DirectX : Version 11.3 erscheint parallel zu DirectX 12

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DirectX: Version 11.3 erscheint parallel zu DirectX 12

Microsoft hat überraschend bekannt gegeben, dass parallel zu DirectX 12 ein Update auf DirectX 11.3 veröffentlicht werden wird. DirectX 11.3 wird dieselben neuen „Rendering Features“ wie DirectX 12 bieten, nicht aber den massiv reduzierten „CPU Overhead“. Das wirft Fragen auf.

Bisher hieß es, dass jede Hardware, die DirectX 11 unterstützt, auch DirectX 12 ausführen können wird. ComputerBase wies allerdings schon im März darauf hin, dass „unterstützt DirectX 12“ vieles bedeuten kann. Denn während vom reduzierten Overhead alle Systeme profitieren sollen, dürften neue 3D-Effekte nur von entsprechend ausgelegter Hardware unterstützt werden.

Im März stand allerdings noch aus, ob es überhaupt neue Funktionen geben wird. Jetzt hat Microsoft bestätigt, dass DirectX 12 und DirectX 11.3 neue „Rendering Features“ enthalten werden. Damit könnte aktuelle Hardware zwar beide Standards prinzipiell unterstützen, nicht aber alle der enthaltenen Funktionen (volles „Feature Level“).

DirectX 11.3 und 12 bringen neue Funktionen mit sich
DirectX 11.3 und 12 bringen neue Funktionen mit sich

In Summe sollen die Neuerungen nicht die Last auf der CPU sondern die Last auf der GPU und die Nutzung des Grafikspeichers reduzieren. Auch soll es Entwicklern einfacher fallen, Anti-Aliasing in das Spiel einzubauen sowie Alpha-Test-Texturen zu glätten. Und besonders große Texturen („Megatextures“) lassen sich mittels „Volume Tiled Resources“ mit deutlich reduziertem Speicherbedarf auf der Grafikkarte ablegen.

Nvidia gab zur Präsentation der GeForce GTX 980 und GTX 970 mit der Maxwell-GPU GM204 bekannt, vier der neuen Funktionen unterstützen zu können:

  • Rasterizer Ordered View
  • Typed UAV Load
  • Volume Tiled Resources
  • Conservative Raster

Ob auch mehr, ist nicht bekannt. Weder Nvidia noch AMD noch Intel können schon heute mit Sicherheit versprechen, die neuen APIs nach ihrer Fertigstellung vollumfänglich zu unterstützen. Es wird weitere neue Funktionen geben, heißt es. Welche Hardware sie voraussetzen, hält Microsoft noch geheim. „Die Feature Levels sind seitens Microsoft noch nicht definiert“, lautet die Antwort auf die Frage nach mehr Details von Nvidia.

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Die parallele Veröffentlichung von DirectX 12 und DirectX 11.3 legt nahe, dass Microsoft DirectX 12 nur neueren Betriebssystemen zur Verfügung stellen wird, ältere Versionen aber zumindest die neuen optischen Möglichkeiten erhalten sollen – über DirectX 11.3. Die Vorteile aus dem massiv reduzierten Verwaltungsaufwand wird DirectX 11.3 hingegen nicht bieten. So könnte DirectX 11.3 als Update für DirectX 11.2 unter Windows 8.1 zur Verfügung stehen und DirectX 12 dem Nachfolger Windows (9) vorbehalten sein.

Detaillierte Informationen zur Kompatibilität sowie zu den jeweils unterstützen Plattformen gab Microsoft auch auf Nachfrage vorerst nicht preis. Beide neuen APIs sollen Ende 2015 veröffentlicht werden.

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