Neue Graka - Alte Graka

Airex

Lieutenant
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Möchte hierzu auch gerne mal meinen Senf dazugeben.

Meiner Meinung nach sind viele der "Sensationellen"
Hardwareneuerungen einfach nur wegen des Konsums.
Es gab dieses Jahr einen erheblichen Umsatzeinbruch
im IT-Branche.
Die Leute habe doch schon fast jeder einen PC.
(Selbst mein Stiefvater hat sich einen vor einem halben Jahr
gekauft und weiß bis heute nicht wie man ihn bedient.
Saß ja auch nur einmal kurz dran als er neu war.)
Kurz und gut (oder schlecht):
Die Hersteller erfinden neue Sachen
wie Serial-ATA oder neue CPU-Sockel oder Slots
und preisen sie auch noch an als
Zukunftssicher.
Aber nirgens ist es so auffällig wie bei Graka.
Es braucht keiner bislang wirklich eine GeForce 3.
Aber schon bald wir es GeForce 3 Ultra geben oder
die neue Radeon.
Ich bin grade dabei mir einen neuen
(zweiten) PC zusammenzustellen.
Habe für meinen jetzigen "alten" Athlon 600Mhz
eine Vodoo 3 Graka bestellt weil ich ein absoluter Fan
von Diablo 2 übers Bnet bin.
Meine jetztige Geforce 2 GTS ist bei dem Spiel aber
zu langsam, weil das Spiel auf Vodoo-Karten
programmiert wurde.

Was sagt uns das?
Mir sagt es das eine Anwendung gut läuft wenn
es nur die richtige Hardware unterstützt.

Spreche jetzt für die Allgemeinheit wenn ich sage
Wir brauchen keine neue Hardware sondern
Anwendungen und Treiber die unsere aktuelle
Hardware erstmal richtig ausnutzen.

Mich hats auch schon erwischt !
Baue mir einen neuen Rechner zusammen und
weiß noch nichtmal warum.
Mein 600er reicht für jetzige Anforderungen eigentlich.
Gut mein Brenner ist etwas langsam mit 4x4.
Aber warum ein DVD-Laufwerk mit
16x DVD lesen?
Habe das Laufwerk außer
zum Filme gucken oder rippen
noch nicht gebraucht.

Das einzige was ich wirklich als gute Neuerung
anerkenne ist Windows XP.
Glaube das in diesem Betriebssystem
richtig Potenzial steckt.
Beispielsweise für 64Bit Cpu´s.

So das reicht erstmal.
Bin auf eure Antworten gespannt
 

Backbone

Ensign
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In gewisser Weise muss ich dir recht geben, die neusten Features werden nicht immer auch von der Software unterstüzt! Aber Warum? Ganz einfach, denn wenn Mr. X vor knapp 1 Jahr mit seiner Engine angefangen hat, will er nicht nach der Hälfte siener Arbeit alles Gf3 umstellen! Also macht er erst mal alles soweit fertig! Nein ehrlich auserdem würden viele User auf die Barrikaden gehen wenn ein bestimmtes spiel nur mit Gf3 laufen würde (zb alle Gf2 nutzer!)

Warte mal noch ein Jahr dann sieht das anders aus! Und wer immer das neuste haben will, der tut mir auch leid.

Hast du schon mal einen richtigen Quake3 zocker gesehen? Bzw dessen COnfig datei? also die leute schrauben die grafik so runter das sie sich nur auf das wesentlich konzentrieren können da reicht ne TNT1 noch voll und ganz :D

Nein ehrlich wenn ich wirklich spielen will, achte ich nicht auf 1024er Texturen, sondern ich will Spielspaß. Aber das ist jedem seine sache und leute mit genug Geld gönne ich es auch einfach mal mit ner Gf3 mäöchtig auf den Putz zu hauen!

Und Windows XP ist von sich aus nicht direkt 64BitCPU fähig sondern es gibt eine Server Version für (achne) Server die dann die 64bit CPUs drinnen haben! Dein WinXP Home oder Profs. hat diese unterstützung im moment noch nicht!
 

