Prozessor-Rangliste: CPU-Vergleich mit Ryzen 2000 und Coffee Lake für Juni

Volker Rißka 1.340 Kommentare

tl;dr: Die Rangliste auf ComputerBase klärt, welcher Prozessor sich auf Basis von Tests, Vergleichen und Benchmarks für welche Ansprüche besonders eignet. Empfohlen werden die besten CPUs und APUs für Gaming-, Anwendungs- und Office-PCs in den Klassen Einsteiger, Mittelklasse und High-End.

Die aktuell beste CPU: Empfehlung der Redaktion

Ohne Prozessor im PC läuft nichts. Zum Sommeranfang 2018 hat der Kunde dabei je nach Preisklasse und primärem Anwendungsgebiet endlich wieder die Qual der Wahl: AMD oder Intel? Beide Hersteller bieten sehr gute Produkte an, den Unterschied machen der geplante Anwendungsfall, wer sowohl auf Leistungen in Spielen als auch in Programmen setzt, der hat die Qual der Wahl.

Die Redaktion nennt in dieser überarbeiteten CPU-Bestenliste fortlaufend aktualisiert die besten Prozessoren für den jeweiligen Einsatzzweck auf Basis letzter Benchmarks und Tests und klärt, wann man sich für AMD oder Intel entscheiden sollte. Tiefergehende Informationen bieten die jeweils verlinkten Tests, dort kommt der Vergleich von AMD und Intel in vielen Programmen zum Vorschein. Darüber hinaus steht die große Community im Unterforum „Mainboards und CPUs: Kaufberatung“ rund um die Uhr mit Rat und Tat beiseite.

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wenig wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion, noch haben sie für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

Die schnellste CPU für Spieler: Intel Core i7-8700K

Der CPU-Benchmark für Spieler ist der Intel Core i7-8700K (Test). Sechs Kerne und zwölf Threads bei sehr hohen Taktraten von bis zu 4,7 GHz sorgen zusammen mit der Skylake-Architektur im Test für die höchste Leistung in modernen Triple-A-Spielen. Nach großen Problemen mit der Lieferbarkeit in den ersten Monaten nach Vorstellung ist der Chip seit Mitte Februar 2018 endlich auch zu Preisen unterhalb der UVP nicht nur gelistet, sondern auch großflächig verfügbar, knapp 340 Euro müssen aktuell gezahlt werden.

Der Core i7-8700K im neuen alten Sockel LGA 1151

Eine Alternative für den halben Preis

340 Euro nur für den Prozessor sind allerdings noch immer viel Geld. Für die Hälfte des Preises gibt es aber eine gute Alternative, den Intel Core i5-8400 mit ebenfalls sechs Kernen. In Spielen, in denen ohnehin die Grafikkarte das entscheidende Element ist, liefert auch diese CPU mit bis zu 4 GHz Takt für nur 170 Euro noch mehr als genug Leistung, wie der Vergleichstest in mehreren aktuellen Spielen in drei Auflösungen darlegte.

Zweimal Intel als Empfehlung für Spieler heißt allerdings nicht, dass mit aktuellen AMD-Prozessoren nicht gespielt werden kann. Nachdem sich Intels Coffee-Lake-CPUs aber auf niedrigerem Preisniveau eingependelt haben, sind sie mit Stand Juni 2018 allein aus der Spiele-Perspektive aber besser aufgestellt.

Der beste Prozessor für Spieler
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis
Das Optimum Intel Core i7-8700K 339 Euro
Der Kompromiss Intel Core i5-8400 169 Euro
Der kleinste Einstieg Intel Core i3-8100 100 Euro
Der kleinste Einstieg (Alternative) AMD Ryzen 3 2200G 93 Euro

Auch AMD Ryzen ist schnell in Spielen

Wer sich unter Berücksichtigung anderer Faktoren wie der Anwendungsleistung oder der Plattform-Kosten trotzdem bei seinem Spiele-PC für AMD Ryzen entscheidet, der kommt mit dem neuen AMD Ryzen 7 2700X (Test) in den Frametimes unter Ultra HD auf einer sehr schnellen GeForce GTX 1080 Ti bis auf sieben Prozent an den Core i7-8700K heran, den Ryzen 5 1600X trennen dann ebenfalls sieben Prozent vom Core i5-8400. Je langsamer die Grafikkarte und je höher die Anforderungen an die GPU, desto geringer wird der Abstand. Laut der Gaming-Plattform Steam Spielen aber aktuell noch immer über 60 Prozent der Spielern auf einem Full-HD-Displays und bei deren Anforderungen hat Intel derzeit bei gleichem Preis noch Vorteile.

