Kann es sein das WD-Raptor Platten sehr laut sind?

Erhan72

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Hallo zusammen,
weis jetzt nicht ob dasn problem ist aber bin doch etwas überrascht, folgendes ich hab meine zwei maxtor(133er) platten gegen eine WD740 Raptor platte getauscht, was mir jetzt negativ aufgefallen ist, ist die extreme lautstärke von der Raptor platte, die beiden maxtor hab ich fast(aber wirklich nicht ein murkst hab ich gehört und die liefen auch in Raid) gar nicht gehört. Kann es sein das die WDs wirklich so laut sind oder doch ein defekt haben. Wenn nicht gibet da möglichkeiten die lautstärke zudämmen. Wäre über eure hilfe dankbar.
mfg Erhan
 

Queen

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Erstens läuft die Raptor mit 10.000 U/Min, daher resultiert ein entsprechend lautes Laufgeräusch und zweitens arbeitet der Aktuator sehr knackig um in Kombination mit den hohen Drehzahlen eine möglichst niedrige Zugriffszeit zu erreichen.

Um die Geräusche etwas zu dämmen könntest du die Festplatte in einen gummigelagerten Rahmen einsetzen.


Bye,
 
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Beckz

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Zitat von QUEEN:
Erstens läuft die Raptor mit 10.000 U/Min, daher resultiert ein entsprechend lautes Laufgeräusch und zweitens arbeitet der Aktuator sehr knackig um in Kombination mit den hohen Drehzahlen eine möglichst niedrige Zugriffszeit zu erreichen.

Um die Geräusche etwas zu dämmen könntest du die Festplatte in einen gummigelagerten Rahmen einsetzen.


Bye,

Wodurch die "Knackigeit" verloren geht durch den gummigelagerten Rahmen.
(Stichwort: Massenträgheit für die Ingenieure unter uns :D )

Würde ich niemals meinen SCSI Platten antun bzw. deiner Raptor. Ich vergleiche es gerne mit einer Antriebswelle aus Gummi. Du willst mit deinem Auto beschleunigen, die Welle tordiert erst und der Wagen startet verzögert...

Desweiteren geht die Wärmeübertragung dadurch flöten....
 
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Queen

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Korrekt.

Ich würde eine Festplatte ebenfalls nicht in Gummi lagern.
Nun, Erhan72 hat nach Möglichkeiten zur Dämmung der Geräusche gefragt und ich habe ihm eine Möglichkeit aufgezeigt.


Bye,
 

HappyMutant

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Okay hinterher ist man immer schlauer, aber: Vorher informieren bevor man sich was kauft! Hilft extrem um böse Überaschungen zu vermeiden. Eigentlich wäre es sinnlos eine schnelle 10.000er Platte schwingend zu befestigen. Dann sind nämlich die Vorteile gegenüber 7200er wesentlich geringer und laut ist sie ja immer noch. Also entweder umtauschen und leise 7200er Platten kaufen. Oder sich mit anfreunden, denn die Platte zu dämmen ist schwierig da die auch noch viel Wärme produziert.
 

Daywalker

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^festplatte wasserkühlen, das kupfer ist so schwer das es nicht mitschwingt und somit die lautstärke nach unten drückt
 

Erhan72

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Zitat von QUEEN:
Erstens läuft die Raptor mit 10.000 U/Min, daher resultiert ein entsprechend lautes Laufgeräusch und zweitens arbeitet der Aktuator sehr knackig um in Kombination mit den hohen Drehzahlen eine möglichst niedrige Zugriffszeit zu erreichen.

Um die Geräusche etwas zu dämmen könntest du die Festplatte in einen gummigelagerten Rahmen einsetzen.


Bye,
genau Queen, so hört sich die platte an schön knackig wenn es zugreift :) , ok dann scheint es doch normal zu sein, ich werd mich schon dran gewöhnen und wg dämmung für die FP, da hatte ich mir ausversehen Schwingungsdämpfer von Cooltek geholt, ich werds aber nicht drunter packen wg. zB der Aussage von Becks, hatte ich nähmlich schon woanders auch gelesen.
mfg Erhan
 

Beckz

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Zitat von Erhan72:
genau Queen, so hört sich die platte an schön knackig wenn es zugreift :) , ok dann scheint es doch normal zu sein, ich werd mich schon dran gewöhnen und wg dämmung für die FP, da hatte ich mir ausversehen Schwingungsdämpfer von Cooltek geholt, ich werds aber nicht drunter packen wg. zB der Aussage von Becks, hatte ich nähmlich schon woanders auch gelesen.
mfg Erhan
Jap genau gewöhn dich drann und dämme deinen Tower gut. Die Platte ist halt ein verdammt schnelles Beast :) Und ein Ferrari klingt auch knackiger als ein 3 Liter Lupo :)
 

Queen

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Zitat von Erhan72:
...ich werds aber nicht drunter packen wg. zB der Aussage von Becks, hatte ich nähmlich schon woanders auch gelesen.
Auch wenn es mein eigener Hinweis war, kein Vorteil ohne Nachteil. Eine Gummilagerung der Festplatte reduziert zwar die Geräuschkulisse, führt aber auch zwangsläufig zu einer höheren thermischen und mechanischen Belastung des Laufwerks.

Bye,
 

rIQ

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rIQ

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Ralph

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Zitat von rIQ:
Sozusagen ein neues physikalisches Phenomen?

Gibts da n Link dazu?
Link habe ich keinen, aber ich versuche es mal zu erklären.

