News Infineon mit Carbon-Nanotubes Transistoren

Tommy

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Forschern des Halbleiter-Herstellers Infineon ist es jetzt zum ersten Mal gelungen, Kohlenstoff-Nanoröhrchen auch für die Herstellung von Leistungshalbleitern zu nutzen. Das berichten jetzt Infineon-Wissenschaftler aus München: Sie zeigen den ersten Schalter aus Nanoröhrchen, der Leuchtdioden oder Elektromotoren steuern kann.

Zur News: Infineon mit Carbon-Nanotubes Transistoren
 

TropfTanga

Banned
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-->coole sache, wir haben im unterricht erst en werbefilm von infineon gesehn, iss schon hammer hart, was das fürn aufwand ist, die teile zu bauen...
 

Supernoob

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Ich versteh nicht ganz was das ist, aber mich freut es das es von einer deutschen Firma kommt!
 
M

Mr. Snoot

Gast
Naja, von Infineon kommen die Röhren leider nicht. Die wurden schon vor 14 Jahren in Japan entdeckt.
Im Grunde sind es winzige Leiter, die je nach Struktur ein Halberleiter á la Silizium sind, oder ein Leiter - nur sehr sehr viel besser als Kupfer. Das heutzutage, neben Aluminium, für Leiterbahn/Verbindungen benutzt wird. Wegen der geringen Größe und den guten Eigenschaften (Festigkeit/Elastizität/Leitfähigkeit etc.) sind die Röhren für zukünftige Chips (aber auch in Flachbildschirmen als Bildröhre; oder als Schalter) interessant. Nur bis die Massenfertigung mal beginnen kann wirds wohl noch dauern. Aber wir haben ja Zeit ;)
 

Project-X

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Japan!!! ich komme zwar ncith von dort, aber findi die Technologie einfach Cooooolll! Ich freue mich schon auf meien Passive AMD Athlon 128 (bit) mit 2.5Thz :-D
 

xLoMx

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@5)Project-X

klar freu dich weiter, bei 2,5THz wird so EXTREM viel in den raum gestrahlt das dieses teil dann kaum noch passiv gekühlt werden kann. diese taktfreuquenz wird selbst bei optoelektronischen rechnern extrem schwer zu realisieren.
Außerdem musst du den dann kühlen um das thermische Rauschen zu minimieren.

die Kohlenstoff-röhrchen halte ich für eine gute sache. wenn man diese mal richtig modulieren kann, also sone art nano-röhrchen-T-stücke diese richtig zusammengesetzt bringen schon alleine einen Transistor.
diese transistoren für höhere ströme, ist auf alle fälle ein schritt in die richtige richtung.
 

Parwez

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@supernoob
die fullerene, zu welchen auch die nanotubes zählen, wurden durch zufall bei der untersuchung gewöhnlicher asche entdeckt (ist schließlich auch nur kohlenstoff ;))
neben verschieden geformten kugelartiken molekülen (am bekanntesten ist wohl das buckminster fulleren) gibt es eben jene nanotubes.
sie bestehen komplett aus kohlenstoff-atomen. neben den hervorragenden leiter-eigenschaften, können sie besonders durch ihre hohe belastbarkeit punkten.
die leitfähigkeit kommt dadurch zustande, dass die kohlenstoff-atome in den nano-tubes nur 3 von 4 möglichen bindungen eingehen. da nun bei jedem c-atom ein valenz-elektron frei ist, bildet sich über das ganze röhrchen eine elektronen wolke, ein sogenanntes pi-elektronensystem. es ermöglicht eine rasche weiterleitung von elektronen. die gute leitfähigkeit bestimmter kohlenstoff-strukturen kann z.b. auch beim graphit beobachtet werden wenn längs der schichtstruktur eine spannung angelegt wird. in diesem fall sind die c-atome wieder dreifach gebunden, bilden aber schichten die ebenfalls über pi-elektronensysteme verfügen entlang derer eine hohe leitfähigkeit besteht.
die festigkeit resultiert aus der geschlossenen form und den jeweils 3 bindungen der c-atome. im noch festeren diamant gehen die c-atome alle 4 möglichen bindungen ein.
bei großtechnischer nutzung wären so z.b. hochfeste seile mit geringem gewicht realisierbar.
momentan ist die forschung allerdings noch nicht so weit, die nanotubes in entsprechender länge und parallel zu produzieren, so dass fertige produkte noch eine weile auf sich warten lassen.
 
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