News Optischer 3D-Speicher mit ultrahoher Dichte

Tobi

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Eine japanisch-chinesischen Forscher-Kooperation vom Institute of Optics and Fine Mechanics in Shanghai hat eine neue Technik entwickelt, mit der schon in naher Zukunft extrem schnelle dreidimensionale optische Speicher mit ultrahoher Speicherdichte hergestellt werden können.

Zur News: Optischer 3D-Speicher mit ultrahoher Dichte
 

phs

Lt. Junior Grade
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Also ich hab jetzt nicht wirklich alles kapiert!
Frage 1: Was nützt mir ein hübscher Schmetterling, wenn ich Bits und Bytes, also 1 und 0 speichern will?
Frage 2: Was kostet das? (Goldionen!!!)
Finde das interessant, aber dennoch ein bisschen komisch!
 

Castor

Lt. Junior Grade
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das ist ja sehr gut.
dann kann man in zukunft die alten computer-teile einfacher verkaufen.
falls der goldkurs gerade nicht schlecht steht.
oder wie wärs mit einer kette?
 

BOZ_er

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@phs 1. das wenn du punktgenau 2 Zustände setzen kannst, direkt ein binäres System verwenden kannst um Daten zu speichern.
und 2. du da Goldoxit in Mengen einsetzt, die nichts kosten. Das Silikatgla ist mit Goldoxidit dotiert -> kleinste Mengen.

Stellt sich noch die frage, welche Geschwindigkeiten und Datendichten man mit diesem Verfahren erreichen kann und wie oft man den Schreib und Löschvorgang wiederholen kann.
 

Salasar

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Zitat von phs:
Also ich hab jetzt nicht wirklich alles kapiert!
Frage 1: Was nützt mir ein hübscher Schmetterling, wenn ich Bits und Bytes, also 1 und 0 speichern will?
Frage 2: Was kostet das? (Goldionen!!!)
Finde das interessant, aber dennoch ein bisschen komisch!

es ist grundsätzlich ganz einfach (schul-chemie)
elektronen haben nach einer ganz bestimmten skala einen festen orbit um ihren kern. weiterhin koennen sie durch energiezufuhr (strahlung, also hier der laser) auf ein höheres niveau gebracht werden und wenn sie zurück in ihr altes energieniveaus fallen, strahlen sie selber energie in form von licht ab. der clou ist hierbei nur, das man sich konstante eigenschaften zu nutze macht, denn die anhebungen und rückfälle sind konstante größen und dadurch auch die farben des lichtspektrums! heist zu gut deutsch, man kann ganz bestimmten wellenlängen ganz bestimmte zustände zuordnen. das würde weiterhin bedeuten, das man nicht ein bit (1 und 0) darstellen kann, sondern wahrscheinlich ganze byte oder mehr pro elektron! .....
bisher scheiterte sowas wahrscheinlich nur daran, das man elektronen in einer atomhülle nicht bestimmen kann, heist man kann nur "schätzen" wo sie grade sind, man kann es aber nie wissen. der licht-beschuß/-abgabe umgeht dies geschickt und fragt nur wellenlängen ab, also "nur" die eigenschaft der irgendwo-befindlichen betroffenen elektronen :)

auf jeden fall ne sehr geile idee (oder zum. eine unter vielen aktuellen)
 

Salasar

Cadet 4th Year
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Zitat von BOZ_er:
@phs 1. das wenn du punktgenau 2 Zustände setzen kannst, direkt ein binäres System verwenden kannst um Daten zu speichern.
und 2. du da Goldoxit in Mengen einsetzt, die nichts kosten. Das Silikatgla ist mit Goldoxidit dotiert -> kleinste Mengen.

Stellt sich noch die frage, welche Geschwindigkeiten und Datendichten man mit diesem Verfahren erreichen kann und wie oft man den Schreib und Löschvorgang wiederholen kann.

