Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test : Der Star ist das OLED-Display

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Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test: Der Star ist das OLED-Display

Nachdem Samsung mit dem ersten Galaxy Tab eines der seinerzeit beliebtesten Android-Tablets auf den Markt brachte, gilt das Unternehmen als einer der größten Konkurrenten von Apple auf dem Tablet-Markt. Damit einher ging in den letzten Jahren eine große Produktfülle. Vom Einsteigergerät Galaxy Tab bis zum semiprofessionellen Galaxy Note und NotePro mit Stiftbedienung. Mit dem Galaxy Tab S folgt nun eine weitere Serie hochwertiger Tablets – größte Neuerung dabei ist das kontrastreiche AMOLED-Display mit hoher Auflösung und überragenden Schwarzwerten.

ComputerBase liegt das Samsung Galaxy Tab S 10.5 in der WLAN-Variante vor. Zusammen mit dem Smartphone Galaxy S5 wird auch die neue Side-Sync-Technologie getestet, mit der sich Inhalte vom Smartphone auf das Tablet streamen lassen sollen.

Nicht zuletzt aufgrund der flachen Sony-Tablets hat auch Samsung diesen Weg für das Galaxy Tab S eingeschlagen. Ob sich die geringen Gehäusemaße auf die Akkulaufzeit auswirken und wie sich das AMOLED-Display im Alltag schlägt, klärt der Test.

Spezifikationen

Samsung Galaxy Tab S 10.5 Samsung Galaxy Tab S 8.4 Apple iPad Air Apple iPad mini 2
Software:
(bei Erscheinen)
Android 4.4 iOS 7
Display: 10,50 Zoll
2.560 × 1.600, 288 ppi
Super AMOLED
8,40 Zoll
1.600 × 2.560, 359 ppi
Super AMOLED
9,70 Zoll
1.536 × 2.048, 264 ppi
IPS
7,90 Zoll
1.536 × 2.048, 324 ppi
IPS
Bedienung: Touch
Fingerabdruck-Sensor
Touch
SoC: Samsung Exynos 5
1,90 GHz, 8 Kerne
28 nm
Apple A7
1,40 GHz, 2 Kerne
28 nm, 64-Bit
Apple A7
1,30 GHz, 2 Kerne
28 nm, 64-Bit
GPU: Mali-T628 MP6
533 MHz
PowerVR G6430
450 MHz
RAM: 3.072 MB 1.024 MB
LPDDR3
Speicher: 16 GB (+microSD) 16 / 32 / 64 / 128 GB
Kamera: 8,0 MP, 1080p
LED, AF
5,0 MP, 1080p
f/2,4, AF
Frontkamera: 2,1 MP, 1080p 1,2 MP, 720p
AF
1,2 MP, 720p
GSM:
Nein
Variante
GPRS + EDGE
Nein
Variante
GPRS + EDGE
UMTS:
Nein
Variante
HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
Nein
Variante
DC-HSPA
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE:
Nein
Variante
Advanced
↓150 ↑50 Mbit/s
Nein
Variante
Ja
↓100 ↑50 Mbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct, Miracast
802.11 a/b/g/n
Bluetooth: 4.0 Low Energy 4.0
Ortung:
GPS, GLONASS
Variante
A-GPS, GLONASS
Nein
Variante
A-GPS, GLONASS
Weitere Standards: Micro-USB 2.0, MHL, Infrarot Lightning
SIM-Karte:
Variante
Micro-SIM
Variante
Nano-SIM
SAR-Wert: 1,190 W/kg
0,470 W/kg
Variante
0,990 W/kg
Akku: 7.900 mAh
fest verbaut
4.900 mAh
fest verbaut
8.827 mAh (32,40 Wh)
fest verbaut
6.471 mAh (23,80 Wh)
fest verbaut
Größe (B×H×T): 247,3 × 177,3 × 6,60 mm 125,6 × 212,8 × 6,60 mm 169,5 × 240,0 × 7,50 mm 134,7 × 200,0 × 7,50 mm
Schutzart:
Gewicht: 465 / 467 g 294 / 298 g 469 / 478 g 331 / 341 g
Preis: € 499 / € 599 ab € 332 / ab € 367 € 479 / € 569 / € 659 / € 749 / € 599 / € 689 / € 779 / € 869 ab € 259 / ab € 305 / ab € 419 / ab € 437 / ab € 299 / ab € 348 / ab € 430 / ab € 444

