manli GeForce GTX 970 im Test : Das inoffizielle Referenzdesign gegen Spulenfiepen

, 55 Kommentare
manli GeForce GTX 970 im Test: Das inoffizielle Referenzdesign gegen Spulenfiepen

Die GeForce GTX 980 gibt es im Referenzdesign von Nvidia, die GeForce GTX 970 nicht. Mit der manli GeForce GTX 970 will der britische Händler Overclockers.uk jetzt genau diese Referenz auf eigene Initiative geschaffen haben. Die Zutaten: Ein gezielt angepasstes PCB sowie das Kühlsystem der Referenzversion der GeForce GTX 980. Anstelle der großen GPU GM204-400-A1 der GTX 980 kommt allerdings weiterhin die kleinere Ausbaustufe GM204-200-A1 zum Einsatz.

Die so geschaffene Karte soll nicht nur die „wahrscheinlich leiseste GeForce GTX 970 unter Last“ sein, sondern auch deutlich weniger Spulenfiepen aufweisen als viele andere Varianten der GeForce GTX 970 am Markt. Ob beide Versprechen eingehalten werden, klärt der Test.

Die Marke manli ist in Deutschland kaum bekannt, gehört allerdings seit dem Jahr 2011 zum Auftragsfertiger PC-Partner. Auch die Marken Inno3D und Zotac gehören dem Unternehmen aus Hongkong. Bei Overclockers.uk ist das Modell von manli als „OcUK GeForce GTX 970 NVIDIA 970 Cooler Edition“ gelistet, Caseking verkauft sie als „ GeForce GTX 970 Whisper Silent Edition“.

Das PCB

Das PCB der manli GeForce GTX 970 basiert auf dem Referenz-PCB der GeForce GTX 980, den Nvidia-Schriftzug trägt es allerdings nicht. Das liegt an den Anpassungen, die der Hersteller auf Wunsch des Online-Shops Overclockers.uk, ein Schwesterunternehmen von Caseking.de, durchgeführt hat. Allesamt betreffen die Stromversorgung, Details werden auch auf Nachfrage nicht veröffentlicht.

Bildvergleich

Offensichtlich ist, dass einige Kondensatoren ausgetauscht und Spannungswandler entfernt wurden. So bieten die Kondensatoren nach den Spulen (Aufschrift R22 und R47) nun 477 anstelle von 470 µF und stammen von einem anderen Hersteller, von den fünf radial ausgeführten Kondensatoren vor den Spannungswandlern sind nur noch vier übrig geblieben.

Bildvergleich

Auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, dass auch die Spulen (R22) selbst eine Anpassung erfahren haben. Die rechteckigen Kapselgehäuse, in denen die „Drosseln“ untergebracht sind, bestehen nicht mehr aus Metall sondern aus Kunststoff und sollen deshalb weniger zum Fiepen und Zirpen neigen.

Keine Anpassung, aber ein Versprechen knüpft Overclockers.uk an den Speicher: Er soll ausschließlich von Samsung stammen, während auf Partnerkarten auch Chips von Hynix zum Einsatz kommen.

Bildvergleich

Das Kühlsystem

Das Kühlsystem entspricht dem Modell, das auf der Referenzversion der GeForce GTX 980 und allen Partnerkarten, die darauf aufbauen, zum Einsatz kommt. Wie bei der großen Karte ist der Schriftzug „Geforce GTX 970“ in schwarzer Schrift eingeprägt.

Die manli GeForce GTX 970 sieht aus wie das Referenzdesign der GeForce GTX 980
Die manli GeForce GTX 970 sieht aus wie das Referenzdesign der GeForce GTX 980

Gegenüber dem Kühlsystem auf GeForce GTX Titan, Titan Black, 780 und 780 Ti lässt die neue Version die Vapor-Chamber vermissen, es kommt eine klassische Kupferbodenplatte zum Einsatz. Nvidia begründet diesen Wechsel mit der niedrigeren TDP, die ein weniger aufwendiges und gleichzeitig weniger kostspieliges Kühlsystem möglich macht.

Auf der GeForce GTX 980 erreicht das Kühlsystem im Leerlauf und unter Last einen mit der GeForce GTX 780 vergleichbaren Geräuschpegel bei deutlich höherer Leistung, die GeForce GTX 780 Ti ist deutlich lauter. Die langsamere GeForce GTX 970 hat das Potential, noch leiser zu sein.

Auf der nächsten Seite: Testergebnisse

55 Kommentare
Themen: