ne kurzgeschichte :)

Talla

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(doch, die gehört hier schon rein lol, nich sonstohin moven :) )

so, ich war auf der suche nach nem großen forum wo vielleicht doch paar schlaue köpfe dabei sind und was dazu sagen lol ...
najoa ansonsten hf @reading ...

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Unser Leben

Man wacht wie jeden Tag auf, steht auf vom penibel gesäuberten Boden und läuft weiter. Keiner weiß, wer den Boden wäscht, aber genausowenig interessiert es irgendjemanden. Man läuft weiter und betrachtet seine Umgebung wie jeden Tag, weil man nix besseres zu tun hat: Ein ca. 20m breiter Gang, immer geradeaus, keine Abzweigungen, kein Anfang und kein Ende in Sicht. Alle paar Meter sieht man eine Tür irgendwo die irgendwohin führt, doch keiner weiß wohin, weil alle Türen verriegelt sind. Überhaupt wissen die Menschen in diesem Gang relativ wenig. Es gibt zahlreiche Menschen die diesen Gang entlanggehen, alle in die gleiche Richtung. Dummerweiße weiß niemand ob man nun dem Anfang oder dem Ende entgegenläuft, aber letztendlich ist es auch egal, denn es gibt niemanden der jemals den Anfang oder das Ende gesehen hat. Es erhofft sich auch niemand der erste zu werden. Manchmal kommt man an Leichen vorbei, man hällt sich die Nase zu, atmet durch den Pullover, und passiert die Leichen im Laufschritt, ohne sie anzusehen. Jeder stirbt irgendwann, und es ist den meisten hier völlig egal wann dieser Zeitpunkt kommen wird. Wenn es dunkel wird, legt man sich an den Rand des Ganges, macht es sich so bequem wie möglich, und schaut gen Himmel, wo die Sterne so wunderschön leuchten und funkeln, wie als Beweis, dass es auch andere Welten gibt. Auf diesen wird das Leben zweifellos besser sein als im Gang. Jeder hofft, nach seinem Tod irgendwo außerhalb des Ganges wiedergeboren zu werden. Zum Glück hat der Gang keine Decke, denn die Sterne sind das einzige was die Menschen am Leben hält, ihnen Kraft gibt um diesen Weg zu beschreiten. Naja, eigentlich wissen die meisten, dass der Gedanke an eine Wiedergeburt außerhalb des Ganges oder überhaupt lächerlich ist, aber es will keiner wahr haben.

Ein neuer Tag bricht an. Anscheinend ist die Sonne gestiegen, und man könnte sie bestimmt über dem "Horizont", ein Wort, welches jeder kennt, doch keiner wirklich kennt, sehen, wie sie ihre blutroten Strahlen durch die Atmosphäre schickt. Man steht auf, die Nahrungsbehälter sind frisch gefüllt, der Boden wieder sauber, niemand weiß mehr wie am Tag zuvor. Ein jeder hat einen Nahrungsbehälter auf dem Rücken geschnallt, in welchem "klinisch sterile" Nahrung aufbewahrt wird, der jede Nacht von "den Hütern" aufgefüllt wird und aus dem ein Schlauch der nahe am Mund endet heraushängt. Die Nahrung schmeckt nach nichts, und es wird jede Nacht die gleiche Geschmackssorte eingefüllt. Niemand weiß wer die Hüter sind, aber es ranken sich Legenden um diese, und da man eh nichts besseres zu tun hat, erzählt man sich diese. Ohja, man läuft nicht nur den ganzen Tag den Gang entlang, nein, man geht und redet alle paar Tage mal mit Menschen, die einem irgendwie auffallen. Manchmal begegnet man auch Kindern, die neugierig Fragen stellen an die Älteren, welche dann mit krächzender Stimme ihre Lebensweißheiten weitergeben. Diese Phase der Orientierung dauert aber nicht lange, noch bevor die Kinder hüfthoch sind, kotzt sie der Gang und das Leben darin genauso an wie alle anderen. Manchmal sieht man auch Paare, was man allerdings meistens nur durch das permanente nebeneinanderherlaufen und dieser "Wir gehören zusammen" - Ausstrahlung erkennen kann. Dies gilt aber nicht für die frisch verliebten Paare. Jeder merkt es, wenn er neben einem solchen Päärchen die Nacht verbringt. Manchmal auch durch ein unglaubliches rumgeschrei, wenn ein neuer unnötiger Mensch geboren wird. Überhaupt leben die Menschen in dem Gang anscheinend nur um sich fortzupflanzen, oder zum Sport-F*****. Allerdings gestaltet sich diese, wie alle anderen Tätigkeiten auch, als etwas schwierig, denn jedem Menschen sind von Geburt an die Hände verbunden, mit solch kräftigen Knoten, dass sie noch niemand lösen konnte. An dem Strick hängt immer ein Preisschild. Nach ein paar Jahren gewöhnt man sich allerdings daran. Auch dieser Tag neigt sich dem Ende zu.

Am nächsten Morgen wird man wieder von der zwielichten Hellichkeit erweckt. Nachdem man ein wenig Nahrung aufgenommen hat, geht man schließlich weiter. Heute sieht man einen sehr alten Mann, welcher ein paar Leute um sich geschart hat. Er erzählt über längst vergangene Zeitalter. Woher er dieses Wissen hat weiß er selbst nicht mehr, aber immerhin bietet er ein wenig Abwechslung. Er erzählt unglaublich anmutende Geschichten, die über ein Leben in der freien "Natur" berichten. Jemand fragt was das Wort "Natur" bedeutet, und der alte Mann antwortet: "Naja so genau kann ich es dir auch nicht erklären, allerdings habe ich selbst viele Geschichten gehört, und viel darüber nachgedacht. Als Natur bezeichnet man die ganze Welt-" "Den Tunnel?", fragt ein anderer und der Alte antwortet: "Nein, die Welt ist unvorstellbar groß und ist in alle Himmelsrichtungen frei begehbar. Und auf dieser Welt findet sich eine unglaubliche Vielzahl von Lebensformen, Bäumen, Tieren, auch wir Menschen konnten früher auf der Oberfläche wandeln und hatten dort Siedlungen und Städte, große Ansammlungen an Häusern, Orte an denen ein Mensch Sesshaft wurde. In grauer Vorzeit haben die Menschen im Einklang mit der Natur gelebt, doch eines Tages beschlossen sie, dass sie die Natur für ihre Zwecke ausnutzen konnten. Sie wurden zu Parasiten, vermehrten sich unglaublich schnell, und zerstörten die Natur, wo sie sie nur erblickten. Als Strafe dafür kamen die Hüter, erbauten den Gang und pferchten alle Menschen hier ein. Es heißt, dass man durch die Türen in andere Gänge gelangen würde, und sich am Ende auf der Oberfläche wiederfinden würde, doch darüber mag mein Geist nicht zu urteilen...". Auf einmal hörte ein jeder eine Stimme, die so schön und doch zu fremd war, die lachte und sprach: " Ganz recht, alter Mann. So erzählen es die Legenden, und es steckt viel Wahrheit in diesen. Vielleicht seid ihr Menschen eines Tages wieder würdig die Wälder Lorithiens zu erblicken und durch die Steppen Barak'meliers zu galoppieren, doch ich kann euch nicht sagen, wann dieser Zeitpunkt gekommen sein wird, es liegt allein an euren Gedanken. Sagen eure Legenden auch etwas über meine Person aus ? Erkennt Ihr mich aus einer eurer Erzählungen wieder ?", fragte das Wesen welches jeder rund 10m über sich am Rand des Ganges erblicken konnte. "Aber ja doch... ihr seid Melvinor, ein Hüter, oder sollte ich sagen Elf, denn euer Auftritt erinnert mich zu stark an die Kindermärchen, die jeder kennt. Ihr seid nicht nur irgendein Hüter, nein, Euch haben wir dieses trostlose Leben zu verdanken-", schallendes Gelächter eklang auf einmal von allen Richtungen - Es wurden weitere spitzohrige Köpfe sichtbar, aber auch andere Wesen schauten über den Rand nach unten in den Gang um sich am Schicksal der Menschen zu ergötzen. Kleine, bärtige Wesen, genauso wie grühnhäutige, zerfurcht und auf die Menschen hässlich wirkende Gestalten, und noch viele andere seltsame Geschöpfe wurden nun sichtbar. Almählich beruhigten sich diese, das Gelächter wurde leiser und Melvinor erhob wieder seine ehrwürdige Stimme: "Nein, Mensch-" er sprach es mit einer kaum vorstellbaren Verachtung aus, spuckte dieses Wort geradezu aus und ekelte sich beim Gedanken es in den Mund genommen zu haben "- Ihr seid allein dafür Verantwortlich. Eure Rasse ist so unglaublich verdorben: nur ihr kommt auf den Gedanken euch der Natur wie Parasiten zu bedienen, sie auszulaugen, ihr die Magie aus dem Boden zu reisen, und sie für die "Technik" zu verbrauchen. Und auch heute noch hegt ihr solche Gedanken in euren kranken missratenen Köpfen. Nein, ihr Verdorbenen, erst wenn ihr euch ändert werdet ihr wieder das Licht, die reine Schönheit des Landes und die Wellen des Meeres sehen, die zwitschernden Vögel hören, und die vor vergnügen grunzenden Schweine, die sich im Schlamm wälzen. Zu welchem Zeitpunkt ihr all das wieder erleben sollt, hängt ganz allein von euch ab..."
 
