Prozessor-Rangliste: CPU-Vergleich mit Ryzen & Coffee Lake für Dezember

Volker Rißka 1.559 Kommentare

tl;dr: Die Rangliste auf ComputerBase klärt, welcher Prozessor sich auf Basis von Tests, Vergleichen und Benchmarks für welche Ansprüche besonders eignet. Empfohlen werden die besten CPUs und APUs für Gaming-, Anwendungs- und Office-PCs in den Klassen Einsteiger, Mittelklasse und High-End.

Die aktuell beste CPU: Empfehlung der Redaktion

Ohne Prozessor im PC läuft nichts. Zum Jahresende 2018 hat der Kunde dabei je nach Preisklasse und primärem Anwendungsgebiet die Qual der Wahl: AMD oder Intel? Beide Hersteller bieten technisch sehr gute Produkte an, den Unterschied machen der geplante Anwendungsfall. Preislich haben sich die Produkte beider Hersteller zuletzt allerdings deutlich unterschiedlich entwickelt.

Die Redaktion nennt in dieser überarbeiteten CPU-Bestenliste fortlaufend aktualisiert die besten Prozessoren für den jeweiligen Einsatzzweck auf Basis letzter Benchmarks und Tests und klärt, wann man sich für AMD oder Intel entscheiden sollte. Tiefergehende Informationen bieten die jeweils verlinkten Tests, dort kommt der Vergleich von AMD und Intel in vielen Programmen zum Vorschein. Darüber hinaus steht die große Community im Unterforum „Mainboards und CPUs: Kaufberatung“ rund um die Uhr mit Rat und Tat beiseite.

12 Kerne von AMD für 350 Euro sind unschlagbar

Die letzten Tage und Wochen zeichnen deutliche Preissteigerungen bei Intels Prozessoren aus. Die anhaltenden Kapazitätsprobleme in der 14-nm-Produktion verfehlen ihre Wirkung nicht, einige CPUs sind nun deutlich schwieriger zu bekommen also noch zu Beginn des Sommers und wesentlich teurer. Intels neues Flaggschiff mit acht Kernen, der Core i9-9900K (Test), ist selbst nach ersten minimalen Preisanpassungen mit 640 Euro weiterhin unverhältnismäßig teuer, selbst der Intel Core i7-8700K (Test) kostet nach wie vor 430 Euro bei namhaften Shops und im lieferbaren Zustand.

Den Konkurrenten lässt diese Entwicklung besser dastehen als je zuvor: 110 Euro Aufpreis bedeutet das neue Preisniveau des Core i7-8700K gegenüber dem AMD Ryzen 2700X (Test). Und nicht zu verachten weil nach wie vor einmalig: Für 350 Euro gibt es bei AMD einen Zwölf-Kern-Prozessor in Form des Ryzen Threadripper 1920X (Test). Das sind noch einmal 50 Euro weniger als vor einem Monat. Im Fahrwasser ist auch der Threadripper 1950X mit 16 Kernen günstiger geworden, 570 Euro werden für den jetzt noch fällig

Der AMD Ryzen Threadripper 1920X steht bei Preis/Leistung über den vier Neulingen

Auch in der Kategorie darunter ist es deutlich sichtbar. Der Core i5-8400 (Test) kostet mindestens 225 Euro. Hier ist aber auch AMD-Pendant etwas teurer geworden, hier sind nun wieder 205 Euro für den AMD Ryzen 2600X (Test) zu zahlen. Das gilt jedoch nicht für den Ryzen 2600 ohne X: 158 Euro lassen diesen in einem sehr guten Licht erscheinen, weshalb er auch stets nahe oder an der Spitze der AMD-CPUs im Preisvergleich steht.

Und auch im Einstieg setzt sich das Bild fort: Der Intel Core i3-8100 (Test) wurde über 30 Prozent teurer und kostet nun 135 Euro. Den AMD Ryzen 3 2200G (Test) gibt es für nun ebenfalls nur mit 25 Prozent Preisaufschlag, er bleibt dennoch in dieser Klasse unangefochten die Empfehlung.

