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Im Test vor 15 Jahren: Nvidias GeForce GTX 460 war für 229 Euro unschlagbar

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Nvidias GeForce GTX 460 war für 229 Euro unschlagbar

Mit der GeForce GTX 460 (Test) beseitigte Nvidia das größte Manko der ersten Fermi-Grafikkarten: die gigantische GF100-GPU. Dank der kleineren GF104 war die GTX 460 deutlich kühler, energiesparender und leiser als die GeForce GTX 465 mit GF100.

Kleinerer Chip mit mehr Rechenleistung

Bei der GeForce GTX 460 setzte Nvidia auf die GF104-GPU, die wie die GF100 auf der Fermi-Architektur basierte. Im Vergleich zu der GF100 – die von der GeForce GTX 465 bis zu GeForce GTX 480 in verschiedenen Abstufungen eingesetzt wurde – war sie allerdings deutlich beschnitten. Statt der etwa 3 Milliarden Transistoren auf der GF100 waren es auf der GF104 noch 1,95 Milliarden.

Verglichen mit der etwas älteren GeForce GTX 465 fiel die theoretische Rechenleistung aufgrund der angehobenen Taktraten trotzdem höher aus. Ebenso sah es bei der Pixel- und Texelfüllrate aus. In puncto Speicher bot Nvidia zwei Ausführungen der GeForce GTX 460 an, wahlweise mit 768 MByte oder 1 GByte. Die Speicherkapazität hatte ebenfalls Einfluss auf das Speicherinterface, das 192 respektive 256 Bit breit ausfiel. Demnach unterschieden sich die beiden Modelle in der Speicherbandbreite, die entsprechend 86.400 MByte/s für die 768-MByte-Variante und 115.200 MByte/s für das größere Modell betrug.

Radeon HD 5830 GeForce GTX 460 768 MByte GeForce GTX 460 1 GByte GeForce GTX 465
Chip RV870/Cypress GF104 GF100
Transistoren ca. 2,15 Mrd. ca. 1,95 Mrd. ca. 3 Mrd.
Fertigung 40 nm
Chiptakt 800 MHz 675 MHz 675 MHz 607 MHz
Shadertakt 800 MHz 1.350 MHz 1.215 MHz
Shader-Einheiten (MADD) 224 (5D) 336 (1D) 352 (1D)
FLOPS (MADD/ADD) 1.792 GFLOPS 907 GFLOPS 855 GFLOPS
ROPs 16 24 32
Pixelfüllrate 12.800 MPix/s 16.200 MPix/s 18.900 MPix/s 13.354 MPix/s
TMUs 56 44
TAUs 56 44
Texelfüllrate 44.800 MTex/s 37.800 MTex/s 26.708 MTex/s
Shader-Model SM 5
effektive Windows
Stromsparfunktion
Speichermenge 1.024 MByte GDDR5 768 MByte GDDR5 1.024 MByte GDDR5
Speichertakt 2.000 MHz 1.800 MHz 1.607 MHz
Speicherinterface 256 Bit 192 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 128.000 MByte/s 86.400 MByte/s 115.200 MByte/s 102.848 MByte/s

Preislich startete die GeForce GTX 460 laut Nvidia bei 219 Euro für die 768-MByte-Version und 249 Euro für das größere Modell, wobei beispielsweise MSI eine geringere UVP von 199 respektive 219 Euro ausrief. Im Referenzdesign war die GeForce GTX 460 knapp 21,5 cm lang und verfügte über einen zentralen 75-mm-Axiallüfter, der dem Dual-Slot-Kühler Frischluft zuführte. Die Stromversorgung der Grafikkarte wurde über zwei PCIe-6-Pin-Stecker mit jeweils 75 Watt sowie dem PCIe-Steckplatz mit weiteren 75 Watt gewährleistet, um die 160 Watt abzudecken.