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Motorsense

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Hm, ich hab mir mal die mühe gemacht und das durchgelesen. Klingt alles sehr Matrix-mäßig, nur am ende wirds sehr strange, geht irgendwie in Richtung herr der ringe oder so. Soll der Gang eine Metapher für unser jetziges leben sein? Immerhin macht mich die geschichte noch mehr fertig, gratulation, bin sowieso schon total depressiv. Ansonsten klingt die ganze sache schon sehr nach selbsterfunden, die sache mir lotr und matrix passt einfach net zusammen.
 

Talla

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öhm matrix ... öhm ne nich wirklich, das hab ich zumindest nicht beabsichtigt lol ... ja das hdr like, nennt sich fantasy ;) ... arg ich hab grad nich so viel zeit das zu erklären , ma schaun :) ...
 

7H3 N4C3R

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Sehr nette Geschichte. Nur das Ende war erst ein wenig strange - hat sich mit den letzten Zeilen dann aber auch geklärt.

Was kann man dazu sagen.. Gesellschaftskritik vom feinsten? ;) Ich finde, das trifft es so ziemlich. Ja, der Gang repräsentiert unser jetziges Leben. Einfach nur trostlos gerade aus. Ich denke, die Türen sind Möglichkeiten, die einem einfach verschlossen bleiben - sei es durch die Gesellschaft oder durch unsere Unfähigkeit, frei zu denken. Denn jeder, der diesen Zustand einfach akzeptiert ohne sich auch nur gedanklich dagegen zu wehren, ist letztendlich mit Schuld daran.
Jeden Tag gehts von neuem los - essen, arbeiten, f*****, schlafen. Der größte Teil merkt einfach nicht, dass wir uns schon lange als Marionetten an die Gesellschaft verkauft haben.


... so far :) Mir geht leider gerade die Zeit aus, sonst würde ich noch mehr schreiben. Hoffentlich gibts hier noch ein paar mehr Comments dazu =)
 

Talla

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#1 interpretation :) ...

//EDIT

hm ich hab mal meine text nochmal überarbeitet ;) .. also falls es jmd interessiert Oo :

Unser Leben

Du wachst wie jeden Tag auf, stehst vom penibel gesäuberten Boden auf und läufst weiter. Keiner weiß, wer den Boden wäscht, aber genausowenig interessiert es irgendjemanden. Du läufst weiter und betrachtest deine Umgebung wie jeden Tag, weil du nix besseres zu tun hast: Ein ca. 20m breiter Gang, immer geradeaus, keine Abzweigungen, kein Anfang und kein Ende in Sicht. Alle paar Meter siehst du eine Tür irgendwo die irgendwohin führt, doch keiner weiß wohin, weil alle Türen verriegelt sind. Überhaupt wissen die Menschen in diesem Gang relativ wenig. Es gibt zahlreiche Menschen die diesen Gang entlangschreiten, alle in die gleiche Richtung. Dummerweise weiß niemand, ob man nun dem Anfang oder dem Ende entgegenläuft, aber letztendlich ist es auch egal, denn es gibt niemanden der jemals den Anfang oder das Ende gesehen hat und es erhofft sich auch niemand der erste zu werden. Manchmal kommst du an Leichen vorbei, du hälst dir die Nase zu, atmest durch den Pullover, und passierst die Verwesenden im Laufschritt, ohne sie anzusehen. Jeder stirbt irgendwann, und es ist den meisten hier völlig egal, wann dieser Zeitpunkt kommen wird. Wenn es dunkel wird, legst du dich an den Rand des Ganges, machst es dir so bequem wie möglich. Dein Blick wandert hinauf zum Himmel, wo die Sterne so wunderschön leuchten und funkeln, wie als Beweis, dass es auch andere Welten gibt. Auf diesen wird das Leben zweifellos besser sein als im Gang. Jeder hofft, nach seinem Tod irgendwo außerhalb des Ganges wiedergeboren zu werden. Zum Glück hat der Gang keine Decke, denn die Sterne sind das einzige was die Menschen am Leben hält, ihnen Kraft gibt um ihren Weg zu beschreiten. Naja, eigentlich wissen die meisten, dass der Gedanke an eine Wiedergeburt außerhalb des Ganges oder überhaupt lächerlich ist, aber niemand will sich seiner letzten Hoffnung berauben.

Ein neuer Tag bricht an. Die Sonne ist aufgegangen und man könnte sie bestimmt über dem "Horizont", ein Wort, welches jeder kennt, doch keiner wirklich kennt, sehen, wie sie ihre blutroten Strahlen durch die Atmosphäre schickt. Du stehst auf und gehst zu einem der vielen Nahrungsspender am Rand um deinen Hunger zu befriedigen. Die Nahrung schmeckt nach nichts, und es wird jede Nacht die gleiche Geschmackssorte eingefüllt. Angeblich sorgen "die Hüter" für die Füllung der Behälter, doch niemand weiß wer die Hüter sind, obwohl sich Legenden um diese ranken und da du eh nichts besseres zu tun hat, lauschst du gerne den Alten, welche beliebte Geschichtenerzähler sind und jeder hier bekannte Geschichte auswendig kennen. Allerdings begegnest du ihnen nicht so oft, sodass es ein besonderes Ereignis ist, wenn einer von ihnen in der Nähe weilt. Manchmal begegnest du auch Kindern, die neugierig Fragen stellen an die Älteren, welche dann mit krächzender Stimme ihre Lebensweißheiten weitergeben. Diese Phase der Orientierung dauert aber nicht lange, noch bevor die Kinder hüfthoch sind, kotzt sie der Gang und das Leben darin genauso an wie alle anderen. Ab und an erblickst du auch Paare, was du meistens nur durch das permanente nebeneinanderherlaufen und dieser "Wir gehören zusammen" - Ausstrahlung erkennen kannst. Dies gilt aber nicht für die frisch verliebten Paare. Jeder merkt es, wenn er neben einem solchen Päärchen die Nacht verbringt. Manchmal auch durch ein unglaubliches rumgeschrei, wenn ein neuer unnötiger Mensch geboren wird. Überhaupt leben die Menschen in dem Gang anscheinend nur um sich fortzupflanzen, oder zum Sport-F*****, doch gestaltet sich diese, wie alle anderen Tätigkeiten auch, als etwas schwierig, denn dir und jedem anderen Menschen sind von Geburt an die Hände verbunden, mit solch kräftigen Knoten, dass sie noch niemand lösen konnte. Irgendwann ist dir aufgefallen, dass an jedem Strick ein Preisschild hängt und du wunderst dich, warum jemand für seine eigene Gefangenschaft bezahlen sollte ? Nach ein paar Jahren gewöhnt man sich allerdings daran. Auch dieser Tag neigt sich dem Ende zu.