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wenig wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion, noch haben sie für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

Die schnellsten CPUs für Spiele

Der neue Intel Core i9-9900K (Test) ist der absolute Spitzenreiter in den Gaming-Benchmarks, auch der Core i7-9700K schlägt sich keinesfalls schlecht. Acht Kerne mit oder ohne Hyper-Threading kombiniert mit sehr hohem Takt gefällt Ende 2018 fast jedem Spiel. Das Problem allerdings ist: Der Preis. Wer beim CPU-Kauf nicht auf das Preisschild achtet, ist hier richtig, alle anderen greifen zu einer Alternative.

Intel Core i9-9900K und i7-9700K im Test

Der Intel Core i7-8700K bleibt eine Alternative

Und eine ist nach wie vor zum Beispiel der Intel Core i7-8700K (Test). Sechs Kerne und zwölf Threads bei sehr hohen Taktraten von bis zu 4,7 GHz sorgen zusammen mit der Skylake-Architektur im Test für sehr hohe Leistung in modernen Triple-A-Spielen. Ohne Preisaufschlag geht es aber auch in diesem Fall nicht: 427 Euro sind es nun im lieferbaren Zustand, im Sommer waren es 100 Euro weniger.

v.l.n.r.: Core i9-9900K, i7-9700K, i7-8700K und Ryzen 7 2700X

Eine Alternative für knapp den halben Preis

Für knapp die Hälfte des Preises gibt es alternativ den Intel Core i5-8400 mit ebenfalls sechs Kernen. In Spielen, in denen in der Regel die Grafikkarte das entscheidende Element ist, liefert auch diese CPU mit bis zu 4 GHz Takt für 225 Euro noch mehr als genug Leistung – Ausnahmen wie Assassin's Creed Odyssey bestätigen allerdings mittlerweile diese Regel.

Drei Mal Intel als rein technische Empfehlung für Spieler heißt nicht, dass mit aktuellen AMD-Prozessoren nicht gespielt werden kann. Mit den zuletzt gestiegenen Preisen der CPUs von Intel rücken AMD Ryzen im November 2018 zweifelsohne deutlich heran.

Der beste Prozessor für Spieler
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis
Das Luxusmodell Intel Core i9-9900K 640 Euro
Das bezahlbare Optimum Intel Core i7-8700K 430 Euro
Die goldene Mitte AMD Ryzen 2700X 315 Euro
Der Kompromiss Intel Core i5-8400 225 Euro
Der Kompromiss (Alternative) AMD Ryzen 2600X 205 Euro
Der kleinste Einstieg Intel Core i3-8100 135 Euro
Der kleinste Einstieg (Alternative) AMD Ryzen 3 2200G 94 Euro

Auch AMD Ryzen ist schnell in Spielen und günstiger

Wer sich unter Berücksichtigung anderer Faktoren wie der Anwendungsleistung oder der Plattform-Kosten bei seinem Spiele-PC also für AMD Ryzen entscheidet, den trennen nur wenige Prozent vom Intel. Je langsamer die Grafikkarte und je höher die Anforderungen an die GPU, desto geringer wird der Abstand. So kann ein Ryzen 7 2700X auch so schnell sein wie ein Core i9-9900K. Laut der Gaming-Plattform Steam spielen aber aktuell noch immer über 60 Prozent der Spieler auf einem Full-HD-Displays und bei deren Anforderungen hat Intel derzeit noch Vorteile.

Unterm Strich hat AMD mit Ryzen 2000 aber noch einmal einen großen Schritt nach vorn gemacht. Und in Spielen klappt es mit einiger Optimierung, beispielsweise beim Speicher, Intels Vorsprung noch weiter aufzuholen. Dann schrumpft der Abstand weiter zusammen.

Spielen mit einer CPU für 100 Euro?

Eindeutig ist im Jahr 2018 die Antwort auf die Frage nach der CPU, die ein Spiele-PC für Triple-A-Titel mindestens bieten sollte: Vier Kerne müssen es sein, der geringe Aufpreis zu Zweikernern (auch mit Hyper-Threading) ist es definitiv wert. Zu häufig brechen die FPS auf CPUs mit weniger als vier physischen Kernen mittlerweile deutlich ein.

In Frage für den Einstieg kommen aktuell zwei Modelle: Der AMD Ryzen 3 2200G (Test) sowie der Intel Core i3-8100 (Test). Beide bieten vier Kerne und kein Simultaneous Multi-Threading. Mit seinem hohen Takt ist der Core i3-8100 in Bezug auf die CPU zwar voraus, AMDs Lösung bringt jedoch von Haus aus eine deutlich stärkere Vega-Grafikeinheit mit, mit der selbst ohne dedizierte GPU kleinere Spiele möglich sind.

