News Uber: Landgericht Frankfurt verbietet Taxi-App deutschlandweit

Die Taxiunternehmen bzw. die Taxifahrerzentrale sollten sich mal lieber überlegen warum diese App so beliebt ist...
 
Da ich berufsbedingt oft mit dem Taxi unterwegs bin, packt mich da echt die klage Wut. Taxifahrer haben tausend verschiedene Maschen um den Preis nach oben zu treiben, Dinge die alles andere als wettbewerbsgerecht sind, aber wenn eine Konkurrenz wie dieser Dienst ihr betrügerisches Geschäftsmodell bedroht, erinnern sie sich plötzlich an Recht und Ordnung.

Ich habe mit Taxifahrern schon so viel Mieses erlebt, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, wozu eigentlich so ein Personenbeförderungs-Schein gut sein soll wenn sowieso jeder kleinkriminelle Halunke den bekommt. Die haben nie Wechselgeld damit sie auf Fahrten von 22 Euro direkt 30 Euro behalten können. Die vergessen immer gesperrte Straßen und Baustellen, so dass sie teilweise Straßen mehrfach in beide Richtungen befahren müssen. Die verlangen von zwei Fahrgästen dass beide den vollen Preis bezahlen, weil man sich mal eben am Flughafen kennen gelernt hat und beschlossen hat ein Taxi zu teilen. Etc. etc. Etc.

Taxifahrer sind der betrügerischste Berufsstand den ich kenne!
 
Hört sich für mich so an als würde wieder mit alten Methoden und Argumentationen der technologische Wandel unterdrückt werden nur weil die Lobby den verpasst hat. So wie die Musik Industrie mit DRM.
 
Hinweis zur Einleitung: Hier geht es um UberPop, der andere Dienst den Uber vermittelt nennt sich UberBlack, beschäftigt angestellte Fahrer und ist gesetzlich in Ordnung, allerdings auch wesentlich teurer.

UberPop möchte den Anschein vermitteln eine Mitfahrzentrale zu sein (für die es weniger gesetzliche Regelungen gibt), besitzt aber ein Geschäftsmodell und wirbt um Fahrer wie ein Taxiunternehmen.

Um eine Mitfahrzentrale zu sein müsste der Fahrer das Ziel und die Strecke vorgeben, da es aber bei Uber der Fahrgast tut sind sie ganz eindeutig eher ein Taxiunternehmen.

Taxiunternehmen haben in Deutschland gewisse gesetzliche Regelungen, beispielsweise einen je nach Region festen Fahrpreis - was auch zum Vorteil des Fahrgastes sein kann, denn Uber erhöht beispielsweise zu Silvester die Preise um ein Vielfaches, während Taxis das nicht tun.
Taxis müssen eine Versicherung für gewerbliche Nutzung haben, was Fahrgäste und vor allem auch die Fahrer finanziell für den Fall eines Unfalles absichert.
Dazu kommen natürlich noch Gesundheitstests, Ortskenntnisprüfungen und sonstige Auflagen.

UberPop kann geringere Kosten bieten weil sie auf alle diese Dinge verzichten und die Fahrer im Prinzip auch dazu verleitet werden schwarz zu arbeiten.

Uber selbst argumentiert natürlich immer damit, dass das Taxisystem veraltet ist, dass organisierte Taxikartelle die Preise hochhalten würden oder sonstige lächerliche Aussagen, doch im Prinzip geht es dabei immer nur darum, dass Uber sich nicht an bestehende Gesetze halten möchte und deshalb Stimmung gegen Taxis macht.

Wer das gutheißt soll mal bitte darüber nachdenken ob es auch so "cool" und "innovativ" ist, wenn ein amerikanisches Unternehmen (mit ein paar Milliarden Dollar Investorenkapital in der Tasche) in Deutschland gentechnisch verändertes Essen auf den Markt bringen möchte und dann die Gesetzgebung die das verhindert als innovationsfeindlich bezeichnet und dagegen Lobbyismus betreibt.
 
Gut so. Nicht weil ich was gegen das Prinzip der Fahrtenvermittlung hätte, sondern der Art wie sich die Firma vermarktet. In den meisten Zeitungen Artikel darüber, die sich wie Werbung lesen. Und das waren die Artikel vermutlich auch. Anders ist das nur schwer zu erklären. D.h. die müssen ordentlichen Kohle für sowohl (sehr dreiste) "Schleichwerbung" gezahlt haben... Schon alleine deswegen gehört denen ein Prozess angehängt und den Printmedien gleich mit.