Am nächsten Morgen wirst du wieder von der zwielichten Helligkeit erweckt. Nachdem du ein wenig Nahrung aufgenommen hast, gehst du schließlich weiter. Heute siehst du einen sehr alten Mann, umgeben von einer Schar Kinder und deren Eltern. Er erzählt über längst vergangene Zeitalter, doch woher er dieses Wissen hat weiß er selbst nicht mehr, aber immerhin bietet er ein wenig Abwechslung. Er erzählt unglaublich anmutende Geschichten, die über ein Leben in der freien "Natur" berichten. Jemand fragt, was das Wort "Natur" bedeutet, und der alte Mann antwortet: "Naja so genau kann ich es dir auch nicht erklären, allerdings habe ich selbst viele Geschichten gehört, und viel darüber nachgedacht. Als Natur bezeichnet man die ganze Welt-" -- "Den Tunnel ?", fragt ein anderes Kind und der Alte antwortet: "Nein, die Welt ist unvorstellbar groß und ist in alle Himmelsrichtungen frei begehbar. Und auf dieser Welt findet sich eine unglaubliche Vielzahl von Lebensformen: Bäume, Tiere und auch wir Menschen verbrachten früher unser Leben an der Oberfläche und hatten dort Siedlungen und Städte, große Ansammlungen an Häusern, Orte an denen ein Mensch Sesshaft wurde. In grauer Vorzeit haben die Menschen im Einklang mit der Natur gelebt, doch eines Tages beschlossen sie, die Natur für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie wurden zu Parasiten, vermehrten sich unglaublich schnell und zerstörten die Natur, wo sie sie nur erblickten. Als Strafe dafür kamen die Hüter, erbauten den Gang und pferchten alle Menschen hier ein. Es heißt, dass man durch die Türen in andere Gänge gelangen würde und sich am Ende auf der Oberfläche wiederfinden würde, doch darüber mag mein Geist nicht zu urteilen...". Auf einmal hörte ein jeder eine Stimme, die so schön und doch zu fremd war, die lachte und sprach: " Ganz recht, alter Mann. So erzählen es die Legenden, und es steckt viel Wahrheit in diesen. Vielleicht seid ihr Menschen eines Tages wieder würdig die Wälder Lorithiens zu erblicken und durch die Steppen Barak'meliers zu galoppieren, doch ich kann euch nicht sagen, wann dieser Zeitpunkt für euer Volk gekommen sein wird, denn es liegt allein an euren Gedanken. Sagen eure Legenden auch etwas über meine Person aus ? Erkennt Ihr mich aus einer eurer Erzählungen wieder ?", fragte das Wesen welches jeder rund 10m über sich am Rand des Ganges erblicken konnte. " Aber ja doch... ihr seid Melvinor, ein Hüter, oder sollte ich sagen Elb, denn euer Auftritt erinnert mich zu stark an die Kindermärchen, die jeder kennt. Ihr seid nicht nur irgendein Hüter, nein, Euch haben wir dieses trostlose Leben zu verdanken-", schallendes Gelächter erklang auf einmal von allen Richtungen - Es wurden weitere schöne Köpfe sichtbar, aber auch andere Wesen schauten über den Rand nach unten in den Gang um sich am Schicksal der Menschen zu ergötzen. Kleine, bärtige Wesen, genauso wie grühnhäutige, zerfurcht und auf die Menschen hässlich wirkende Gestalten, und noch viele andere seltsame Geschöpfe wurden nun sichtbar. Almählich beruhigten sich diese, das Gelächter wurde leiser und Melvinor erhob wieder seine Stimme, die kraftvoll und doch feinfühlig wirkte: "Nein, Mensch-" er sprach es mit einer kaum vorstellbaren Verachtung aus, spuckte dieses Wort geradezu aus und ekelte sich beim Gedanken daran, es in den Mund genommen zu haben "- Ihr seid allein dafür Verantwortlich. Eure Rasse ist so unglaublich verdorben: nur ihr kommt auf den Gedanken euch der Natur wie Parasiten zu bedienen, sie auszulaugen, ihr die Magie aus dem Boden zu reisen, um sie für die "Technik" zu verbrauchen. Und auch heute noch hegt ihr solche Gedanken in euren kranken missratenen Köpfen. Nein, ihr Irregeleiteten, erst wenn ihr euch ändert werdet ihr wieder das Licht, die reine Schönheit des Landes und die Wellen des Meeres sehen, die zwitschernden Vögel hören, und die vor vergnügen grunzenden Schweine, die sich im Schlamm wälzen. Zu welchem Zeitpunkt ihr all das wieder erleben sollt, hängt ganz allein von euch ab..."


Kaiserslautern, 22.01.04
Eduard Germis / Talla
 
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7H3 N4C3R

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Die Überarbeitung gefällt mir sogar noch besser. ;) Ändert aber nix an meiner Interpretation. =) Allerdings bringst Du es jetzt noch deutlicher zum Ausdruck. Ich hoffe mal, dass sich noch ein paar mehr Boardies dazu äußern. Ansonsten würde mich deine eigene "Interpretation" interessieren. (naja, du hast es geschrieben, da gibts nix zu interpretieren - aber ich hoffe, du weißt, was ich meine :) )
 

Talla

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hrhr thx ...

lol ich kann meine eigenen texte extrem schlecht interpretieren lol :D .. ich schreib die ja , weil ich das was ich sagen will meistens nich in klaren worten ausdrücken kann lol ...

du hast aber noch paar kleinigkeiten vergessen, ich meld mich aber später nochmal ... hab grad null time lol

// EDIT :

hmm musst dich noch ein klein wenig gedulden, ich hab jmd gefunden der so nen bischen lektor gespielt lol , und jetzt hab ich den text schon in version 3, aber bevor ich wieder alle foren damit vollspamme lol , will ich lieber noch gucken ob sich da noch etwas verbessern lässt... dann schick ich den text erstmal den 42er autoren , die kostenlos lektor spielen ( und extrem gut sind :D ) wie ich erfahren hab :) ...

najao aber mal ne kleinigkeit, die mir grad einfällt, die du vergessen hast zu interpretieren ( die wirklich keiner bis jetzt geraft hat lol ) -->

"..und die vor vergnügen grunzenden Schweine, die sich im Schlamm wälzen..."

ne kleine andeutung an meine ablehnung der extrem übertriebenen hygiene der gesellschaft :) ... wenn ich mir das manchmal anguck, wie verpienzt die leute heutzutage sind ( und das eigentlich vollkommen grundlos ) , dann krieg ich das grauen lol ... man siehts zB an den ganzen allergien die sich ausbreiten wie die pest ... wieso ? weil wir einfach viel zu verweichlicht sind, es is doch nich normal das der körer panik kriegt wenn nen paar pollen in ihn eindringen ! ... :)
 
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L.ED

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Ein schöner Text, ohne Zweifel, Du beginnst die Welt zu Hinterfragen,
laß Dir aber schon mal eins gesagt Sein! Lektoren sind in diesem
Zusammenhang nicht Wichtig, es sei denn Du möchtest nur Schöne
(zum Nachdenken anregende) Geschichten Schreiben? Habe aber eher den
Eindruck als ob ein Natur gegebenes Philosophisches Erbe in Dir sich
regt! Und da ist es dann ganz Wichtig das die Schriften Deine Note behalten,
zu fortgeschritteneren Zeiten würdest Du dann sowieso Niederschriften
verfassen die kein Lektor in Format oder sonst wie bringen könnte!