Carsten

Commodore
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Moin!
So ist das eben mit Meinungen und Leuten: Jeder hat ne andere :)
Ich kann deine Ansichten nur zum Teil teilen. Was die ständig neuen CPU-Sockel oder ähnlichen schnickschnack (USB 2.0 z.B) angeht, gebe ich dir völlig recht. Da kann man sich auch gleich mal überlegen, daß wenn man schon eine sehr skalierfähige Architektur entwickelte, auch evtl. der Unterbau stimmen muss (CPU-Sockel) oder daß man nicht auf Krampf seinen eigenen Standard durchsetzen muss, wenn es einen ausreichenden bereits am Markt gibt (USB 2.0 vs. IEEE1394).
Was nun WindowsXP angeht, stimme ich völlig mit dir NICHT überein :) .
In meinen Augen ist gerade die BS-Politik (zweideutigkeit beabsichtigt) nichts anderes als Beutelschneiderei. Seit win95 hat man behauptet, mit der nächsten Generation endlich beide Architekturen (win16 & win32) zusammenlegen zu wollen. Dann kam win98 als letztes 16bit-OS, danach win98SE, dann winME (was ja völlig ohen DOS auskam :D :D ). Und nun endlich haben sie (M$) es geschafft, die nette Oberflächengestaltung von MacOS X auf den Unterbau von Win2k zu portieren. Dazu noch die geradezu dreiste Upgrade- und Preispolitik (Win95 & 3.11 User dürfen gleich die Vollversion kaufen, ebenso win2k-User, nur win98,SE und ME sind upgrade-berechtigt, weil sie ja schon einmal geprellt worden sind. allen anderen hat M$ noch nicht genug Geld aus der Tasche gezogen..). Das Ganze wird von dem so gut wie nicht vorhandenen Mehrnutzen ggü. Win2k für den Enduser gekrönt. Im Gegenteil, man darf sich sogar noch von M$ ausspionieren lassen, muß sich Hardware-Upgrades genehmigen lassen (Re-Aktivierung) und wird ständig von völlig unnötigen blend- und fading-effekten von den nervigen Wizards abgelenkt, die ständig falsch raten, was man denn als nächstes tun möchte: SO NICHT M$!! Und die 64bit-Unterstützung warten wir lieber erst mal ab...wahrscheinlich gibt es bis dahin eher noch ein weiteres Upgrade à la WindowsXP-SE-ME oder
WindowsCE-ME-NT ;)

Was die Hardware angeht, hast du teilweise recht, teilweise aber auch nicht. Natürlich braucht kein Mensch einen 24x-Brenner oder ein 16x-DVD Laufwerk. Eine GF3 kann man schon ausnutzen, wenn man möchte, und ich rede hier nicht von irgendwelchen Technologiedemos oder dem 3dMark (ist das nicht irgendwie das gleiche?!?), sondern von ganz normalen Games. So ist es allein aufgrund des schnelleren speicherinterfaces möglich, ältere Games wie z.B. Q3 oder UT in hohen Auflösungen mit FSAA und anisotropischem Filtering zu daddeln. Alternativ kann man natürlich auch andere vorhandene Hardware ausreizen und z.B. auf den mittlerweile recht verbeiteten 19"ern in 1600x1200x32bit spielen...
Klar wird es immer die eine oder andere Game-Engine geben, die auf anderer Hardware als man selber hat, besser läuft, doch solange das solche Spezialfälle (die im übrigen immer seltener werden, da nicht mehr speziell für GLide entwickelt wird) sind wie U9, Unreal oder auch Diablo (wobei ich mit der Geschwindigkeit der GF2 eigentlich ganz zufrieden war..), und das Gros der Spiele auf eine offene Schnittstelle wie openGL oder DirectX aufsetzt, ist man mit Mainstream-Grakas besser bedient, als sich für jedes Game eine Speziallösung anschaffen zu müssen..

Quasar
 

Motorsense

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Also ich hab ne "alte" Gforce 2 Mx. Läuft aber alles optimal. Ich frag mich wirklich für was man heute ne GF 3 braucht.
 

Carsten

Commodore
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Dann versuch mal, ein aktuelles 3D-Game in hohen Auflösungen und Farbtiefen mit allen Details zu spielen....

Sicher, man kann auch ohne gute Grafik Spaß haben, aber wenn das alles wäre, würden wir heute alle am original Game-Boy Tetris spielen.... (toller Soundtrack)

Das Auge ißt (spielt) eben mit!

Quasar
 

das_ICH

Lieutenant
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Habe selber bloss nur eine GF2GTS mit 32MB,
die meisten Spiele laufen bei mir in 1024x768 (oder wenn unterstützt darüber) und 32bit Farbtiefe +max Details.
Ich habe kein Spiel von dem ich sagen würde das ist nicht spielbar, das ruckelt zu sehr.

Die Krönung ist übrigens Gothic : 1600x1200x32 bei vollen Detail und max. Sichtweite und es ruckelt nicht.

@Airex: Meine Freundin hat einen 750er Duron mit GF2MX und auch keine Probleme mit D2
 

NoName

Lt. Commander
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Ich teile Airex Ansicht. Allerdings ebenfalls wie Quasar außer beim dem Gegenbeispiel Windows. Ich finde auch, dies ist ein gutes Beispiel für und nicht gegen Upgradeunsinn.

Ich möchte genauso wenig wie die anderen hier, das es keinen weiteren technischen Fortschritt gibt.
Allerdings muß man sich schon fragen ob uns hier eine Entwicklung in der Soft- und Hardware mit der Absicht der Gewinnmaximierung im Rahmen einer "Salamitaktik" verkauften werden soll.

Nur zum Verständnins: Ich weiß wie die Wirtschaft funktioniert und das die Unternehmen ALLE Gewinne generieren wollen/müssen.

Dennoch glaube ich ist es möglich, Kundenfreundlich zu sein und trotzdem Geld zu verdienen.

Wieviel von Euch haben eine Vollversion von einem Beriebssystem, das Sie (nicht im Paket) gekauft haben? Und wieviele haben eine "Sicherheitskopie"? Warum haben dennoch so wenig Leute ein schlechtes Gewissen? Weil wir uns verarscht fühlen. Wenn wir in den Laden gehen, für DM 300 ein BS kaufen, daß eigentlich nur das kann, was unsere jetziges BS kann, dafür aber höhere Hardwareanforderungen stellt dann fühlen wir uns verarscht.

Wenn ein Spiele Addon 65 DM kostet fühlen wir uns verarscht.
(Zumal es kaum Programme gibt, die Fehlerfrei ausgeliefert werden: Hier besteht der SERVICE darin Patches ins Netz zu stellen. Holen muß sie der Kunde selber. Internet wird also frecherweise vorausgesetzt)
Die Registrierkarten habe ich früher immer ausgefüllt und verschickt, hat mir der Hersteller doch eine bevorzugte Behandlung versprochen und Produktupgrades. Noch NIE habe ich von einem Hersteller irgendetwas gehört. Stattdessen werden die gewonnenen Adressen am Markt verkauft.
Warum kann Harware nicht Upgradefähig sein?
Ich hatte eine Matroxkarte, deren Speicher man verdoppeln konnte. Warum gibt es sowas nicht mehr?

Weil wir alle (der Konsumentenmarkt) auch so hervorragend funktionieren. Erst wenn sich das ändert, oder Marktdruck größer wird , werden die Hersteller ihr Verhalten ändern.

Beispiel deutscher Automarkt:
In einem Mercedes war es bis in die Ende der 80er ein Wunder, daß Sitze nicht als Extra auch extra gekostet haben. Erst als der Markt enger wurde und die Japaner in Deutschland Auto verkaufen wollten, begannen die Deutschen Hersteller, die Ausstattung zu verbessern.