Die schnellsten CPUs für Anwendungen

Wird der PC primär für moderne, parallelisierte Programme genutzt, schiebt sich AMD vor Intel. Skalieren Anwendungen mit den Threads, wird der im direkten Vergleich immer geringere Takt der Ryzen-CPUs mehr als ausgeglichen.

Ryzen 7 bietet 16 Threads ab 165 Euro

Der beste Prozessor von AMD für moderne Software in der gehobenen Mittelklasse ist mittlerweile der Ryzen 7. Mit der Neuvorstellung von Ryzen 2000 im April 2018 hat die erste Generation starke Verstärkung bekommen, zählt insbesondere in Anwendungen aber noch nicht zum alten Eisen. Denn dort bringen die wenigen zusätzliche Megahertz an Takt kaum einen großen Leistungsgewinn. Doch für 315 Euro ist der neue Ryzen 7 2700X unbestritten der König. Doch acht Kerne und 16 Threads gibt es auch günstiger, die Vorjahresgeneration kostet nur noch maximal 220 Euro in Form des 1800X, der Einstieg seinzerit in Form des Ryzen 7 1700 ist für 165 Euro zu haben

Vier Ryzen 2000 auf zwei X470-Mainboards von Asus und MSI im Test

Intels Acht-Kern-Konter Core i9-9900K konnte am Ende zwar am Ryzen 7 2700X mit 22 Prozent Vorsprung vorbeiziehen, kostet dafür aber das Doppelte. Der Core i7-8700K bleibt trotz zwei Kernen weniger kein schlechter Prozessor für Anwendungen, er profitiert auch hier teilweise extrem vom höheren Takt und kann so mitunter am Ryzen 7 vorbeiziehen. Es hängt letztlich extrem von dem Anwendungsprofil ab: Über den Bearbeiten-Schalter in den nachfolgenden Diagrammen kann dieses selbst gewichtet und so entsprechend entschieden werden.

5 Einträge Bearbeiten
Leistungsrating Anwendungen
Angaben in Prozent
    • AMD Ryzen TR 2990WX
      100 %
    • AMD Ryzen TR 2950X
      95 %
    • AMD Ryzen TR 2970WX
      95 %
    • AMD Ryzen TR 1950X
      85 %
    • AMD Ryzen TR 2920X
      84 %
    • AMD Ryzen TR 1920X
      78 %
    • Intel Core i9-7900X
      76 %
    • Intel Core i9-9900K
      73 %
    • Intel Core i9-9900K (95 Watt LT)
      67 %
    • Intel Core i7-7820X
      63 %
    • AMD Ryzen 7 2700X
      60 %
    • Intel Core i7-9700K
      60 %
    • Intel Core i7-8086K LE
      55 %
    • Intel Core i7-8700K
      54 %
    • Intel Core i7-8700K (95 Watt LT)
      53 %
    • AMD Ryzen 7 2700
      52 %
    • AMD Ryzen 5 2600X
      50 %
    • Intel Core i7-8700T
      48 %
    • AMD Ryzen 5 2600
      47 %
    • Intel Core i7-7700K
      39 %
    • Intel Core i5-8400
      39 %
    • Intel Core i7-8700T (35 Watt LT)
      36 %
    • Intel Core i5-8500T
      33 %
    • AMD Ryzen 5 2400G
      31 %
    • AMD Ryzen 5 1400
      28 %
    • Intel Core i3-8100
      26 %
    • AMD Ryzen 3 2200G
      24 %
    • AMD Ryzen 3 1200
      21 %
    • Intel Pentium Gold G5400
      16 %
    • Intel Pentium G4560
      16 %
    • AMD A10-7890K
      15 %
    • AMD Athlon 200GE
      15 %
    • AMD A12-9800E
      14 %

Die preisgünstige Alternative: Ryzen 5 mit 12 Threads ab 139 Euro

AMD hat aber auch in der Preisklasse darunter ein interessantes Produkt aufgestellt, das im ComputerBase-Test mit einer Empfehlung prämiert wurde: Den AMD Ryzen 5 1600 (Test). Für nur knapp 140 Euro bietet er zwölf Threads, das ist in dieser Preisklasse einmalig. Der neue Ryzen 5 2600 ist dank Preisrutsch auf 158 Euro nun aber die bessere Wahl. Letzterer ist dank zusätzlich hoher Spieleleistung ein echter Allrounder und bei einem Kauf in dieser Klasse den Aufpreis wert.