Der GeForce GTX 465 davon

In Sachen Leistung konnte die GeForce GTX 460 angesichts ihres Preispunkts überzeugen, zumindest im Fall der 1-GByte-Ausführung. Gegenüber der GeForce GTX 465 hatte sie über alle Auflösungen hinweg einen leichten Nachteil ohne zugeschaltete Kantenglättung und einen etwas größeren Vorteil bei aktiviertem Anti-Aliasing. Die kleinere 768-MByte-Version hatte es etwas schwerer und war etwa vier bis neun Prozent langsamer. Zudem ging ihr bei 2.560 × 1.440 Bildpunkten der Speicher aus. Verglichen mit AMDs Radeon HD 5830 konnte die GeForce GTX 460 mit dem Speichervollausbau bei aktivierter Kantenglättung einen Vorsprung von durchschnittlich um die 20 Prozent verbuchen.

Rating
Rating – 1680x1050
    • ATi Radeon HD 5970
      180,9
    • Nvidia GeForce GTX 480
      153,6
    • ATi Radeon HD 5870
      134,8
    • Nvidia GeForce GTX 470
      127,5
    • ATi Radeon HD 5850
      116,7
    • Nvidia GeForce GTX 465
      103,5
    • Nvidia GeForce GTX 460
      100,0
    • ATi Radeon HD 5830
      98,0
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      96,2
    • ATi Radeon HD 5770
      82,3
    • ATi Radeon HD 5750
      70,5
    • ATi Radeon HD 5670
      51,0
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Riesige Schritte konnte die GeForce GTX 460 in den B-Noten verbuchen. Bei der Leistungsaufnahme des Gesamtsystems ergab sich ein Vorteil von 22 Watt gegenüber der GeForce GTX 465. Das schlug sich auch auf die GPU-Temperatur nieder, die um 12 Kelvin niedriger lag. Gleichzeitig war der Schalldruckpegel mit 52,5 dB(A) unter Last gute 5 dB(A) geringer als bei der GTX 465. Gute Nachrichten gab es auch für Übertakter: Die GeForce GTX 460 im Test konnte auf 850 MHz GPU- und 2.200 MHz Speichertakt angehoben werden, woraus sich knapp 20 Prozent mehr Leistung ergaben.

Diagramme
Leistungsaufnahme
  • Idle – Windows:
    • ATi Radeon HD 5670
      159
    • ATi Radeon HD 5750
      161
    • Nvidia GeForce GTX 460
      164
    • ATi Radeon HD 5770
      165
    • ATi Radeon HD 5850
      165
    • ATi Radeon HD 5870
      165
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      165
    • ATi Radeon HD 5830
      168
    • Nvidia GeForce GTX 465
      175
    • Nvidia GeForce GTX 470
      182
    • Nvidia GeForce GTX 260
      187
    • Nvidia GeForce GTX 480
      188
    • ATi Radeon HD 5970
      194
    • ATi Radeon HD 4870
      213
  • Last:
    • ATi Radeon HD 5670
      230
    • ATi Radeon HD 5750
      239
    • ATi Radeon HD 5770
      259
    • ATi Radeon HD 5850
      299
    • ATi Radeon HD 5830
      307
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      310
    • Nvidia GeForce GTX 460
      310
    • ATi Radeon HD 5870
      320
    • ATi Radeon HD 4870
      326
    • Nvidia GeForce GTX 260
      327
    • Nvidia GeForce GTX 465
      332
    • Nvidia GeForce GTX 470
      383
    • ATi Radeon HD 5970
      417
    • Nvidia GeForce GTX 480
      448
Einheit: Watt (W)

Fazit

Insgesamt konnte die GeForce GTX 460 viele der Schwächen der anderen Fermi-Grafikkarten ausmerzen. Durch ihren vergleichsweise geringen Preis, niedrige Leistungsaufnahme, leisen und starken Kühler sowie hohen Spieleleistung konnte das 1-GByte-Modell der GeForce GTX 460 gefallen. Für Spieler gab es nur wenige Bedenken. Anders sah es bei der 768-MByte-Ausführung aus, die eine niedrigere Leistung aufwies, kaum günstiger war und zudem bereits im Jahr 2010 mit knappem Speicher zu kämpfen hatte.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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