Wenn ich an die Zeit des C64 denke, oder an Spielconsolen, dann fällt schon auf, das es wohl schon möglich sein muß, wenn ein System nur begrenzt aufrüstbar ist, eben mit dieser konstanten Hardware Software über die Programmierung zu optimieren.
Nun ist aber natürlich die Motivation bei den Programmierern und Firmen nicht sonderlich groß, pausenlos "am limit" zu arbeiten. Warum auch? Wenn ich an Aquanox denke, das angeblich 3 Jahre Entwicklungzeit hinter sich hat, wenn es erscheint, dann konnte doch jeder zum Start munter drauf los programmieren, weil jedem klar war, das der am Markt übliche Standard in Bezug auf Hardware des Konsumenten sich bis zum Erscheinen mehr als verdoppelt haben wird.

Hier scheint es sowieso ein kollegiales Miteinander zwischen den Software- und Hardwarefirmen zu geben, die über ihre Produktneuerungen pausenlos zum gegenseitigem Aufrüsten animieren.

Erst wenn der Kunde versteht, daß sich der Markt nach ihm richten muß und nicht umgekehrt wird sich etwas ändern. Bis dahin machen die Unternehmen so wie bisher ihre Gewinne.

Vielleicht ist die aber auch eine Schwäche des NEUEN MARKTES, der sich in einem scheinbar ständigen Wachstum befunden hat, daß die Unternehmen in ihm es nicht gelernt haben sich auch um Kunden wirklich zu bemühen.
Sogar Telekommunikationsunternehmen (oder Energieversorger) schaffen es nicht, dem Kunden von den Vorteilen durch das Wechseln des Anbieters zu überzeugen, OBWOHL die ehemaligen Monopolisten (z.B. Telekom) ja ausreichend Angriffsfläche bieten.
 

Tiu

Rear Admiral
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Nunja! Die Unternehmen MÜSSEN nun einmal Gewinne machen, da sie ansonsten irgenwann dicht machen oder aber dicht gemacht werden.

Gewinne kann man aber nur machen, wenn man entweder die Sachen über die Stückzahl (billig) oder aber über den Preis (Teuer) verkauft. Sicher ist eine GF3 ein Sau teures Modell. Dieser Preis ist aber nicht von den Graka Herstellern zu vertreten, sondern von nvidia. Die bestimmen was der Chip kostet. Die sagen einem das man den Chip nur mit Speicher bekommt obwohl man den Speicher irgendwoanders billiger bekommen könnte. Nur nvidia kann es sich leisten, da nvidia der Marktführer ist. Nur wer macht die dazu? Und Microsoft? Und Intel? Und und und?

Aber beispielsweise sind Festplatten heute ja wohl unschlagbar billig. Wenn ich bedenke, das ich 1992 für eine 170 MB Platte über 300 DM bezahlt habe. Und das war damals nix highend das war auch nur middleend. Speicher kosten nix, CPU´s kosten nix, Motherboards naja.

Wer meint (und das sind genügend) alle 6Monate eine neue Graka kaufen zu müssen, bitteschön ich verkaufe sie ihm gerne. Schließlich lebe ich davon. Es gibt NIEMANDEN der zu irgendetwas gezwungen wird.

Selbst mein Rechner ist 3 Jahre alt. Hat bis vor 2 Monaten "lediglich" 2x P2 450 drinne gehabt. Nun hab ich ihn auf das max. 2x P3 600 hochgejubelt und 2x MX400 32MB sowie 1GB SDRAM reingehauen. Der reicht allemal noch mind. 2 Jahre. Evtl. noch länger, da es ein inoffizielles BIOS update gibt, womit ich ihn zu 2x 1Ghz P3 aufrüsten könnte.
Hatte eben Glück mit dem Board. Scheisse ist nur, das INTEL bei nahezu jeder neuen CPU einen neuen Sockel bringt. Möglichst noch so, das man ihn auch nicht mit CPU Adaptern noch länger nutzten könnte. Das ist in meinen Augen eine Sauerei. Hoffe das dies keine Politik bei AMD wird und das die längerfristig bei einem Sockeltypen bleiben werden.
 
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