Da man beginn mit des geschriebenen Wortes Dinge zu Verfassen, die
über die offensichtliche Botschaft, noch weit tiefere Kern Aussagen
Enthalten. Derer nur Erhalten bleiben wenn es Teils in Absolut
unkonformen und oder komplex geschriebenen Verbleibt. Aber zu gegebener
Zeit wirst Du dann schon Wissen was ich damit Meinte.

Und ich werde an dieser Stelle nichts eingehender dazu Schreiben!
Denn wenn es so ist wie ich Vermute, was man heuer noch nicht absehen
kann? Möchte ich es gar nicht!, Philosophen müssen sich zunächst von
selbst aus sich heraus Entwickeln, ohne (maßgebende) Einflüsse von
außen! (das ist sehr Wichtig!).

Um mal etwas früheres von mir selbst zu Zitieren und an dieser Stelle
zu Beenden.

...

Könnte sie Berühren jene Ströme in eurem Geiste.
Doch tue ich es nicht,
werde ihre Entwicklung Beobachten,
aber beeinflussen,
werde ich sie nicht!

Schütze ihn,
euren Geist,
so fern mir möglich,
vor anderen Wirken.

Auf das Du Dich aus Dir formst und nicht aus ihnen oder mir!
Dein Geist sei frei für alle Zeit,
bis Du ihm eines Tages selbst die Kette umlegst.
 
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Talla

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hm irgendwie hab ich vergessen hier email benachrichtugung einzuschalten, sodass ich den thread auch vergessen hab :> ...

@L.ED ->
joa dachte ich mir auch manchmal, aber ich will schon noch meinen stil ein wenig verbessern ...
najoa mitlerweile gibts version 4 der geschichte, und der umfang hat sich verdoppelt :) ..
jmd hat halt mal gemeint ich bräucht ne hauptperson die klarer ersichtlich wird, also hab ich halt nen helden eingebaut :) ... und noch einiges andere..
bischer aber irgendwie noch keinerlei reaktionen darauf bekommen, vielleicht würden hier einige ihre meinung kund tun, welche version sie denn besser finden :) ...

also hier mal v4 -->

####################################################

Unser Leben

Mè'Helor wachte wie jeden Tag auf, stand vom penibel gesäuberten Boden auf und lief weiter. Niemand wusste wer den Boden wäscht und genausowenig interessierte es irgendjemanden. Mè'Helor lief weiter und betrachtete seine Umgebung wie jeden Morgen, weil er nichts besseres zu tun hatte: Ein Gang, breit genug um den vielen hier lebenden Menschen den benötigten Raum zu bieten, immer geradeaus, keine Abzweigungen, kein Anfang und kein Ende in Sicht. Alle paar Meter sah er eine Tür irgendwo die irgendwohin führte, doch er wusste nicht wohin, weil die Menschen nicht in der Lage waren die Türen zu öffnen. Überhaupt wussten sie über den Gang relativ wenig. Es gibt zahlreiche Menschen die diesen Gang entlangschritten, alle in die gleiche Richtung. Dummerweiße weiß niemand, ob man nun dem Anfang oder dem Ende entgegenlief, aber letztendlich war es auch egal, denn bis jetzt konnte noch keiner von sich behaupten den Anfang oder das Ende gesehen zu haben und es erhoffte sich auch niemand der erste zu werden. Manchmal kam Mè'Helor an Leichen vorbei, hielt sich die Nase zu, atmete durch den Pullover, und passierte die Verwesenden im Laufschritt, ohne sie anzusehen. Jeder stirbt irgendwann, und es war den meisten hier völlig egal, wann dieser Zeitpunkt kommen wird.
Mè'Helor war einer von vielen und er war nichts besonderes. Seine Größe entsprach dem Durchschnitt genauso wie seine Figur. Die dunkelgrauen Augen verrieten den scharfen Verstand, der hinter der Stirn arbeitete, doch blickten meist etwas betrübt und müde drein. Die schmalen Lippen wirkten leicht ausgetrocknet, als ob sie seit Jahrzehnten nicht mehr gebraucht wurden um der Zunge beim Sprechen behilflich zu sein. Mè'Helors tiefschwarze Haare waren ein weiteres Anzeichen der Lethargie, die seinen Geist seit langer Zeit gefesselt hielt, denn sie waren äußerst lang und standen wild in alle Richtungen ab. Seine Haut bildete einen krassen Kontrast dazu, denn sie war blass, aber sehr rein und sauber.
Sobald es dunkel wurde, legte er sich an den Rand des Ganges und machte es sich so bequem wie möglich. Sein Blick wanderte hinauf zum Himmel, von wo aus die Sterne wunderschön leuchtend und funkelnd dem Gang ein wenig Licht in der Nacht spendierten, als wollten sie die Existenz anderer Welten beweisen. Auf diesen musste das Leben zweifellos besser als im Gang sein, weshalb jeder hoffte, nach seinem Tod irgendwo außerhalb des Ganges wiedergeboren zu werden. Zum Glück hatte der Gang keine Decke, denn die Sterne waren das einzige was die Menschen am Leben erhielt, ihnen Kraft gab um ihren eintönigen Weg zu beschreiten. Naja, eigentlich wussten die meisten, dass der Gedanke an eine Wiedergeburt außerhalb des Ganges oder überhaupt lächerlich war, aber niemand wollte sich seiner letzten Hoffnung berauben.