Unterm Strich hat AMD mit Ryzen 2000 aber noch einmal einen großen Schritt nach vorn gemacht. Und in Spielen klappt es mit einiger Optimierung, beispielsweise beim Speicher, Intels Vorsprung noch weiter aufzuholen. Dann schrumpft der Abstand auf nur noch zwei Prozent zusammen.

Spielen mit einer CPU für 100 Euro?

Eindeutig ist im Jahr 2018 die Antwort auf die Frage nach der CPU, die ein Spiele-PC für Triple-A-Titel mindestens bieten sollte: Vier Kerne müssen es sein, der geringe Aufpreis zu Zweikernen (auch mit Hyper-Threading) ist es definitiv wert. Zu häufig brechen die FPS auf CPUs mit weniger als vier physischen Kernen mittlerweile deutlich ein.

In Frage für den Einstieg kommen aktuell zwei Modelle: Der AMD Ryzen 3 2200G (Test) sowie der Intel Core i3-8100 (Test). Beide bieten vier Kerne und kein Simultaneous Multi-Threading. Mit seinem hohen Takt ist der Core i3-8100 in Bezug auf die CPU zwar voraus, AMDs Lösung bringt jedoch von Haus aus eine deutlich stärkere Vega-Grafikeinheit mit, mit der selbst ohne dedizierte GPU kleinere Spiele möglich sind.

Die beste CPU für Anwendungen kommt von AMD

Wird der PC primär für moderne, parallelisierte Programmen genutzt, schiebt sich ein Chip von AMD vor Intel. Ryzen für den Massenmarkt sind quasi preisgleich zu Intels Modellen aufgestellt, bieten aber in der Regel mehr Kerne/Threads, wenn auch bei geringerem Takt. Skalieren Anwendungen mit den Threads, fällt die Leistung trotzdem höher aus, der geringere Takt wird mehr als ausgeglichen.

Ryzen 7 bietet 16 Threads ab 230 Euro

Der beste Prozessor von AMD für moderne Software in der gehobenen Mittelklasse ist mittlerweile der Ryzen 7. Mit der Neuvorstellung von Ryzen 2000 im April 2018 hat die erste Generation starke Verstärkung bekommen, zählt insbesondere in Anwendungen aber noch nicht zum alten Eisen. Denn dort bringen die wenigen zusätzliche Megahertz an Takt kaum einen großen Leistungsgewinn. Doch für nicht einmal 320 Euro ist der neue Ryzen 7 2700X unbestritten der König, zumal der Aufpreis zum Ryzen 7 2700, 1800X, 1700X und selbst 1700 innerhalb einer Spanne von nur 85 Euro liegt. Fünf CPUs mit acht Kernen zwischen 230 und 315 Euro Euro ist ein Luxusproblem bei AMD, alle mit freiem Multiplikator, weshalb der Blick auf ein kleineres Modell durchaus lohnen kann.

Vier Ryzen 2000 auf zwei X470-Mainboards von Asus und MSI im Test

Der Core i7-8700K ist trotz zwei Kernen weniger kein schlechter Prozessor für Anwendungen, wenngleich der Ryzen 7 2700X die Messlatte in der Mittelklasse noch einmal deutlich höher gelegt hat und Intels Konter mit acht Kernen dies ab dem zweiten Halbjahr 2018 adressieren wird. Bis dahin muss der 8700K den Job übernehmen, und er profitiert auch hier teilweise extrem vom höheren Takt und kann so mitunter am Ryzen 7 vorbeiziehen. Es hängt letztlich extrem von dem Anwendungsprofil ab – über den Bearbeiten-Schalter in den nachfolgenden Diagrammen kann dieses selbst gewichtet und so entsprechend entschieden werden.