SEHR SCHNELL!!!!!!! der rechner (BUS etc) wird um längen langsamer sein, als die bewegung eines elektron im µm-bereich!!!!
und datendichten: GIGANTISCH, man bedenke viele in büchern assoziierte mengen an atomen in bspw. einem stecknadelkopf etcetc...und multiplikativ dazu die verfügbaren elektronen
 
M

MoF

Gast
@6: Die Daten werden nicht durch Energieniveaus der Elektronen gepeichert, da diese angeregeten Zustände nicht stabil sind und auch höchstens einmal auslesbar wäre.
Die Elektronen bekommen soviel Energie, dass sie sich von ihrem Kern lösen können und werden anschließend von einem Goldion eingefangen, das zu einem kompleten Goldatom wird. Mehrere dieser Goldatome verbinden sich miteinander und absobieren dann Licht mit kleinerer oder größerer Wellenlänge, was unterschiedliche Farben zur Folge hat.
Damit die Farbe überhaupt ins Spiel kommt muss man das Ganze auf 550°C erhitzen, weshalb ich denke, dass man sich auf Grau-Transparent also 1-0 ergo ein Bit beschränken wird.
 

xLoMx

Lieutenant
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Sieht nicht so aus als ob das so extrem hohe speicherdichten erreicht. und sau langsam scheint das auch zu sein. einen klotz auf 550°C zu erhitzen dauert eine weile. außerdem scheint dieser schritt zum löschen wichtig zu sein.

die idee ist nicht schlecht, man könnte das ganze besser nutzen als einen sau langsamen speicher zu bauen der zudem nichts speichern kann.andere holographische speicher (z.B. FDM) haben ganz sicher eine sehr viel höhere speicherdichte.

wenn man das mit den farben genau hinbekommt könnte man optische bauelemente bauen.
 

Alpha64

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Das speichern von vielen Daten scheint somit kein grosses Problem mehr darzustellen. Denn es kann eine relativ hohe Geschwindigkeit erreicht werden.
Ich sehe das Problem beim Lesen der Daten. Ich frage mich, wie man den Zustand eines Goldions oder -atoms in akzeptabler Geschwindigkeit ablesen kann. Evt. wäre das durch das veränderte Verhalten von Photonen möglich. So wie bei einer CD.
 

yakuza

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ihr seit echt lustig! habt absolut keine ahnung von der materie und zieht sonst welche schlüsse!
die leute da machen ihren job nicht aus langer weile und werden sich schon was bei denken!
und wenn da meine speicherdichte oder geschwindigkeit rauskommt wirds wohl kaum einer haben wollen!
ergo da wird scon einiges an potential und leistung hinter stehen!
 

specialsymbol

Ensign
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Schick. Erinnert mich an Babylon5.
Haben Forscher in Darmstadt nicht mal geschafft etwas ähnliches mit 'ner Roller Tesafilm?
Also einen 3D-optischen Speicher?
War nur zu langsam, glaube ich..
 

xLoMx

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das ist nicht wirklich ein speicher, und von hoch ist die speicherdichte weit entfernt.

Holographische speicher sind schwer zu beschreiben, weil da ihr da ein wenig was von optik verstehen müsstet. und der durchbruch ist ja erst mit 2 photonen fluoreszenz (nicht lineare Optik) passiert.

Das teuerste ist bei solchen sachen noch der laser weil man keine Billig-Laser(Laserdioden) verwenden kann. Die strahlqualität von Laserdioden ist doch mehr als bescheiden.
 

Trag

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d.h. man muss nur noch eine cpu bauen die bei 550°C arbeiten kann und dann kann man das ganze zwischen kühler und cpu bauen *g*
 

Lasergott

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na hier ist euer laserspezialist
drückt den japanern doch die daumen. hmm dann können wir endlich mehr kinofilme downloaden. ;-)
ich habe mit Holographische Messtechniken experimentiert und ich muss sagen, ich ist sehr interessant.
 

Götterwind

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kann es mir einfach nicht verkneifen, mal meinen Senf dazu su geben :D)

@lasergott
Ob du wirklich gut auf dem Gebiet ein Spezialist bist, wird sich bestimmt zeigen :) Was machst du denn schönes? Doch nicht etwa Physik studieren?

Ich muss mich xLoMx anschließen. Um solche Systeme zu realisieren braucht man mehr als eine billige Laserdiode (miese Strahlqualität zumindest in eine transversale Richtung [@lasergott M² sehr groß ... :)] und zuwenig Intensität). Da ich nur schätzen kann, wird ein gepulster Laser mit hoher Leistung benutzt (Tabletop-Systeme oder richtig böse große Laser schätze ich mal), also Preistechnisch und im Aufwand noch sehr exotisch. Datenspeicherung in Kristallen ist an Sich ja nichts neues. Die Datendichten und Auslesezeiten sind nur etwas mikrig. Im Prinzip gehts - wie alles halt ...

Habe mal bei den PRL nachgeschaut : Also PRL 91, 247405 (2003) - falls es jemand interessiert. Wie schon gedacht, wurde ein tabletop TiSa benutzt.
 
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