Ein neuer Tag brach an. Die Sonne ging auf und die Luft roch nach Schweiß, wie jeden Morgen, denn viele Menschen wälzten sich nachtsüber wild von Albträumen geplagt herum und schraken manchmal schweißgebadet vom kalten Boden auf, endlich befreit von schrecklichen Fiberträumen. Man könnte meinen der Körper dieser Menschen kämpfte gegen die Lethargie und die Trostlosigkeit des Ganges. Mè'Helor hätte den grell leuchtenden Glutball der Sonne bestimmt über den Horizont klettern sehen können, hätten ihm nicht die hohen Seitenwände des Ganges die Sicht genommen. Oft fiel ihm auf, dass die Menschen Begriffe kannten und benutzten, die sie nicht verstanden und nicht wirklich zuordnen konnten, doch das störte seltsamerweise niemanden.
Mè'Helor stand auf und ging zu einem der vielen Nahrungsspender am Rand um seinen Hunger zu befriedigen. Die Nahrung schmeckte nach nichts, und es wurde jede Nacht die gleiche Geschmackssorte eingefüllt. Angeblich sorgten die Hüter für die Füllung der Behälter, doch niemand hatte jemals einen von ihnen erblickt, sodass sich Legenden um diese rankten und da Mè'Helor eh nichts besseres zu tun hatte, lauschte er oft und gerne den Alten, welche beliebte Geschichtenerzähler waren und jede im Gang bekannte Geschichte auswendig kannten. Allerdings begegnete er ihnen nicht so oft, sodass es ein besonderes Ereignis war, wenn einer von ihnen in der Nähe weilte.
Manchmal begegnete er auch Kindern, die neugierig Fragen stellten an die Älteren, welche dann mit krächzender Stimme ihre Lebensweißheiten weitergaben. Diese Phase der Orientierung dauerte aber nicht lange, noch bevor die Kinder hüfthoch wurden, kotzte sie der Gang und das Leben darin genauso an wie all die anderen Menschen, die ihr Dasein im Gang fristeten.
Ab und an erblickte Mè'Helor auch Paare, die er meistens nur durch das permanente nebeneinanderherlaufen und der Ausstrahlung erkennen konnte, die eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelte. Dies galt aber nicht für die frisch verliebten Paare. Jeder merkte es, wenn er neben einem solchen Päärchen die Nacht verbrachte. Manchmal auch durch ein unglaublich schrilles und lautes rumgeschrei, wenn ein neuer unnötiger Mensch geboren wurde. Überhaupt lebten die Menschen im Gang anscheinend nur um sich fortzupflanzen, oder zum Sport-Ficken, doch gestaltete sich diese, wie alle anderen Tätigkeiten, als etwas schwierig, denn Mè'Helor und jedem anderen Menschen waren von Geburt an die Hände verbunden, mit solch kräftigen Knoten, sodass sie noch niemand lösen konnte. Irgendwann fiel ihm auf, dass an jedem Strick ein Preisschild hing und er wunderte sich, warum jemand für seine eigene Gefangenschaft bezahlen sollte ? Nach ein paar Jahren gewöhnte man sich allerdings an die Fesseln und auch dieser Tag neigte sich dem Ende zu.

