Ich war vor ein paar Jahren bei einem großen deutschen Internetprovider als Externer in einem Projekt. Die Leute die dort im Support waren haben teilweise <30k verdient. In der Entwicklung sah es nicht besser aus weil es damals hieß "Entweder ihr macht das für vielleicht ein bisschen mehr oder wir fragen andere". Die kamen alle ursprünglich aus dem Support.
Mir wurde dort damals eine Stelle mit 50k angeboten, die ich aber abgelehnt habe. Hatte den Kollegen dort dann das Angebot gezeigt um ihnen aufzuzeigen, dass sie deutlich mehr verdienen könnten. Da waren sie schon leicht verärgert.
 

wayne_757

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Mich gruselt es nur wegen dem krassen Gender-Gap
Diese Balken sind totaler nonsense. Da kann man alles mögliche reininterpretieren. Zum einen sind die Gruppen viel zu weit gefasst. Zum anderen ist die relevante Kenngröße die Bezahlung pro Stunde. Wenn eine Frau 20h IG Metall als Entwicklerin arbeitet und dort 45k Euro verdient vs. ein Mann der 110k Euro bei 60h pro Woche verdient, dann ist da ein Delta von 65k, aber pro Stunde schneidet die Frau besser ab.

Zu den Diskussionen zum Einstiegsgehalt vielleicht die Info, dass mir 2013 von einem großen Automobilzulieferer 4984€ Brutto angeboten wurden im Raum Stuttgart. Für Berufsanfänger findet der M. Sc. keine Beachtung. B. Sc. bekommen also das gleiche. Da muss ich mich anschließen. Das ist extrem unwürdig bezahlt.
War wahrscheinlich IG Metall 40h? Bei uns im Tarif ist es mittlerweile so das in 5/12 Monaten mehr als Basisentgelt gezahlt wird, von daher ist die Monatsangabe oft sehr ungenau.

@NuminousDestiny
Da ich AT bin, liege ich deutlich drüber. Mit Mitte 30 verdiene ich das doppelte meiner guten Ex-Kommilitonen (non IG). Klar, nehme ich gerne mit. Aber gut für's Unternehmen und den Standort Deutschland sind die Löhne nicht. Sehe ich ja daran, was die Konkurrenz aus dem Ausland für Preise aufrufen kann.
Weiß jetzt nicht wies beim BCE ist aber im M muss man schon scharf auf AT sein, ansonsten wären mir das zuviele Stunden. Fachkarriere würde vielleicht gerade noch gehen, aber bei der Führungskarriere wäre mir die Tätigkeit an sich zu ätzend.

Die Bezahlung ist immer relativ. In meiner alten Stelle hatte ich ein paar Kollegen die lagen sicherlich 30-40% unter mir, aber da gab es auch praktisch keinen Output. Im (Software-)Entwicklungsbereich ist es unglaublich wieviele Leute da jahrelang mitgeschleppt werden ohne dass da wirklich viel Produktives bei rumkommt.

Wegen der deutschen vs ausländischen Löhne:
Ich habe bereits mit Kollegen aus Polen, Rumänien, Weißrussland, Indien, Vietnam zusammengearbeitet.
Die Osteuropäer waren bislang fachlich meistens ganz gut, oft sind sie aber nicht sehr entscheidungsfreudig gewesen. Indien und Vietnam war bisher ganz schlimm. Alle aber auch wirklich alle guten Inder die ich bisher kennengelernt habe arbeiten nicht in Indien sondern z.B. USA oder hier in Deutschland. Auftragsarbeiten muss man haarklein und mehrfach erklären Dokumentieren. Bis man das alles erledigt hat hätte man in der Hälfte der Zeit es auch selbst erledigen können.
 

Schredderr

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downforze

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@wayne_757 Das war tatsächlich IG Metall Tarif. Da wurde aber einiges verlangt. 5000€ klangen für mich damals wie ein Lottogewinn. Sieht man wie viel man dann abgezogen bekommt, ist es nicht mehr so toll.
 

Khaotik

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Sieht man wie viel man dann abgezogen bekommt, ist es nicht mehr so toll.
Bin ich bei dir. Ich musste damals auch erstmal schlucken. Aber mit knapp 60k€ ist man ja auch schon Spitzenverdiener und zählt zum Hochfinanz…. Da sind dann schonmal 42% Abgaben gerechtfertigt. Die 3% ab 250k€ tun dann in dem Bereich auch nicht mehr viel mehr weh.
Aber gut – Mittelschicht ist ja heutzutage einfach out. Braucht doch keiner (Auch wenn man mit dem Gehalt dann schon eher im oberen Drittel der . Früher mal ein typisches Einkommen (Wenn man es mal Inflationstechnisch bereinigt) mit dem man eine Familie alleine aushalten und die Frau z.B. ohne schlechtes Gewissen sich den Kindern und Co. widmen konnte. Heute würden das zwar prozentual weniger machen, trotzdem kenne ich auch aus dem Bekanntenkreis einige, die so ein Leben schön finden würden. Vollblutmamas eben. Leider lässt sich aber das Leben oft nicht mehr über nur ein Gehalt finanzieren. Also sind doch beide gezwungen, arbeiten zu gehen. Und das würde ich dann nicht mehr als gesunden Mittelstand sehen.
 
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