Der beste Prozessor für Anwendungen
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis
Das Maximum (HEDT*) AMD Ryzen Threadripper 2990WX 1.790 Euro
Leistung ist Trumpf (HEDT*) AMD Threadripper 1950X
AMD Threadripper 1920X
570 Euro
342 Euro
Das Optimum AMD Ryzen 7 2700X 317 Euro
Der Kompromiss AMD Ryzen 5 2600 158 Euro
Der vernünftige Einstieg AMD Ryzen 3 2200G 94 Euro
Das absolute Minimum AMD Athlon 200GE 51 Euro
HEDT = High End Desktop, bei AMD TR4 (X399), bei Intel LGA 2066 (X299).

Im Einstieg: Vier Kerne sind gut, aber der Pentium ist noch nicht tot

Auch für einen Office- oder Multimedia-PC gilt: Vier Kerne sollten es in der Regel schon sein. Und in Frage kommen auch hier AMD Ryzen 3 2200G (Test) und Intel Core i3-8100 (Test). Gänzlich abgeraten werden muss von Zwei-Kern-CPUs im Vergleich zu einem Spiele-PC hier aber noch nicht.

Für einen reinen Office-PC zu minimalen Kosten löst der AMD Athlon 200GE (Test) den Pentium ab, da auch dieser deutlich im Preis gestiegen ist., statt 50 Euro sind es nun 85 Euro für den Pentium G4560 (Test). Sein Nachfolger Intel Pentium Gold G5400 (Test) ist zwar schneller, kostet aber noch mehr und braucht ein Mainboard mit 300er-Chipsatz, das in der Regel teurer ist. Am Ende bleibt bei 50 Euro derzeit nur der Athlon 200GE, der eine ähnliche Leistung wie die Pentium bietet, derzeit aber deutlich günstiger ist.

AMD Athlon 200GE

Im High-End-Bereich: AMD Threadripper

Auch oberhalb von Core i7 und AMD Ryzen gibt es noch Angebote, hier ist AMD besonders attraktiv: 16 Kerne und 32 Threads liefern im Ryzen Threadripper 1950X (Test) bei einem Preis von 570 Euro unerreichte Leistung. Darüber hinaus hat AMD den Preis des Zwölf-Kern-Modells deutlich angepasst. Nur rund 342 Euro für den Threadripper 1920X lassen Optionen für ein sehr starkes System offen. Zudem bietet die Plattform reichhaltige Ausstattungsmerkmale, die sonst nur im Server-Umfeld zugegen sind.

Theoretisch geht es in der Leistung aber auch heute schon darüber hinaus. Intels Skylake-X-Prozessoren alias Core i9 bieten bis zu 18 und zukünftig 28 Kerne, AMDs Flaggschiff Threadripper 2990WX (Test) sogar bis zu 32 Kerne. Allerdings bei doppelt so hohem Preis mit im Durchschnitt nur noch leichtem Performancegewinn, außer in sehr ausgewählten Anwendungen. Zuschlagen sollte hier nur der, der das letzte Quäntchen Leistung zwingend benötigt und genau weiß, wo er diese abrufen kann.

Die beste CPU mit integrierter GPU

Auf die Frage nach dem Hersteller der besten CPU mit starker Grafikkarte gibt es auch Ende 2018 nur eine Antwort: AMD. Der Hersteller spielt ganz klar in einer eigenen Liga, Intels Lösungen vom Typ (U)HD Grapics oder Iris Plus Graphics haben nicht den Hauch einer Chance. Und die bessere Leistung gibt es sogar ohne Aufpreis: Für knapp 80 Euro gibt es bereits den AMD Ryzen 3 2200G. Intel kann mit dessen GPU-Leistung nur gleichziehen, wenn eine zusätzliche diskrete Lösung verbaut wird – das Paket ist dann jedoch teurer. Der Ryzen 3 2200G ist damit klar die Empfehlung in dem Bereich. Interessenten sollten sich allerdings der Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit im Vergleich zu aktuellen dedizierten GPUs bewusst sein. Schon GeForce GTX 1050 (Ti) und Radeon RX 560 sind deutlich schneller.