Am nächsten Morgen wurde Mè'Helor wieder von der zwielichten Helligkeit der aufgehenden Sonne erweckt. Nachdem er ein wenig Nahrung aufgenommen hatte, ging er schließlich weiter. Heute sah er einen sehr alten Mann, das Gesicht von Falten durchschnitten und den Körper gebückt von der Last der Jahre, umgeben von einer Schar Kindern und deren Eltern. Irgendetwas war seltsam an dem alten Mann, doch Mè'Helor konnte nicht genau sagen, was ihm diesen Eindruck vermittelte. Der Greiß erzählte über längst vergangene Zeitalter, doch woher er dieses Wissen hatte wusste er selbst nicht mehr, aber immerhin bot er ein wenig Abwechslung. Er erzählte unglaublich anmutende Geschichten, die Mè'Helor bis jetzt noch nie gehört hatte, obwohl er von sich behauptete genauso viele Geschichten zu kennen wie die ältesten Greise im Gang. Die aktuelle Geschichte handelte über ein Leben in der freien Natur und jemand fragte, was das Wort bedeutet, denn er hatte noch nie ewas von der freien Natur gehört, und der alte Mann antwortete: "Naja, so genau kann ich es dir auch nicht erklären, allerdings habe ich selbst viele Geschichten gehört und viel darüber nachgedacht. Als Natur bezeichnet man die ganze Welt-" -- "Den Tunnel ?", fragt ein anderes Kind und der Alte antwortet: "Nein, die Welt ist unvorstellbar groß und ist in alle Himmelsrichtungen frei begehbar. Und auf dieser Welt findet sich eine unglaubliche Vielzahl von Lebensformen: Grün blühende Bäume, wilde Tiere und auch wir Menschen verbrachten früher unser Leben an der Oberfläche und hatten dort Siedlungen und Städte, große Ansammlungen von Häusern, Orte an denen ein Mensch Sesshaft wurde. In grauer Vorzeit haben die Menschen im Einklang mit der Natur gelebt, doch eines Tages beschlossen sie, die Natur für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie wurden zu Parasiten, vermehrten sich unglaublich schnell und zerstörten die Natur, wo sie sie nur erblickten. Doch in einem Zeitalter, als der Wohlstand der Menschen ein Höchstmaß erreicht hatte, sodass sie träge und dekadent wurden und ihre Nahrung und all die anderen Stoffe die sie benötigten mittels konventionellen Methoden, an denen sie festhielten obwohl sie dies nicht mehr nötig hatten, besorgten, war die Geduld der geschändeten Erde erschöpft. Die Menschheit hatte ihre Oberfläche vielerorts verwüstet, riesige grüne Wälder ihrer ewig anmutenden Existenz beraubt und Tunnel die tiefer waren, als ein Auge blicken konnte, in den steinigen Körper der Erde gebohrt um mit aller Kraft die Magie der Erde und deren Seele aus den Tiefen zu holen um diese an der Oberfläche zu vernichten. Als Reaktion auf all die Greueltaten der Menschen wandte sich die Erde an die letzten Elbenvölker, die in den legendären Letzten Bastionen alle Zeitalter überdauert hatten, weil es kein Mensch je geschafft hatte in die Letzten Bastionen, die in starkem Maße von Magie durchströhmt wurden, weswegen der Natur unglaubliche Kräfte innewohnten, einzudringen. Die Erde bat die Elben, die ihre geliebteste Schöpfung darstellten, dem unheilvollen Treiben der Menschen Einhalt zu gebieten, doch die überaus friedvollen Elben wollten den Auftrag anfangs ablehnen, weil sie keine Vorstellung davon hatten, wie sie dieses Ziel erreichen sollten, ohne gleich die ganze Rasse auszulöschen, denn das erlaubte ihre hohe Moral nicht. Doch dann trat ein bisher unauffälliger Elb vor, erhob seine Stimme und verkündete eine ganz besonders listreiche Idee, welche ihm wohl gekommen sein mag, weil er sich stark mit den Eigenarten der Menschen auseinandergesetzt hatte, und alle Elben stimmten zu und übertrugen ihm die Leitung des waghalsigen Projekts.
Nach langen Wochen der Vorbereitung zogen Melvinor und vier seiner engsten und fähigsten Freunde in die Menschenländer aus, gut getarnt, sodass keinem Menschen an ihnen etwas auffiel. Da Melvinor sich sehr gut in der Welt der Menschen auskannte und mit Hilfe der Magie, die ihnen anfangs Beistand leistete, gelang es den Elben recht schnell, nach nur rund 30 Jahren, sich eine menschliche Existenz aufzubauen. Nach einer Zeitspanne, die einen Menschen schon fast zum Greiß werden liese, war jeder von ihnen in einem bestimmten Bereich hervorragend ausgebildet und hatte ein wichtiges Amt der Regierung bekleidet. Melvinor hatte es sogar geschafft das wichtigste Amt der Menschen überhaupt für sich in Anspruch zu nehmen, er war der President der Vereinigten Staaten der Erde. Dies hatte er wohl nur geschafft, weil er immer kurz vor wichtigen Reden die Letzte Bastion seines Volkes aufsuchte und sich von der dort noch stark fließenden Magie durchströhmen lies, woraufhin es ihm leichter fiel die Menschen zu beeinflussen, er konnte sie geradezu nach seinem Willen lenken.
Als nun die Lebensbedingungen für die Menschen immer schlechter wurden und sie sich im Freien nur noch mit Athemmasken bewegen konnten, leitete Melvinor die entscheidende Phase seines Planes ein und überzeugte in vielen Reden die Menschheit davon, sich in ein selbsterbautes Exil zurückzuziehen. Hier kamen nun die anderen Elben ins Spiel, die in der Zwischenzeit dieses Exil geplant hatten und nun endlich ihre Konstruktion den anderen vorschlagen konnten, woraufhin beschlossen wurde, den Gang zu erbauen und alle Menschen dort hinein zu evakuieren um sie dort so lange in Frieden und Wohlstand leben zu lassen, bis die Lebensbedingungen auf der Oberfläche sich auf erträgliches Niveau verbessert haben sollten. Doch die Menschen wussten nicht, dass die Elben-Konstrukteure dafür gesorgt hatten, dass nach abgeschlossener Evakuierung nur noch sie die Kontrolle über den Gang hatten. Nach 56 Jahren Bauzeit war der Gang bezugsfertig und umringte den gesamten Planeten auf 30° nördlicher Breite, schnitt sich durch Gebirge und karge Steppenlandschaften genauso wie durch das weite Meer. Unter dem Gang erstreckten sich große Fabriken die synthetische Nahrung herstellten genauso wie Luft- und Wasserfilter. Der Gang bot den Menschen optimale Lebensbedingungen, denn er war von der Welt abgeschnitten, durch ein energetisches Feld, welches steuerbar war und nur auf Befehl hin für Schall, Energie oder Materie durchlässig wurde. Die Menschen besiedelten euphorisch ihr Exil, denn die Oberfläche plagte sie seit langem nur noch, was zu einer gewissen dezimierung geführt hatte unter der Bevölkerung. Die fünf Elben unter Führung Melvinors überwachten vom Kontrollzentrum an der Oberfläche aus das Geschehen und behaupteten, sie wollten zuletzt den Gang betreten, doch als alle Menschen von der Oberfläche verschwunden waren, aktivierten sie die Sicherheitsschaltungen, sodass nur noch sie die Kontrolle hatten, verriegelten alle Türen, die zur Besiedlung benutzt wurden, und schalteten das energetische Schutzfeld ein, damit die Menschen nicht mal mehr die Geräuschkulisse der Oberfläche wahrnehmen konnten. Es heißt, dass man durch die Türen in andere Gänge gelangen würde und sich am Ende auf der Oberfläche wiederfinden würde, doch darüber mag mein Geist nicht zu urteilen...".
Mè'Helor hatte konzentriert der seltsamen Geschichte gelauscht und war nun geradezu erschöpft, denn viele Wörter hatte er bis vor kurzem noch nie gehört und verstand sie nicht, sodass er sich den Sinn zusammenreimen musste, was an manchen Stellen der Geschichte nur mit größter geistiger Anstrengung vollbracht werden konnte.
Mè'Helor erschrak plötzlich und blickte suchend um sich, denn auf einmal hörte ein jeder eine Stimme, die so schön und doch zu fremd war, die lachte und sprach: "Ganz recht, alter Mann. So erzählen es die Legenden, und es steckt viel Wahrheit in diesen. Vielleicht seid ihr Menschen eines Tages wieder würdig die Wälder Leriphils zu erblicken und durch die Steppen Barak'meliers zu galoppieren, doch vermag ich nicht zu schätzen, wann dieser Zeitpunkt für eure Rasse gekommen sein wird, denn es liegt allein an euren Gedanken. Sagen eure Legenden auch etwas über meine Person aus ? Erkennt Ihr mich aus einer eurer Erzählungen wieder ?", fragte jenes Wesen, welches jeder hoch über sich am Rand des Ganges erblicken konnte. "Aber ja doch... Ihr seid Melvinor, der Elb. Ihr seid nicht nur irgendein Elb, nein, Euch haben wir dieses trostlose Leben zu verdanken-", schallendes Gelächter erklang auf einmal aus allen Richtungen - Es wurden weitere Köpfe sichtbar, die genau wie Melvinor eine grenzenlose Rein- und Schönheit ausstrahlten, welche durch die kraftvoll leuchtenden, beinahe schon blendenden Augen betont wurde, aber auch andere schauten über den Rand nach unten in den Gang um sich am Schicksal der Menschen zu ergötzen. Kleine, bärtige Wesen, genauso wie grünhäutige, zerfurcht und auf die Menschen hässlich wirkende Gestalten, und noch viele andere seltsame Geschöpfe wurden nun sichtbar. Almählich beruhigten sich diese, das Gelächter wurde leiser bis selbst die geflüsterten Unterhaltungen abbrachen und Melvinor erhob wieder seine Stimme, die kraftvoll und doch feinfühlig wirkte: "Nein, Mensch-" er sprach es mit einer kaum vorstellbaren Verachtung aus, spuckte dieses Wort geradezu aus und ekelte sich beim Gedanken daran, es in den Mund genommen zu haben "- Ihr seid allein dafür Verantwortlich. Eure Rasse ist so unglaublich verdorben: nur ihr kommt auf den Gedanken euch der Natur wie Parasiten zu bedienen, sie auszulaugen, ihr die Magie aus dem Boden zu reisen, um sie für eure Gier nach materiellen Gütern zu verbrauchen. Und auch heute noch hegt ihr solche Gedanken in euren kranken missratenen Köpfen. Nein, ihr Irregeleiteten, erst wenn ihr euch ändert werdet ihr wieder das Licht, die reine Schönheit des Landes und die Wellen des Meeres sehen, die zwitschernden Vögel hören, und die vor vergnügen grunzenden Schweine, die sich im Schlamm wälzen. Zu welchem Zeitpunkt ihr all das wieder erleben sollt, hängt ganz allein von euch ab...". Melvinor wollte sich gerade schwungvoll abwenden, doch da erblickten seine Augen etwas und fixierten es in dem Gedränge der Menschenleiber. Als es auch die anderen bemerkten, stoben alle auseinander um möglichst viel Abstand zwischen sich und dem Etwas zu bringen, welches von Melvinors blendend hellen Augen geradezu seziert wurde. Ein Ring bildete sich um Mè'Helor und erst jetzt, als alle ihn anstarrten, verarbeitete sein Verstand endlich das seltsame Geschehen und er merkte jetzt erst, dass Melvinor ihn anstarrte, doch er verstand keineswegs wieso gerade er von den hell strahlenden Augen fixiert wurde. Melvinor öffnete seinen Mund und murmelte leise etwas vor sich hin, was bei einem Elb geradezu als Gefühlsausbruch zu bewerten war, denn sie hatten sich normalerweiße in jeder Situation vollständig unter Kontrolle, doch trotz der Entfernung kamen die Worte nicht völlig verstümmelt zu Mè'Helor und es schien ihm als ob der Elb folgende Wörter gemurmelt hatte: " Bei der gütigen Mutter, wie ist dies möglich ? Dieser Mensch ist einer von ...", doch das letzte Wort wollte Mè'Helors Verstand einfach nicht akzeptierten und er wagte es nicht daran zu denken.


Kaiserslautern, 04.02.04
Eduard Germis / Talla
 

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Uff... wieder alles durchgelesen :)

Ich muss sagen, diese Version ist auch wieder sehr schön geworden. Wesentlich ausgeschmückter. Wobei ich aber schon fast finde, dass es sich dabei bald um 2 verschiedene Geschichten handeln könnte, da für mich :) bei der ersten Version der Schwerpunkt auf der Gesellschaftskritik liegt, bei der Letzten aber ziemlich auf dem Epischen.