Bearbeiten
Leistungsrating Anwendungen (neuer Testparcours)
Angaben in Prozent
    • AMD Ryzen TR 1950X
      100 %
    • Intel Core i9-7900X
      97 %
    • AMD Ryzen TR 1920X
      87 %
    • Intel Core i7-7820X
      83 %
    • AMD Ryzen 7 2700X
      79 %
    • Intel Core i7-8700K
      73 %
    • AMD Ryzen 7 2700
      69 %
    • AMD Ryzen 5 2600X
      66 %
    • Intel Core i7-8700T
      65 %
    • AMD Ryzen 5 2600
      63 %
    • Intel Core i7-7700K
      54 %
    • Intel Core i5-8400
      53 %
    • Intel Core i7-8700T (35 Watt LT)
      50 %
    • Intel Core i5-8500T
      45 %
    • AMD Ryzen 5 2400G
      43 %
    • AMD Ryzen 5 1400
      39 %
    • Intel Core i3-8100
      37 %
    • AMD Ryzen 3 2200G
      34 %
    • AMD Ryzen 3 1200
      30 %
    • Intel Pentium Gold G5400
      24 %
    • Intel Pentium G4560
      23 %
    • AMD A10-7890K
      22 %
    • AMD A12-9800E
      20 %

Die preisgünstige Alternative: Ryzen 5 mit 12 Threads ab 153 Euro

AMD hat aber auch in der Preisklasse darunter ein interessantes Produkt aufgestellt, das im ComputerBase-Test mit einer Empfehlung prämiert wurde: Der AMD Ryzen 5 1600 (Test). Für nur knapp über 150 Euro bietet er zwölf Threads, das ist in dieser Preisklasse einmalig. Der neue Ryzen 5 2600 und 2600X sind zwar leicht schneller, kosten aktuell aber mit 178 respektive 213 Euro ein wenig mehr. Letzterer ist dank zusätzlich sehr hoher Spieleleistung aber ein echter Allrounder und bei einem Kauf in dieser Klasse den Aufpreis wert.

Doch auch hier gilt wie in Spielen: Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Der Intel Core i5-8400 (Test) kann mit ebenfalls sechs Kernen und hohem Takt in vielen Anwendungen nicht nur gegenhalten, sondern erweist sich als ebenfalls echter Allrounder für einen Preis von 170 Euro, weshalb auch diese CPU mit einer ComputerBase-Empfehlung prämiert wurde.

Der beste Prozessor für Anwendungen
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis
Leistung ist Trumpf (HEDT*) AMD Threadripper 1950X 839 Euro
Das Optimum AMD Ryzen 7 2700X 315 Euro
Der Kompromiss AMD Ryzen 5 2600X 213 Euro
Der vernünftige Einstieg AMD Ryzen 3 2200G 93 Euro
Das absolute Minimum Intel Pentium G4560 48 Euro
HEDT = High End Desktop, bei AMD TR4 (X399), bei Intel LGA 2066 (X299).

Im Einstieg: Vier Kerne sind gut, aber der Pentium ist noch nicht tot

Auch für einen Office- oder Multimedia-PC gilt: Vier Kerne sollten es in der Regel schon sein. Und in Frage kommen auch hier AMD Ryzen 3 2200G (Test) und Intel Core i3-8100 (Test). Gänzlich abgeraten werden muss von Zwei-Kern-CPUs im Vergleich zu einem Spiele-PC hier aber noch nicht.

Für einen reinen Office-PC zu minimalen Kosten bleibt der Pentium G4560 (Test) die erste Wahl. Mittlerweile kostet er keine 50 Euro mehr, ist extrem effizient und mit zwei Kernen aber vier Threads zumindest ausreichend für Anwendungen gewappnet.