Der beste Prozessor mit integrierter Grafikeinheit
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis
AMD Ryzen 3 2200G 94 Euro
Bearbeiten
Leistungsrating integr. Grafik
Angaben in Prozent
    • Intel Pentium G4560 + GT 1030
      96
    • AMD Ryzen 5 2400G (Vega11)
      87
    • AMD Ryzen 3 2200G (Vega 8)
      82
    • AMD A10-7890K (Radeon R7)
      48
    • AMD A12-9800E (Radeon R7)
      37
    • Intel Core i3-8100 (UHD 630)
      35
    • Intel Core i5-8400 (UHD 630)
      34

Hilfestellung zur Kaufentscheidung

Das Wissen über die Fähigkeiten einer neuen CPU ist ein Schritt zur Kaufentscheidung, sie mit dem aktuellen Setup zu vergleichen ist ein weiterer. Optimal wären CPU-Tests, die immer gleich zehn Generationen an Prozessoren vergleichen würden, praktikabel ist das Aufgrund der Aktualisierung von Plattform, Betriebssystem oder Software aber nicht.

Und Anfang 2018 stand mit den Sicherheitslücken Meltdown und Spectre dann sogar ein Zwangsupdate im Testparcours an, da sowohl AMD, Intel als auch Microsoft BIOS-Updates und Patches zur Verfügung stellen mussten, die einen (kleinen) Einfluss auf die Leistung hatten. Viele ältere Prozessoren fielen dabei aus dem Parcours – aus Zeitgründen, aber auch weil sie der Redaktion gar nicht mehr vorlagen.

CPUs von 2011 bis 2018 im Vergleich

Bis dahin hatte die Redaktion 69 Prozessoren im Parcours gesammelt, auch Exoten und ältere Prozessoren mit Kassenschlagern wie Intels Sandy Bridge waren. Der nachfolgende ältere Parcours enthält sie noch. Über den Bearbeiten-Schalten lassen sich die Benchmarks dabei selbst auswählen, der Klick auf „+ 46 Einträge“ liefert das komplett Bild für alle seinerzeit getesteten Prozessoren ab.

46 Einträge Bearbeiten
Gesamtrating Anwendungen (altes Testsystem)
Angaben in Prozent
    • Intel Core i9-7980XE
      100 %
    • Intel Core i9-7960X
      96 %
    • AMD Ryzen Threadripper 1950X
      86 %
    • Intel Core i9-7900X
      83 %
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      79 %
    • Intel Core i7-7820X
      77 %
    • Intel Core i7-6950X
      73 %
    • Intel Core i7-6900K
      71 %
    • Intel Core i7-8700K
      70 %
    • Intel Core i7-8700
      69 %
    • AMD Ryzen Threadripper 1900X
      68 %
    • AMD Ryzen R7 1800X
      66 %
    • AMD Ryzen R7 1700X
      63 %
    • Intel Core i7-7800X
      63 %
    • Intel Core i7-5960X
      62 %
    • Intel Core i7-6850K
      61 %
    • Intel Core i5-8600K
      61 %
    • Intel Core i7-7700K
      60 %
    • AMD Ryzen R7 1700
      60 %
    • AMD Ryzen R5 1600X
      58 %
    • Intel Core i7-6800K
      57 %
    • Intel Core i7-5930K
      56 %
    • Intel Core i7-7700
      56 %
    • Intel Core i5-8400
      55 %
    • Intel Core i7-6700K
      55 %
    • Intel Core i7-5820K
      54 %
    • Intel Core i7-4790K
      54 %
    • AMD Ryzen R5 1600
      54 %
    • Intel Core i7-7700T
      50 %
    • Intel Xeon E3-1230 v5
      49 %
    • Intel Core i5-7600K
      49 %
    • Intel Core i3-8350K
      48 %
    • Intel Core i7-6700T
      48 %
    • Intel Core i5-7600
      47 %
    • AMD Ryzen R5 1500X
      47 %
    • Intel Xeon E3-1231 v3
      45 %
    • Intel Core i5-7500
      44 %
    • Intel Core i5-6600K
      43 %
    • Intel Core i3-8100
      43 %
    • Intel Core i5-4690K
      43 %
    • Intel Core i7-3770K
      42 %
    • Intel Core i5-5675C
      41 %
    • Intel Core i5-7400
      41 %
    • AMD FX-9590
      41 %
    • AMD Ryzen R5 1400
      41 %
    • Intel Core i5-6500
      40 %
    • Intel Core i3-7350K
      39 %
    • AMD Ryzen R3 1300X
      38 %
    • Intel Core i7-2600K
      38 %
    • AMD FX-8370
      37 %
    • Intel Core i3-7100
      36 %
    • AMD FX-8350
      36 %
    • AMD Ryzen R3 1200
      34 %
    • Intel Core i3-6100
      33 %
    • AMD FX-8370e
      33 %
    • Intel Core i5-2500K
      32 %
    • Intel Pentium G4560
      32 %
    • Intel Core i3-4330
      29 %
    • AMD FX-6300
      28 %
    • AMD A10-7890K
      27 %
    • Intel Pentium G4400
      27 %
    • AMD Athlon X4 880K
      26 %
    • AMD A10-7870K
      26 %
    • Intel Celeron G3930
      24 %
    • AMD A10-7860K
      23 %
    • Intel Celeron G3900
      23 %
    • Intel Pentium G3440
      23 %
    • AMD Phenom II X6 1090T
      23 %
    • Intel Celeron G1840
      18 %