Trotzdem, egal in welcher Version, die Geschichte gefällt mir wirklich sehr sehr gut. (Die andere, auf die Du in deiner Signatur verlinkst, übrigens auch)
Mach weiter so!
 

Talla

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ja die version is halt so gemacht, dass ich sie nach belieben fortsetzen kann :) ..
und mir schwirren ideen durch den kopf für diese welt, die nen buch füllen würden....
 

L.ED

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Ich hab's mir jetzt erst mal kopiert und Lese mir es die Tage in Ruhe Durch!

Ich finde es schön und hätte auf eine Art nie mit gerechnet in so einem Forum
auf so etwas zu Treffen (im Positiven Sinne gemeint)!

Auch nix gegen die Computerbase!, aber soweit ich es Überblicke sind die
Thematiken hier ja weitestgehend in anderer Richtung gestreut.

Aber wegen meine können wir das hier (diesen/Deinen Thread) ruhig so
weiter Laufen lassen. Auch wenn viele sich hier scheuen werden, so Berge
schon zu lesen. Is halt heuer ne so genannte Spaß (?) Gesellschaft was ich
zum Teil kann Verstehen.

Man kommt von der Arbeit (oder so), hatte dann vielleicht noch seine Einkäufe
und oder noch (die täglichen) Familien Dinge? Und möcht dann halt nur noch
(für denn mickrigen Rest des Tages) einfach Beine hoch und ein bissel
Zerstreuung. Und für manch einen (vielen hier) ist es da der Computer.

Deshalb nicht Wundern warum hier nicht soooo viele Antworten oder ihre
Meinungen Kund tun?! Ich mußte mir ja auch schon mal so was reinziehen
wie, ,,das ist mir viel zu lang, da lese ich lieber ein Buch!'' . Und da ging es um
Technische Details, und Sachen wo es meiner Meinung nach wichtig, sich
Ausführlicher zu halten (als sonst üblich)! Aber na ja, sollte nur a
Beispiel Sein ...

bis die Tage ...
 

Talla

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hehe mir scho klar, wieso nichi so extrem viele sich das durchlesen ;D ...
mir selbst gehts nich anders, so nach 10 std schule gegen 17 uhr heimkommen, von der mutter gleich ma angemotzt werden wegen irgendnem scheiß, sobald man nur die tür aufgemacht hat, joa alltag suckz lol
 

L.ED

Lt. Junior Grade
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In dieser Revision ist so einiges Deutlicher, was man an sich aber schon Denken
konnte? Allerdings tendiert es dann doch eher ja zur einer Art Geschichte die aus
dem derzeitigen Gesellschaftlichen Zusammenleben gespeist.

Ein elegant gemachter Fingerzeig so zu sagen, von daher ist die Überarbeitung
auch nicht Verkehrt. Den vielen fällt es heut zu Tage wirklich schwer zwischen
den Zeilen zu Lesen, da muß man dann schon Deutlicher werden auf das
Verstanden was gemeint.

Obgleich zwischen Verstehen und des Glaubens Verstanden zu haben,
auch noch einmal Welten liegen können!

Also so gesehen ein Teil mit viel Potential, wirst es bestimmt noch irgendwann
weiter ausbauen ?

Zu ,,AkemV2''

Wenn es mehr Menschen wie Dich gäbe, die die Welt Hinterfragen und selbst
schon sehen (schon in so jungen Jahren!) wo manch ein Knackpunkt. Dann hätte
man eine Chance schon heute etwas zu ändern. Das so einiges geändert werden
muß ist keine Frage, vielmehr sogar ein Evolutionärer Tatsachen Verhallt! Oder
die Menschliche Spezies wird es auf kurz oder lang nicht mehr auf diesen
Planeten geben.

Die Natur und das Universum hat seine Regeln, die wir mittlerweile zu
Großenteilen auch kennen! Und der Mensch, auch wenn er in seiner Arroganz
sonst was Denkt wat er is!? Lernt entweder sich dessen gemäß zu Bewegen
oder er Schaufelt weiter an seinen Grab?! Und vielleicht, eines Tages werden
irgend welche Außerirdischen noch Überesste von uns finden! Vielleicht aber
auch werden wir auf Ewig im Sternenstaub der Geschichte des Universums
verschwinden, als ob es uns nie hätte gegeben?

Drum gebe ich Dir gleich heute schon einen Tipp!, mach Dir Deine Gedanken,
Forme Deinen Geist und Verstand. Aber Versuche mehr und mehr ne Art Abstand
dann dazu zu Finden. Denke auch an Dein Leben, Deine Jugend (ich hatte keine),
denn es ist nicht an uns etwas zu ändern! Wir können nur Aufzeigen und mögliche
Wege weisen, wenn die Allgemeinheit aber meint zu Ignorieren oder es ja besser
Wissen zu wollen (dat is der Stand der Dinge!). Dann sind uns die Hände
gebunden, und wenn Du beständig ja dann sehenden Auges weiter rum Läufst.
Macht Dich das Fertig für nix, nachher kommt das Level wo de alles mehr und
mehr begreifst, Du schaust plötzlich Quasi hinter die Kulissen der Welt
(sowohl als auch)! Und selbst dessen alles läßt Dich um so Machtloser vor
der Mehrheit stehen, Du wirst Versuchen es ihnen begreiflich zu machen, den
Wahnsinn zu erörtern und zu Erleuchten!

Aber es ist Zwecklos, die Menschheit ist halt noch nicht Reif genug.

Ein Wort umschreibt es Hauptsächlich ,,Egoismus'', was im einzelnen Teils noch
nicht als so graviert erscheint erwächst über der Gesamtheit (der Gesellschaft),
zu dem was wir kennen!

Was Du, wir von daher nur machen können, ist (wenn denn) unsere Schriften
zu hinterlassen, in der Hoffnung das der Menschheit noch die Zeit vergönnt zu
Reifen und eines Tages jene Steine des Anstoßes dann sein könnten!?

Und ansonsten LEBE und Versuche drüber hin weck zu schauen, so schwer es
auch manchmal ist. Etwa glaubt hier einer ich würde für irgend eine Hilf's
Organisation (noch) Spenden?! Völliger Schwachsinn, für Leute geschaffen die
ihr Gewissen beruhigen wollen! Denn auf diesen Planeten bräuchte längst kein
Mensch mehr in Armut zu Leben, oder gar Hunger zu Erleiden!

Ne Ahnung wie viel Tonnen und H-Liter an Nahrung Allein die EU, Jahr, für Jahr
Vernichtet?! Weil es billiger ist als es den Leuten rüber zu Frachten, für die ihr
dann aber Spenden sollt. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, wenn de
beginnst Dir das alles Reinzuziehen, mit eigenen Augen und Ohren, die Welt
(hinter den Kulissen) bereist.

Dann Stumpfst de dermaßen ab, und eine weitere Gefahr kommt für unsereins
dann auf! In jüngeren Jahren hatte ich 3 END Punkte!, an den ich mir das Hirn
raus geschossen hätte.

Das sind so Momente von (vielen Wissen) Absoluter innerlicher Leere gepaart
mit aufkommenden Gedanken der Sinnlosigkeit. Und für einen Philosophen dann
ne Tödliche Mischung, diese Momente sind nur relativ kurz und zum Glück haben
wir hier in Deutschland nicht in jeder Ecke ne Waffe rum zu liegen!


Ich hoffe ich konnte es Dir einwenig begreiflich machen was ich Dir mitgeben
möchte?


Vergesse Dein Leben nicht, hast nur eins (wobei!? hmm...)

Genau!, jener (kleine) Egoismus!, über den wir allerdings jederzeit drüber könnten!

