DDR5-12000+: CUDIMM von Kingston und G.Skill überschreitet 12.000 MT/s

Update Jan-Frederik Timm
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DDR5-12000+: CUDIMM von Kingston und G.Skill überschreitet 12.000 MT/s
Bild: G.Skill

Intel Arrow Lake-S alias Core Ultra 200S (Test) ist die erste Plattform, die „getakteten“ DDR5 (CUDIMM statt UDIMM) offiziell unterstützt. Die neuen Module sind erstmals nach JEDEC mit DDR5-6400 statt bis dato DDR5-5600 spezifiziert und legen jetzt auch an der OC-Obergrenze eine Schippe drauf: DDR5-12000 wurde übertroffen.

Kingston liegt mit DDR5-12108 vorerst vorne

Vorerst der neue Weltrekord, hat diesen Kovan Yang aus Südkorea auf einem MSI Z890 Unify-X mit zwei DIMM-Slots und CUDIMM-DDR5 von Kingston erreicht. Der Hersteller hatte zum Start von Intel Arrow Lake-S erste CUDIMM-Module mit DDR5-8400 mit und ohne RGB in den Farben Weiß oder Silber vorgestellt.

Auch G.Skill nimmt die Hürde DDR5-12000

Gleich vier weitere Overclocker haben auf einem Asus ROG Z890 Maximus Apex mit lediglich zwei DIMM-Slots auf DDR5-CUDIMM von G.Skill Transferraten von über 12.000 MT/s (DDR5-12000) erreicht:

Erst gestern hatte G.Skill die ersten eigenen „clocked“ DDR5-Module vorgestellt, die offiziell mit DDR5-9600 spezifiziert sind und sowohl ohne als auch mit RGB-Beleuchtung erscheinen werden. Zum Auftakt gibt es die Riegel als Kit mit 2× 24 GB.

Sie sollen noch im Oktober in den Handel kommen. Gekennzeichnet sind G.Skills CUDIMM-Varianten durch den Zusatz „CK“ für „ClocKed“.

Auch andere Hersteller haben bereits erste CUDIMM-OC-Module, die die offizielle JEDEC-Norm von DDR5-6400 weit überschreiten, noch für dieses Jahr angekündigt.

Was ist CUDIMM?

CUDIMM-Module sind UDIMM-Module, die um einen Chip erweitert wurden, der das Signal vom Speichercontroller in der CPU verstärkt respektive wieder auffrischt. Es handelt sich daher um getaktete (engl. clocked – daher CUDIMM)) ungepufferte Dual-Inline-Speichermodule. Die höhere Signalqualität lässt theoretisch noch höhere Taktraten zu.

Die neue JEDEC-Norm DDR5-6400 sieht dann auch den Einsatz von CUDIMM vor, klassischer UDIMM wird wahrscheinlich nach JEDEC bei DDR5-5600 bleiben.

CUDIMM auch mit Raptor Lake

Offiziell heißt es zwar, dass CUDIMM erst ab einem neuen Intel Core Ultra 200S funktioniert, dem ist jedoch nicht so. In einem Z790-Board mit Intel Core i9-14900K arbeiteten DDR5-6400-CUDIMM-Riegel von Crucial im Test ebenfalls problemlos. Die JEDEC-Spec sorgte zudem dafür, dass nach dem ersten Start automatisch DDR5-6400 angelegt wird, selbst für den Raptor-Lake-Prozessor, der eigentlich nur DDR5-5600 ohne Overclocking vorsieht.

CUDIMM auf Intel Core i9-14900K
CUDIMM auf Intel Core i9-14900K

Auch zu Ryzen 9000 gab es entsprechende Gerüchte, ausprobiert hat ComputerBase das aber noch nicht.

Update

Nachdem G.Skill und Gigabyte den Rekord von Kingston und MSI (DDR5-12.108) Ende Oktober mit DDR5-12.112 noch einmal um hauchzarte 4 MHz übertroffen hatten, haben sich Kingston und MSI die DDR5-Taktkrone wieder zurückgeholt: Der neue DDR5-Weltrekord liegt bei DDR5-12.196 (HWBOT).

Praxisrelevant ist der hohe Takt aber vorerst nicht. Neben der Tatsache, dass diese Taktraten nicht unter Luftkühlung erreicht werden, spricht auch dagegen, dass Arrow Lake-S alias Core Ultra 200S (Test) oberhalb von DDR5-9000 vom Modus „Gear 2“ auf „Gear 4“ schaltet. Der Speicher-Controller arbeitet dann nur noch mit einem Viertel des Taktes der Module statt der Hälfte, was die Latenz gegenüber DDR5-9000 wieder ansteigen lässt.

Anwendungen, die rein auf Bandbreite reagieren, werden davon zwar nicht beeinträchtigt, aber Spiele, für die Latenzen enorm wichtig sind, verlieren dann wieder an Leistung.

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