Im High-End-Bereich: AMD Threadripper 1950X

Auch oberhalb von Core i7 und AMD Ryzen gibt es noch Angebote, auch hier ist AMD attraktiv: 16 Kerne und 32 Threads liefern im Ryzen Threadripper 1950X (Test) bei einem Preis von 850 Euro unerreichte Leistung. Zudem bietet die Plattform reichhaltige Ausstattungsmerkmale, die sonst nur im Server-Umfeld zugegen sind. Theoretisch geht es auch noch darüber hinaus, Intels Skylake-X-Prozessoren alias Core i9 bieten bis zu 18 Kerne. Allerdings tut er das bei einem doppelt so hohen Preis mit nur noch leichtem Performancegewinn. Zuschlagen sollte hier nur der, der das letzte Quäntchen Leistung (oder AVX512-Instruktionen) zwingend benötigt.

Der Prozessor mit der besten integrierten Grafikeinheit

Auf die Frage nach dem Hersteller der besten CPU mit starker Grafikkarte gibt es auch Anfang 2018 nur eine Antwort: AMD. Der Hersteller spielt ganz klar in einer eigenen Liga, Intels Lösungen vom Typ (U)HD Grapics oder Iris Plus Graphics haben nicht den Hauch einer Chance. Und die bessere Leistung gibt es sogar ohne Aufpreis: Für 90 Euro gibt es bereits den AMD Ryzen 3 2200G. Intel kann mit dessen GPU-Leistung nur gleichziehen, wenn eine zusätzliche diskrete Lösung verbaut wird – das Paket ist dann jedoch teurer. Der Ryzen 3 2200G ist damit klar die Empfehlung in dem Bereich. Interessenten sollten sich allerdings der Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit im Vergleich zu aktuellen dedizierten GPUs bewusst sein. Schon GeForce GTX 1050 (Ti) und Radeon RX 560 sind deutlich schneller.

Der beste Prozessor mit integrierter Grafikeinheit
Leistungsklasse Prozessorempfehlung Preis
AMD Ryzen 3 2200G 93 Euro
Bearbeiten
Leistungsrating integr. Grafik
Angaben in Prozent
    • Intel Pentium G4560 + GT 1030
      96
    • AMD Ryzen 5 2400G (Vega11)
      87
    • AMD Ryzen 3 2200G (Vega 8)
      82
    • AMD A10-7890K (Radeon R7)
      48
    • AMD A12-9800E (Radeon R7)
      37
    • Intel Core i3-8100 (UHD 630)
      35
    • Intel Core i5-8400 (UHD 630)
      34

(Sehr) alte und neue CPUs im Vergleich

ComputerBase testet jedes Jahr viele Prozessoren. Anfang 2018 stand aufgrund des Bekanntwerden der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre ein Zwangsupdate im Testparcours an, da sowohl AMD, Intel als auch Microsoft BIOS-Updates und Patches zur Verfügung stellt, die einen (kleinen) Einfluss auf die Leistung haben. Bei schnelleren Prozessoren tendiert der Unterschied gegen Null, bei langsameren Modellen wird er etwas größer. An der generellen Einordnung der Prozessoren ändert sich jedoch quasi nichts.

Allerdings fielen viele ältere Prozessoren aus dem Parcours. Andere Benchmarks und Artikel auf ComputerBase helfen allerdings trotzdem dabei, deren Leistung im Vergleich zu den neuen einzuordnen.

Unter anderem hatte ComputerBase bis Anfang 2018 69 Prozessoren in Anwendungen vermessen, in der auch Exoten und ältere Prozessoren mit Kassenschlagern wie Intels Sandy Bridge vertreten sind. Über den Bearbeiten-Schalten lassen sich die Benchmarks dabei selbst auswählen, der Klick auf „+ 46 Einträge“ liefert das komplett Bild für alle seinerzeit getesteten Prozessoren ab.