Grundlage ist das mechanische Gesetz von Aktion und Reaktion.
Im Inneren der Festplatte bewegt sich ja der Schreib/Lesekopf hin und her. Vor allem bei der Raptor mit sehr hoher Geschwindigkeit, wie die kurzen Zugriffszeiten belegen. So klein der Kopf auch sein mag, der Arm an dem er angebracht ist, besitzt eine gewisse Masse. Diese muss also schnellstens beschleunigt und auch wieder abgebremst werden. Jetzt kommen wir zum Knackpunkt der Sache.
Eine Kraft f ist gleich der Masse m mal der Beschleunigung a, f=m*a. Die kleine Masse des Kopfes wird mit einer recht hohen Beschleunigung a bewegt.
Diese Aktion bewirkt aber eine Reaktion des umgebenden Festplattengehäuses, das sich nämlich gegen diese auftreffende Kraft stemmt.
Ist die Platte nun relativ fest im Metallkäfig verschraubt, ist die entstehende Bewegung quasi nicht vorhanden.
Anders bei einer Gummilagerung, die Platte ist ja dadurch "butterweich" befestigt. Bei Kopfbewegungen kommt es so zu kleinen, aber durchaus gravierenden Bewegungen der Festplatte selber.
Diese müßen beim Positioneiren des Schreib/Lesekopfes wieder ausgeglichen werden, was ganz einfach Zeit kostet. Dadurch verschlechtern sich die Zugriffszeiten teilweise dramatisch.
Selbst bei Festplatten mit 7.200 U/min, die z.B. ohne Befestigung auf dem Tisch liegen, erhöht sich die Zugriffszeit schnell mal um zwei, drei Millisekunden.
Einfach meßbar und angeblich auch spürbar ist der damit verbundene Leistungsverlust.
Gerade bei vielen kleine Files verstärkt sich der Effekt, da der Kopf dann viel häufiger neu positioniert werden muss.

So, ich hoffe das ich damit etwas Licht in das Dunkel gebracht habe. :cool_alt:
 

Queen

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Hinzuzufügen wäre dieser Erklärung evtl. noch, daß eine Gummilagerung dadurch auch die Lebensdauer des Laufwerks beeinflußt, denn durch das ständige Nachpositionieren der Köpfe ist die mechanische Belastung für den Aktuator ungleich höher.


Bye,
 

rIQ

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Zitat von Ralph:
Selbst bei Festplatten mit 7.200 U/min, die z.B. ohne Befestigung auf dem Tisch liegen, erhöht sich die Zugriffszeit schnell mal um zwei, drei Millisekunden.
Einfach meßbar und angeblich auch spürbar ist der damit verbundene Leistungsverlust.
Gerade bei vielen kleine Files verstärkt sich der Effekt, da der Kopf dann viel häufiger neu positioniert werden muss.
Tatsächlich? Hätt ich nicht gedacht..
Man lernt nie aus :>

Hast du trotzdem vielleicht nen link?
 

AMD 64

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Hallo

Auch ich habe zwei WD Raptor 74 GB (Raid 0) in meinem PC, und beide sind schwingungsgedämpft montiert.

Zum Arbeitsgeräusch (so montiert):
Es sind die leisesten Festplatten, welche ich bisher bei einem Computer gehört habe. Wenn ich etwas vom Computer höre, dann ist es das Netzteil (CWT 380; Noiseblocker).

Zur Geschwindigkeit:
Ergebnisse:

ATTO read/write max: 76,26/85,34 MB/s

HDtach max/min/aver: 146,5/69,1/125,6 MB/s CPU usage: 17%
Random Access Time: 8,2 ms

Sandra Drive Index: 101360
Buffered Read: 54 MB/s
Sequential Read: 134 MB/s
Random Read: 50 MB/s
Buffered Write: 50 MB/s
Sequential Write: 134 MB/s
Random Write: 83 MB/s

Dass eine schwingungsdämpfende Aufhängung Performance kostet, war mir klar, aber ich bin mit den Ergebnissen wirklich nicht unzufrieden.

Die schwingungsdämpfenden Elemente, welche ich verwendet habe, sind doch recht starr, so dass die Rotationsschwingungen der Festplatten doch noch in Grenzen gehalten werden.

Da die Festplatten von der Seite aus so nur noch wenig Wärme abgeben können, muss man in einem solchen Fall für eine genügende zusätzliche Kühlung der Festplatten sorgen.
 

Queen

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Zitat von AMD 64:
Die schwingungsdämpfenden Elemente, welche ich verwendet habe, sind doch recht starr, so dass die Rotationsschwingungen der Festplatten doch noch in Grenzen gehalten werden.
Rotationsschwingungen bzw. Vibrationen während dem Betrieb zwar auch, aber eher weniger. Vielmehr sind weiter oben Massebewegungen des Festplattenlaufwerks um die vertikale Achse bei Aktivitäten des Aktuators gemeint.


Bye,
 

AMD 64

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Eine verschlechterte Positionierung des Aktuators bringt eine schlechtere Random Access Time (+ 0,1 bis + 0,3 ms). Das sollte sich also speziell beim random read/write negativ bemerkbar machen.

Was kann man als gute Werte für diese zwei Situationen bezeichnen (Raid 0, 10k HD, starre Befestigung)?
 

Ralph

Opara
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Wenn Du den Aufwand nicht scheust, könntest Du die beiden Raptor in den normalen 3,5" Laufwerkskäfig einbauen, dort sind sie ja "starr" befestigt.
Dann nochmal benchen, würde mich auch mal interessieren, inwieweit sich da welche Werte verändern.
Die Temperatur ist auf jeden Fall niedriger und die Zugriffszeiten werden sich auch verbessern, um wieviel kann ich nicht sagen.

Da geht eigentlich nur probieren über studieren. ;)
 
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