(das Vergess dabei nie)

Die Frage ist wann?!, und wird die Gesellschaft als solches, es je vermögen!?
 

Talla

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joa da bin ich manchmal auch froh, dass hier in deutschland waffen nich so schnell zu haben sind lol :) ...
schon seiße, so als einer von den schlauen menschen, geht man einfach nur kaputt Oo ...
 

7H3 N4C3R

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Es ist schon merkwürdig, welche Gemeinsamkeiten Menschen haben, die über die Welt nachdenken in der sie leben, und sie hinterfragen.

In der Tat kann es sehr deprimieren, wenn man Sachen zu sehr auf ihre eigentliche Natur reduziert. Allerdings sollte man auch nie vergessen, dass man auch nur ein Mensch ist, und was einen dazu macht. Der Wunsch, perfekt zu sein und perfekt zu handeln und zu denken ist genauso unnatürlich/ungesund, wie das unbedachte Handeln vieler Menschen heutzutage.

Um so angenehmer ist es aber doch, immer wieder auf "Gleichgesinnte" zu treffen ;)
 

Talla

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joa , nur trifft man die so selten ;D ...
weiß niuch, ich könnt auch einfach wie der letzte depp rumrennen und jedes bischen meines lebens genießen, aber ich hab da dummerweiße prinzipien zu denen ich noch stehe, wer weiß vielleicht mach mich das irgendwann so kaputt, dass ich genauso schleimig heuchlerisch arschkriecherisch werde und auf alles scheiß wie die meisten andren menschen lol ..
hoffentlich muss ich nich so lange leben Oo
 

Spekulatius

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Hm, also erstmal Respekt für die Geschichte. Mir geht so etwas leider total ab, weswegen ich auch Probleme habe zwischen den Zeilen zu lesen. Noch schwerer wirds wenn man ständig scrollen muss (mal schauen vielleicht find ich irgendwo nen Drucker).

Zum Inhalt: Mir bieten sich hier grundsätzlich 2 Wege an - zum einen nur Beschreibung der aktuellen Gesellschaft, zum anderen Beschreibung unserer Entwicklung ausgehend von der aktuellen Gesellschaft. Egal wie mans nimmt, ich finde du siehst das alles zu trostlos. Ich gebe zu vieles läuft heutzutage schief, nur mal die Schlagwörter Krieg, Hunger, Seuchen, Analphabetismus und vieles mehr. Aber war es denn je anders, war der Mensch in seiner Geschichte je "zivilisierter, vernünftiger"? Ich denke nicht, wenn es einiges Greuel von heute früher nicht gab, dann nur weil die technischen Hilfsmittel oder das Wissen dazu gefehlt haben (is ja eigentlich dasselbe :) ). Ich denke die "moralische Konstruktion" des Durchschnittsmenschenmenschen war schon immer die Gleiche. Wenn man nur den vernünftgesteuerten Menschen als guten Menschen akzeptieren will, dann wirds natürlich schwer, dann hat man wohl verloren. Die Welt des Friedens, des Glücks für alle wird es wohl nie geben. Ich finde allerdings, das ist kein Grund aufzugeben, innerlich zu emigrieren. Ich persönlich bin auch häufig ein ganz oder gar nicht Typ, aber so funktioniert es nicht. Ich bin der Meinung man kann durch seinen persönlichen Einsatz das Leben lebenswerter machen. Auf gar keinen Fall sind alle "Türen" verschlossen und es geht nur sinnlos geradeaus. Jeder hat in jeder Sekunde seines Lebens die Möglichkeit zu entscheiden wie es weitergeht (es sei denn man schläft gerade :)) Die Alternativen mögen oftmals nicht die schmackhaftesten sein, aber es gibt sie. Es wird mit Sicherheit nicht den Zeitpunkt 0 geben, ab dem sich alles zum Guten wendet. Aber auch kleine Schritte bringen uns vorwärts. Zum Beispiel das Spendenbeispiel weiter oben. Nicht spenden und gar nichts tun soll besser sein als wenigstens ein bisschen spenden? Wie kann man so eine Haltung haben und gleichzeitig das System anklagen? Gerade durch Resignation und Passivität können Missstände erst entstehen. Denn über kurz oder lang werden sich immer die Tatkräftigen durchsetzen. Ich bin übrigens selber eher Pessimist, also nicht das mir hier einer ankreiden will ich sei zu positiv.

Mir is beim Lesen der Geschichte auch aufgefallen, dass der Mensch ausserhalb der Natur gestellt wird. Da hab ich mir überlegt, sind wir nicht eigentlich selber auch ureigenster Bestandteil der Natur? Ist somit nicht unser Handeln nichts anderes als "natürlich"? Vielleicht ist das ein ganz normaler Zyklus im Universum, das Leben entsteht und sich dann durch seine ungebremste Vervielfachung selber die Ressourcen, die es zum Leben braucht, vernichtet. Ist nur so ne Idee, vielleicht hat einer von euch ja mal ne Meinung dazu, würde mich interessieren.

@ talla, Es gibt auch schlaue Menschen, die die Dinge anders sehen. War sicher nicht so von dir gemeint, aber man sollte sich und seine Meinung nicht über die anderen stellen und für einzig und absolut erklären. Vielleicht liegts ja auch genau du daneben (auch wenn dir dein Verstand anderes vorgaukelt und somit natürlich die wahre Wahrheit(die ja auch wieder relativ ist usw usf) irrelevant wird) :).

So erstmal Schluss bis hier. Kann durchaus sein, das ich einige Dinge nicht ganz so getroffen habe wie ich sie meine; musste alles etwas schneller gehen. Also meine Standpunkte nicht als absolut ansehen, sondern nur als momentane Meinung, die sich mit neuem Wissen durchaus wandelt.
 

Talla

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nene ich mein nich, dass meine meinung absolut is, ich mein eher, dass sich fast niemand überhaupt mal eine meinung macht :)

@natur ->
najoa schon komisch, dass man den menschen weniger mit säugetieren usw, sondern eher mit parasiten vergleichen kann ( wovon es wohl nich so viele gibt ( anzahl der arten und verbreitung mein ich lol ))...
der großteil der arten lebt doch im gleichgewicht mit der natur , also komm mir nich mit "das is normal" >:D ...

ich weiß außerdem auch, dass eine perfekte welt ziemlich schwer zu realisieren ist ;D , aber ich denke, man wird unsere welt doch noch seeeeehr stark verbessern können =) ...
 

Spekulatius

Cadet 2nd Year
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Hm tja, auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen ausartet, wodurch ist für dich die Erde entstanden? Zufall oder Einfluss eines höheren Wesens?

In punkto Welt verbessern -> seh ich ganz genauso, hatte bloss den Eindruck das einige in diesem Thread der Meinung sind, das nichts zu retten ist. Ich sehe das anders.

In meinem Umfeld machen sich auch sehr viele Leute Gedanken. Da ich andere soziale Milieus kaum kenne, kann ich natürlich schwer eine Prognose über deren "die Welt in Frage stellen" abgeben. Vielleicht trau ich uns Menschen da mehr zu als es eigentlich angebracht wäre.

Sehe meinen Sinn des Lebens übrigens darin soviel Glück wie möglich für mich selbst zu realisieren, ohne dabei das Glück anderer Menschen zu beschneiden. Diese Sinnfrage ist vielleicht nicht unerheblich dafür, welche Einstellung man zu unseren heutigen Gesellschaftsformen hat. Vielleicht auch hierzu mal ne Aussage wenn ihr Lust habt.
 
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