46 Einträge Bearbeiten
Gesamtrating Anwendungen (altes Testsystem)
Angaben in Prozent
    • Intel Core i9-7980XE
      100 %
    • Intel Core i9-7960X
      96 %
    • AMD Ryzen Threadripper 1950X
      86 %
    • Intel Core i9-7900X
      83 %
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      79 %
    • Intel Core i7-7820X
      77 %
    • Intel Core i7-6950X
      73 %
    • Intel Core i7-6900K
      71 %
    • Intel Core i7-8700K
      70 %
    • Intel Core i7-8700
      69 %
    • AMD Ryzen Threadripper 1900X
      68 %
    • AMD Ryzen R7 1800X
      66 %
    • AMD Ryzen R7 1700X
      63 %
    • Intel Core i7-7800X
      63 %
    • Intel Core i7-5960X
      62 %
    • Intel Core i7-6850K
      61 %
    • Intel Core i5-8600K
      61 %
    • Intel Core i7-7700K
      60 %
    • AMD Ryzen R7 1700
      60 %
    • AMD Ryzen R5 1600X
      58 %
    • Intel Core i7-6800K
      57 %
    • Intel Core i7-5930K
      56 %
    • Intel Core i7-7700
      56 %
    • Intel Core i5-8400
      55 %
    • Intel Core i7-6700K
      55 %
    • Intel Core i7-5820K
      54 %
    • Intel Core i7-4790K
      54 %
    • AMD Ryzen R5 1600
      54 %
    • Intel Core i7-7700T
      50 %
    • Intel Xeon E3-1230 v5
      49 %
    • Intel Core i5-7600K
      49 %
    • Intel Core i3-8350K
      48 %
    • Intel Core i7-6700T
      48 %
    • Intel Core i5-7600
      47 %
    • AMD Ryzen R5 1500X
      47 %
    • Intel Xeon E3-1231 v3
      45 %
    • Intel Core i5-7500
      44 %
    • Intel Core i5-6600K
      43 %
    • Intel Core i3-8100
      43 %
    • Intel Core i5-4690K
      43 %
    • Intel Core i7-3770K
      42 %
    • Intel Core i5-5675C
      41 %
    • Intel Core i5-7400
      41 %
    • AMD FX-9590
      41 %
    • AMD Ryzen R5 1400
      41 %
    • Intel Core i5-6500
      40 %
    • Intel Core i3-7350K
      39 %
    • AMD Ryzen R3 1300X
      38 %
    • Intel Core i7-2600K
      38 %
    • AMD FX-8370
      37 %
    • Intel Core i3-7100
      36 %
    • AMD FX-8350
      36 %
    • AMD Ryzen R3 1200
      34 %
    • Intel Core i3-6100
      33 %
    • AMD FX-8370e
      33 %
    • Intel Core i5-2500K
      32 %
    • Intel Pentium G4560
      32 %
    • Intel Core i3-4330
      29 %
    • AMD FX-6300
      28 %
    • AMD A10-7890K
      27 %
    • Intel Pentium G4400
      27 %
    • AMD Athlon X4 880K
      26 %
    • AMD A10-7870K
      26 %
    • Intel Celeron G3930
      24 %
    • AMD A10-7860K
      23 %
    • Intel Celeron G3900
      23 %
    • Intel Pentium G3440
      23 %
    • AMD Phenom II X6 1090T
      23 %
    • Intel Celeron G1840
      18 %

Gleiches gilt beim Thema der Spiele. Die früheren Benchmarks (ohne Ryzen 2000) basieren ebenfalls noch auf Tests vor Bekanntwerden der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre. Allerdings enthalten diese zusätzliche Auflösungen wie nur HD aber auch UHD sowie mehr Prozessoren.

Wie sich alte im vergleich zu neuen CPUs schlagen, darüber gibt auch der Test CPU-Aufrüsten: Sandy Bridge bis Coffee Lake mit Overclocking im Vergleich Auskunft.

Die TDP eines Prozessors ist nicht der Verbrauch

Immer wieder stellt sich die Frage nach der Aussagekraft der Thermal Design Power (TDP). In diesem Absatz will ComputerBase die aktuelle Definition der Kennzahl auf Basis erst kürzlich getesteter T-CPUs bei Intel genauer erläutern.