Design & Verarbeitung

Flach! Das ist der erste spontane Eindruck zum Galaxy Tab S 10.5. Mit 468 Gramm ist es genau ein Gramm leichter als das iPad Air in der WLAN-Version und damit angenehm in der Hand zu halten. Das Apple-Tablet ist zudem mit 7,5 Millimetern etwas dicker als das neue Samsung-Modell, das es auf nur 6,6 Millimeter bringt. Da auch der Bildschirmrand relativ schmal ausfällt, ist das 10,5 Zoll große Galaxy Tab S erstaunlich handlich – das Sony Xperia Z2 Tablet wirkt dagegen regelrecht pummelig, auch wenn es minimal dünner ist. Allerdings hat der schmale Rahmen um das Display auch einen Nachteil: Bei der Nutzung berühren die Finger regelmäßig den Bildschirm und lösen ungewollte Aktionen aus.

Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test

Die Rückseite des Galaxy Tab S besteht wie der größte Teil des Tablets aus Polycarbonat. Optisch fällt das Golfballmuster auf: Fingerabdrücke stören auf dieser Oberfläche nicht, umso mehr fallen sie aber auf dem glänzenden Display auf.

Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test

Am unteren Bildschirmrand sind die Android-Bedienelemente angebracht, der Home-Button ist gleichzeitig auch der Fingerabdruckscanner und daher als richtiger Knopf und nicht nur als Sensorelement vorhanden. Die zur Seite abstrahlenden Lautsprecher des Galaxy Tab S finden sich im oberen Bereich.

Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test

Die Verarbeitung des Testgerätes ist sehr gut. Berichte über mangelhafte Rückabdeckungen können daher nicht bestätigt werden. Dass sich die Rückseite, wie in einigen Berichten zu lesen, unter Hitze verformt, lässt sich ebenfalls nicht nachvollziehen. Trotz einer mehrstündigen Autofahrt in praller Sonne und mit einem unter Last arbeitenden Tablet kam es weder zu Verformungen noch Abstürzen.

Display

Vor allem in der Anfangszeit der Android-Tablets kümmerten sich die Hersteller viel zu selten um eine goldene Regel beim Bau eines Mobilcomputers: Die wichtigste Komponente ist das Display. Das hat sich mittlerweile geändert, aber Samsung zeigt sich weiterhin steigerungsfähig. In den neuen Modellen Galaxy Tab S 10.5 und 8.4 kommen farbstarke und kontrastreiche AMOLED-Bildschirme mit 2.560 × 1.600 Bildpunkten (288 ppi) zum Einsatz.

Gegenüber herkömmlichen Tablet-Displays weist die AMOLED-Technik einen entscheidenden Vorteil auf: Da die organischen Bildpunkte von sich aus leuchten, wird keine Hintergrundbeleuchtung benötigt. Ergo: Schwarz ist tatsächlich schwarz und nicht nur ein sehr dunkles Grau. Dieser Effekt zeigt sich vor allem beim Spielen und Betrachten von Videos oder Fotos sehr stark und sorgt immer wieder für Lob, wenn Unbeteiligte auf das Display schauen. Allerdings wirken Farben fast schon zu knallig, Samsung hat sich für bonbonbunt entschieden, was die vorinstallierten Bildschirmhintergründe stark hervorheben.

Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test

Durch den fast perfekten Schwarzwert tendiert der Kontrast ins Unendliche. Auch die Farbwiedergabe des Tablet S ist grandios. Samsung selbst gibt an, einen 20 Prozent breiteren Farbraum aufweisen zu können, als ihn vergleichbare Konkurrenztablets bieten.

Die maximale Helligkeit liegt mit gemessenen 405 cd/m² ebenfalls auf gutem Niveau. Zusammen mit dem spiegelnden Display findet sich bei strahlendem Sonnenschein jedoch nur selten ein Winkel, aus dem der Bildschirm ohne überstrahlende Spiegelungen ablesbar ist.

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  • Dennis Ziesecke E-Mail
    … hat von Juni bis Dezember 2014 Artikel für ComputerBase verfasst.