Gleiches gilt beim Thema der Spiele. Die früheren Benchmarks (ohne Ryzen 2000) basieren ebenfalls noch auf Tests vor Bekanntwerden der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre. Allerdings enthalten diese zusätzliche Auflösungen wie nur HD aber auch UHD sowie mehr Prozessoren.

Wie sich alte im Vergleich zu neuen CPUs schlagen, darüber gibt auch der Test CPU-Aufrüsten: Sandy Bridge bis Coffee Lake mit Overclocking im Vergleich Auskunft.

Was bedeutet die TDP?

Wie kann es sein, dass zwei Prozessoren mit derselben Thermal Design Power (TDP) so unterschiedlich viel verbrauchen? Oder dass Core i7-8700K, -8700 und -8700T mit 60 Watt Differenz bei der TDP fast gleich schnell sind? ComputerBase hat sich kürzlich noch einmal ausführlich mit der Thematik befasst und die aktuellen Definition der TDP von AMD und Intel in dem Artikel „CPU-Leistungsaufnahme: Was „TDP“ bei AMD und Intel aktuell bedeutet“ bleuchtet.

Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T im Test

Zum Prozessor gehört ein ganzer PC

Ein Prozessor allein macht noch keinen PC, es bedarf weiterer Bauteile – allen voran Mainboard und Arbeitsspeicher. Und während SSDs immer günstiger werden, ist insbesondere RAM auch im Herbst 2018 noch ein teures Vergnügen. Doch im RAM-Markt ist wie bei Grafikkarten dank Ende des Mining-Booms eine Entspannung bei den Preisen eingetreten, bei Grafikkarten sind sogar die günstigsten Preise seit fast einem Jahr eingetreten.

Hilfe bei der Zusammenstellung ganzer PCs bietet das Forum: Hier arbeiten Leser an ständig aktualisierten Beiträgen, die klären, wie der optimale PC inklusive passendem Prozessor und dem Drumherum für ein bestimmtes Budget aussieht.

Allen voran geht dabei die Zusammenstellungen für den idealen Gaming-PC mit bereits über 6.000.000 Zugriffen. Sie nennt sechs grundlegende Konfigurationen von 450 bis 1.400 Euro. Viele der hier zuvor erwähnten CPUs sind dort direkt wiederzufinden.

Mehr Kaufberatung, Vergleiche, Tests und Ranglisten

Auf ComputerBase finden sich noch zahlreiche weitere Kaufberatungen für den Hardware-Bereich:

Parallel zu den Empfehlungen der Redaktion lohnt sich stets ein Blick in den Berich “Mainboards und CPUs: Fachgespräche“ im ComputerBase-Forum. Dort geben gut informierte Mitglieder der Community Hilfestellung, wenn es um Fragen rund um den Kauf eines neuen Prozessors geht.

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wenig wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion, noch haben sie für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.