Die im Test des Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T untersuchten Modelle unterscheiden sich von den klassischen Varianten mit 65 und 95 Watt in erster Linie beim Basistakt. Und das müssen sie auch. Denn aktuell definiert Intel die TDP als „die durchschnittliche Leistungsaufnahme (in Watt), die der Prozessor beim Betrieb auf Basisfrequenz ableitet, wenn alle Kerne bei einer von Intel definierten, hochkomplexen Arbeitslast aktiv sind“. Damit ein T-Modell mit 35 Watt TDP spezifiziert werden kann, muss also der Basistakt deutlich niedriger als bei den 65- oder 95-Watt-Modellen ausfallen. Den Turbo ebenfalls herabzusenken ist hingegen eine davon unabhängige Entscheidung, um 35 Watt TDP einzuhalten braucht es diese Anpassung nicht.

Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T im Test

Die Definition stellt damit auch ganz klar fest: TDP ist nicht Verbrauch. Es mag OEM-Systeme wie den Medion Erazer X67020/X67015 (Test) oder den Corsair One Elite (Test) geben, die der CPU maximal nur so viel elektrische Leistung zugestehen, wie sie in Intels Basis-Taktraten-Szenario verbrauchen – also maximal die TDP. Quasi alle für Endkunden verfügbaren Mainboards und viele OEM-Systeme lassen die CPUs hingegen mit den von Intel spezifizierten Turbo-Taktraten weit abseits des Basis-Taktes und damit bei einem deutlich höheren Verbrauch operieren.

Wird die CPU hingegen über einen manuellen Eingriff im BIOS auf 35 Watt gedeckelt, hat das gravierende Folgen insbesondere bei der Leistung in Anwendungen. Einher geht aber auch die dann stark sinkende Leistungsaufnahme. In Spielen hingegen sind die Auswirkungen kleiner, weil die CPU nicht so stark belastet wird und deshalb bei gleichem Maximalverbrauch höher takten kann. Die Diagramme (siehe oben) enthalten den Eintrag Core i7-8700T (35 Watt LT), der die Limitierung auf 35 Watt klar ersichtlich macht. Der nicht markierte Core i7-8700T operiert hingegen immer beim maximal möglichen Turbo-Takt.

In Kürze wird sich ComputerBase noch einmal mit der Thematik TDP sowohl bei Intel als auch AMD befassen.

Zum Prozessor gehört ein ganzer PC

Ein Prozessor allein macht noch keinen PC, es bedarf weiterer Bauteile – allen voran Mainboard und Arbeitsspeicher. Und während SSDs immer günstiger werden, ist insbesondere RAM auch im Mai 2018 ein teures Vergnügen. Aber noch teurer trifft Spieler die Grafikkarte, deren Preise durch den Mining-Boom in teilweise schwindelerregenden Höhen gestiegen sind, in den letzten Tagen aber zumindest zum Teil eine deutliche Entspannung eingesetzt hat. Hilfe bei der Zusammenstellung ganzer PCs bietet das Forum: Hier arbeiten Leser an ständig aktualisierten Beiträgen, die klären, wie der optimale PC inklusive passendem Prozessor und dem Drumherum für ein bestimmtes Budget aussieht.

Allen voran geht dabei die Zusammenstellungen für den idealen Gaming-PC mit bereits über 6.000.000 Zugriffen. Sie nennt sechs grundlegende Konfigurationen von 450 bis 1.400 Euro. Viele der hier zuvor erwähnten CPUs sind dort direkt wiederzufinden.

Kaufberatung, Vergleiche, Tests und Ranglisten auf ComputerBase

Auf ComputerBase finden sich noch zahlreiche weitere Kaufberatungen für den Hardware-Bereich:

Parallel zu den Empfehlungen der Redaktion lohnt sich stets ein Blick in den Bereich im ComputerBase-Forum. Dort geben gut informierte Mitglieder der Community Hilfestellung, wenn es um Fragen rund um den Kauf eines neuen Prozessors geht.

Die empfohlenen Prozessoren können beispielsweise bei Alternate*, Caseking* oder Mindfactory erworben werden. Amazon* bietet sich für diese Geräteklasse hingegen nur selten an. Die genannten Händler haben ebenso wenig wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion, noch haben sie für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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