Ich bin selber bei Flinc registriert. Das is eine Mitfahr-App, die nicht so kommerziell ausgerichtet ist wie uber. Stellt man die Plattformen gegenüber, kristallisiert sich recht schnell heraus, warum uber in DE verboten wurde. Hier fahren private Fahrer kommerziell wie Taxi-Fahrer. Kein Gewerbe, keine entsprechenden Versicherungen, nix... Sie können gern normale Taxis vermitteln oder Fahrer, die entsprechende Qualifikationen vorweisen -aber nicht komplett unqualifizierte. Führerschein alleine berechtigt lediglich zum Lenken eines KFZ und nicht mehr als das...
 
Das Taxifahrer leider häufig abzocken ist bekannt. Man muss eben die Strecke klar definieren oder damit leben.

Ich finde das Urteil nichtsdestotrotz richtig. Das Personenbeförderungsgesetz gibt es nicht ohne Grund! Es spricht doch nichts dagegen das Uber seinen Fahren vorgibt einen entsprechenden Schein zu machen. Sonst müsste man das Konzept von Uber ändern.

Ohne eine Kontrolle oder Registrierung der privaten Fahrer passieren sonst solche Sachen wie in den USA.

Konkurenz schön & gut, aber das muss auch net sein.
 
aehm. sagen wir es doch so wie es ist. Uber schert sich einen Dreck, wer und was da faehrt. ich wuerde mal pauschal sagen, dass dort haupsaechlich schwarzarbeit angeboten wird. was passiert eigentlich bei einem unfall und der fahrgast landet im rollstuhl? sofern der fahrer das gewerbe nicht angemeldet hat und die dementschprechenden versicherungen nicht besitzt.. kann man sich das geld vom fahrer holen. na dankeschoen. landet der "schwarz"-fahrer im rollstuhl zahlt keine berufsgenossenschaft und die normale unfallversicherung auch nicht. eine private kfz-haftpflicht und kasko auch nicht.

wenn Uber 20% vom fahrpreis haben will, koennen die anbieter nach legalen masstaeben nicht billiger als ein taxi sein. ausser der fahrer arbeitet fuer 3-4 euro die fahrstunde.

mitfahrzentralen sind da was komplett anderes: ich sage, ich fahre am wochenende von A-B und kann 3 personen mitnehmen. solange ich das nur mit beteiligung an spritkosten regel erlischt auch kein versicherungsschutz. das passiert nur bei gewinnorientierter, gewerbsmaessiger nutzung.

zum thema taxi-preis.. den legt nicht das taxiunternehmen fest, sondern die kommune.
 
Wäre die ganze Taxibranche nicht ohnehin zu einer Randerscheinung geworden wie etwa Rikschas in den Touristenzentren sobald Google seine Ankündigung wahr macht und selbstfahrende Autos fertigstellt?

Allzu lange soll das ja laut Google nicht dauern oder hält man deren Zeitplan für zu optimistisch?
 
Schade,

der Taximafia hätte ich es gegönnt wenn ich sehe was die für Preise haben. Vor einigen Monaten war ich zu Besuch in Frankfurt und musste vom Frankfurter Randbezirk zum Flughafen (max.10 Kilometer, kein Berufsverkehr, 80% Autobahn, Fahrzeit ca 15min), hat mich ca 30,-€ gekostet! Absolute Frechheit und kann deshalb diese App nur unterstützen!
 
Bei Amazon, Apple und Google sind alle am heulen, weil die ihre Gewinne ins Ausland verschieben.

Aber bei Uber ist das Ok.
Die bezahlen gerade mal 5% Steuern in den Niederlanden und Deutschland bekommt davon nichts ab.

Dazu kommt noch, das deren Fahrgäste nicht versichert sind und die Fahrer größtenteils keine Steuern zahlen.
So ist man natürlich billiger als die Konkurrenz. (Bei Hoenes hieß das noch asozial)
 
An alle die jetzt sich jetzt fragen wo der Unterschied zwischen Uber und den Mitfahrzentralen ist.
Bei Uber gibt der "Mitfahrer" an von wo nach wo er will, Ort, Zeit usw. und es kommt ein Fahrer.
Bei Mitfahrzentralen legt der Fahrer Ort, Zeit und Route fest.
 
Sephe schrieb:
Meiner Meinung nach wurde Uber zu unrecht verboten.
Ja und bei nem Unfall sind die Beteiligten NICHT versichert. Warum verstehen das so wenige Leute? Wollt ihr das einfach ausblenden? Im Endeffekt wird eine der beteiligten Versicheurngen einspringen müssen, aber der Uber-Fahrer wird das € für € abbezahlen müssen.

In dem Fall werden die Leute einfach für ihrer eigenen Dummheit/Raffgier beschützt.
 
Auch in Österreich ist UBER vertreten. Haben sogar eine Kooperation mit dem Heimischen Telekomanbieter 3 Hutchison.

http://www.drei.at/portal/de/bottomnavi/ueber-drei/presse/presse-details-1238464.html

Ich frage mich nur wie lange es dauert, bis die Taxifahrerinen in Österreich auf die Barrikaden gehen.

Zum Thema: Einerseits kann ich die Argumentation der Gerichte verstehen. Was passiert, wenn sich ein Unfall ereignet? Wer haftet in diesem Fall, weil offiziell es sich um keine Personenbeförderung handelt, oder???

Anderseits sind die Taxiunternehemrinnen mit ihren Preisen langsam so frech geworden, dass der Markt sich nach solchen Änderungen wie UBER schon längst gesehnt hat.
 
Find ich gut, man kann nicht einfach ohne Versicherung und Gewerbeanmeldung Taxfiahrer spielen und denen das schlechte Geschäft noch schlechter machen.
In Hamburg gibt es zum Glück Kilometergeld, nicht nach Fahrzeit, weshalb man weniger beschissen wird, jedenfalls wenn man die Wege kennt. :D
 
Die Masche, sich als revolutionäres Unternehmen zu gerieren, dass sich gegen die verkrusteten staatlichen Strukuren auflehnt, hat noch immer bei dem Durchschnitts-Bürger gezogen.
Es hilft, dass die Taxi-Kaste wirklich n Sauhaufen ist.

Beispiel die klassische Frage "Welche Strecke soll ich fahren?" bzw. "Haben sie eine bestimmte Strecke, die Sie entlang fahren möchten?" um herauszufinden, ob der Passagier ortskundig ist.
 
Ich finde es richtig so, weil man ansonsten somit "Schwarzarbeit" unterstützen würde und die ganze Sicherheit und Verantwortung bei einem Unfall nicht gegeben.

Mitfahrtgelegenheit sehe ich seit einigen Zeit ja schon kritisch, aber zum Glück wird es noch nicht zum kommerziellen Gewerbe missbraucht.
 
Hmm, das klingt aber eigentlch ganz gut, kannte den Dienst ja gar nicht.

Uber Pop scheint es hier in der Schweiz nicht zu geben, aber wenn das wirklich günstiger sein sollte als die viel zu teuren Taxis hier (kleines Beispiel, 15Km ~= 70Fr. was ca. 58 € sind) dann werde ich das heute nacht sicher mal ausprobieren...

Das ist halt das Problem an einem Job mit Nachtschichten, wenn man mal kein Auto zur Verfügung hat, da kann der ÖV noch so gut sein hier, wenn in der Nacht nichts fährt, hat man keine andere Möglichkeit. Und dass man in dieser Zeit nicht Nacht für Nacht Lust hat die horrenden Taxikosten zu bezahlen, oder bei Regen das Fahrrad zu nehmen, sollte ja auch klar sein.
 
Ein Verbot war längst überfällig.

Wie bereits mehrfach aufgeführt wird das Personenbeförderungsgesetz umgangen. Nicht umsonst gibt es selbiges um einen gewissen Standard zu halten. Klar sind mit den Auflagen auch demensprechende Kosten verbunden aber Gesetz ist Gesetz. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Auch kann ich nachvollziehen, dass die Preise der Taxiunternehmen unverschämt hoch sind. Aber so bin ich wenigstens auf der sicheren Seite im Falle eines Falles.
 
Krautmaster schrieb:
oh, dann muss man aber die ganzen Mitfahrgelegenheiten und deren Börsen auch verbieten. Am besten direkt die Beifahrer ganz abschaffen.
Das Urteil besagt ausdrücklich, dass man weiterhin Geld für Fahrten entgegen nehmen kann, die die gesamtkosten der Fahrt nicht übersteigen. Du darfst lediglich keinen Gewinn damit machen.

Du kann also ruhig Beifahrer mitnehmen und auch Benzingeld für's Mitfahren verlangen.
 
Taxifahrer erhöhen an Silvester und ähnlichen Daten ebenfalls ganz heftig die Preise. Wer glaubt sie täten dass nicht, den bitte ich dann in 3 Monaten mal ins Taxi zu steigen. Der Fahrer wird sich weigern das Taxameter an zu machen sondern nur gegen krassen Festpreis fahren wollen - garantiert.
 
Zurück
Oben